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Jörg Kijanski
Ein Serienmörder auf der Ferieninsel

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2020

Comisaria Silvia Fiol und ihr Kollege, Comisario Ramón Colom von der Policia Nacional sind ratlos. Vor drei Wochen wurde am Strand bei Puerto de Sóller die Leiche der schwedischen Touristin Charlotte Danielsson gefunden. Zwölf Tage zuvor hatte sie ihr Ehemann als vermisst gemeldet. Die junge Frau wurde erwürgt, trieb jedoch mehrere Tage im Meer, so dass es keine verwertbaren Spuren gibt. Seit zehn Tagen ist nun eine weitere Schwedin verschwunden: Anna Alvarsson. Auch sie wird ermordet aufgefunden, erneut fehlen jegliche Hinweise außer dem kleinen Rest eines Mooses, welches darauf hinweist, dass der Täter seine Opfer in einer Grotte gefangen gehalten hat.

Während die Ermittler weiterhin im Dunkeln herumstochern, hat der Täter bereits ein neues Opfer ausgewählt: Marie Lindner. Letztes Jahr wurde die damalige Kriminalkommissarin nach einer Feier in Hamburg betäubt und vergewaltigt, seitdem bestand ihr Leben aus Depression und Alkohol. Ihr Mann Andreas schlug vor einigen Monaten vor, noch einmal ganz von vorne anzufangen, um ihre Beziehung zu retten. Man kaufte eine Finca im Tramuntana-Gebirge, wo man jetzt dabei ist, ein kleines Landhotel zu eröffnen. Doch dann wird Marie entführt …

Über Mallorca und die Mallorquiner

Sie gilt als die beliebteste Ferieninsel der Deutschen, dabei ist für die meisten „Malle nur einmal im Jahr“. Die landschaftliche Schönheit der Insel wird ausführlich beschrieben, die damit verbundenen Auswirkungen des Massentourismus ebenfalls. Diese merkt auch die Protagonistin, denn Silvia Fiol sucht dringend eine neue Wohnung, nachdem ihr Vermieter den Mietpreis von 600 auf 950 Euro erhöhen will.

Derweil macht ihrem Kollegen Colom die sommerliche Hitze zu schaffen. Das Verhältnis der Insulaner gegenüber Touristen sowie die Vorurteile gegenüber Festlandspaniern werden ebenfalls erwähnt. Wer sich also auf einen Urlaub auf Mallorca vorbereiten will, kann gerne zugreifen. Vorsichtig sollte man allerdings sein, wenn man gleichzeitig einen spannenden Krimi erwartet.

Flache Spannungskurve, geschwätziger Erzählstil

So schön die Insel und ihre Beschreibung sein mag, der Krimiplot kann leider nicht mithalten. Die Handlung wird, nicht nur mangels konkreter Spuren, einfach heruntererzählt. Was passiert, passiert eben und das ist recht wenig. Zwei Leichen wurden gefunden, eine weitere Frau (Marie) verschwindet. Immerhin weiß man, dass sie vermutlich in einer der zahlreichen Grotten gefangen gehalten wird. Da ist es praktisch, von einem Unbeteiligten den richtigen Hinweis zu bekommen, womit sich der Fall in Wohlgefallen aufzulösen scheint. Bleibt die Frage, ob Marie überleben wird? Der teils geschwätzige, meist recht einfache Schreibstil erhöht nicht zwingend die Lesefreude. Zudem gibt es eine Fülle von alltäglichen Banalitäten und wiederholte Hinweise auf die Eigenarten der Figuren, wie beispielsweise das schon erwähnte Schwitzen des Comisario.

Die Spannungskurve ist durchgehend flach, was vor allem daran liegt, dass man gar nicht erst die Gelegenheit erhält, bei der Suche nach dem Täter mitzuraten. Keine Chance, beim Theater könnte man hinsichtlich der Auflösung von einer „deus ex machina“, dem plötzlichen Auftreten einer Gottheit aus einer Maschine, sprechen. Da der vorliegende Band „Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge“ der Auftakt einer Serie ist, bleibt zu hoffen, dass künftig anspruchsvollere Lösungen präsentiert werden.

Fazit:

„Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge“ ist für Mallorca-Fans eine leichte Urlaubslektüre für den Strand, bei der man entspannen kann, da zu keinem Zeitpunkt Konzentration gefragt ist. Krimifans sind mit zahlreichen anderen, da deutlich spannenderen und anspruchsvolleren „Urlaubskrimis“ besser bedient.

Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge

Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge

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Letzte Kommentare:
24.03.2020 14:16:17
Greatthk

Reiseführer oder Krimi ? Am Ende müssen sich Leser/Leserin selber ein Urteil bilden. Der "Krimianteil" kommt für mich einfach zu kurz und ist schnell abgehandelt. Bereits am Anfang kann man vermuten wer der Täter ist und 212 Seiten später wird die Vermutung bestätigt. Als Reiseführer ist das Buch gut geschrieben und gibt interesante Informationen zur Insel - da mich Mallorca aber nicht interessiert, waren diese Informationen für mich nebensächlich. Das Ende lässt vermuten, dass noch mindestens ein Buch folgen wird - was mich meine Beurteilung so abfassen lässt: Evtl. kaufe ich auch das zweite Buch mit Comisaria Fiol - nur um zu sehen, ob es eine Steigerung gibt

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