Schwarze Seele

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Insel, 2019, Seiten: 400, Originalsprache

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Patsy Logan ist im seelischen Tief: ihr Kinderwunsch will sich nicht erfüllen, die Hormonbehandlungen setzen ihr zu. Da kommt ihr der Fall um einen toten Iren gerade recht: Donal McFadden, ein Mann mit Charme und vielen Feinden, war in München, um seine Exfrau Fiona zurückzugewinnen, wenn nötig mit Gewalt. Doch ob er aus Versehen im Wasser gelandet ist oder jemand nachgeholfen hat, lässt sich nicht sagen. Gründe, ihn loszuwerden, hatten jedenfalls viele Gelegenheit auch. Und Patsys Theorien führen eine nach der anderen in die Sackgasse. Erst ein zweiter Todesfall scheint einen entscheidenden Hinweis zu liefern. Ungünstig nur, dass Patsys Krise sich ausgerechnet jetzt wieder in den Vordergrund drängt.

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Letzte Kommentare:
28.01.2019 10:48:03
elke17

Patsy Logan ist zurück, KHK bei der Münchner Polizei, mit deutscher Mutter und irischem Vater, manchen Lesern mit Sicherheit bereits aus dem Vorgänger „Harte Landung“ bekannt. In „Schwarze Seele“ muss sie gleich an zwei Fronten kämpfen. Zum einen sind da ihre vergeblichen Versuche, schwanger zu werden, die einen Keil zwischen sie und ihren Mann treiben. Zum anderen soll sie den Fall des an Halloween ertrunkenen Donal McFadden aufklären, dessen Obduktion den Beweis dafür liefert, dass er eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Gemeinsam mit seiner Schwester Siobhan ist dieser nach München gekommen, um seine Frau Fiona „Fee“, die ihn für ihren Jugendfreund verlassen hat, wie er es ausdrückt „zur Vernunft zu bringen“.

Wer hätte ein Motiv und die Gelegenheit, Donal zu töten? Die Zahl der Verdächtigen ist überschaubar, aber die Beweislage ist dünn, und so gestaltet sich der Fall schwieriger als anfangs erwartet. Zug in die Ermittlungen kommt erst dann, als sich Patsy und ihre Kollegin Kris, selbige auch mit familiären Problemen geschlagen, das persönliche Umfeld Fionas anschauen.

Der Kriminalfall an sich ist wenig spektakulär und eher konventionell gestrickt. Dafür nimmt das Privatleben der Beteiligten sehr viel Raum ein, was ja nicht automatisch schlecht sein muss. Allerdings entwickelt sich hier wenig, zu viel sich wiederholendes Kreisen um die immer gleichen Themen. Für mich auch eindeutig zu viel München und zu wenig „grüne Insel“, wenn schon die Ermittlerin irische Wurzeln hat, das Opfer und ein Teil der Verdächtigen aus Irland kommen. Deshalb hätte es mich auch gefreut, wenn der Handlungsfaden um das spurlose Verschwinden und den mutmaßlichen Selbstmord des Vaters der Protagonistin weiter ausgeführt worden wäre. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Der Aufbau der Story hingegen konnte mich überzeugen. Teilweise gradlinig aus der Sicht Patsys erzählt, aber immer wieder unterbrochen durch Einschübe aus der Vergangenheit der Beteiligten (mal mehr, mal weniger informativ), was den Erzählfluss spürbar belebt und aufgelockert hat.

Und wie bereits bei dem Vorgänger kann ich die sprachliche Qualität dieses Krimis nur loben, die sich wohltuend von dem abhebt, was man üblicherweise von deutschen Vertretern des Genres geboten bekommt. Kurz, klar, prägnant, kein Drumherumgerede, wenn man mal von den persönlichen Nabelschauen absieht.

Alles in allem ist "Schwarze Seele" schlussendlich ein Kriminalroman, bei dem die Spannung durch das Verzetteln im Privaten leider streckenweise auf der Strecke bleibt, der aber mit Sprache und Aufbau punkten kann.