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Brigitte Grahl
Routinierter Krimi aus dem Baukasten

Buch-Rezension von Brigitte Grahl Aug 2019

Der öffentlichkeitsscheue norwegische Krimi-Starautor  Aleksander Rosvold lädt vier Autoren/innen auf seine abgelegene Privatinsel zu einem Schreibwettbewerb ein. Darunter ist zu ihrer eigenen Überraschung auch Caroline Sund, die kaum Schreiberfahrung hat. Rosvold bietet dem Gewinner die Chance, gemeinsam mit ihm einen Krimi zu veröffentlichen. Er fordert die vier Konkurrenten auf, „nicht nur zu schreiben, sondern selbst zu Mördern zu werden“. Das scheint jemand wörtlich zu nehmen.

„Apnoe“ spielt in Norwegen, dem „Sehnsuchtsland“ des Autoren Halvar Beck, hinter dem sich laut Klappentext ein „erfolgreicher deutschsprachiger Autor“ verbirgt. Sicherlich steckt hinter dem Pseudonym auch das Kalkül, von dem Erfolg der beliebten Skandinavien-Krimis zu profitieren. Dabei beschränkt sich das skandinavische Flair auf den Schauplatz und die Namen. Die nordische Landschaft bleibt bloße Kulisse, Atmosphäre stellt sich nicht ein.   

Die Geschichte von „Apnoe“ besteht aus zwei  abwechselnden Erzählsträngen, die im Laufe der Handlung aufeinander zulaufen: zum einen die Ereignisse auf der Insel, die überwiegend aus der Sicht von Caroline Sund geschildert werden,  zum anderen die Mordermittlungen auf dem Festland, die aus der Sicht des jungen Polizisten Nils Mikkelsen erzählt werden.

Hauptfigur ist eine widersprüchliche Mischung aus Mut, Naivität, Intelligenz und Dummheit

Wenig überzeugt haben mich die Personen, die Halvar Beck entwickelt. Die Nebenfiguren bleiben flach und stereotyp, mit der Hauptfigur Caroline kann man sich nicht wirklich identifizieren, sie ist eine widersprüchliche Mischung aus Mut, Naivität, Intelligenz und Dummheit. Anfangs ist sie eine junge Frau mit geringem Selbstbewusstsein, im Finale ist sie die einzige, die einen kühlen Kopf in den heißesten Situationen bewahrt.  Sie ist feinfühlig genug, um kleine Unstimmigkeiten zu bemerken, aber begibt sich immer wieder leichtsinnig in gefährliche Situationen. Ihre Handlungen sind oft nur schwer nachzuvollziehen.  

In „Apnoe“ wird der Fall fast nur über Dialoge aufgeklärt, damit macht es sich der Autor leicht - beim Lesen stellt sich wenig Spannung ein. Dafür packt Beck dann ein bisschen viel in das Finale, um die Spannung zu schüren. Schauplatz und Personal wirken dann streckenweise wie eine Szene aus einem Schauerroman – unfreiwillig komisch.

„Apnoe“ ist vergleichbar mit einem SAT1 Thriller. Der Autor kennt die Regeln und bedient sich an den typischen Elementen: der Schauplatz ist nach größtmöglichem Spannungseffekt ausgesucht, das Wetter ist ebenfalls effektvoll eingesetzt, es gibt mehrere Verdächtige,  Haupt- und Nebenhandlung werden logisch zueinander geführt, es wird ausgefallen gemordet ... 

Fazit:

Es funkt beim Lesen einfach nicht, dem Ganzen fehlt die Seele, es wirkt zu sehr nach Baukasten. Und der Autor scheint sich selbst zu kopieren, wenn man die Plots seiner bisherigen Krimis vergleicht: Im zweiten Band „Insel 77“ spielte sich das Whodunnit auf einer Bohrinsel ab, während ein schweres Unwetter tobt, in „Apnoe“ ist es ein Leuchtturm auf einer kleinen Privatinsel, die im Finale durch ein schweres Unwetter isoliert wird.

Apnoe

Apnoe

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