Jenseits von Wut

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Dortmund: Grafit, 2018, Seiten: 288, Originalsprache

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Edith Beelitz war ganz zufrieden, als sie sich vor Jahren aus dem aktiven Polizeidienst in die Elternzeit verabschieden konnte, denn die Berufswahl war falsch, das ist ihr klar. Doch dann kommt der Tag, an dem sie erkennt, dass auch ihr Mann Philipp die falsche Wahl war. Quasi über Nacht steht sie mit ihrer kleinen Tochter Lotti auf der Straße, ohne Wohnung, ohne Einkommen. Glück im Unglück: Bei der Bochumer Polizei herrscht akuter Personalnotstand, weshalb ihrem Gesuch, in Teilzeit arbeiten zu können, gern stattgegeben wird. Und sie wird sogar der Mordkommission zugeteilt. Damit hört das Glück aber auch schon wieder auf, denn mit ihrem neuen Teamchef verbindet sie eine alte, aber sehr abgekühlte Freundschaft. Außerdem soll sie nicht nur Akten führen, sondern muss mit an die Front. Vor dem Jobcenter liegt die Leiche der arbeitssuchenden Ronja Bleier sie wurde brutal erschlagen. Eddie ist überfordert. Wie soll ausgerechnet sie dabei helfen, einen Mord aufzuklären?

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27.05.2019 18:19:48
K.-G. Beck-Ewerhardy

Edith Kramaczik-Beelitz, geborene Beeltiz, hatte vor fünf Jahren ihren Job bei der Polizei gegen die Ehe und Mutterschaft getauscht. Dies auch, weil sie sich im Dienst, und insbesondere in der Hundertschaft fehlplatziert gefunden hatte und dies zu einigen unglückliche Situationen führte.

Nun ist ihre Tochter Lotti fünf Jahre alt und ihr Mann Philip, der das Kind eigentlich sowieso nie gewollt hat, wird für Eddie immer mehr zu einer Schreckensgestalt. Nach einer besonders übergriffigen und herabwürdigenden Episode verlässt Eddie mit Lotti das Haus – und steht ohne Bleibe, fahrbaren Untersatz und finanzielle Mittel da. Also muss es erst einmal zu ihrer Großmutter gehen – und dem „Ich hab’s Dir ja gesagt“ ihrer Mutter.

In ihrer Verzweiflung meldet sich Eddie wieder bei der Polizei – allerdings mit den Vorgaben, dass sie nur als Halbzeitkraft einsteigen kann und dass sie auf keinen Fall wieder in die Hundertschaft kommen will. Da die Polizei in Bochum händeringend nach Personal sucht, wird sie mit diesen Einschränkungen angenommen – und befindet sich als Mitglied erst einer und dann zwei Mordkommissionen auf einmal in einem unübersichtlichen Überstundenreigen, während dem sie auch noch Schießtraining und Einsatzstock-Ausbildung absolvieren soll. Dazu kommen Wohnungssuche, Einrichtungssuche, Umgang mit Philips Reaktionen auf das Verlassenwerden – und dann ist da noch Eddies alter/neuer Chef, mit dem sie vor Jahren mal eine Affäre gehabt hat und der auf ihr Auftauchen sehr seltsam reagiert.

Vom Villenviertel ins ALII-Gebiet in zwei Tagen mit allem, was man dann an Nachbarschaft – und Nachbarschaftshilfe – neu kennen lernen kann. Eddie, die in ihrem Leben eigentlich meist über andere definiert gewesen ist, muss nun endlich lernen auf eigenen Beinen zu stehen und dass ist in ihrer Situation nicht wirklich leicht, auch wenn sie immer wieder aus ganz unerwarteten Richtungen Hilfe bekommt.

Ein Einstieg in eine neue Bochum-Krimi-Reihe, der die wichtigsten Charaktere sehr plastisch vorstellt, während einige der „supporting actors“ wahrscheinlich in der Folge noch mehr Tiefe gewinnen werden, wie dies schon in der Leseprobe zum zweiten Band am Ende dieses Buch zu sehen ist.

Zunächst bin ich wegen der altbekannten Struktur „absolut unsichere und unselbstständige Person führt ihre Unsicherheit und Unselbstständigkeit ad nauseum vor, doch ab einem bestimmten Punkt beginnt Eddie die weiblichen Vorbilder um sich herum auch wirklich als Vorbilder wahrzunehmen und das gibt ihr den Impetus, sich selbst zu ändern und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Von absolut niemanden.

Eddies ich-erzählende Passagen werden immer wieder unterbrochen von den Gedankenströmen eines überaus gewaltbereiten Menschen namens Zombie, der wirklich kein allzu angenehmer Mensch zu sein scheint. Und der – natürlich – für die Geschichte schlussendlich eine große Rolle spielen wird.

Gelungener Einstieg, der bestimmt viele Leserinnen und Leser gespannt auf die Folgebände machen wird.

14.08.2018 19:12:19
leseratte1310

Von jetzt auf gleich steht Eddie mit ihrer kleinen Tochter auf der Straße. Sie hat es eigentlich schon lange gewusst, dass sie mit Philipp die falsche Wahl getroffen hat, und nun gibt es kein zurück mehr. Eigentlich war ihr der Job bei der Polizei schon immer verhasst, aber nun muss sie schauen, wie sie über die Runden kommt. Es herrscht Personalmangel bei der Polizei und daher kann sie sofort in Teilzeit bei den Mordermittlern anfangen. Doch statt Büroarbeit hat sie gleich einen Fall zu klären: Vor dem Jobcenter wurde die arbeitssuchende Ronja Bleier brutal erschlagen aufgefunden.
Dies ist mein erstes Buch von Lucie Flebbe. Mir gefällt der authentische Schreibstil, der Ruhrpott-Atmosphäre vermittelt. Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge. Neben dem Teil um Edith Beelitz gibt es einen weiteren Strang, der von Zombie berichtet. Zombie ist unsympathisch und das ändert sich auch nicht, als ich mehr über ihn erfahre. Seine Gedankengänge sind einfach erschreckend.
Eddie war froh, dass sie ihren Job nicht mehr ausüben musste und hat sich von ihrem Mann unterdrücken lassen. Er hat sie nach seinen Wünschen geformt und sie hat sich nicht gewehrt. Doch dann hat er sie vor die Tür gesetzt und sie hat begriffen, dass sie sich schon viel zu lange hat unterbuttern lassen. Aber Philipp reicht es nicht, dass sie weg ist, er macht ihr das Leben schwer und das auf ziemlich drastische Art.
Obwohl sich Eddie mit ihrem Fall schwertut, gelingt es ihr mit der Zeit immer besser, sich in ihrem neuen Leben einzurichten. Ich konnte mit Eddie fühlen und trotzdem kam sie mir nicht nahe.
Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf und durch den Wechsel der Perspektiven und viele Wendungen bleibt die Geschichte bis zum Schluss sehr spannend.
Ein spannender Auftakt einer neuen Krimi-Reihe.