Unbarmherzig

Erschienen: Mai 2019

Bibliographische Angaben

384 Seiten, Klappenbroschur Originalausgabe

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Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

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Letzte Kommentare:
05.07.2019 17:33:37
PMelittaM

In einem Ort nahe München werden die Überreste zweier Toter gefunden, die Knochen lagen dort seit ca. 70 Jahren. Gina Angelucci, gerade aus der Elternzeit zurück am Arbeitsplatz, will den Fall unbedingt bearbeiten, sie hofft, trotz der langen Zeit, die Toten identifizieren zu können, damit deren Angehörige endlich erfahren, was mit ihnen passiert ist, und, im besten Fall kann auch der Täter noch ermittelt werden.

Gina Angelucci bearbeitet hier ihren zweiten Cold-Cases-Fall, während Dühnfort sie in der Elternzeit ablöst und sich um Töchterchen Chiara kümmert. Sie ist einerseits froh, wieder im Dienst zu sein, andererseits vermisst sie die Zeit mit Chiara – welche berufstätige Mutter kennt das nicht. Der aktuelle Fall, um den sie zunächst kämpfen muss, weckt Erinnerungen in ihr, womöglich werden hier die Weichen zu Band 3 gestellt? Er weckt aber auch Erinnerungen an eine schlimme Zeit und führt den Leser ins Jahr 1944 und eine Heeresmunitionsfabrik, in der osteuropäische Zwangsarbeiter arbeiten mussten. Über diese Zeit erfährt man einerseits durch Erinnerungen der noch Lebenden, andererseits durch Tagebuchaufzeichnungen eines der Opfer.

Inge Löhnig hat einen sehr lebendigen Schreibstil, der den Leser schnell packt und ihn nur so durch die Geschichte fliegen lässt. Wer zudem den ersten Gina-Band und auch die Dühnfort-Bände kennt, wird sich schnell heimisch fühlen und sich über das Wiedersehen vor allem mit diesen beiden Protagonisten freuen. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer gelungener Charaktere, die man zum Teil recht gut kennen lernt und die einen auch emotional berühren.

Leider fand ich den Roman schnell sehr vorhersehbar, es gab für mich keine Überraschungen, keine Wendung, die ich nicht schon vorher geahnt hätte. Das ist ein bisschen schade, denn wirkliches Miträtseln war dadurch nicht möglich. Nicht sehr gelungen scheint mir auch ein Storystrang, der zum letzten Fall Ginas zurückreicht, und den ich eher störend fand, zumal er dann auch ziemlich schnell abgehandelt war. Mir hätte es besser gefallen, wenn der Fokus auf dem Cold Case geblieben wäre. Dessen Lösung, auch wenn vorhersehbar, ist logisch und zufriedenstellend. Mir hat auch gefallen, dass der Roman nach der Auflösung nicht gleich zu Ende war, sondern noch einen schönen kleinen „Epilog“ hatte.

Es ist keine Frage, dass ich Inge Löhnigs Romane allen Krimifans empfehlen kann, es ist auch keine Frage, dass ich diesen gerne gelesen habe und die Thematik gelungen ist, ich hätte mir nur ein klein wenig mehr Spannung und Überraschungen gewünscht, dafür hätte der bereits erwähnte Erzählstrang gerne wegfallen können. 81°

30.06.2019 10:59:39
Venatrix

Dies ist der zweite Krimi rund um KHK Gina Angelucci. Nach der Baby-Pause kehrt die engagierte Münchener Kriminalistin in de Beruf zurück.

Ihr erster Fall für nach Altbruck, einem kleinen Ort nahe München, wo man bei Bauarbeiten zu einem neuen Gewerbegebiet, Teile von zwei menschlichen Skeletten entdeckt hat.

Recht bald ist klar, dass die beiden Toten, ein Mann und eine Frau eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Tatzeit: vermutlich 1944/45. Gina will den Toten ihre Identitäten wiedergeben, obwohl ihr Chef sogar nicht damit einverstanden ist.
Sie verbeißt sich in den Fall und findet heraus, dass im ach so beschaulichen Altbruck nicht alles so ist, wie es scheint. Während der Nazi-Zeit haben einige Dorfbewohner den Grundstein für ihr aktuelles Vermögen gelegt. Mitten drinnen zwei verfeindete Familien und eine ehemalige Munitionsfabrik.

Meine Meinung:

Inge Löhnig ist wieder ein fesselnder Krimi gelungen, der verschiedene Themen anspricht. Da ist zum Beispiel der Umgang mit den Verbrechen der Nazis, die viele Leute heute am liebsten vergessen wollen und andere als Mahnmal aufgearbeitet wissen wollen. Auch Ginas und Tinos kleine Tochter Chiara, die mit Trisomie 21 geboren wurde, hat ihre Auftritte. Sei es als fröhliches aufgewecktes Kind, oder sei, dass ihr und ihrer Familie mit Unverständnis begegnet wird. „Damals hätte es so etwas nicht gegeben.“
Doch damit nicht genug! Die junge Familie wird von einer geheimnisvollen Frau aus einem vorherigen Fall verfolgt. Gina Angelucci und ihr Mann, Tino Dühnfort, meistern die Herausforderungen, die ihnen das Leben stellt.

Gina ist sympathisch, zielstrebig und wohltuend normal. Sie stürzt sich in die Arbeit, füg Mosaiksteinchen an Mosaiksteinchen und kann auch ihren Chef überzeugen. Die Leser natürlich sowieso.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, die Charaktere haben Ecken und Kanten. So schafft es Inge Löhnig, gemeinsam mit dem gut durchdachten Plot, ihre Leser zu fesseln. Gekonnt legt sie falsche Spuren und führt die Leser ein wenig an der Nase herum.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi, der auch ein wenig nachdenklich macht.
Gerne gebe ich hier 5 Sterne und warte auf eine baldige Fortsetzung.

28.06.2019 21:30:15
Annabell 95

Gelungene Mischung aus Historie und Gegenwart

Gina Angelucci ist kaum aus ihrer Elternzeit zurück, schon übernimmt die Spezialistin der Cold Case Abteilung der Kripo München ein neuen Fall. Im idyllischen Dorf Altbruck hat eine Frau, namens Ella, menschliche Überreste, die schon mehrere Jahrzehnte alt sind, gefunden. Gina nimmt die Herausforderung an den scheinbar unlösbaren Fall aufzuklären, um die Identität der beiden herauszufinden. Was haben die beiden Leichen miteinander zu tun? Gibt es noch mehr Überreste. Was für ein Motiv steckt dahinter und lebt der Täter evtl. noch?
Während Gina in dem Fall ermittelt übernimmt ihr Mann Tino die Elternzeit und kümmert sich um die gemeinsame Tochter. Dabei fällt beiden auf, das immer eine mysteriöse Frau in ihrer Nähe umher schleicht. Wer ist sie und was will sie von der Familie?

Dies ist der zweite Teil der Gina-Angelucci Reihe und man kann ihn unabhängig vom ersten Teil lesen. Ich fand diesen Teil sogar besser als den ersten Teil. Dieses Buch hat mich einfach noch mehr gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich immer unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.

Das Buch spielt in zwei verschieden Zeiten und auch immer in unterschiedlichen Perspektiven. Die Abgrenzung der verschiedenen Zeiten und die unterschiedlichen Perspektiven wurden super miteinander verknüpft und auch immer der Spannungsbogen gehalten, sodass man bis zum Schluss nicht wusste welche Wendungen dieses Buch nimmt.

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges und zeigt auch die üblichen Facetten zu dieser Zeit auf. Es wird damit ein Stück deutsche Geschichte perfekt umgesetzt. Außerdem wird das Thema der politischen Rechtseinstellung durch das Privatleben der Gina Angelucci und ihrem Mann Tino mit einem Down-Syndrom Kind gekonnt ein aktuelles Thema aufgegriffen und auch näher beleuchtet.

Durch die unterschiedlichen Wendungen und dem offen gehaltenen Abschluss des Buches folgt die Autorin kein Schema wie es andere Autoren tun. Somit macht es dieses Buch noch einzigartiger. Ebenfalls lies es sich einfach durch die relativ kurzen Kapitel lesen. Gut fand ich außerdem, dass teilweise auch in dem Münchener Dialekt geschrieben wurde, da konnte man sich noch besser in die Gegend reindenken.

Dadurch das viele Personen mit Namen und teilweise auch deren Verwanschaftsverhältnisse vorkommen, kann dies etwas verwirren.
Trotzdem ist dieser Kriminalroman nur zu empfehlen.

24.06.2019 17:33:45
Nijura

Das Schicksal der Zwangsarbeiterin

In einer Kiesgrube in der Nähe von München werden menschliche Knochen von einer Spaziergängerin entdeckt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um zwei Personen, die vor ca. 70 Jahren erschossen worden sind. Bei der Leichenschau wird festgestellt, dass es sich wahrscheinlich um einen deutschen Mann und eine Frau aus dem Baltikum handelt. In der Nähe des Fundorts befand sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs eine Munitionsfabrik, in der verschleppte Zwangsarbeiter arbeiten mussten. War die Frau dort beschäftigt?

Gina Angelucci, die gerade aus dem Erziehungsurlaub zurückgekehrt ist, und für die Altfälle zuständig ist, möchte herausfinden wer die Toten sind und was ihnen zugestoßen ist. Gegen den Widerstand des Oberstaatsanwaltes beginnt sie zu ermitteln.

Ich habe bisher alle Bücher der Reihe um Kommissar Dühnfort und den ersten Band um seine Frau Gina Angelucci gelesen und bin ein großer Fan beider Reihen.

Auch dieser Fall war wieder sehr interessant, der Schreibstil wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Zwischendurch hatte die Handlung mal einen Hänger, aber das Ende war spannend und für mich sehr emotional.

Die Handlung ist in zwei Zeitebenen unterteilt - die Gegenwart in der Gina herauszufinden versucht, was damals geschah und aus der Sicht der jungen Kairi, die 1944 als Zwangsarbeiterin in der Heeresmunitionsfabrik in Altbruck arbeiten musste. Besonders der historische Teil hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Wieder ein sehr gelungener Kriminalroman mit einem sehr interessanten Thema.

11.06.2019 20:33:27
LAMike

Die gute Nachricht vorweg: Das Buch ist flüssig geschrieben, und es hat einen durchaus fesselnden Spannungsbogen. Die Grundidee, einen - allerdings uralten - Fall von zufällig gefundenen menschlichen Knochen von einem Cold Case Unit aufklären zu lassen ist auch sicherlich der Stoff aus dem sich ein packender Kriminalroman bauen läßt.
Aber leider verstrickt sich die Autorin in zahlreiche Nebenschauplätze - unter anderem taucht eine Stalkerin auf, die mit der eigentlichen Story absolut nichts zu tun hat. Etwas nervig auch die Familienkonstellation, in der ein behindertes Kind die Hauptrolle spielt - hat ebenfalls mit der Hauptgeschichte nichts zu tun und soll wohl die Figur der Protagonistin in einem bestimmten Licht erscheinen lassen; ich fand´s sehr dick aufgetragen und damit eher überflüssig.
Vollends überzogen sind aber nach meinem Geschmack die vielen politischen Seitenhiebe, bei denen billigste Klischees bedient werden. Auf mich wirkte das sehr nach Effekthascherei - was sehr schade ist, denn der Haupt-Erzählstrang käme wunderbar ohne all das aus.
Fast eine Nebensache, aber auch - nicht nur bei dieser Autorin - ärgerlich: Sehr viele Namen und Figuren, die kurz mal in Erscheinung treten, aber am Ende noch nicht mal Nebenrollen einnehmen, also schlichtweg überflüssig sind.
Fazit: Da war viel mehr drin. So ist es eine ganz laue Nummer.

08.06.2019 15:35:12
hiclaire

Kriminalromane um Tino Dühnfort und Gina Angelucci lese ich einfach gern. Ich mag die beiden Figuren, ihren familiären Hintergrund und den Schauplatz München, aber vor allem bewundere ich Inge Löhnigs Erzählstil, der mich noch in jedem einzelnen Fall in den Bann ihrer Geschichte gezogen hat. So auch hier wieder, obwohl ich nicht der große Fan von Cold Cases bin, insbesondere, wenn die Fäden bis in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreichen. Diese Themen sind wichtig und ganz sicher wert, immer wieder aufgearbeitet zu werden, aber wenn man so oft darüber gelesen hat, tritt (jedenfalls bei mir) irgendwann ein gewisser Sättigungsgrad ein.
Aber egal welches Thema, ihre Art zu erzählen funktioniert bei mir immer *g*.
Gina kehrt aus der Elternzeit zurück in den Job und hat nichts von ihrer unnachahmlich hartnäckigen, zielgerichteten Art verloren. Eigentlich stehen andere Fälle auf der Agenda, aber sie will das Rätsel um den Leichenfund von Altbruck unbedingt lösen. Und, verbündet mit der Gerichtsmedizinerin Ursula Weidenbach, gelingt es ihr – gegen den zunächst ausdrücklichen Wunsch und Willen ihres Vorgesetzten. Anfangs scheint es kaum möglich, nach so langer Zeit die Identitäten zu klären, doch Gina lässt nicht locker. Zusammen mit ihrem Kollegen Holger findet sie schon relativ bald heraus, um wen es sich bei den Toten handelt. Oberstaatsanwalt Poschmann zollt ihr entsprechende Anerkennung und will den Fall ad acta legen. Gina genügt das allerdings nicht, sie will die Zusammenhänge ergründen und lässt nicht locker:…ich werde herausfinden, wer du warst und dir auch deinen Namen zurückgeben. Ich werde dein Schicksal klären. Deine Familie wird deine Geschichte erfahren.“ Das treibt sie an. Dazu muss sie tief in eine über Generationen schwelende Familienfehde tauchen und fördert Dinge über die „Muna“ , die Heeresmunitionsanstalt Altbruck, zu Tage, die so mancher Bürger lieber hätte ruhen lassen…
Die Sache mit der persönlichen Gefährdung ihrer Familie habe ich, ehrlich gesagt, als irgendwie aufgesetzt und nicht so recht zur Geschichte zugehörig empfunden. Um als zusätzlicher Spannungsaspekt zu fungieren, lief sie für mich zu sehr nebenher. Gestört hat sie allerdings auch nicht.
Mit Gina, Tino und ihren Kollegen zu ermitteln ist für mich stets ein Lesevergnügen, weil mir bei Inge Löhnig Sprache und Stil so gut gefallen. Nicht zuletzt, wie sie immer wieder den Finger auf gesellschaftliche Probleme legt, subtil und ohne ausdrückliche Wertung, aber doch deutlich genug um zu verstehen, was ihr ein Anliegen ist.

07.06.2019 22:22:04
Maren78

Ich mag den Schreibstil von Inge Löhnig besonders gerne und habe auch schon fast all ihre Bücher gelesen.
Hier haben wir es mit dem zweiten Band um die Ermittlerin Gina Angelucci zu tun.
Sie kehrt nach zwei Jahren Elternzeit zurück und witmet sich wieder einem Cold Chase.
Die Leichenteile von zwei Menschen werden gefunden und es stellt sich heraus diese Knochen schon aus dem zweiten Weltkrieg stammen.
Fieberhaft stellt Angelucci Recherchen und Nachforschungen an um das Geheimnis zu enthüllen.
Derweil kümmert sich ihr Mann Tino zuhause um die kleine Chiara und bringt sie unbewusst in Gefahr. Was passiert in diesem Moment in der Ehe?
Spannend und gut lesbar bis zur letzten Seite und das nicht nur für Löhnig Fans.

05.06.2019 08:46:17
Ilmo

Inge Löhnig widmet sich in ihrem neuen Band um die Ermittlerin Gina Angelucci erneut einem Cold Case: Ein Skelettfund und bei Bauarbeiten im Münchner Umland erweist sich als ein weit zurückliegender Fall. Sie stößt bei ihren Recherchen häufiger auf wenig kooperative Behörden oder Privatleute und Investoren, geht es doch um die Erschließung eines Industriegebietes, die sich nun erst einmal verzögert. Doch die Ermittlungen kommen trotz vieler Widerstände gut voran und es gelingt ihr schließlich, den Fall zu lösen und vor allen auch den Angehörigen der Verstorbenen Gewissheit zu verschaffen, sie dürfen ihre Verwandten beerdigen.
Im ihrem privaten Umfeld wird die Geschichte durch die Sorge um die Tochter geprägt. Gina hat mit ihrem Mann Tino die Rollen getauscht und er befindet sich nun in Elternzeit. Eine vermeintliche Stalkerin scheint das private Glück zu gefährden.
Insgesamt wieder ein gelungenes Werk, spannend geschrieben und gut zu lesen, fügt es der Reihe um die beiden Ermittler der Münchner Kripo ein weiteres Plus hinzu.

02.06.2019 18:17:20
leseratte1310

Die Elternzeit ist vorbei für Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo. Während ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort sich zuhause um die Tochter kümmert, bekommt es Gina mit einem alten Mordfall zu tun. Skelettteile in dem idyllischen Dorf Altbruck gefunden und die Tat liegt Jahrzehnte zurück. Die Ermittlungen in einem solchen Cold-Case-Fall sind natürlich nicht einfach. Die Identität des Mordopfers zu klären gestaltet sich schwierig. Dabei wird Gina auch noch vom Oberstaatsanwalt unter Druck gesetzt, der auf schnelle Erledigung drängt. Doch sie will den Fall auf jeden Fall klären.
Dies ist nach „Gedenke mein“ der zweite Band um die Spezialistin für Cold Cases Gina Angelucci.
Der Schreibstil von Inge Löhnig ist wie immer sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und hat mich gefesselt. Die Rückblenden in die Vergangenheit bringen uns zurück in eine schlimme Zeit. Man steckte Verschleppte, Kriegsgefangene und Sträflinge zur Zwangsarbeit in kriegswichtige Fabriken. In diesem Fall geht es um eine junge Zwangsarbeiterin aus Riga. Doch warum wurde diese Frau ermordet?
Die Charaktere sind sehr gut und glaubhaft dargestellt. Ich mag die sympathische Gina, die den Ehrgeiz hat, auch schwierigste Fälle zu klären. Auch wenn sie Druck bekommt, lässt sie sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Notfalls greift sie auch zu außergewöhnlichen Methoden, um zum Ziel zu kommen. Auch wenn es lange her ist, gibt es immer noch Personen, die die Zeit damals erlebt haben, aber niemand will darüber reden, was damals geschehen ist.
Aber es gibt auch jemanden, der es auf Gina und ihre Familie abgesehen hat.
Ein sehr spannender und vielschichtiger Krimi mit historischem Hintergrund, den ich nur empfehlen kann.

02.06.2019 11:17:48
HexeLilli

Auch dieser Krimi der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Es geht um eine alte Familienfehde und um Zwangsarbeit in den 40er Jahren. Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt.
Gina Angelucci kehrt nach zwei Jahren Elternzeit als Ermittlerin für ungelöste Kriminalfälle in ihren Beruf zurück. Als alte Knochen gefunden werden, übernimmt sie den Fall. Sie muss viele Puzzleteile zusammensetzen damit sie den Toten die Identität zurückgeben kann und die noch lebenden Angehörigen erfahren, was damals passiert ist.
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Spannend geschrieben und das ohne Blutvergießen. Für mich ein solider Krimi mit geschichtlichem Hintergrund. Gina die sich in den Fall festbeißt und nicht locker lässt, sie gefällt mir gut in ihrer Rolle.
Nicht nur für Fans der Autorin zu empfehlen.

01.06.2019 17:32:46
malin19

Meine hohe Erwartung wurde erfüllt
Gina Angelucci kehrt zurück in die Cold Case Abteilung der Münchener Kripo. Einfach wird ihr neuer Fall nicht, liegen die gefundenen Knochen doch schon seit dem 2. Weltkrieg dort. Bald deutet vieles darauf hin, dass die beiden Toten ein Liebespaar waren.
Wie immer versteht es Inge Löhnig mich von Anfang an zu fesseln. Ich weiß gar nicht, was mir besser gefällt, der eigentliche Mordfall und die fortschreitenden Ermittlungen , die weitere Entwicklung um Gina und ihrer kleinen Familie oder die hervorragend gezeichneten Charaktere. Die Rückblenden auf die Geschehnisse in der Vergangenheit wirken sehr authentisch und geben der Story noch mehr Aussagekraft und sorgen für ein besseres Verständnis und Spannung. Bis zum Ende konnte ich miträtseln um den wahren Täter , es wurde nicht zu viel und zu früh verraten , Spannung also bis zum Ende. Mir gefallen eigentlich alle Krimis dieser Serie, aber "Unbarmherzig" ist wieder 5 Sterne wert

26.05.2019 11:47:56
Miss Marple

Ginas 2. Runde
Als im bayrischen Altbruck Skelettteile eines Mannes und einer Frau gefunden werden, treten Gina Angelucci und ihre Kollegen von der Abteilung für Cold Cases der Münchener Kripo auf den Plan, um die Ermittlungen aufzunehmen. Schnell zeichnet sich ab, dass hier ein Verbrechen vorliegt, das sie viele Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückführen wird, die nicht ruhen will. So führt sie ihre Suche weit zurück in die NS-Zeit, als in Altbruck in einer Munitionsfabrik auch Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa ausgebeutet wurden. Doch nicht nur die weit zurückliegende Tatzeit stellt sie vor Probleme, sondern auch das Verhalten der Menschen im heutigen Altbruck. So stoßen die Ermittler auf alte Geheimnisse, die das Leben zweier alteingesessener Familien ins Wanken bringt. Gina verbeißt sich auf gewohnte Weise in den Fall und ruht nicht, bis sie die Wahrheit erfahren wird.
Die Fortsetzung der Reihe ist spannend und durch den historischen Fall auch sehr interessant, denn das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen lässt den Leser nicht kalt. Der Autorin gelingt es, uns unterhaltsame Lesestunden zu bereiten. Die Kenntnis des ersten Teils ist nicht unbedingt nötig, aber empfehlenswert.