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Carola Krauße-Reim
So trostlos, wie Juist in Regen und Sturm

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Aug 2019

Die Autorinnen haben ihre beiden Kommissare vereint und auf gemeinschaftlich Mörderjagd geschickt. Büttner und Lorenzen agieren nun als Team auf Juist und müssen mit sich, dem schlechten Wetter und der Suche nach dem Täter fertig werden.

Die Kommissare sind der Mittelpunkt der Geschichte

Eigentlich sollte man annehmen die Suche nach dem Mörder ist der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Krimis, doch hier hat man das Gefühl, das arbeitende Personal ist wesentlich wichtiger. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Büttner und Lorenzen doch so völlig verschieden sind.

Während Lorenzen drauflos stürmt und die moderne Technik zu nutzen weiß, ist Büttner der Bedächtige, der von Technik keine Ahnung hat, gerne mal Pause macht und mit der tiefsitzenden Angst zu verhungern kämpft. Alles schön und gut, doch, dass der Leser gefühlt in jedem zweiten Satz auf den Appetit des Kommissars und die Antipathie der Kommissarin hingewiesen wird, ist übertrieben und nimmt den eh schon geringen Schwung aus der Geschichte.

Dazu kommt, dass die Personen, neben den wenigen genannten Eigenarten, schlecht charakterisiert sind und seltsam farblos bleiben. Der Leser findet einfach keinen Zugang zu Büttner und Lorenzen - und auch zu keinem anderen aus der Geschichte. Selbst die beiden Toten kommen nur als notwendiges Beiwerk rüber und nicht als bedauernswerte Opfer, deren Mörder es zu entlarven gilt. So bleibt die Distanz des Lesers zum Geschehen leider bestehen.

Lieblos runtererzählt und ohne Tiefgang

Wir alle haben gelernt, dass eine Gerade die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist. So ist es auch bei diesem Krimi. Zwischen Anfang und Ende gibt es nicht eine Wendung, keine Kurve zu Vergangenem, keinen Rück- oder  Seitblick, nur eine langatmige gerade Ermittlung. Bedauernswerterweise wird zusätzlich alles Geschehen lediglich durch Handlungen erklärt.

Doch gerade Gedankengänge, Gefühle oder gedankliche Ideen der Kommissare hätten die Geschichte lebendig gemacht. Aber der Leser bewegt sich von einem Ort zum anderen, von einem Verhör zum nächsten und hofft bis zum Schluss auf ein wenig Tiefgang. Selbst die Insel ist austauschbar, die Handlung hätte auf jeder Insel mit Fährverbindung stattfinden können.

Es gibt so gar keinen Lokalkolorit. Anscheinend ist Juist einfach nur grau und trostlos, sobald das Wetter schlecht ist und die Fähren ausfallen. Was dann als Lösung des Ganzen präsentiert wird, ist so schnell abgehandelt und an den Haaren herbeigezogen, dass es dem Krimi die Krone aufsetzt.

Fazit:

Die beiden Autorinnen, und damit Lorenzen und Büttner haben eine Fangemeinde, die wahrscheinlich auch dieses Buch verschlingen wird. Doch zu diesem Kreis gehöre ich nicht. Für mich hatte die Geschichte Potential, welches leider nicht ausgeschöpft wurde. In einem zu simplen Schreibstil wurde hier ein wenig einfallsreicher Krimi runtererzählt, der dazu noch inhaltliche Fehler aufweist. Auch als Regionalkrimi kann „Juister Mohn“ nicht angepriesen werden, denn selbst eingefleischte Juister würden ihre Insel nicht wiedererkennen. Lediglich die anschauliche Schilderung von Sturm und Regen an der Nordsee machen einen eventuellen Urlaub an der Küste als einmal etwas anderes, als die ständige Sonne im Süden, schmackhaft, und dass man trotz des schlechten Wetters nicht verhungern muss, wissen wir ja nun auch.

Juister Mohn

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