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Thomas Gisbertz
Solider, aber allzu überfrachteter Thriller aus Wien

Buch-Rezension von Thomas Gisbertz Sep 2019

LKA-Ermittler Richard Schwarz weiß genau wie es ist, einem skrupellosen Mörder ausgeliefert zu sein. Seit dem Tag, an dem er als Kind miterleben musste, wie seine Mutter durch die Hand eines Freiers starb und er selbst schwer verletzt wurde, versucht er, seine eigene Verwundbarkeit zu verbergen. Als in Wien kurz nacheinander die Leichen zweier Frauen gefunden werden, setzt Richard alles daran, den Täter zu finden: Seine einzige Spur ist das merkwürdige Muster der Stichverletzungen auf ihren Körpern. Bis die Gerichtspsychiaterin Theres Lend sich an ihn wendet: Sie glaubt, den Mörder zu kennen.

Als Richards Schwester Sarah in München aus ihrem eigenen Zirkus entführt wird, spitzt sich die Lage zu. Für den Ermittler zählt jede Sekunde. Er muss Sarah retten, einen Mörder überführen – und seine eigenen Dämonen besiegen.

Rätselhaftes Muster

Eigentlich tritt er gerade als der geheimnisvolle Magier „Mister Domino“, der Mann mit der Maske, im Zirkus seiner Schwester Sarah auf, als Richard Schwarz einen Anruf von Chefinspektor Paul Marek erhält: Im WIG, einer Parkanlage im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten, hat man die Leiche einer brutal ermordeten Frau gefunden: Das Opfer wurde stranguliert und mit einem Gegenstand aus Holz sexuell penetriert. Gestorben ist die Frau aber an den zahlreichen Stichverletzungen, die an ein Muster erinnern. Während die Ermittler noch rätseln, was dieses bedeuten könnte, hat der Täter bereits sein zweites Opfer getötet.

Inmitten der Suche nach dem Serientäter erhält Schwarz ein anonymes Video: Seine Schwester Sarah wurde entführt. Die Täter verlangen anschließend telefonisch 150.000 Euro oder die Auslieferung seines zukünftigen Schwagers Oliver, der mit Richards Schwester bereits zwei Kinder hat. Doch dieser ist bereits vor Tagen spurlos verschwunden. Hat er etwas zu verbergen?

Start einer neuen Reihe

Jennifer B. Wind wurde 1973 in Leoben geboren und wohnt mit ihrer Familie bei Wien. Die ehemalige Flugbegleiterin schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene, Drehbücher und Kurztexte. Zahlreiche Kurzgeschichten, Ratekrimis, Rezensionen und Gedichte hat Jennifer B. Wind in Literaturzeitschriften, Zeitungen, Anthologien und Magazinen veröffentlicht. Ihre Texte wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie ist auch als Rezensentin und Jurorin tätig und führt eine erfolgreiche Bücherkolumne im Blog-Stil auf dem Online-Portal der Frauenzeitschrift WOMAN.

Mit „Die Maske der Gewalt“ veröffentlicht sie den ersten Fall um den LKA-Ermittler Richard Schwarz. Band 2 liegt bereits im Lektorat und dürfte in den nächsten Monaten erscheinen.

Zu viele Themen und Sozialkritik

Eines muss vorweg gesagt werden: Die Autorin nimmt ihre Figuren und besonders das, was mit ihnen geschehen ist bzw. immer noch geschieht, sehr ernst. Besonders die inhaltlichen Themen des Thrillers wie häusliche Gewalt gegen Frauen, Computerspielsucht und insbesondere der Umgang mit Ängsten und Vorbehalten anderen Menschen gegenüber machen dies mehr als deutlich. Im Anhang hat Jennifer B. Wind zahlreiche Anlaufstellen für diese Themen angeführt. Die Autorin überzeugt in ihrem Thriller mit einer sehr detaillierten und genauen Recherchearbeit.

Aber es sind einfach zu viele Themen, die aufgegriffen werden, und anhand derer ständig Sozial- bzw. Gesellschaftskritik geübt wird. Angefangen beim großen Zirkussterben in Österreich seit dem Wildtierverbot, den fehlenden Kultursubventionen für die Darsteller, die Situation der Drogenszene in München, den dort fehlenden Drogen-Konsumräumen und der dadurch bedingten Nutzung der unterirdischen Gängesysteme unter dem Bahnhofsplatz, der Computerspielsucht und der häuslichen Gewalt an Frauen. Allesamt wichtige Themen, die den Thriller aber überladen und denen im einzelnen letztendlich zu wenig Raum eingeräumt wird. Hier wäre es ratsam gewesen, dem Roman nur ein zentrales Thema zu geben.

Blasse Figurendarstellung

Leider kommt bei den zahlreichen Inhalten, die Jennifer B. Wind in ihrem Thriller umsetzen will, eines zu kurz: die Figurendarstellung. Den zentralen Charakteren, wie dem seit seiner Kindheit entstellten Richard Schwarz oder die an einer Augenerkrankungen leidende Gerichtspsychiaterin Theres Lend, fehlt es an Tiefe und Schärfe. Es wäre interessant gewesen zu erfahren, wie beide mit ihren Problemen umgehen bzw.welche inneren Konflikte sie täglich auszufechten haben. Während das bei Lend noch in Ansätzen gelingt, werden bei Schwarz lediglich Andeutungen gemacht. Dabei bietet besonders der manische Umgang von Lend mit ihrer Augenerkrankung und des in ihrer eingebildeten Vorstellung schnellen Fortschreitens der Krankheit gerade bei einer Psychiaterin ein enormes Potential.

Schreckliches Kindheitserlebnis

Richard Schwarz‘ entstellter Körper hängt mit einem traumatischen Ereignis aus seiner Kindheit zusammen. Während seine Mutter gerade einen Freier befriedigt, kippt sich Richard als kleiner Junge das heiße Nudelwasser über seinen Körper. Dabei verbrüht er sich nicht nur das Gesicht, sondern zahlreiche weitere Körperteile. Weil seine Mutter ihm sofort helfen möchte, reagiert ihr Kunde wütend und tötet sie beim Sex.

Dieses Ereignis hat den Ermittler natürlich geprägt - körperlich wie seelisch. Schwarz hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Mörder seiner Mutter zu finden. Leider fehlt es an einer genaueren Innenperspektive bei der traumatisierten Person des Ermittlers. Dies ist zumindest bei Theres Lend, der die Diagnose ihrer zukünftigen Erblindung den Boden unter den Füßen wegzieht, zum Teil gegeben. Während sie ihren Patienten zu vermitteln versucht, wie diese mit Ängsten und Depressionen umzugehen haben, scheitert sie selber daran. Leider wird dieser durchaus interessante Ansatz, wie eine Psychiaterin versucht, ihre eigenen Ängste zu therapieren, von der Autorin nicht aufgegriffen und beleuchtet.

Oftmals zu klischeehaft

Bei allem Bemühen bleibt auch die eigentliche Handlung überwiegend schematisch und einfach. Es finden sich allzu oft zu schnelle und einfache Lösungen, besonders wenn Richard sich auf die Suche nach seiner Schwester und dem verschwundenen Oliver macht. Höhepunkte sind hier die Szenen, die sich in dem Piratenlokal „Chest & Clams“ abspielen. Nicht nur, dass der ansonsten so hilfsbereite Besitzer und Barkeeper Jörg seit zwölf Jahren zwei Mal wöchentlich gewaltbereite Drogendealer in seiner Kneipe duldet, auch deren Auftreten und Verhalten ist kaum an Schablonenhaftigkeit zu überbieten. Dass diese sogar Richard Informationen geben und ihm, einem völlig Unbekannten, vertrauen, und dass er ihnen später dafür hilft (!), amüsiert unfreiwillig.

Zumindest beim ehemaligen General Leopold Böckinger, der im Thriller als penetranter Hüter von Gesetz und Ordnung in Form des Anführers einer Bürgerwehr auftritt und Stammgast auf der Polizeistation ist, gelingt Jennifer B. Wind eine unterhaltsame Nebenfigur, die dem Leser in ihrer eindimensionalen und gleichzeitig selbstherrlichen Art nur allzu bekannt ist. Lustig wird es am Ende, wenn man erfährt, wie der Rechte Böckinger seinen Ansprüchen selber nicht genügt.

Fazit:

Veit Etzold hat über den Thriller geschrieben: „Die Maske der Gewalt hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die rasante Handlung, der packende Fall und vor allem die persönliche Geschichte des undurchsichtigen, aber charismatischen Ermittlers haben mich mehr als nur eine Nacht wachgehalten.“ Man muss sich nach der Lektüre fragen, wie der Berliner Autor zu diesem Schluss kommt. Jennifer B. Wind gelingt insgesamt aber ein solider, wenn auch durchschnittlicher Thriller, der aufgrund seiner Figuren sicherlich noch deutlich mehr Potential besitzt. Mit der Themenüberfrachtung tut sich die Autorin leider keinen Gefallen. Es bleibt zu wünschen, dass sie ihren Figuren in den nächsten Bänden mehr Tiefe und Schärfe gibt.

Die Maske der Gewalt

Die Maske der Gewalt

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Letzte Kommentare:
16.07.2019 19:27:26
dorli

Jennifer B. Wind beginnt den ersten Band ihrer neuen Thrillerserie mit einem Prolog, der traurig und wütend macht – ein schwer verletzter Junge muss mitansehen, wie seine Mutter von einem Freier getötet wird.

Zeitsprung. Nach den schrecklichen Erlebnissen ist Richard als Pflegekind in einer Zirkusfamilie aufgewachsen und hat seine Bestimmung gefunden. Als geheimnisvoller Mister Domino begeistert er auch heute noch ab und an die Fans; um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Richard allerdings als Abteilungsinspektor beim LKA Wien.

Richard ist wieder einmal in München und hilft im Zirkus seiner Ziehschwester Sarah aus, als ihn ein Anruf nach Wien zurückbeordert – ein neuer Mordfall erfordert dringend seine Anwesenheit. Gerichtspsychiaterin Theres Lend hat aus der Zeitung von dem Mordfall erfahren und glaubt zu wissen, wer der Mörder ist. Diese Vermutung will sie Richard mitteilen, doch der hat plötzlich ganz andere Sorgen: Während seiner Ermittlungen in Wien hat er ein Video erhalten, dass seine gefesselte, verletzte Schwester zeigt – Sarah wurde entführt! Richard alarmiert einen Kollegen in München und eilt dann aus Sorge um Sarah und ihre Familie zurück nach Deutschland…

Jennifer B. Wind versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser ruckzuck in den Bann ihres Thrillers zu ziehen. Neben dem fesselnden Schreibstil hat mir der vielschichtige Handlungsaufbau besonders gut gefallen. Mehrere Handlungsstränge, unterschiedliche Schauplätze und häufige Perspektivewechsel sorgen für ein lebhaftes und abwechslungsreiches Geschehen. Zusätzlich zur Ermittlungsarbeit gibt es mehrere Intermezzi, in denen der Täter zu Wort kommt und auch die entführte Sarah berichtet in einigen Abschnitten, was sie erdulden muss. Außerdem werden die persönlichen Hintergründe der Akteure beleuchtet und es gibt ein paar Rückblenden, die dem Leser Einblick in Richards Vergangenheit gewähren.

Die Kriminalfälle sind sehr spannend. Themen wie Computerspielsucht, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch spielen darin eine Rolle. Die Morde in Wien und Sarahs Entführung in München werfen im Handlungsverlauf immer neue Fragen auf, die nicht nur reichlich Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Motive, mögliche Zusammenhänge und die Identität der Täter bieten, sondern zudem dafür sorgen, dass die Sogwirkung der Geschichte bis zur letzten Seite nicht abreißt.

Obwohl die aktuellen Fälle am Ende des Buches gelöst sind, gibt es einige Hinweise, die die Spekulation anheizen, dass es im Hintergrund doch noch ein paar lose Fäden gibt. Außerdem hat Richard sein Ziel, den Mörder seiner Mutter zu finden, noch nicht erreicht. Zwei Aspekte, die mich mit Spannung die weiteren Bände der Richard-Schwarz-Serie erwarten lassen.

„Die Maske der Gewalt“ hat mir sehr gut gefallen - ein Thriller, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

14.07.2019 10:42:42
Venatrix

Jennifer B. Winds bisherige Bücher stehen für garantierte Gänsehaut. So auch dieser Thriller, der der Auftakt einer Reihe rund um Richard Schwarz, seines Zeichens Ermittler im LKA Wien, ist.

Worum geht’s?

Richard Schwarz ist an Körper und Seele gezeichnet, weil er als Kleinkind mit einem Topf heißen Wasser verbrüht hat. Als ihm seine Mutter zu Hilfe kommen will, wird sie von ihrem letzten Freier ermordet. Der schwer verletzte Richard musste das miterleben. Zu seinem Glück findet er, nach langer Reha-Zeit, Aufnahme in einer Zirkusfamilie.
Um den Mörder seiner Mutter zu finden, wird er Polizist. Nebenbei tritt er bei Sarah, seiner Ziehschwester, im Zirkus auf. Hier fühlt er sich unter der Maske eines Dominos wohl und geschätzt.

Während Richard in Wien zwei Morde an Frauen aufklären muss, wird Sarah in München entführt. Welche Rolle spielt Oliver, der seit Tagen verschwundene Lebensgefährte von Sarah? Soll Sarah nur als Druckmittel fungieren? Richard ist hin und her gerissen zwischen der Sorge um Sarah und der Pflicht, die Wiener Frauenmorde aufzuklären.

Meine Meinung:

Wir haben es hier mit einem Thriller erster Klasse zu tun. Die eine oder andere Szene ist nichts für Zartbesaitete. Dennoch gleitet die Handlung niemals ins Voyeuristische ab.
Die Charaktere sind sehr gut angelegt. Die Zweifel und Schuldgefühle von Richard kann der Leser hautnah miterleben, genauso wie seinen Ehrgeiz Frauen vor gewalttätigen Männern zu schützen. Eine interessante Figur ist Theres Lind, eine Psychiaterin,die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Sie glaubt, den Frauenmörder zu kennen und in dessen Begutachtung einen Fehler begangen zu haben.
Das Wiener Team rund um Richard ist gut eingespielt. Eine Person, die eine erstaunliche Wandlung durchmacht, ist der pensionierte General Böckinger, der zunächst ziemlich unsympathisch, weil wichtigtuerisch, angelegt ist.

Da Sarah in München entführt worden ist, ist es Aufgabe der dortigen Polizei, sie zu finden. Hier kennt Richard Kollegen und wird deshalb in die Ermittlungen einbezogen. Eine vorbildliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die sich wohltuend von den sonst üblichen Querelen in der internationalen Kooperation abhebt.

Die Autorin schafft es, gleich mehrere Themen miteinander zu verquicken, ohne dass der Thriller mühsam konstruiert wirkt. So müssen wir uns mit gewalttätigen Ehemännern, Drogenhandel, Prostitution sowie geistig abnormen Rechtsbrechern und zerstörter Kindheit auseinandersetzen.

Die beiden Fälle werden gut aufgelöst. Doch durch einen fiesen Cliffhanger kann der Leser sicher sein, dass der eigentliche Drahtzieher nach wie vor am Leben ist und für eine Fortsetzung weitere Straftaten ausheckt.

Fazit:

Der Auftakt einer Thriller-Reihe auf hohem Niveau, bei dem die Spannung nicht abreißt. Gerne gebe ich hier wohlverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

01.07.2019 15:36:07
leseratte1310

In Wien werden innerhalb kurzer Zeit zwei ermordete Frauen mit seltsamen Stichverletzungen aufgefunden. LKA-Ermittler Richard Schwarz versucht, den Täter zu fassen. Als in München seine Ziehschwester und ihr Lebensgefährte verschwinden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Gerichtspsychiaterin und Gutachterin Theres Lend glaubt, den Mörder zu kennen.
Dieses ist mein erstes Buch der Autorin Jennifer B. Wind. Sie hat hier einen ungewöhnlichen Ermittler erschaffen. Richard Schwarz musste miterleben, wie seine Mutter brutal ermordet wurde. Dabei hat er selbst Verbrennungen erlitten, die ihn für immer gezeichnet haben. Daher trägt er eine Maske. Aufgewachsen ist er nach dem Tod der Mutter Im Zirkus, den seine Ziehschwester nun führt. Deshalb liebt er den Zirkus und doch ging er dann zur Polizei. Das Trauma, das er als Kind erleben musste, hat ihn wohl dazu gebracht, denn er hat der toten Mutter versprochen, den Täter zu finden.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sehr fesselnd. Schon der Prolog ist spannend und die Spannung steigt stetig. Das Erzähltempo ist hoch, so dass wir förmlich durch die Geschichte gejagt werden.
Richard ist ein liebenswürdiger und charismatischer Mann. Er hat Schlimmes erlebt und man spürt, wie die Dämonen ihn immer noch im Griff haben. Er hat es nicht nur mit dem aktuellen Fall zu tun, er möchte auch immer noch den Mörder der Mutter finden, der nie gefasst wurde. Auch seinen Kollegen Paul Marek mochte ich. Die beiden sind ein tolles Team. Mit Theres Lend dagegen wurde ich einfach nicht warm.
Zwischendurch erfahren wir immer von den erschreckenden Gedankengängen des Täters.
Ein superspannender Thriller mit einem schlüssigen Ende. Ich bin schon gespannt auf einen weiteren Band mit diesem besonderen Ermittler lesen.