Die Strandbar

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 1999, Seiten: 184, Übersetzt: Barbara Linner
  • Jerusalem: Keter, 2000, Titel: 'Pilgesh Bagiv'a ', Originalsprache
  • Jerusalem: Keter, 1998, Titel: 'Ēṣel Bâbû', Originalsprache

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In Kürze:

An der Stadtgrenze von Tel Aviv, in einer Art Niemandsland, liegt unten am Strand eine Bar. Eines Nachts findet Babu, der Pächter, im tristen Hinterhof eine blutüberströmte Frau. Die Gäste, Fremdarbeiter aus den Elendsquartieren aller Herren Länder, wenden sich ab. Hier, wo Abend für Abend jeder für sich alleine trinkt, ist es nicht üblich, sich um andere zu kümmern. Um der Polizei aus dem Weg zu gehen, nimmt Babu die junge Brasilianerin bei sich auf. Gloria ist illegal in Israel. Eigentlich will Babu nichts wissen von diesem fremden Leben. Sein eigenes dunkles Schicksal als junger Soldat hat ihn gelehrt, sich von der Welt fernzuhalten. Doch Glorias Verzweiflung über den Verlust ihrer kleinen Tochter durchdringt seine Mauer der Angst.

Die Strandbar

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Letzte Kommentare:
27.05.2015 20:59:58
Anja Be

Dies ist kein Kriminaus der Lisi Badichi Reihe derselben Autorin, was ich leider nicht wusste. Der Schreibstil ist komplett anders, was aber auch an der anderen Übersetzerin liegen mag. Eher ausschweifende lange Gedankengänge, komplizierte Nebensätze, Betrachtungen und teils poetische Bilder. Die Hauptfigur betreibt eine Strandbar, eher eine heruntergekommenenKneipe eigentlich, für die illegalen Tagelöhner aus allen möglichen Ländern, die er für sich "Rumänen" nennt. Er will mit niemandem Kontakt aufnehmen, redet nur sehr wenig und sucht sein "inneres Himalaya", scheinbar traumatisiert durch die eigene Gewaltbereitschaft.
nachdem ich das Buch zunächst sehr schwer lesbar fand, habe ich mich dann doch an den Schreibstil gewöhnt und die Handlung zum Ende verfolgt. Kein wirklicher Krimi aber ein Portrait der Illegalen am Rande der israelischen Gesellschaft, am unteren Ende der Hackordnung.

27.02.2008 21:53:19
Marc@Krimi-Couch

Kein klassischer Krimi sondern eher ein Psychogramm am Rande der israelischen Gesellschaft. Shulamit Lapid beschreibt eindringlich die Begegnung eines Kneipiers mit einer illegalen Einwanderin und die Verwebung beider Schicksale.
Ob das Buch dem typischen Krimileser - falls es so etwas gibt - gefällt kann ich nicht beantworten. Mich hat die besondere Stimmung jedenfalls fasziniert... daher meine Empfehlung: die 180 Seiten kann man durchaus riskieren.

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