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Carola Krauße-Reim
Wenn der Titel schon die Lösung präsentiert

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Okt 2019

Nach „Missing“ bekam dieser zweite Thriller von Claire Douglas im Vorfeld schon viel Lob. Das macht mich immer misstrauisch, doch ich war gespannt auf diese Geschichte, bei der es um einen Haustausch geht, der ganz gewaltig aus dem Ruder läuft, und für Libby und ihren Mann zum Albtraum wird, der sogar ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Der Anfang macht Lust auf mehr – was dann kommt, enttäuscht

Gleich zu Beginn fährt Claire Douglas schon mächtig auf. Im Prolog schildert sie in wenigen Sätzen, wie eine Frau ihren Ehemann umbringt. Danach der Schnitt zu Libby, die als Ich-Erzählerin die Geschichte weiter erzählt. Natürlich will man wissen, ob es Libby ist, die Ehemann Jamie ermordet oder ob etwas anderes dahinter steckt. Und schon hat die Autorin ihr Ziel erreicht – der Leser ist gefesselt und liest weiter!

Im ersten Teil der Geschichte wird er dann auch nicht enttäuscht, was Spannung und rätselhafte Vorkommnisse angeht. Doch im zweiten Teil findet dann alles Bestätigung, was der Leser bis hierher schon vermutet hat und vor allem der Titel schon von Anfang an impliziert (warum nur hat man den englischen Titel „Last Seen Alive“ nicht wörtlich übersetzt?) Während man am Beginn der Geschichte nicht wusste, wer „still alive“ ist und „weiß, wo sich dich findet“ - jetzt tut man es und die Luft ist raus! 

Den dritten Teil liest man dann nur, weil man ja nun schon einmal angefangen hat, doch spannend ist der längst nicht mehr, dafür aber umso unlogischer. Der offene Schluss setzt der ganzen konstruierten Geschichte dann ein unrühmliches Ende. Er ist enttäuschend, passt aber zu dem völlig daneben geratenen dritten Teil.

Der Hund ist am besten charakterisiert

Von den Protagonisten bis hin zu den Nebenfiguren hatte ich das Gefühl, dass sie so sind, wie sie sind, weil sie nur so in den Thriller passen. Libby ist auf der einen Seite die taffe Nordengländerin, die sich nichts sagen lässt, aber auf der anderen Seite jede Menge Paranoia mit sich herumschleppt. Ihr Mann Jamie ist nervtötend geduldig (Herr im Himmel – fahr doch mal aus der Haut bei so viel Theater!), natürlich gut aussehend und Libby nahezu hörig.

Schwiegermutter und anderer familiärer Anhang sind auch nicht differenzierter dargestellt und nur halbwegs glaubhaft. Die ganze Menagerie kann keine Sympathie erzeugen und lässt den Leser, auch im spannenden ersten Teil,  außerhalb der Geschichte stehe. Nur Ziggy, der Hund, lässt das Leserherz höher schlagen. Er entspricht mit seinem dargestellten Charakter und seinem schwanzwedelnden Handeln wirklich einem Golden Retriever und ist damit der am besten charakterisierte Darsteller in dieser Geschichte.

Vor allem mit Libby und einer anderen weiblichen Protagonistin (ich kann einfach nicht mehr verraten) bin ich nicht warm geworden. Ich mag widersprüchliche Charaktere, doch bei den beiden habe ich mich immer gefragt, was das soll. So, wie der Thriller ins Konstruierte abdriftet, tun es die Charakterisierungen dieser beiden Frauen auch. Ihr Handeln ist so absolut unglaubwürdig, dass sie schon an gespaltene Persönlichkeiten erinnern, und ihre Gefühle maßlos überzogen. Das nimmt der Geschichte den Rest an Wahrhaftigkeit und dem Leser den Rest am Lesevergnügen.

Fazit:

Was als „atemberaubender Thriller“ angekündigt wurde, hat sich als vorhersehbare und konstruierte Geschichte herausgestellt, die nicht durchgängig spannend ist. Zwar ist sie flüssig geschrieben und gut herunter zu lesen, aber was man da liest ist doch eher enttäuschend als „atemberaubend“. Wenn man sonst nichts auf dem Nachttisch liegen hat, kann man sie sich zu Gemüte führen, aber erwarten sie nicht zu viel, denn der Titel verrät eigentlich schon alles.

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet

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