Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • London: Penguin, 2016, Titel: 'Local girl missing', Seiten: 393, Originalsprache
  • München: Der Hörverlag, 2018, Seiten: 1, Übersetzt: Cathlen Gawlich & Laura Maire

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Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund.

Missing  - Niemand sagt die ganze Wahrheit

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Letzte Kommentare:
26.04.2019 19:09:47
Beckers,Jürgen

Chance vertan. Ich habe mich vom Klappentext leiten lassen und auf einen Plot gehofft, der nach der Beschreibung aufbaubar gewesen wäre.
Das Buch ist eine einzige Enttäuschung, hanebüchen und trivial.

08.01.2019 17:59:07
Ulrike Frey

Knisternde Spannung in Oldcliff-on-Sea

Das Cover zeigt eine junge Frau an einem Pier, der in die tosende See hineinführt. Die Farben sind in dunkelgrau, die Wolken über See hellgrau gehalten, der Titel in mettalicblau. Mir schaudert, wenn ich es ansehe und es verführt dazu, den Klappentext zu lesen.

Sophie ist aufgetaucht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Vor 18 Jahren verschwand sie eines Nachts spurlos, zurück blieb nur ein Turnschuh am Pier. Ihr Bruder Daniel ruft ihre beste Freundin Francesca an und bittet sie, ihm beizustehen und zu helfen, ihre sterblichen Überreste zu identifizieren. Natürlich sagt diese ihre Hilfe sofort zu. Sie regelt alles soweit, dass sie Daniel zu Hilfe eilen kann.

Frankie ist Tochter eines Hoteliers und selbst auch für die Hotelgruppe tätig, gerade jetzt, da ihr Vater von einem Schlaganfall genest. Doch sie hat gute Mitarbeiter, so kann sie sich ausklinken.

Sie ist erschüttert, denn jetzt steht der Tod ihrer Freundin endgültig fest. Natürlich sind kaum sterbliche Überreste da, bis auf einen Fuß, der in einem Turnschuh steckt. Dieser hielt wohl die Fische von ihrem Festmahl ab. Wahrscheinlich will die Polizei prüfen, ob sie über den Fuß DNA feststellen können. Dies wird nach so langer Zeit etwas dauern. In dieser Zeit möchte Daniel gerne mit ihr herausfinden, was damals wirkllich passiert ist. Seinerzeit hat die Polizei angenommen, Sophie hätte einen Unfall gehabt. Doch Daniel denkt, es muss etwas Besonderes passiert sein, Sophie sei verängstigt gewesen.

Frankie bezieht eine Ferienwohnung mit Blick auf den Pier. Sie nimmt gemeinsam mit Daniel ihre Untersuchungen auf, sie befragen alte Freunde und Leon, den damaligen Freund von Sophie. Diesen haben sie besonders im Visier. - Daniel und Sophie sind verzweifelt, sie merken, dass niemand ihnen die ganze Wahrheit sagt. Die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich insbesondere für Frankie schwierig. Sie fühlt sich bedroht. In der Ferienwohnung wird es ihr unheimlich.

Der Roman beschreibt zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die verwöhnte Tochter und Einzelkind des Hoteliers, die überall ihren Willen durchsetzen will und das nette Mädchen von nebenan, mit dem auch noch andere gerne befreundet sind. Doch sie sind ganz dicke Freundinnen, die sich alles erzählen und keinerlei Geheimnisse voreinander haben, bis ....

Es gibt keine einzige Seite, die langweilig ist. Erzählt von Sophie aus ihrem Tagebuch 1997 und von Frankie 18 Jahre später 2015, beides in der Ich-Form. Die Autorin hat es geschafft, ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Dieses Buch habe ich deswegen auch sehr schnell ausgelesen, weil ich es nicht weglegen konnte, ohne zu wissen, wie es weitergeht.

Diesen Pageturner von Claire Douglas muss ich unbedingt empfehlen!

"Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit" wurde aus dem Englischen übersetzt von Ivana Marinovic. Veröffentlicht wurde dieser Bestseller aus England im Penguin-Verlag.

29.10.2018 09:11:27
Annette Traks

Francesca - genannt Frankie - und ihre Busenfreundin Sophie wuchsen in einer Kleinstadt am Meer auf, wo Letztere vor 18 Jahren eines Nachts spurlos verschwand. Nach erfolgloser Suche ging man davon aus, dass sie vom Pier gestürzt und ertrunken war.

Nun erhält Frankie, mittlerweile eine 39-jährige Londoner Geschäftsfrau, einen Anruf von Daniel, dem älteren Bruder der Vermissten. Er teilt ihr mit, dass sterbliche Überreste an Land gespült worden seien, bei denen es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die seiner Schwester handle.

Er glaubt, dass sie damals einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und ist davon überzeugt, dass jemand weiß, was genau passiert ist. Er bekniet Frankie, jetzt, wo es so gut wie sicher ist, dass Sophie tot ist, in ihren Heimatort zu kommen, um ihm bei Nachforschungen zu helfen. Denn ihr würden die Leute wahrscheinlich mehr erzählen als ihm.

Nachdem sie innere Widerstände überwunden hat, packt Frankie ihre Sachen und fährt in ihre alte Heimatstadt. Dort trifft sie ehemalige Freunde und Bekannte wieder, wird mit der Vergangenheit konfrontiert und tritt immer wieder in einen inneren Monolog mit ihrer Freundin. So manches sorgsam gehütete Geheimnis kommt dabei ans Tageslicht.

Resümee:
Die Haupthandlung spielt in der Gegenwart, im Jahr 2016, als Frankie in ihre Heimatstadt am Meer zurückkehrt, wo sie mit Sophies Bruder Daniel ehemalige Weggefährten aufsucht. Mit ihnen redet sie über deren Beziehung zu der Freundin und damalige Vorkommnisse. Diese sind Anlass für ihre eigene Rückschau, verbunden mit inneren Monologen, die an Sophie adressiert sind. Dass diese ohne Hervorhebung (z.B. durch eine andere Schriftart) immer wieder spontan das laufende Geschehen unterbrechen, ist gewöhnungsbedürftig und oft verwirrend - vor allem dann, wenn Frankie sich eben noch mit jemandem unterhalten hat und dann plötzlich ihre Gedanken in der Du-Form an Sophie richtet.

Auch aus Sophies Sicht erfahren wir die Ereignisse, die sich vor 19 / 18 Jahren zugetragen haben, und zwar in Form von Tagebuch-Aufzeichnungen. Ihre Eindrücke und Bewertungen unterscheiden sich oft von denen der Freundin.

Die Anlage des Vergangenheits-Plots ist in der Rückschau in Kenntnis der gesamten Vorgänge, Verstrickungen, emotionalen Beziehungen und Wunschvorstellungen höchst interessant. Aber auch nur dann!

Denn bis zum letzten Drittel verläuft die Darstellung der Ereignisse, die sich vor knapp 2 Jahrzehnten zugetragen haben, recht unspannend. Zwar ist ein Bemühen der Autorin, den Leser neugierig zu machen, durchaus zu erkennen - allein: Es gelingt ihr nicht. Zu sehr plätschert die Handlung dahin, es ereignet sich zu wenig Neues, zu ausführlich werden Gefühle und Gedanken dargelegt. Erst auf der "Zielgeraden" wird es vergleichsweise dramatisch, und der Schluss überrascht mit einer ungewöhnlichen Aufklärung - die allerdings den Plot stark konstruiert erscheinen lässt.

Sie mündet in die Gegenwartshandlung, die ziemlich unspektakulär ist. Zwar ist die Intention der Autorin erkennbar eine andere - aber es hapert auch hier wieder an der Umsetzung.

Ein absolutes No-Go ist es, wenn man den Leser bis zum Schluss von falschen Voraussetzungen ausgehen lässt, auf denen die aktuelle Handlung fußt. Im Verlauf des Romans deutet nichts auf eine andere Ausgangslage hin, das heißt, der Leser wird nicht nur gedanklich in falsche Richtungen, sondern regelrecht hinters Licht geführt - er hat keine Chance, aktuelle Situationen und Vorkommnisse richtig zu deuten. Genauer kann ich es hier leider nicht erläutern, um den Roman nicht zu spoilern.

Fazit: "Niemand sagt die ganze Wahrheit" - vor allem nicht die Autorin!
Ein bisschen mehr Wahrheit hätte dem Handlungsverlauf und somit dem Leser zweifelsohne gut getan!

10.10.2018 23:21:21
Hulda63

Aufgrund der guten Kritiken habe ich mir dieses Buch gotteidank nur ausgeliehen.
Im Präsens geschrieben, was ich leider gar nicht mag, versuchte ich trotzdem mich einzulesen.
Leider ist der Schreibstil auch so gar nicht mein Geschmack. Liest sich wie eine Schnulze.
Auch beim Durchblättern nicht besser geworden.
Ob das an der Übersetzung liegt?
Da ich mich zum Lesen nicht überwinden konnte, fairerweise keine Wertung.

01.09.2018 10:44:39
janaka

spannend, düstere Atmosphäre, starke Charaktere und eine überraschende Wendung

*Inhalt*
Nach 18 Jahren muss Francesca in ihr Heimatdorf zurückkehren, um endlich Antworten zu finden.
Seit damals ist ihre beste Freundin Sophie spurlos verschwunden. Zurück blieb nur ein Turnschuh von ihr. Nun ist eine Leiche an Land gespült worden. Ist es Sophie? Kann Francesca endlich mit der Vergangenheit abschließen und vor allem, was ist damals in der Nacht am Pier geschehen? Mit Daniel, Sophies Bruder versucht Frankie herauszufinden, was an diesem Abend passiert ist. Doch die Dorfbewohner begegnen ihr mit Ablehnung.

*Meine Meinung*
"Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit" von Claire Douglas ist ein fesselnder Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Die Spannung wird langsam aufgebaut, man wird langsam an die beiden Hauptprotagonisten rangeführt. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er ist spannend und fesselnd. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, Frankie nimmt uns bei den heutigen Nachforschungen mit. Sie gerät dabei an ihre Grenzen. Immer wieder spricht sie mit Sophie und sieht sie sogar. Ist sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch oder spielt jemand ein böses Spiel mit ihr? Sophie erzählt uns die Geschichte ihrer Freundschaft aus dem Jahre 1997. Diese abwechselnde Erzählweise gefällt mir sehr, ich bekomme einen guten Einblick in die Gedankenwelt der beiden Hauptprotagonisten. Zusätzlich erhöht dies Spannung. Das Auslegen von falschen Fährten beherrscht die Autorin auch richtig gut. Hat man sich eine Meinung gebildet, kann man sich nicht sicher sein, ob im nächsten Abschnitt nicht alles wieder ganz anders dargestellt wird. Richtig gut gemacht!!!

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, Frankie war mir am Anfang sehr sympathisch, doch im Laufe des Buches hat es sich gewandelt. Frankie will immer im Mittelpunkt stehen, ist sehr egoistisch und gegenüber Sophie auch sehr besitzergreifend. Durch ihr gutaussehenden Äußeren und ihrem starken Willen bekommt sie auch meistens, was sie will. Sophie ist dagegen ganz anders, ruhig und einfühlsam. Aber nachdem Frankie auf ein Internat musste, wurde aus einem Mauerblümchen eine strahlende junge Frau, die nun an ihre Wünsche und Träume denkt. Frankie versucht, sie wieder unter Kontrolle zu bekommen… allein dieser Satz sagt schon aus, dass Frankie nicht die nette junge Frau ist, die man am Anfang vermutet.

Das Cover ist düster und spiegelt den Inhalt des Buches gut wieder.

*Fazit*
Diesen Thriller kann ich nur empfehlen, er ist spannend, hat eine düstere Atmosphäre, interessante Charaktere und eine Wendung, mit der man nicht rechnet. Von mir gibt es 5 Sterne.