Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • München: Random House Audio, 2018, Seiten: 2, Übersetzt: Nora von Waldstätten

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Sabine Bongenberg
Quälende Spannung

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Aug 2018

Es heißt, dass sie überall sind und nicht unbedingt Hannibal Lecter ähneln müssen: Psychopathen. Sie können laut Forschungen vordergründig nett, intelligent und witzig sein. Geschickt überspielen sie einen Mangel an Empathie, Mitleid oder auch an Schuldgefühlen und verfolgen zielgerichtet ihre Pläne. Angeblich ist jeder von uns schon Psychopathen begegnet und hat es nicht bemerkt.

Karen Hamilton stellt in ihrem Debutroman "Perfect Girlfriend - du weißt, du liebst mich" Elizabeth Juliette Price vor. Konzentriert verfolgt diese Romanheldin ihren Weg: Sie will wieder mit ihrem Freund Nate zusammenleben, denn sie weiß, dass er die Liebe ihres Lebens ist. Außer Frage steht, dass sie die einzig wahre Frau für ihn ist. Elizabeth richtet ihre Karriere nach diesem Wunsch aus, sie lügt, betrügt, stiehlt und bricht ein.

Ein ständiges Gefühl von beklemmendem Unwohlsein

Ihr Anspruch ist, einen Teil des Kuchens abzubekommen, der ihr schließlich zusteht. Das ist nur gerecht - und verschafft dem Leser ein ständiges Gefühl von beklemmendem Unwohlsein. Hamilton bietet damit keine einfache Lektüre an, die so weggelesen werden kann. Elizabeth' Weg, ihre Intrigen und eiskalt geplanten Aktionen zerren an den Nerven. Erschwerend kommt dazu, dass ihre arglose Umwelt offensichtlich nicht zu ahnen scheint, wie die Heldin gestrickt ist und somit bis auf wenige Ausnahmen auf ihr Spiel hereinfällt.

Ausspähen wird durch soziale Netzwerke leicht gemacht

Karen Hamilton nimmt sich Zeit, um ihre Geschichte zu erzählen. Der Roman beginnt daher nicht mit der eigentlichen Tat, sondern mit den Aktionen und Entwicklungen, die die "nette Psychopathin von nebenan" zuletzt zu der kalten Gestalt reifen lassen, die dann in der Lage ist, zum Äußersten zu gehen. Spannend gezeigt wird auch, wie einfach es mittlerweile durch die sozialen Netzwerke ist, einen Menschen auszuspähen. Die einen öffnen dabei freiwillig Tür und Tor, andere müssen durch den Diebstahl von Passworten und die Installation von Spionage-Apps - nun ja - ein wenig zu ihrem "Glück gezwungen werden" - aber auch das ist eine unproblematische Sache.

Dennoch weist auch dieser gut erzählte Roman aus dem Berufsmilieu der Stewardessen einen kleinen Bruch auf. Ohne klaren Grund scheint dabei die sonst so eiskalte Elizabeth aufzutauen, und offenbart Abschnitte aus ihrem Leben, und genauso unbegründet endet diese Phase auch wieder. Hier wären die Entwicklung und die Gründe für den Abbruch wichtig gewesen. Dennoch ist es für den Leser schon fast eine Erholung, einmal so etwas wie aufrichtige Gefühle aus Elizabeth herauszulesen. Bemängelt werden kann auch, dass vieles nur angedeutet wird, und vielleicht einige Stränge deutlicher und klarer hätten erzählt werden können.

Am Ende keine Erlösung aus der nervenzerrenden Hängepartie

Irritierend ist das eigenwillige Ende - und hier hätte sich sicher so mancher eine gefälligere Auflösung gewünscht. Zu abrupt wird hier der Abschluss gesetzt und zu viele Fragen bleiben offen - dennoch ist dieser Abschluss bezogen auf den sonstigen Aufbau konsequent. Auch wenn er nicht gefällt und es somit auch für den Leser - wie für die übrigen Helden des Buches - keine Erlösung aus der nervenzerrenden Hängepartie gibt.

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