Der Mann im braunen Anzug

Erschienen: Januar 1963

Bibliographische Angaben

  • London: John Lane, 1924, Titel: 'The Man in the Brown Suit', Seiten: 310, Originalsprache
  • Bern; Stuttgart; Wien: Scherz, 1963, Seiten: 185, Übersetzt: Margaret Haas
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1979, Seiten: 160, Übersetzt: Margaret Haas
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1993, Seiten: 179, Übersetzt: Margaret Haas
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1997, Seiten: 179, Übersetzt: Margaret Haas
  • München: Der Hörverlag, 2007, Seiten: 3, Übersetzt: Susanne Schröder, Bemerkung: gekürzte Fassung von Michelene Wandor; aus dem Englischen von Tanja Handels

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Etwas an der schrecklichen Szene auf dem Londoner Untergrundbahnhof ist verwirrend und unwirklich, und Anne Beddingfields angeborene Neugier treibt sie dazu, die Wahrheit herauszufinden. Aber das führt zu einer völlig unvorhergesehenen Situation, denn sie verliebt sich in ihren eigenen Tatverdächtigen. Liebe zu einem Mörder? Das kann, und darf doch nicht wahr sein...

Der Mann im braunen Anzug

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Letzte Kommentare:
28.01.2018 09:42:50
Kasia

Ich habe mich erneut wunderbar unterhalten gefühlt :-)
Agatha Christies Romane sind für mich kleine Kurzurlaube, kleine Erholungsphasen im Alltag.
Sie haben Tempo und Action aber nicht im herkömmlichen, heutigen Sinne. Sie versetzen den Leser in eine andere Zeit, in der man viel Denken musste, weil es keine Möglichkeit gab, durch Abgleiche und sonstige dem Täter direkt auf die Spur zu kommen.
Charm und Witz und auch immer wieder eine Prise Liebe sind charakteristisch für die Romane der „Queen of Crime“.
Ich lese und empfehle sie sehr gerne.
An „Der Mann im braunen Anzug“ gefällt mir Anne Beddingfield. Sie ist eine mutige und intelligente Protagonistin, die nach dem Tod ihres Vaters, der ihr nichts als Schulden hinterlassen hat, ihr Leben selbst in die Hand nimmt und zu ihrer finanziellen Absicherung nicht den damals für eine Frau einfachsten Weg geht und heiratet, sondern über den Tellerrand hinaus nach Abenteuern und Neuem in ihrem Leben sucht und jede Gelegenheit ergreift, die sich ihr bietet.
Dazu kommt eine schlüssige Geschichte und ein Täter, den ich mal wieder NICHT als solchen identifiziert habe. Aber das macht nichts. Typischerweise erklärt Agatha Christie abschließend ganz logisch, wieso, weshalb, warum und vor allem WER.
Für mich eine immer wieder sehr gute Unterhaltung. Klare Empfehlung!!!

09.05.2017 17:41:00
Stefan Schmid

Die deutlich in der Vergangenheit spielende Geschichte ohne Handy-Verbindung, Flugreisen usw. fasziniert als Erzählung einer von Neugier getriebenen Amateur-Detektivin. Sie schreckt keine lange Schiffreise nach Süd-Afrika ab und keine für sie reichlich gefährliche Schnüffelaktion. Die Geschichte kommt zügig voran; Langeweile stellt sich nie ein. Natürlich ist so manches reichlich unwahrscheinlich und muss ohne langes Nachdenken weggesteckt werden. Aber die Unterhaltung ist auch im 21. JH gegeben. Und das ist doch eine anerkennungswerte Leistung der Autorin A. Christie.

22.09.2014 16:30:48
tassieteufel

Die junge Anne Beddingfeld bleibt nach dem Tod ihres Vaters mittellos zurück. Während sie versucht, eine Stellung zu finden, stolpert sie in einen Mordfall, den die Polizei aber als Unfall abtut. Sie beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und stößt auf einen weiteren Todesfall. Im Haus von Sir Eustace Pedler wurde eine unbekannte Frau, die das Haus zwecks Anmietung besichtigen wollte, erdrosselt. Tatverdächtiger ist hier ein „Mann im braunen Anzug“. Die gewitzte Ann findet einige Details heraus und bucht kurzentschlossen eine Passage nach Südafrika, denn dorthin führen alle Spuren.

Bei Agatha Christie denkt man unweigerlich an ihre beiden genialen Ermittler Miss Marple und Hercule Poirot, doch die Geschichte um die junge Anne Beddingfeld, die beherzt auf Mörderjagd geht, kann sich damit durchaus messen, ist sehr unterhaltsam geschrieben und hat mir amüsante und spannende Lesestunden beschert! Insgesamt würde ich zwar sagen, es handelt sich eher um eine Abenteuergeschichte im Stil von Edgar Wallace Afrikaromanen, als um einen Krimi, aber am Ende ist das wohl unwesentlich!
Die Geschichte wird einmal aus Anne Beddingfeld‘s Sicht und dann aus den Tagebucheintragungen von Sir Eustace Pedler, einem behäbigen älteren Herrn erzählt, hier bekommt man durch die verschiedenen Sichtweisen unterschiedliche Einblicke in die Geschichte, was auf jeden Fall einen Teil des Reizes ausmacht. Ansonsten hat das Buch alles was eine gute Geschichte dieses Genres ausmacht, ein exotisches Setting, eine ungleiche Reisegruppe und einige Geheimnisse, die gelüftet werden müssen. Sicherlich hat das Buch einen ehr antiquierten Charme, weder der Krimifall noch die Liebesgeschichte werden heutzutage vermutlich Leser dieser Genres vom Hocker reißen, wer aber diese alten Abenteuergeschichten ala Edgar Wallace mag, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich hab mich köstlich amüsiert über Sir Eustace Pedler, der ellenlang über seine vielen Sekretäre lamentiert und die sympathische Anne Beddingfeld wächst einem im Verlauf der Geschichte mit ihrer liebenswürdigen, wenn auch leicht naiven und arglosen Art ans Herz. Die Mordfälle und einige weitere Geheimnisse werden am Ende zufrieden stellend aufgelöst und auch für Anne nimmt die Geschichte einen guten Ausgang.

FaziT: sicher keiner der herkömmlichen Krimis der Autorin, aber durchaus spannend, sehr amüsant und unterhaltsam! Ich hab mich bestens unterhalten und auch ab und an mal herzhaft gelacht. Insgesamt eine nette Abenteuergeschichte mit sympathischen, teils schrägen Charakteren vor einer exotischen Kulisse.

01.01.2010 20:21:43
>Vergissmeinnicht

"Der Mann im braunen Anzug" ist ein sehr guter Agatha-Christie-Krimi, auch wenn dieses Mal eine ganz andere Detektivin dem Rätsel auf der Spur ist. Was ich gut finde, ist, dass es bis zum Ende spannend ist und ein großer Teil der Geschichte in Südafrika spielt. Ich gebe anderen Lesern recht, dass das eine Abenteuergeschichte ist.

Die verschiedenen Sichtweisen, nämlich die Erlebnisse der junden Detektivin Miss Anne Beddingfield und die Tagebucheinträge von Sir Eustace Pedler, ergänzen sich gegenseitig sehr gut.

Allgemein: Lesenswerter Krimi!

07.02.2009 15:22:17
Emilio Largo

Netter Abenteuerroman diesmal aber nur ein who did it - Fall. Ganz nett eine neue detektivin kennen zu lernen und sofort alles über sie zu wissen. Der Fall der Mörders ist ähnlich raffiniert wie in Alibi jedoch weist alles auf eine andere Person hin. Wäre diese Person der Mörder gewesen, wäre die Aufklärung noch interessanter gewesen.

15.10.2008 12:02:29
CharlyDD

Ich muss "ham" Recht geben, wenn er/sie behauptet das es sich eher um eine Abenteuergeschichte handelt.
Trotzdem habe ich das Lesen richtig genossen.

Das Geschehene wird aus der Sichtweise von 2 Personen vorgetragen: Die äußerst liebenswürdige Miss Anne Beddingfield, die den Leser mit ihrer charmanten, leicht naiven Art verzaubert und Sir Eustace Pedler, einem mürrischen älteren Herrn der immer wieder versucht bei den jungen Damen Eindruck zu hinterlassen.

In "Der Mann im braunen Anzug" gibt es auch ein Wiedersehen mit Colonel Race (bereits bekannt aus "Mit offenen Karten").

Man kann jetzt nicht behaupten das man beim Lesen vor Spannung platzt und unbedingt wissen will was hinter all den Vorkommnissen steckt. Aber auf seine eigene Art hat mich das Buch sehr gut unterhalten.

Der Ausgang der Geschichte hat mich zum Schmunzeln gebracht und genau so sollte es sein.

13.08.2008 21:28:12
Richter Wargrave

"Der Mann im braunen Anzug" ist einer der schwächeren A.C. Romane. Zuviele Zufälle, zuoft werden entscheidene Hinweise verloren, die dann die Hobbydedektivin auf die richtige Spur führen. Außerdem wird meinem Geschmack nach die Handlung zu schnell vorangetrieben, die Beschreibungen von Personen, Landschaften und Gedanken hätten ruhig ausführlicher sein können. Aber das hat Agatha Christie in späteren Romanen noch hervorragend hinbekommen.

23.02.2008 20:09:56
Sherlock Holmes

Hallo! Also ich weiß gar nicht, was manche an diesem Buch auszusetzten haben! Mir hat es eine Freundin als Hörspiel geliehen. Am Anfang dachte ich, dass das jetzt so ein typisch englischer Roman wird, aber dass das dann in Südafrika spielt... einfach nur genial! Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Als wir am Nachmittag Fahrrad fahren gingen wollte ich zuerst gar nicht, weil es so spannend war.
Höchstpunktezahl: 100 *

29.12.2007 14:21:57
ABaum71

Das Buch ist einfach zu lesen. Die Story um Anne Beddingfield finde ich interessant und lustig geschrieben, ist aber nicht besonders anspruchsvoll, also eher leichtere Lesekost. Auch in dieser Geschichte versteht AC wie immer durch ein für mich überraschendes Ende zu glänzen.
Fazit: Ein durchaus lesenswertes Buch aber nicht überragend.

31.10.2007 15:26:27
Melina

Bin noch am lesen. Ich finde es so spannend, dass ich es kaum erwarten kann von der Arbeit nach Hause zu kommen und gekocht zu haben damit ich weiter lesen kann.

Mir geht es nur immer so, dass ich am Anfang nicht so richtig loslesen kann.

Aberr später kann ich nicht mehr aufhören!!!

16.09.2007 12:17:23
SukRam

Obwohl mich dieser Roman von seiner Atmosphäre manchmal an Edgar Wallaces Afrika-Romane erinnert hat, gleicht er diesen doch in keinster Weise. Die Heldin ist sehr menschlich und der Roman nicht immer unbedingt nach dem Wer-war-es-Prinzip aufgebaut, aber mit einem großen Verbrecher an seiner Spitze.

Meine Wertung: 88°

04.04.2007 21:04:29
Isi

naja, ich fand es auch bis zur Kreuzfahrt gut und dann ziemlich kitschig mit den Zufällen und dieser langweiligen Liebesgeschichte. Die Idee ist nicht übel, hätte man allerdings besser machen können. Poirot mag ich jedoch lieber da er durch seine,,grauen Zellen" Denkarbeit leistet . Dise Geschichte ist wohl eher ein lauwarmer Abenteuerroman.

10.03.2007 20:46:06
Indira

Ich hab es in den ferien gelesen mit ca. 13 Jahren und fand es super! Zum Teil typisch Christie, aber auch abenteuerlich! Außerdem war einmal ein richtiges Happy-End da, das auch noch lustig war!

16.10.2006 13:40:07
Katharina

Stimmt, ein Krimi, wie man ihn heute schreiben würde ist Der Mann im braunen Anzug nicht. Dennoch fand ich ihn sehr spannend. Man wusste bis zum Ende nicht, wer denn nun der Mörder ist.
Außerdem weckt dieses Buch die Abenteuerlust.
Bin jetzt auch ein bißchen neidisch, da mein Vater nächste Woche nach Kapstadt fliegt.
Meiner Meinung nach aber doch etwas zu viel Liebesgeschichte kurz vor dem Ende etwas langatmig. Ich gebe 79° Grad.

31.12.2005 13:49:33
Rolf Wamers

In diesem Buch nahm A.C. in spielerischer Weise einen Trick vorweg, der ihr einige Jahre später , konsequent angewandt, den großen Durchbruch bringen sollte.
Die Geschichte selbst ist heute schon ein bisschen angestaubt und etwa so aufregend wie ein Besuch bei der Fußpflegerin.

06.09.2005 20:06:46
Ham

Auf jeden Fall etwas anderes als die Detektiv-Stories mit Poirot oder Ms. Marple. Vielmehr handelt es sich um eine Abenteuergeschichte. Das Buch hat daher bestimmt seinen Reiz, ich fand es aber zunehmend langatmiger und nach dem anfänglichen Witz doch ziemlich angestaubt (was allerdinngs kein Kunststück ist, da der Roman vor ca. 80 Jahren geschrtieben wurde)... nur 73°.

07.03.2004 17:33:21
norita

das buch ist toll! bis zur kreuzfahrt ist es echt super! das ganze in südafrika, annes entführung und das versteck im wald finde ich eine bisschen schleppend! leicht zu lesen! TOP!

13.08.2003 17:02:09
Anja S.

einer meiner Lieblingskrimis von Christie. Witzig und spannend!!!