Schindlerjüdin

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Meßkirch: Gmeiner, 2010, Seiten: 319, Originalsprache

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Frühjahr 1948, kurz vor der Währungsreform. In Regensburg werden drei Männer auf brutale Art und Weise ermordet. Schnell ist klar, dass es sich bei den Opfern um ehemalige SS-Mitglieder handelt. Im Zuge der Ermittlungen taucht überdies ein bekannter Name auf: Oskar Schindler, wohnhaft in Regensburg.
Mehr als 50 Jahre später wird ein Zeuge der damaligen Taten, Paul Gemsa, ein schlesischer Heimatvertriebener und mittlerweile hochrangiger Bürger der Stadt, selbst ermordet. Kommissar Adolf Bichlmaier ist sich sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen den Verbrechen geben muss.

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Letzte Kommentare:
27.12.2018 19:44:13
stefan niedner

Der Buchklappentext beschreibt in Kürze das, worum es vordergründig in diesem Roman geht: Zunächst im ersten Viertel des Buches um die Ermordung dreier ehemaligen SS-Mitglieder in Regensburg im März 1948 , die bei der Misshandlung und Ermordung von Juden mitgewirkt haben. Der ermittelnde Kommissar Koenig kann den Mord nicht aufklären, er scheint aber im Zusammenhang mit Schwarzmarktgeschäften gestanden zu haben. In den restlichen 3/4teln des Romans geht es um den Mord an einem der Augenzeugen des Mordes aus dem Jahre 1948 Paul Gemsa. Dieser ist mittlerweile Stadtrat und setzt sich vehement gegen die Errichtung eines Mahnmals für Oskar Schindler ein.

O. Schindler hatte durch sein Engagement ca. 1.200 Juden vor dem sicheren Tod gerettet, gilt aber historisch als eher ambivalente Persönlichkeit. O. Schindler hat nach dem Krieg fünf Jahre vor seiner Emigration nach Argentinien zusammen mit seiner Frau in Regensburg gwohnt und kommt im ersten Teil des Buches auch vor, weil auch auf ihn ein Attentat verübt werden sollte, das aber durch die Ermordung des Attentäters verhindert wird. Auch diese Tat bleibt letztendlich unaufgeklärt.

Nun zu heute:
In Regensburg herrscht soundso ausländerfeindliche Stimmung. Es werden Döner-Buden zerstört, ein Polizist mit italienischen Wurzeln wird vom rechten Mob zu Tode getrampelt. In dieser aufgelandenen Atmosphäre versucht Adolf Bichlmaier den Mord an Paul Gemsa aufzuklären.

Die Darstellung der reinen Aufklärungsarbeit verläuft für mich als Leser eher unspektakulär, interessanter wird der Roman durch die politischen Hintergründe. Geschrieben 2010, also noch vor Pegida und dem Erstarken der AfD nimmt R. Mader eigentlich schon die Situation in Deutschland der kommenden Jahre vorweg, man könnte auch sagen, Chemnitz lässt grüßen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Herr Mader noch tiefer in diese Thematik hätte eindringen können. So werden die Sorgen derjenigen, die gegen den braunen Sumpf sind, nur kurz und eher plakativ dargestellt, auch die Zerstörung der Döner-Buden und der Lynchmord an dem Regensburger Polizisten dienen nur als Aufhänger, realistisch erscheint mir die Reaktion darauf nämlich nicht.

Wer das Buch endgültig bewerten will, kann dies sicher erst dann, wenn er das Nachwort zu diesem Roman von Herrn Mader gelesen hat: Dieses Nachwort finde ich überzeugend und macht die Problematik zwischen Opfer und gleichzeitg Täter Sein eindrücklich deutlich.

Fazit: Wer diesen Roman als reinen Krimi lesen möchte, wird sicher nur bedingt gut bedient werden. Wer sich aber mit der deutschen Geschichte, der Judenverfolgung, dem Neuanfang der Nachkriegszeit, aber auch mit unserer augenblicklichen Situation unseres Landes auseinandersetzen möchte, findet in diesem Roman viele Denkansätze, die es zu diskutieren gilt, was leider im Buch von Herrn Mader m.E. nur eher angerissen als ausdiskutiert werden.

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