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Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.

Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

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Letzte Kommentare:
23.06.2019 14:20:11
Miss Marple

Ungewohnte Läckberg
Als eingefleischter Erika Falk/Patrik Hedström-Fan muss man erst einmal tief Luft holen ob der pornografischen Eröffnungsszene dieses Buches und wundert sich, welche neuen Töne die Autorin anschlägt. Schnell stellt sich der Leser die Frage, welche Wahrheit sich hinter all dem tollen Chic, der zu Fayes Leben mit Jack gehört, steckt. Als das Drama über ihre Familie hereinbricht, bricht auch die schöne Fassade ihres goldenen Käfigs und Fayes Leben nimmt eine neue Wendung. Auch wenn der Titel Spannung verspricht, bleibt die Geschichte in großen Teilen dahinter zurück. Gezeigt wird eine Familiengeschichte, in der es um Missbrauch und Rache geht. Einige wenige Elemente eines Thrillers sind erkennbar, aber nehmen mich nicht wirklich gefangen. Ich werde der Autorin lieber bei ihrer Reihe in Fjällbacka weiter folgen.

21.06.2019 12:45:57
bücherwurm

Ich lese zum ersten Mal und auch zum letzten Mal ein Buch von Camilla Läckberg.

Es ist völlig amoralisch und stellenweise auch unglaubwürdig geschrieben. Die Mehrfachmörderin kann frei ein neues Leben beginnen.

18.06.2019 11:46:52
TochterAlice

Da ich schon seit Jahren ein großer Fan von Camilla Läckbergs Krimireihe um die Autorin Erica Falk bin, wollte ich mir natürlich ihren ersten Thriller nicht entgehen lassen. Und wurde in der Hinsicht nicht enttäuscht, dass auch hier mich ihr ausgesprochen eloquenter Stil gefanden nahm und ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Weil es sich so ungeheuer süffig las. Auch wenn die Themen - Machtmißbrauch und beziehungsweise durch Sex - nicht unbedingt mein Fall sind.

Aber hier fand der seltene, wenn nicht gar einzigartige Fall statt, dass ich das Buch aufgrund des eingängigen und mir sehr vertrauten Stils der Autorin schnell durchgelesen hatte, wenn mich auch der Inhalt nicht begeistert konnte.

Denn hier geht es um Rache - ein Begriff, der aus meiner Sicht immer gemeinsam mit "Vergebung" genutzt werden sollte, wovon hier aber nichts zu spüren ist.

Es geht um die Ehe von Faye und Jack, die jäh endet - einer der beiden Ehepartner sinnt auf Rache, nachdem er begriffen hat, dass er über Jahre hinweg belogen und betrogen wurde.

Machtspielchen - nicht zuletzt Sex - spielen immer wieder eine zentrale Rolle und haben nichts mit den atmosphärischen und warmherzigen Schilderungen der Autorin gemein, die ich aus der Fjällbacka-Reihe kenne und liebe. Zudem ist der Plot ausgesprochen wenig originell. Wer oft Thriller liest, wird hier nichts Neues entdecken, das war schon bei mir, die ich nur gelegentlich zu einem greife, der Fall.

Ein Buch also, zu dem man greifen kann, aber definitiv nicht muss. Als Lektüre für zwischendurch aufgrund des angenehm zu lesenden Stils ganz nett.

16.06.2019 18:42:39
Klaraelisa

Frauen, wehrt euch
Faye und Jack Adelheim scheinen ein rundherum glückliches Paar zu sein, verkehren unter den Reichen und Schönen und haben eine kleine Tochter namens Julienne. Der Roman beginnt fast mit dem Endpunkt einer Entwicklung. Julienne ist spurlos verschwunden, und Jack wird verdächtigt. Hat er seine eigene Tochter umgebracht?
In vielen Rückblenden wird die Vergangenheit nachgeholt: wie Jack und Faye sich kennenlernen und die erste glückliche Zeit. Faye ordnet sich völlig unter, will in allem ihrem Mann gefallen, der sie immer schlechter behandelt und seine Verachtung offen zeigt. Dabei hat Faye, die ursprünglich Matilda hieß und ihren alten Namen zugunsten eines kompletten Neubeginns in Stockholm abgelegt hat, für Jack ihr Studium abgebrochen und jeden Gedanken an eine eigene Karriere aufgegeben. Ihren Beitrag zum erfolgreichen Unternehmen Compare leugnen sowohl Jack als auch sein Freund Henrik. Erst als sie gnadenlos ausgebootet und mittellos zurückgelassen wird, besinnt sich Faye auf ihre Stärke, die sie in ihrer schweren Kindheit in Fjällbacka gebraucht hat, um zu überleben. Darüber spricht sie nicht, das darf niemand wissen. Auch der Leser wird nach zahlreichen Hinweisen auf Geheimnisse und Fayes dunkle Seite erst spät darüber informiert, was damals geschah.
Der Roman liest sich nicht schlecht, ist aber in seinen negativen Porträts fast aller Männer sehr düster und teilweise recht einseitig. Jack ist ein so monströses Scheusal, dass er schon wieder unrealistisch wirkt. Allerdings ist auch Faye keine Unschuldige, die das Gute verkörpert. Ihre ausgeklügelte Rache zeigt, dass es auch für sie letztlich keine Grenzen gibt, keine ihr Handeln bestimmenden moralischen Prinzipien. Sie kämpft in einem Haifischbecken ums Überleben und will anderen Frauen helfen, es ihr gleichzutun. Was ist also die Botschaft dieses ersten Psychothrillers einer Autorin, die wir bisher nur aus ihrer Krimiserie kennen? Keine Frau sollte sich einem Mann bis zur Selbstaufgabe unterordnen und sich klein machen, um dem Partner zu gefallen. Materieller Wohlstand hat einen zu hohen Preis, und eine solche Beziehung ist dennoch zum Scheitern verurteilt, wie Läckberg überzeugend darlegt.

17.05.2019 17:49:36
Darts

Ich bin etwas zwiegespalten mit der Handlung des Buches. Golden Cage handelt von Faye, deren Vergangenheit dem Leser lange verborgen bleibt - aber es muss etwas Ungewöhnliches passiert sein, an dem sie nicht unschuldig war. Sie ist eine intelligente junge Frau, der die Welt eigentlich offen steht. Sie lernt mit Jack einen Millionärssohn kennen und lieben, daraufhin muss sie ihren jetzigen Freund loswerden. Hier ist eine Stelle im Buch, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Art und Weise wie sie ihren Freund los wird finde ich stark übertrieben, unwirklich und verstehe sie auch am Ende des Buches nicht, wenn alle offenen Fäden zusammen gelaufen sind. In der Ehe mit Jack unterwirft sie sich ihm total und ist ihm hörig. Als sie ihn beim Fremdgehen erwischt, trennt er sich von ihr und überlässt sie ihrem Schicksal.
Das Buch ist in drei große Abschnitte aufgeteilt, der erste Teil, indem das Leben an Jack Seite geschildert wird, hatte meiner meiner Meinung nach zu viele Längen. Ab dem zweiten Teil nahm die Handlung rasant an Spannung zu. Denn Faye lässt sich nicht einfach abservieren! Sie will sich an Jack rächen! Mit Hilfe von anderen Frauen, die ein ähnliches Dasein fristen wie sie bisher, findet sie Unterstützung hauptsächlich finanzieller Art. Sie baut ein sehr erfolgreiches Unternehmen auf und möchte Jacks Firma übernehmen. Die Pläne von Faye werden immer perfider. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, allerdings waren die Längen zu Anfang doch störend! Der Schreibstil von Camilla Läckberg ist flüssig und die Handlung hat ja richtig an Schwung zugenommen. Allerdings konnte ich mit der Protagonistin überhaupt nicht warm werden und ihre Problemlösungen wären im realen Leben kaum vorstellbar.

08.05.2019 21:26:39
Büchermaulwurf

Erwartungen leider nicht erfüllt

Faye und Jack gehören zur Oberschicht von Stockholm und sind nach außen eine perfekte Familie, der es an Geld und Luxus nicht mangelt. Gemeinsam hatten sie das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, das Jack inzwischen allein leitet. Faye kümmert sich um die Tochter, den Haushalt und hält Jack den Rücken frei. Doch der Schein trügt. Jack behandelt Faye nur noch mit Verachtung, während sie verzweifelt versucht ihm zu gefallen. Bis eines Tages eine jüngere Rivalin auftaucht...

Der Klappentext führt leider in die Irre, da das mutmaßliche Verbrechen an seiner Tochter, das Jack angeblich begangen hat erst am Ende des Buches thematisiert wird. Es wird nur kurz im Prolog angedeutet. Dann erlebt der Leser erstmal das Ehedrama zwischen Faye und Jack. In Rückblenden erfährt man wie sie sich kennengelernt und die Firma gegründet haben und in der Gegenwart, wie es zur Trennung kommt. Da kommt nicht viel Spannung auf. Erst in der zweiten Hälfte des Buches nimmt die Handlung endlich an Fahrt auf.
Jack hat sich wegen einer jüngeren Frau von Faye getrennt und setzt sie ohne einen Pfennig auf die Straße. Sie sinnt auf Rache und will ihn fertig machen. Zusätzlich gibt es kurze Rückblenden in Fayes Vergangenheit und man rätselt, welches dunkle Geheimnis sie hütet. Weniger gefallen haben mir die zahlreichen, eingestreuten und in meinen Augen völlig unnötigen, detailliert beschriebenen Sexszenen.

Von den Charakteren war mir keiner so richtig sympathisch. Jack war ein richtiger Fiesling und in Faye konnte ich mich auch nicht hineinversetzen. Ihr Charakter schien mir unglaubwürdig, da sie sich von einer starken, selbstbewussten, klugen Frau und Firmengründerin von ihrem Mann zu einer schwachen Hausfrau und Mutter degradieren lässt, um nach der Trennung wieder die Wende zu der ursprünglichen selbstbewussten Frau zu vollziehen. Ich fand es auch nicht glaubwürdig, dass es ihr gelang in relativ kurzer Zeit ein so erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, ohne etwas von Kosmetik zu verstehen. Sie war mir äußerst unsympathisch, auch in Anbetracht dessen, wie sie ihren Freund Viktor los wurde, um freie Bahn für Jack zu haben.
Die Charaktere konnten mich also nicht für sich einnehmen. Die Handlung fand ich auch nicht logisch aufgebaut und außerdem vorhersehbar. Das Ende war daher keine wirkliche Überraschung für mich. Die Neugier, wie sie ihre Rache in die Tat umsetzt und die Enthüllung ihrer Vergangenheit hielten mich aber letztlich doch bei der Stange.

Camilla Läckbergs erster Thriller konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da es an Spannung fehlte, die Charaktere unsympathisch und das Ende leider keine wirkliche Überraschung war.

07.05.2019 12:54:31
Nijura

Mäßig spannend und teilweise unlogisch

Klappentext:
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...

Meine Meinung:
In Fayes Leben dreht sich alles darum Jack zu gefallen. Obwohl sie sehr schlau ist (sie hat das Unternehmen mit aufgebaut), benimmt sie sich ihm gegenüber wie ein unterwürfiges und dummes Weibchen. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie das aus Berechnung tut, sondern wirklich so einfältig ist. Ich konnte mich kein bisschen mit ihr identifizieren. Ehrlich gesagt, stieg eine gewisse Verachtung in mir Faye gegenüber auf.

Dann werden Rückblenden aus ihrem früheren Leben erzählt, wie sie Jack kennen lernte und sich deshalb von Victor trennte. Was man dort von ihr erfuhr, deckt sich überhaupt nicht mit der Verhaltensweise, die sie in der Gegenwart an den Tag legt und ich habe mich wirklich gefragt, was das alles soll.

Ab der Mitte des „Thrillers“ wird es einigermaßen spannend, entwickelt sich aber in eine ganz andere Richtung, wie ich geahnt hätte. Daraus leitete ich dann eine andere Vermutung ab, die sich am Ende dann tatsächlich bestätigte.
Übrigens passt der Klappentext überhaupt nicht zu der wirklichen Handlung!

Ich kenne und liebe die Krimireihe um Erika Falck und Patrik Hedström.(habe bisher drei Krimis aus der Reihe gelesen) und werde auch sicher aus dieser Reihe weitere Bücher der Autorin lesen. Aber ob ich einen weiteren Thriller von ihr lesen würde, glaube ich fast nicht.

Fazit: Kein wirklicher Thriller mit einer unlogischen und nervigen Protagonistin.

30.04.2019 10:48:35
books4ever

Hält nicht ganz, was es verspricht …

Auf den ersten Blick führt Faye mit ihrem Ehemann Jack und ihrer Tochter Julienne das perfekte Leben. Doch hinter der schillernden Fassade herrscht längst eisige Kälte. Während Faye verzweifelt versucht, alles zu tun, um Jack zu gefallen, hat dieser nur noch Verachtung und Demütigungen für seine Frau übrig. Als Faye schließlich von Jack auf die Straße gesetzt wird und alles verliert, schmiedet sie einen Plan, um Jack endgültig zu vernichten.

Nachdem ich die Leseprobe zu „Golden Cage“ gelesen hatte, habe ich mich sehr auf diesen ersten Thriller von Camilla Läckberg gefreut. Leider muss ich sagen, dass ich beim Lesen etwas enttäuscht wurde. Die Geschichte beginnt zunächst mit einem äußerst spannenden Prolog, in dem es um das Verschwinden von Fayes und Jacks gemeinsamer Tochter Julienne geht, wobei angedeutet wird, dass Jack sie ermordet haben könnte. Anders als im Klappentext angedeutet, spielt dieses Ereignis jedoch nur ganz am Ende des Buches eine Rolle. Stattdessen wird nun abwechselnd auf zwei Zeitebene die Beziehung zwischen Faye und Jack geschildert.
Als Ich-Erzählerin schildert Faye in Rückblicken, wie sie während ihres Studiums den charismatischen Jack kennengelernt und sich schließlich in ihn verliebt hat. Mit ihrer Hilfe konnte Jack sich ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen. Faye hat alle für ihn aufgegeben, ihr Studium, ihre Karriere, um fortan die unterwürfige Hausfrau zu spielen, sich um ihre Tochter Julienne zu kümmern und die Kontakte zu den Ehefrauen von Jacks Geschäftspartnern zu pflegen. Die einst starke und unabhängige Frau, tut nun verzweifelt alles, um Jack zu gefallen und ist der festen Überzeugung, dass Jack sie wahrhaftig liebt, auch wenn er sie immer öfter wie Dreck behandelt. Diese Verwandlung Fayes fand ich leider nicht ganz glaubwürdig, insbesondere auch in Anbetracht der dunklen Geheimnisse aus Fayes Vergangenheit, die der Leser im Verlauf des Buches erfährt.

Auch als sie nach der Trennung entscheidet, endlich wieder auf eigenen Beinen zu stehen und Rache an Jack schwört, wurde diese neuerliche 180-Grad-Wendung ihres Charakters in meinen Augen zu übertrieben und nicht ganz glaubwürdig dargestellt. Faye mutiert zum dunklen Racheengel, dem jedes Mittel recht ist, um Jack ein für alle Mal zu vernichten.
Insgesamt wurde ich mit Faye leider nicht so ganz warm. Ihre heftigen Charakterwandlungen und die teils sehr drastischen und fragwürdigen Methoden, zu denen sie greift, um ihre Ziele zu erreichen, haben sie mir stellenweise nicht sehr sympathisch gemacht. Und auch die Männer kommen in Camilla Läckbergs Roman nicht gut weg, werden sie doch durchweg als egoistisch, machtbesessen und bei jeder Gelegenheit untreu beschrieben.

Alles in allem ist „Golden Cage“ durchaus spannend und fesselnd geschrieben, auch wenn es für mich in weiten Teilen eher ein Roman mit Krimielementen als ein (Psycho-)Thriller war. Dafür fehlte mir dann doch der Nervenkitzel und auch die Auflösung am Ende kam für mich leider nicht wirklich überraschend, sondern war doch recht vorhersehbar.
Trotz aller Abstriche enthält „Golden Cage“ 75° von mir, da ich die Idee wirklich gut finde. Bei der Umsetzung ist allerdings noch ein wenig Luft nach oben.

29.04.2019 13:57:51
buchleserin

Faye und Jack besitzen ein erfolgreiches Unternehmen, Geld und Ansehen und eine kleine Tochter. Doch das Glück täuscht, es ist nicht alles so wie es scheint. Faye hat vor Jahren die Schule abgebrochen um Jack zu unterstützen und um sich um die gemeinsame Tochter zu kümmern. Doch Faye ist nicht mehr glücklich. Jack hat Geheimnisse. Plötzlich ist Tochter Julienne verschwunden und im Apartment entdeckt die Polizei eine große Blutlache. Was ist geschehen?
Ich war ziemlich neugierig auf diesen Roman von Camilla Läckberg. Die Falck-Hedström-Krimis haben mir bisher gut gefallen.
In Rückblenden wird die Beziehung zwischen Jack und Faye erzählt. Erst die große Liebe und wie sie sich dann auseinanderleben. Doch was ist mit Julienne geschehen? Wo ist sie geblieben? Lebt sie noch? Hat Jack sie getötet? Viele Fragen, da muss der Leser sich mit den Antworten bis zum Schluss gedulden. Ich fand die Handlung durchgehend spannend und auch emotional, fesselnd von Anfang bis Ende. Das Los einiger reichen Frauen, das Leben im Golden Cage. Doch das Blatt wendet sich und Faye geht auf einen Rachefeldzug. Doch da ist auch noch ihre Vergangenheit, Faye hatte keine leichte Kindheit.
Teilweise gab es merkwürdige Aktionen, Sexszenen, Klischees, dennoch habe ich mit Faye mitgefiebert. Das Buch ließ sich jedenfalls ruckzuck lesen, eine packende Story. Auch die Charaktere haben mir gefallen, sympathische wie auch unsympathische. Faye selbst hat eine düstere Vergangenheit. Faye und Jack haben so ihre Geheimnisse. Besonders gut gefallen hat mir Fayes Freundin Chris, sie fand ich sehr sympathisch dargestellt. Den Titel und das Cover finde ich übrigens ganz passend: Golden Cage – Trau ihm nicht. Trau niemanden.
Dieser Roman von Camilla Läckberg ist anders als die Falck-Hedström-Krimis, doch mir hat er richtig gut gefallen, tolle Story.

27.04.2019 18:16:25
Cosmea

Auge um Auge, Zahn um Zahn
Die junge Matilda verlässt zwei Jahre nach dem Abitur ihren Heimatort Fjällbacka und geht zum Studium nach Stockholm. Sie will die Vergangenheit abstreifen. Dazu gehört auch ihr Name. Ab sofort heißt sie Faye. Sie lernt den Frauenschwarm Jack Adelheim kennen, der aus einer bekannten, ehemals reichen Oberschichttfamilie stammt. Sie verlieben sich ineinander und heiraten. Ihm zuliebe bricht sie ihr Wirtschaftsstudium ab und verzichtet auf eine eigene Karriere. Stattdessen hilft sie ihm und seinem Freund Henrik, das Unternehmen Compare aufzubauen, zu dem sie nicht nur den Namen, sondern ihr beachtliches Fachwissen beisteuert. Als dann auch noch Tochter Julienne geboren wird, ist ihr Hausfrauenschicksal besiegelt. Faye versucht in allen Dingen, es ihrem Mann recht zu machen, versucht die Frau zu sein, die er will. Dass sie in dieser Beziehung nicht nur ihre finanzielle Unabhängigkeit verliert, sondern sich komplett selbst aufgibt, merkt sie erst, als es zu spät ist und er sie gegen seine Jüngere eintauscht. Dann beschließt sie jedoch, mit Unterstützung ihrer Freundin Chris zu kämpfen, wie sie es in ihrer Kindheit und Jugend gelernt hat und plant einen raffinierten Rachefeldzug.
Der Roman hat eine komplizierte Struktur mit zahlreichen Rückblenden in die Vergangenheit, d.h. ihr Leben in Fjällbacka und die erste Zeit in Stockholm, als sie Jack kennenlernte. Immer wieder gibt es Hinweise auf Geheimnisse, von denen niemand etwas wissen darf und auf die dunkle Seite in Fayes Charakter. Der Roman beginnt fast mit dem Ende: dem Verschwinden der Tochter, die sich zuletzt in Jacks Obhut befunden hatte. Diese kursiv gesetzten Passagen berichten über den Fortschritt der polizeilichen Ermittlungen. Das Blut in Fayes Wohnung, in Jacks Auto und auf seinem Boot deuten auf Jack als Täter. Hat Jack seine eigene Tochter ermordet, um sich an seiner Ex-Frau zu rächen?
Läckbergs Roman ist spannend, obwohl die Auflösung irgendwann absehbar ist. Die Männer kommen mit einer Ausnahme – Johan, der letzte Partner von Chris – schlecht weg in diesem Buch und sind Ehebrecher, gewalttätige Ehemänner und Väter oder Pädophile. Auch die Frauenfiguren nehmen den Leser nicht für sich ein. Die verwöhnten berufslosen Oberschichtfrauen zahlen einen hohen Preis für ihr sinnentleertes Luxusleben. Faye Adelheim ist eine Protagonistin, mit der man sich nicht so leicht identifiziert. Sie lässt auf sich herumtrampeln, gibt alles auf für einen Mann, der sie verachtet und keine Gelegenheit auslässt, ihr zu zeigen, dass er sie nur benutzt und nicht den geringsten Respekt vor ihr hat. Dass Faye mit ihrer Geschäftsidee dann ausgerechnet Frauen anspricht, die alle ähnlich verheerende Erfahrungen mit Männern gemacht haben, lässt sie in einem besseren Licht erscheinen. Insgesamt ist dies ein ganz gut lesbarer Roman, aber kein Meisterwerk.

16.04.2019 13:42:41
elke17

Wer die Fjällbacka-Krimis der Autorin kennt weiss, dass sie in ihren Storys gerne vergangenes Leid und seine Auswirkungen auf das gegenwärtige Verhalten ihrer Hauptfiguren unter die Lupe nimmt. Das ist in ihrem ersten Stand alone „Golden Cage“ nicht anders. Im Zentrum der Handlung steht Faye, eine gutaussehende, wohlsituierte Millionärsgattin, die sich in jede Richtung verbiegt und alles tut, um ihrem dominanten Ehemann zu gefallen. Bis, ja bis sie herausfindet, dass er sie betrügt. Und wie bereits William Congreve wusste “Die Hölle kennt keine Wut wie die einer verschmähten Frau“. Und so setzt sie alles daran, ihn zu zerstören.

Ok, das war jetzt die Kurzfassung, aber das reicht auch aus, wurde dieses Szenario bereits in unzähligen Psychothrillern rauf und runter abgehandelt und bietet, außer vielleicht der Wendung am Ende, keinerlei Überraschungen. Nach der Trennung läuft alles ganz wunderbar für die Protagonistin, sie kommt umgehend wieder auf die Füße und kann selbst mit einem total unsinnigen Geschäftsmodell und einem Produkt, das bereits die Märkte überschwemmt hat, Unsummen Geldes scheffeln.

Das ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Was man Frau Läckberg zu Gute halten muss: sie weiß, wie man eine massentaugliche Geschichte aufbauen muss, damit man damit den größtmöglichen Erfolg hat. Aber dieser Plot ist dermaßen einfallslos, dass er noch nicht mal als anspruchslose Lektüre für zwischendurch taugt. Sorry, aber das war absolut verschwendete Lesezeit!

15.04.2019 18:30:40
niggeldi

Spannend, aber kein Psychothriller​​​​

Faye und Jack sind das absolute Traumpaar - nach außen hin. Faye versucht um jeden Preis, Jack wieder zu gefallen. Doch der straft sie nur mit purer Verachtung. Was ist seit damals nur geschehen? Als ihre gemeinsame Tochter Julienne vermisst wird und eine Blutlache in der Wohnung gefunden wird, ist Jack sofort verdächtig. Fayes komplettes Leben wird auf den Kopf gestellt und es werden ungeheuerliche Geheimnisse offenbart.

Das Cover ist wirklich schön und passt perfekt zum Buchtitel. Den Untertitel finde ich jedoch unpassend und irreführend.

Der Schreibstil ist wirklich fesselnd und das Buch lässt sich leicht lesen. Die Wechsel zwischen Gegenwart und den Rückblicken sind äußerst gelungen und animieren zum Weiterlesen.

Faye ist eine unangenehme und unsympathische Protagonistin. Wie sie ihren vorherigen Freund Vincent behandelt, ist einfach fürchterlich herzlos, da hat sie mit dem Arschloch Jack dann grade den Richtigen gefunden. Anfangs hatte ich noch Mitleid mit ihr, als ich noch nichts von ihrer Studienanfangszeit und Vincent wusste, danach dachte ich jedoch, dass es ihr recht geschieht, wie grausam und gleichgültig Jack sie behandelt. Der hat Fayes geplante Rache zwar auch bedient, aber die beiden schenken sich einfach nichts. Ihre beste Freundin Chris jedoch habe ich sofort ins Herz geschlossen

Sie erkennt, was für ein Mensch Jack wirklich ist und hält zu Faye, auch wenn diese sie anfangs oft richtig schlecht behandelt.

Fayes Rachemethoden finde ich schon fragwürdig und ich bin auch nicht der Typ, der gerne Erotikszenen liest, die meisten gaben dem Leser keinen tieferen Einblick in die Geschichte, sondern waren einfach überflüssig.

Das Buch braucht eine Weile, um so richtig in Fahrt zu kommen. Der Anfang ist total aufregend und man fragt sich, was wohl geschehen sein mag, dass der Mann des Mordes verdächtigt wird. Doch danach nimmt die Spannung ab, es ist sozusagen eine Hinführung, wieso Faye sich rächt. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und das Ende ist wirklich überraschend!

Ein Psychothriller ist das Buch meiner Meinung nach jedoch auf keinen Fall, da fehlen mir zum einen mehr Spannungsmomente und zum anderen ist die psychologische Ebene ausbaufähig. Ich würde es eher als Spannungsroman bezeichnen.

Das Buch ist wohl Geschmacksache bei dem Hype und den vielen 5-Sterne-Rezensionen. Von mir gibt es solide 3 Sterne, das Ende hat mir wirklich gut gefallen, da es so überraschend und überhaupt nicht vorherzusehen war.

15.04.2019 15:36:24
subechto

Mehr Glück als Verstand

Die Krimis von Camilla Läckberg mochte ich sehr. Doch „Golden Cage“ hat mich enttäuscht. Ein Buch voller Klischees. Worum geht es?
Matilda hatte eine verkorkste Kindheit. Heute nennt sie sich Faye. Faye hat alles. Ein Traumhaus, einen reichen Mann, eine perfekte Tochter. Aber Faye lebt in einem goldenen Käfig. Sie versucht, ihrem Mann mit nachgestellten Szenen aus einem Porno zu gefallen. Das kann natürlich nicht gut gehen.
Als sich Jack wegen einer Jüngeren von ihr trennen will, schmiedet sie einen Racheplan, um ihn zu vernichten…
Camilla Läckberg erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Rückblicke in die Vergangenheit in der Ich-Perspektive aus Sicht von Matilda, Kapitel in der Gegenwart in der neutralen Erzählperspektive.
Faye kommt megaunsympathisch rüber und schreckt auch vor Mord nicht zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Glaubwürdig ist das nicht und auch nur mäßig spannend. Immerhin das Ende ist überraschend.

Fazit: Eine Frau auf dem Rachetrip. Hat mich nicht vom Hocker gerissen.

14.04.2019 14:32:06
leseratte1310

Jeder betrachtet Faye und Jack Adelheim als das perfekte Paar, nicht nur privat, sondern auch geschäftlich. Sie verkehren mit den Reichen und Schönen und sind von Luxus umgeben. Ihr Unternehmen Compare läuft erfolgreich, aber Faye bleibt daheim bei ihrer Tochter Julienne, weil es Jack so will. Doch das alles ist nur der schöne Schein nach außen. Fayes Selbstsicherheit ist gespielt. Sie tut alles, um Jack zu gefallen; sie stellt sich dumm und macht sich klein. Aber Jack verachtet sie und das zeigt er auch. Von dem Charme, den er in der Öffentlichkeit zur Schau trägt, bleibt zu Hause nichts übrig. Ihre Freundin Chris Nydahl versucht ihr die Augen zu öffnen, doch Faye findet immer wieder Entschuldigungen für Jack. Erst als sie ihn mit einer anderen Frau im Bett erwischt, kommen Zweifel bei ihr auf. Dann kommt Jack auch noch von einem Ausflug mit Tochter Julienne alleine zurück. Im Apartment finden sich Blutspuren. Die Polizei hat Jack im Verdacht, seine eigene Tochter umgebracht zu haben.
Dieser Thriller hat mich von Anfang an gepackt, denn er entwickelt sich ganz anders, als zunächst angenommen. Es ist ein raffinierter Plot, den Camilla Läckberg mit ihrem ersten Psychothriller vorlegt.
Die Charaktere sind sehr gut und facettenreich dargestellt. Faye hat die Schatten aus der Vergangenheit hinter sich gelassen und ist in Stockholm ein neuer Mensch geworden. Sie ist intelligent und unterstützt Jack beim Aufbau der Firma. Doch dann beginnen die Veränderungen, nicht nur bei Jack, sondern auch bei ihr. Sie macht es Jack ziemlich leicht, sich zu einem solch eiskalten Fiesling zu entwickeln, da sie es ihm immer recht machen will. Doch dann besinnt sie sich auf die Frau, die sie einmal war.
Es gibt Wendungen, die ich niemals so erwartet hätte, die aber sehr zur Spannung und zum stimmigen Ende beitragen.
Ein interessanter und spannender Psycho-Thriller, der für fesselnde Lesestunden gesorgt hat.

08.04.2019 20:27:49
Kerstin

Golden Cage von Camilla Läckberg hat mich gefesselt, wenig überrascht aber gut unterhalten.
Wie zurzeit in anderen Romanen auch, geht es um eine verheiratete Frau, er Millionär, die beiden haben eine kleine Tochter. Er verdient das Geld damit seine Familie ein gutes Leben hat, seine Frau sitzt im golden Käfig und ihr Potenzial vekümmert.
So bekommen wir im 1. Teil das Leben von Faye und Jack beschrieben. Zwischendurch Rückblicke aus Fayes Vergangenheit, wo wir entdecken, dass die gute schon einiges auf dem Kerbholz hat.
Dann kommt der 2. Teil Jack verlässt Faye, natürlich für eine jüngere und das ganze nimmt seinen Lauf.

Die Beschreibungen im 1. Teil waren mir irgendwann zu langatmig, nach einem interessanten Prolog, über viel Blut und dem Ehemann der als Täter die Tochter ermordet zu haben, verdächtig wird, war ich auf viel Spannung eingestellt. Aber leider ist dies nicht der Fall. Es ist kein Thriller, es ist ein Roman, so wie es außen auf dem Buch steht. Nach dem wir Fayes Leben als Millionärsgattin und ihre Vergangenheit kennen, bekommen wir Einblicke wie sie Rache nehmen will. Eingebaut wird noch das Schicksal ihrer besten Freundin, die immer für sie da war und nun an Krebs erkrankt. Diese Schicksalhafte Erklärung hätte ich in diesem Buch nicht so ausfühlich gebraucht. Da es eigentlich mit der Handlung an sich nichts zu tun hat.

Ich bin sehr unentschlossen, ich hatte das Buch in 3 Tagen gelesen weil es mich doch so sehr gefesselt hatte und ich wissen wollte wie es ausgeht, aber am Schluss war ich irgendwie enttäuscht, weil dem Buch irgendwie etwas besonderes gefehlt hat.

07.04.2019 11:28:23
StephanieP

Faye und Jack gelten als absolutes Traumpaar. Sie haben gemeinsam eine der erfolgreichsten Firmen Schwedens gegründet und ihr Glück krönt die gemeinsame Tochter. Doch hinter der Fassade sieht es ganz anders aus: Faye setzt alles daran ihrem Mann zu gefallen, doch dieser verachtet seine Frau. Letztendlich kommt es zur Trennung und Faye setzt alles daran sich zu rächen. Doch eines Tages kommt Jack von einem Bootsausflug ohne die gemeinsame Tochter zurück und die Polizei geht davon aus, dass er die gemeinsame Tochter getötet hat.

Camilla Läckbergs Schreibstil ist bildlich, detailreich und sehr flüssig. Die Autorin konnte sehr schnell Spannung aufbauen und diese durchgehend halten. Durch viele unerwartete Wendungen wird die Spannung immer wieder gesteigert, was zur Folge hat, dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Besonders gut gefällt mir, dass der Leser im ersten Teil nicht nur etwas über die aktuelle Beziehung von Faye und Jack erfährt, sondern auch deren Kennen lernen geschickt in die Handlung eingebunden wird. In den zwei weiteren Teilen des Buches wird Fayes Leben nach der Trennung und ihre Rache näher ausgeführt. Auch diese beiden Abschnitte sind unfassbar fesselnd und mitreißend. Besonders gut gefallen mir zudem die Rückblenden zu Fayes Kindheit, wodurch man ihre Art zu Handeln besser nachvollziehen kann. Durch diese Ausschnitte erscheint Faye besonders menschlich. Mein einziger kleiner Kritikpunkt sind die vielen Sexszenen. Diese sind meiner Meinung nach zu detailreich beschrieben und finden sich sehr häufig im Buch. Die ausführlichen Erläuterungen hätte es für die Handlung nicht gebraucht.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und als Leser denkt man, dass man sich schnell ein Bild machen kann. Doch vieles ist anders als es scheint, da die Charaktere unglaublich facettenreich sind. Ich musste oftmals mein Bild ändern und war von dem einen oder anderen Protagonisten wirklich überrascht! Vor allem Faye, welche ich als eingeschüchtert und unterwürfig wahrnahm, brachte mich im zweiten Teil wirklich zum Staunen und konnte mich komplett überzeugen.

Camilla Läckberg ist eine meiner lieblingsautorinnen im Genre Thriller und Krimi. Ich bin ein großer Fan ihrer Fjellbacka- Reihe und war richtig gespannt, ob dieses Buch ebenso gelungen ist. Ich wurde nicht enttäuscht und bin restlos begeistert von „Golden Cage“. Camilla Läckberg konnte ihre Stärken erneut ausspielen und ich hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin!

FAZIT:
„Golden Cage- trau ihm nicht. Traue niemandem“ ist ein fesselnder und mitreißender Thriller, der mich komplett begeistern und überzeugen konnte. Die vielen unerwarteten Wendungen konnten mich besonders überzeugen. Ich vergebe 5 Sterne!

05.04.2019 16:36:24
malin19

Was Mann kann, kann Frau noch besser :
Faye wähnt sich auf dem Höhepunkt ihres Lebens, ihr Ehemann ist dank ihrer Mithilfe sehr reich, ihre gemeinsame Tochter ist der Mittelpunkt ihres Lebens und sie vergöttert ihren Mann Jack geradezu. Wie wenig er das verdient zeigt sich bald, er stößt sie sehr unschön aus dem gemeinsamen Leben und gönnt ihr aber rein gar Nichts. Doch Faye erholt sich bald von dem Schock und beginnt um Kind und Anerkennung zu kämpfen...
Wieder mal eine Geschichte , die man verschlingt. Es war noch nicht mal so die Grundstory : betrogene Ehefrau nimmt Rache , sondern mich hat die Vorgeschichte und Hintergründe von Fayes Handlungen am meisten fesseln können . In Rückblicken wird ihr Leben beleuchtet und ich habe mich wirklich gewundert, wie aus einer starken, intelligenten, jungen Frau , ein kriecherisches Eheweibchen werden kann. Vieles an ihrer Rache ist wirklich nachvollziehbar und verständlich, aber es gibt auch Taten , die in ihrer Heftigkeit und Konsequenz erschrecken. Manchmal dachte ich , das die Realität doch etwas anderes ist , und Faye mit manchen Sachen einfach nicht durchkäme. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch ,es gibt keine Hänger und der erzählerische Aufbau ist sehr gut gelungen. Den Untertitel : Trau ihm nicht. Trau niemandem. ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig gewählt. In ihrer Freundin Chris und ihrer Vermieterin findet sie treue Verbündete. Vielleicht eher : trau keinem Mann?
Mir hat diese andere Seite von Camilla Läckberg durchaus gefallen , deshalb eine klare Empfehlung von mir!

29.03.2019 07:28:45
€nigma

Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
Was machst du, wenn dir alles genommen wird?
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...

Autorin (Quelle: Verlagsseite)
Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka - der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Weltweit hat Läckberg inzwischen über dreiundzwanzig Millionen Bücher verkauft, sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin. Heute lebt Camilla Läckberg in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.

Allgemeines
Titel der Originalausgabe: „En bur av guld“, ins Deutsche übersetzt von Katrin Frey
Erschienen am 29.03.2019 bei List Hardcover mit 384 Seiten
Gliederung: Roman in drei Teilen – Danksagung
Teils Erzählung in der dritten Person aus Fayes Perspektive, Ich-Erzählung in den Rückblenden
Handlungsort und -zeit: Stockholm, 2001 bis Gegenwart, Rückblenden auf Fayes Kindheit in Fjällbacka

Inhalt
Faye, die früher einen anderen Namen hatte und ihre Vergangenheit in einer dysfunktionalen Familie in Fjällbacka hinter sich gelassen hat, ist mit dem reichen Jack Adelheim verheiratet. Sie lebt - auf seinen Wunsch als Hausfrau - an seiner Seite, in der Öffentlichkeit ist es nicht bekannt, dass sie das erfolgreiche Unternehmen Compare gemeinsam mit ihrem Mann aufgebaut hat. Mit beinahe hündischer Unterwürfigkeit erträgt sie die Launen und ständige Kritik ihres Mannes und versucht, dessen Seitensprünge auszublenden. Als es zur Trennung kommt, bei der Jacks Charakter selbst für Faye schonungslos zutage tritt, beschließt sie, „ihn zu brechen“. Systematisch und mit großer Geduld schmiedet sie ihre Rachepläne…

Beurteilung
Faye Adelheim lebt an der Seite ihres überheblichen Mannes im goldenen Käfig; vom Wunsch beseelt, ihrer Tochter Julienne ein schöneres Familienleben zu bieten als sie selbst es in ihrer Kindheit hatte, lässt sie sich wie einen Fußabtreter behandeln. Fassungslos und mitleidig verfolgt der Leser das Leben einer Frau, der offenbar jegliche Selbstachtung abhanden gekommen ist. In die fortlaufende Erzählung sind Kapitel eingeflochten, die sich auf die Vergangenheit beziehen, dabei geht es teils um Fayes Kindheit und teils um die ersten Jahre nach ihrem Umzug nach Stockholm. Nach und nach werden tragische Ereignisse aus ihrer Kindheit enthüllt und der Leser muss erkennen, dass Faye auch eine ganz andere, dunkle Seite hat, von der ihr Mann nichts ahnt.
Es ist außerordentlich faszinierend, wie die Protagonistin sich entwickelt, nachdem sie sich endlich eingestehen muss, dass ihr Mann ein selbstherrlicher, verlogener Egozentriker ist. Diese Entwicklung, bzw. ihr unterwürfiges, an Hörigkeit grenzendes Verhältnis zu ihrem Mann, wirkt vor dem Hintergrund dessen, was über ihre Vergangenheit enthüllt wird und während ihres Rachefeldzugs ans Licht kommt, nicht sehr glaubwürdig. Andererseits ist es durchaus ein Vergnügen, die systematischen Schritte, die Faye zur Vernichtung ihres Mannes unternimmt, zu verfolgen. Sie ist eine intelligente, kaltblütige und strategisch denkende Frau, die sich der Solidarität anderer Frauen, die sich von Männern nichts (mehr) gefallen lassen wollen, zu versichern weiß. Der Charakter der Protagonistin ist sehr facettenreich ausgestaltet, sowohl absolute Skrupellosigkeit im Umgang mit Feinden als auch vollkommene Loyalität Freunden gegenüber kommen hier zusammen.
Das von Oberflächlichkeit geprägte, sinnentleerte Leben der im „Golden Cage“ lebenden Frauen der sogenannten gesellschaftlichen Oberschicht wird eindrücklich dargestellt.
Der Erzählstil ist äußerst anschaulich und durchgehend spannend. Ungeachtet der Tatsache, dass vermutlich nicht alle Einzelheiten der Realität standhalten könnten, ist „Golden Cage“ ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

Fazit
Nicht in allen Details glaubwürdig, aber unglaublich fesselnd geschrieben!