Das rote Haus

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Mailand: Mondadori, 2001, Titel: 'I delitti della casa rossa', Seiten: 219, Originalsprache
  • München: List, 2003, Seiten: 270, Übersetzt: Esther Hansen
  • Berlin: Ullstein, 2005, Seiten: 270

Couch-Wertung:

60°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
1 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:57
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":1,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Krimispaß am Strand

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jun 2003

Wenn ein Commissario morgens um drei Uhr durch die engen Gässchen von Genua spaziert, bleibt wohl nichts Anderes übrig, als über eine Leiche zu stolpern. Diese ist weiblich, jung und hübsch und liegt zerstochen in einem Müllcontainer, wo sich eine Ratte gerade genüsslich über ihre Wange her macht.

Commissario Maffina und sein Team, dem auch die junge Erica angehört, beginnen zu ermitteln und finden heraus, dass im Vorleben der Toten, die Adriana geheißen hat, einige Ungereimtheiten aufscheinen.

Gleichzeitig bemüht Alice Dessi die Aufmerksamkeit des Polizeibeamten, den sie auf Anraten des ehemaligen Polizeipräsidenten aufsucht, weil sie nicht an den länger zurück liegenden Freitod ihrer Freundin Francesca glaubt.

Francesca Salvi hat ihre ererbten Millionen in ein Haus gesteckt, in dem sich Mädchen und Frauen nach sexuellen übergriffen und Gewaltattacken einnisten durften. Dieses Haus, das eine Stiftung betreibt, hinter der auch der vorhin angesprochene Ex-Polizeipräsident steckt, und als Rotes Haus bekannt ist, scheint nicht so ganz astrein zu sein.

Maffina rätselt, denn irgendwie scheinen all diese Frauengeschichten irgendwie zu verknüpfen. Als auch Alice Opfer eines Angriffes wird, beginnen die Räder der Ermittlung sich schneller zu drehen. Schlampereien bei den vorherigen Untersuchungen, Vetternwirtschaft und Polizeifilz werden über Bord geworfen und Maffina, Erica und der Rest des Teams beginnen gezielt und ohne Gnade ihre Jagd auf den Killer.

Die Genueserin Annamaria Fassio hat mit "Das Rote Haus" ihren zweiten im List Verlag erschienenen Krimi um das Ermittlerduo Maffina und Erica veröffentlicht, der ganz auf Verwirrtaktik setzt. In kleinen Sequenzen streut sie in die Ermittlungen Streiflichter aus dem Leben der diversen Frauen ein. Zu den Hauptpersonen fügt sie immer wieder private Kontakte hinzu, die zwar mit der Handlung an und für sich nichts zu tun haben und nur als Füllmaterial dienen, um den Roman in die Länge zu ziehen, andrerseits legt sie auch Spuren, die plötzlich nicht mehr weiter verfolgt werden oder im Nichts enden. Die Klärung wird für die Kriminalbeamten zu einer grausamen Überraschung, die reichlich abrupt und an den Haaren herbeigezogen wirkt. Die Konstruktion der Abläufe ist zwar weitgehend logisch, könnte aber doch einige erläuternde Passagen haben, um die Gedankengänge des Commissarios nachvollziehen zu können.

Im Vergleich zu den bekannten italienischen Polizeikollegen baut Frau Fassio relativ wenig Lokalkolorit auf und die Identifikation mit Maffina und Erica erreicht nie die Dichte, die etwa einem Montalbano oder Brunetti gelingen. Dazu kommen Stilelemente, wie sie gerade aus den skandinavischen Krimis modern sind, aber auch diese psychologischen Ausarbeitungen der Charaktere sind nicht gänzlich gelungen und wirken eher als ausschmückendes Beiwerke, um auf die Zahl von 270 Seiten zu kommen. Irgendwie wirkt der ganze Roman, als wäre aus allen gängigen (verkäuflichen) Krimiklischees abgekupfert und die Handlung darum herum konstruiert worden.

Dabei darf man aber keineswegs außer Acht lassen, dass trotz aller Kritik ein durchaus lesenswertes Ergebnis gelungen ist. Wenn man sich erst einmal an die Vielzahl der Namen gewöhnt hat, die vorzugsweise mit den selben Anfangsbuchstaben beginnen (Antonio, Angelillo, Antonino, Annalisa, Alice, Adriana, Acerbi, Angela), liest sich "Das Rote Haus" durchgängig flüssig. Die ganz große Spannung bleibt zwar aus, aber für den Krimispaß am Strand und zum Feierabend hat Frau Fassio auf jeden Fall gesorgt. Dieses Buch ist ein brauchbarer Durchschnittskrimi, der sicherlich sein mediterranes Publikum finden wird.

Das rote Haus

Das rote Haus

Deine Meinung zu »Das rote Haus«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
01.05.2010 19:08:52
MenowinFröhlichFan

Das Buch ist echt spannend und sehr gut geschrieben. Das Thema ist interessant und die Handlung schläft nicht ein, wie es oft leider der Fall ist.
Das Ende ist gut aber auch ein wenig vermutbar. Generell bezeichne Ich das Buch als gelungen und empfehle es somit auch an alle, die meine Meinung lesen. Als Tipp für garantiert Gänsehautfeeling empfehle Ich das Buch von CHRIS CHARTER , der Kruzifix-Killer!!
Also viel Lesespaß an euch alle!