Du bist in meiner Hand

Erschienen: Oktober 2018

Bibliographische Angaben

  • München: Random House Audio, 2018, Seiten: 6, Übersetzt: Michou Friesz

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Jörg Kijanski
Kurzweiliger Krimi der Altmeisterin

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jun 2018

Fran und Steve Dowling haben die Nacht bei Freunden verbracht und anschließend ihre Tochter Aline vom Flughafen abgeholt, nachdem diese die letzten Jahre in London lebte. Zurück in ihrem Haus in Saddle River bricht ihre bis dahin heile Welt zusammen, denn ihre 18-jährige Tochter Kerry liegt tot im Pool. Was zunächst wie ein Unfall erscheint, stellt sich schnell als Mordfall heraus.

Die Tatwaffe ist offenbar ein Golfschläger der Eltern. Am Abend zuvor gab Kerry eine Party, wo es zu einem heftigen Streit mit ihrem Freund Alan kam. Bei einer ersten Befragung durch Michael Wilson belügt Alan den Ermittler der Staatsanwaltschaft hinsichtlich seines Alibis, was ihn wenig später als Hauptverdächtigen erscheinen lässt.

Allerdings ist da auch noch Jamie, der 20-jährige Nachbarsjunge, der seit seiner Geburt geistig zurückgeblieben ist. Er war nicht zu der Party eingeladen, wollte aber später noch mit Kerry im Pool schwimmen, wo er diese „schlafend“ vorfand. Den Mord hat er beobachtet, er könnte Alan entlasten, doch seine Mutter fordert ihn zu einer Lüge gegenüber Wilson auf, da sie Angst hat, Jamie könnte selbst als Mörder verdächtigt werden…

Hohes Tempo, aber allenfalls überschaubarer Spannungsbogen

Es fängt nicht wirklich gut an. Bereits auf der ersten Seite erfährt der Leser, dass die Handlung in Saddle River, New Jersey, spielt. Gerade einmal vier Seiten später wird erneut Saddle River, New Jersey, erwähnt, als könnte man bereits vergessen haben, in welchem Bundesstaat die Stadt liegt; übrigens eine der wohlhabendsten Amerikas. Immerhin, danach ist nur noch von Saddle River die Rede, jenem schönen Ort, in dem auch Mary Higgins Clark zuhause ist. Auffällig ist von Beginn an, wie äußerst großzügig das Buch gedruckt ist. Der Plot erstreckt sich über rund 310 Seiten, von denen – rekordverdächtig – rund 40 gänzlich unbedruckt sind.

Sieht man von diesen Punkten ab, erwartet den Leser eine kurzweilige Geschichte, zu der die über 80, meist kurzen Kapitel sowie die erwähnten Leerseiten beitragen. Es geht alles ganz schnell, der Handlungsort beziehungsweise der jeweilige Protagonist wechselt ständig, und so treibt die Autorin ihre Leser gekonnt voran. Gerade für Leute, die nicht viel Zeit haben, um einen Krimi zu lesen (beispielsweise auf dem täglichen Weg zur Arbeit), ist das Buch allein vom Handling her sehr gut.

Am Stück gelesen fallen die Nachteile stärker auf

Liest man das Werk hingegen an einem Stück fallen die vermeintlichen Nachteile schon deutlicher auf. Der Autorin geht es vordringlich um Tempo, so dass in den kurzen Sequenzen kaum Zeit bleibt lebhafte Figuren aufzubauen. Die Handlung wechselt im Wesentlichen zwischen den drei beteiligten Familien von Kerry, Alan und Jamie. Hier liegt jedoch ein Problem, denn recht früh wird klar, dass Jamie Alan nach der Party nochmals bei Kerry sah, Alan jedoch ging als Kerry noch lebte. Jamie findet dann die tote Kerry im Pool, die in seiner Wahrnehmung nur schläft.

Im Gegensatz zu Ermittler Michael Wilson kann man also die beiden Hauptverdächtigen recht schnell als Täter ausschließen, was den Spannungsbogen erheblich einschränkt. Viele Optionen bleiben da als Lösung kaum mehr übrig, so dass die Auflösung nur wenige Leser überraschen dürfte.

Fazit:

Recht gekonnt erzählt Higgins Clark, wie sich das Verbrechen in unterschiedlicher Form auf die drei Familien auswirkt und wie sie mit dem schrecklichen Geschehen umgehen. Hier ergibt sich ein kleines Spannungsmoment, da nicht auszuschließen ist, dass womöglich jemand in dieser persönlichen Extremsituation überreagiert. Insgesamt eine überschaubare Geschichte, die sich aber – wie erwähnt – als kleiner Krimi-Snack für unterwegs durchaus eignet.

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