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Andreas Kurth
Legalistischer Cop stellt die Ermittlungen auf „Null“ zurück

Buch-Rezension von Andreas Kurth Jan 2019

Der fünfte Krimi von Brian Freeman ist zugleich sein zweiter Thriller mit dem Ermittler Frost Easton - nach zuvor neun Büchern der Jonathan-Stride-Reihe. Und der Autor hat sich hier eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte ausgedacht, denn sie beginnt damit, dass Easton dafür sorgt, dass ein siebenfacher Mörder wieder auf freien Fuß kommt. Der erfahrene Ermittler hat bei der Mord-Serie in San Francisco seine eigene Schwester verloren, aber er ist ein geradezu fanatischer Legalist.

Frost Easton findet heraus, dass seine Kollegin, Lieutenant Jess Salseda, dem Killer Rudy Cutter eine seltene Uhr als falsches Beweismittel untergeschoben hat, um ihn endlich ins Gefängnis zu bekommen.

Nur kurz ist er versucht, diese Uhr seinerseits für immer verschwinden zu lassen - aber dann kann er doch nicht über seinen Schatten springen. Das Verfahren wird also erneut aufgerollt, und Cutter muss wegen des Verfahrensfehlers aus dem Gefängnis freigelassen werden. Frost arbeitet ab sofort mit Hochdruck daran, den Killer auf einem anderen Weg zu überführen - und Salseda bietet ihm dabei ihre Hilfe an, auch wenn sie sein Verhalten missbilligt hat.

Polizist ringt lange mit sich um den richtigen Weg

Frost Eaton ist in meinen Augen ein mehr als ungewöhnlicher Protagonist. Ich hätte bei einem Cop in San Francisco wahrlich nicht eine derart legalistische Einstellung erwartet. Zumal er von der Mordserie persönlich betroffen ist, immerhin wurde Frosts Schwester von dem mehrfachen Killer ebenfalls umgebracht. Mit dem Abschnitt bis zu Cutters Entlassung aus dem Gefängnis versteht es der Autor denn auch, den Leser vollständig zu fesseln. Die Frage, wie es weitergeht, und wie die Polizei den Fall nach so langer Zeit erfolgreich lösen soll, macht die enorme Spannung in diesem Thriller aus.

Zuvor ist es schon bewegend, wie Frost Eaton mit sich ringt, auf der Brücke steht, und mehr als ernsthaft überlegt, das entscheidende Beweisstück, eine spezielle Uhr, einfach ins Wasser fallen zu lassen. Er tut es nicht - und hat fortan den Leser vollständig auf seiner Seite. Vermutlich erwarten viele Menschen, dass sich ein Polizist so verhält, aber ich gebe zu, sein Ringen um den richtigen Weg fand ich nicht nur realistisch, sondern überaus sympathisch.

Vorgeschichte des Killers bietet  eine schlüssige Erklärung

Brian Freeman lässt den Leser aber auch an der Tätersicht auf die Geschichte teilhaben. Rudy Cutter wird in meinen Augen ebenfalls ziemlich realistisch gezeichnet. Die Erläuterung, warum er so ein gnadenloser Killer geworden ist, geht ziemlich zu Herzen - jedenfalls war das bei mir so.

Die Vorgeschichte ist in keiner Weise eine Rechtfertigung für sein Verhalten, aber eine mehr als schlüssige Erklärung - und ruft schon auch ein wenig Mitleid hervor, trotz der Taten, die folgen. Rudy Cutter ist allerdings auch ein cleverer Bursche, und ihn bei der Suche nach neuen Frauen, die er töten kann, zu begleiten, lässt schon mehr als kalte Schauer den Rücken runter laufen.

Daneben praktiziert Frost Easton gute und routinierte Polizeiarbeit. Das beginnt schon mit seiner Aufdeckung der Beweismittel-Manipulation ganz am Anfang. Aber auch danach zeigt Easton seine Spürnase, natürlich getrieben von dem brennenden Wunsch, für Gerechtigkeit für seine Schwester zu sorgen.

Nicht genug, dass ein siebenfacher Mörder schon eine heftige Figur ist, geht es nach der Freilassung von Rudy Cutter sogar noch knackiger zur Sache. Es gibt weitere Tote, bevor Frost Easton in seinen Ermittlungen wirklich voran kommt - einige davon mehr als überraschend.

Für die Lösung des Falles muss der Cop dann ziemlich tief graben, und schließlich kommt ihm auch der Zufall ein wenig zur Hilfe.

Fazit:

Brian Freeman hat mit Frost Easton einen Ermittler geschaffen, an den sich der Leser zunächst einmal gewöhnen muss. Nicht nur seine legalistische Haltung, sondern auch seine Art zu ermitteln, sind ziemlich ungewöhnlich. Dabei muss er im Laufe der Handlung einige heftige Tiefschläge unterschiedlicher Art einstecken - das bringt einiges an zusätzlicher Spannung in die Lektüre. Insgesamt eine höchst unterhaltsame und gut erzählte Geschichte - Kopfkino der besseren Art.

Die Stimme in dir

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