Palm Beach, Finland

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

  • Helsinki: Like, 2017, Titel: 'Palm Beach, Finland', Seiten: 332, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2019, Seiten: 384, Übersetzt: Jan Costin Wagner

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Carola Krauße-Reim
Finnische Krimis sind anders

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Mai 2019

Schon allein das Cover ist für einen Krimi eher untypisch – ganz in Pink kommt es daher, nur der kleine Totenkopf lässt erahnen, was sich im Inneren verbirgt. Doch auch das ist nicht so, wie bei anderen Krimis. Hier wird zwar ebenfalls gemordet und ermittelt, aber eben auf die finnische Art.

Schräge Vögel beherrschen die Geschichte

In diesem Buch gibt es nicht einen Menschen, den man als so genannten „Ottonormal-Verbraucher“ beschreiben könnte. Hier spinnt jeder auf seine Art, ja selbst das bemitleidenswerte Mordopfer ist nur aus Versehen tot. Antti Tuomainen fährt alles an Kuriosem auf, was es so gibt: Die zwei Loser, die aber auch wirklich kein Fettnäpfchen auslassen. Und der Hotelbesitzer, der an den großen Durchbruch seines mehr als schrägen kunterbunten Plastiktraumes glaubt.

Neea, die zwar nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte, aber von ihren Talenten überzeugt ist und schlammgrüne Smoothis mag. Und dann natürlich noch der Profikiller mit der knappen Badehose und den Storchenbeinen. Herrlich – alle gaga! Und so ist auch die Geschichte an sich nebensächlich. Der Leser ergötzt sich an der Frage, was diese schrägen Vögel wohl noch alles anstellen.

Alles begann mit einem Traum

Jorma Leivo besitzt die letzten Palmen vor dem Polarkreis. Die sind leider aus Plastik, aber das stört ihn absolut nicht. Er glaubt an sein Palm Beach, Finland. Um seinen Traum vom ausgebuchten und von Promis geliebten Ferienresort zu verwirklichen, braucht er aber das Nachbargrundstück. Doch Besitzerin Olivia, ihres Zeichens hoteleigene Rettungsschwimmerin, ist zwar absolut pleite, will aber nicht verkaufen. Und hier beginnt die Geschichte.

Mord, verdeckte Ermittlungen, Rache, Drogengeschäfte und andauernde finanzielle Ebbe sind die Zutaten zu diesem Sonderfall eines Krimis. Die Geschichte ist weniger spannend, als vielmehr kurios. Die Erzählung lebt von ihrem schwarzen Humor und den unvorhergesehenen Unwägbarkeiten, die alle immer wieder meistern müssen – und das auf ihre ganz eigene Art. Und, sie lebt von den 10.000 Euro, die immer irgendwem versprochen werden, die aber eigentlich niemand hat.

Zum Schluss wird (fast) jeder glücklich

Eigentlich wird so gar nichts aufgeklärt, aber alle sind irgendwie zufrieden. Nur der ohnehin schon bedauernswerte Profikiller hat die Verliererkarte gezogen und ist totunglücklich. Tuomainen lässt alle seine Charaktere an der Situation wachsen, ob sie nun wollen oder nicht. Und Charaktere sind sie wirklich.

Jeder hat seine ganz eigene Macke, die ihn unverwechselbar macht. Und genau diese unverwechselbaren Typen machen diese Geschichte so lesenswert. Spannung ist da eher nebensächlich, weiß doch der Leser von vorne herein was Sache ist. Aber, die Mischung, ja die macht das Buch zu einem pinkfarbenen Knaller.

Fazit:

Finger weg von diesem Buch, wenn Sie in puncto Krimi keinen Spaß verstehen. Das ist kein Pageturner, der Sie in atemloser Spannung zurück lässt. Eingepackt in schwarzen Humor vom Feinsten, ist „Palm Beach, Finland“ eine Persiflage auf alles, was Krimis ausmacht. Antii Tuomainen ist nach „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ wieder ein Treffer gelungen, der seinesgleichen sucht. Eben typisch finnisch.

Palm Beach, Finland

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