Die Tyrannei des Schmetterlings

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • München: Der Hörverlag, 2018, Seiten: 20, Übersetzt: Frank Schätzing

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

6 x 91°-100°
4 x 81°-90°
7 x 71°-80°
1 x 61°-70°
2 x 51°-60°
4 x 41°-50°
7 x 31°-40°
5 x 21°-30°
3 x 11°-20°
5 x 1°-10°
B:50.5
V:43
W:{"1":2,"2":0,"3":0,"4":1,"5":1,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":1,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":1,"18":0,"19":0,"20":2,"21":2,"22":0,"23":0,"24":0,"25":1,"26":2,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":1,"33":1,"34":2,"35":0,"36":1,"37":1,"38":1,"39":0,"40":0,"41":0,"42":1,"43":0,"44":0,"45":2,"46":1,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":1,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":1,"61":0,"62":0,"63":0,"64":1,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":2,"72":0,"73":0,"74":1,"75":2,"76":1,"77":1,"78":0,"79":0,"80":0,"81":1,"82":2,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":2,"92":0,"93":0,"94":0,"95":1,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":3}

Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra inmitten Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und chronischer Personalknappheit zu kämpfen. Dreihundert Meilen westlich davon wetteifern im Silicon Valley IT-Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als in Sierras Wäldern eine Biologin unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Die Ermittlungen nehmen zusehends surreale Züge an. Bald schon beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen - und das ist erst der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Die Tyrannei des Schmetterlings

Die Tyrannei des Schmetterlings

Deine Meinung zu »Die Tyrannei des Schmetterlings«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
08.11.2019 11:10:43
Fallada

Ich finde das Buch gut, spannend, detailliert, informativ, wortgewandt, surreal, abstrakt, fantasievoll, wendungsreich, bildgewaltig. Man hat den Eindruck bei einigen Kritiken, dass es schwierig ist, sich einer ausschweifenden Beschreibung hinzugeben, die bei einem Thomas Mann ganz normal wären.

Fazit: Spannung und Fantasie gepaart mit Wortakrobatik und bildgewaltigen ausschweifend beschriebenen Darstellungen und Handlungen sind in der heutigen deutschsprachigen Literatur selten. Ich würde es ein zweites Mal lesen.

12.04.2019 01:04:01
Neuerbe33

Auch ich möchte das Buch gleich noch mal lesen.
Denn es ist spannend, informativ, beeindruckend phantasiereich und philosophisch.
Die Thematik der KI wird für mich gut verständlich und ausführlich in eine packende Geschichte gepackt. Da ich vor allem abends lese, musste ich mich oft zwingen nicht weiter zu lesen, um wenigstens noch ein bisschen des notwendigen Schlafes zu bekommen.
Auch wenn einige der von Frank Schätzing "gemalten" Landschaftsbilder etwas zu ausführlich geraten sind, bleibt mir die bildreiche Sprache in guter Erinnerung; manchmal hatte ich Lust, besonders schöne Sätze einfach aufzuschreiben.

01.01.2019 17:21:43
Ronny47

So schlecht wie die Mehrheit finde ich das Buch nicht. Die "Entwicklung" des Computers ARES ist sehr gut beschrieben; vielleicht hätte sich der Autor darauf beschränken sollen. Die Parallel-Universen sind aber völlig an den Haaren herbeigezogen: dass es hunderte Milliarden Lichtjahre entfernt unzählige mit unserer identische Erden gibt und Menschen und Material dorthin "übertreten" können (was nicht erklärt wird!!), ist schlicht Nonsens. Weniger ist eben doch oft mehr...

19.09.2018 18:08:39
LACK OF LIES

- Wissenschafts- und SciFi Thriller der Extraklasse; weitreichend, komplex aber leider auch äußerst abstrakt -

Frank Schätzing, seines Zeichens Deutschlands wohl investigativster Thriller- und SciFi Autor, hat sich nach dem Welterfolg "Breaking News" aus dem Jahre 2014 dieses Mal wieder der Wissenschaft und dem SciFi zugewandt. Kaum ein Schriftsteller schafft es, eine derart bildhafte und empathische Sprache zu entwerfen und diese in eine schillernd metaphorische, wie literarisch reizvolle Sprache einzubetten, um der potentiellen Leserschaft mit Leichtigkeit ein Kopfkino der Sonderklasse zu bescheren. Schnell ist man drin in der weitreichenden und komplexen Story, die im ersten, aber nicht für den Rest des Storyboards repräsentativen Kapitel "Feinde", von Söldnern im Süden Afrikas handelt. Sie wollen einen Warlord infiltrieren. Sprengstoff zünden, Brunnen vergiften und Desinformationen steuern. Doch was die jungen Männer und ihren Anführer Agok während ihres lautlosen Angriffs erwartet, hätten sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht auszumalen getraut. Dieses erste Kapitel dient jedoch lediglich als einleitender Appetizer und hat mir der eigentlichen Story wenig zu tun.

Der zweite Teil und eigentliche Erzählstrang handelt vom ghanaisch-amerikanischen Undersherriff Luther Opoku und seinem Deputy Ruth Underwood, die die Leiche einer jungen Frau an einem Steilhang in der Sierra Nevada in Kalifornien untersuchen. Herauszufinden ob es ein Unfall war, der die junge Frau vierzig Meter weiter unten in die Äste eines Baumes trieb oder ob sie vielleicht sogar herunter gestoßen wurde, bleibt Aufgabe der beiden schlecht ausgerüsteten Staatsbediensteten und ihrer Kollegen. Die Tote war Mitarbeiterin des Silicon Valey Big Players Nordvisk Incorporated. Einer Firma, die sich mit künstlicher Intelligenz, sowie maschinellem Lernen befasst und eine Außenstation in Flugplatzgröße in Sierras' weitläufigem Hinterland betreibt. Kurz vor ihrem Sturz in den Tod hatte sie einen Unfall mit einem schwer gepanzerten Firmenfahrzeug, dass unweit des Tatorts aufgefunden wird. Als ein USB IDKey im Wagen der Toten gefunden wird, gerät der Stein allmählich ins Rollen. Auf dem IDKey befinden sich nämlich Informationen, die einige Mitarbeiter von Nordvisk Incorporated in arge Erklärungsnöte bringen dürften. Nachdem sich Undersherriff Opoku mit CEO Hugo van Dyke auf der Außenstation von Nordvisk Incorporated zu einem Gespräch trifft und sich bei dieser Gelegenheit Mitarbeiter und Gelände zeigen lässt, geschehen plötzlich merkwürdige, kaum zu begreifende Dinge. Das Geheimnis, das der Hightech-Konzern tief im Berg seiner Forschungsanlage verbirgt ist so ungeheuerlich, dass es jegliche Vorstellungskraft übertrifft. Nichts ist, wie es scheint, was Luther Opoku allmählich an seinem ansonsten doch stets so scharfen Verstand zweifeln lässt. Aber so sehr Luther die Fakten auch hin und her wendet, er kommt auf keinen Nenner was hier vor seinen eigenen Augen eigentlich gespielt wird. Ihm wird sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weggerissen. Die Realität, seine Erinnerung, alles ist plötzlich anders. Was ist nur mit ihm geschehen und was muss noch alles mit ihm geschehen, da er sich selbst bald nicht mehr zu kennen glaubt? Auch der Leser wird immer wieder in die Irre geführt. Nichts ist wirklich. Nichts ist wie es scheint. Aber alles scheint möglich und doch unmöglich zugleich. Dieses Verwirrspiel, das auch den Leser ratlos zurück lässt, hat der Autor in der ersten Hälfte hervorragend inszeniert und derart mit Spannung aufgeblasen, dass es wahrlich schwer fällt, dass Buch bis hierhin auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen. Ich muss aber auch zugeben, dass sich die ganzen Überlegungen, die aus der neuen Lebenssituation Luthers entstehen, schon arg grotesk ausnehmen. Man versetze sich nur einmal in seine Situation. Das muss wahrlich die Hölle sein.

Geschickt hält der, am 28. Mai 1957 in Köln geborene Autor Frank Schätzing die Spannung hoch, indem er den Leser immer wieder mit Andeutungen und Fakten anfüttert. Alles bleibt diffus. Der Plot des intelligenten, 736 Seiten starken SciFi Thrillers lässt durchaus Parallelen zu H.G. Wells erkennen, ist aber schon arg bizarr und abstrakt ausgestaltet und wirkt dadurch gerade in der zweiten Hälfte oftmals arg verwirrend. Es geht unter anderem um Quantenmechanik von deren grundlegenden Strukturen man schon mal etwas gehört haben sollte, die man aber fast noch zur Allgemeinbildung zählen kann. "Die Tyrannei des Schmetterlings" nötigt seinen Lesern somit zwar keine tiefergehenden Kenntnisse in mikrophysikalischen Bereichen ab, dennoch wird es immer schwieriger Schätzings' Gedankengängen zu folgen, je tiefer man in den Roman einsteigt. Auch ist die Story, wie man es vom Autor her gewohnt ist, stets fein ausgeschmückt, im Gegenzug aber auch rasant, spannend und actionreich verfasst. Die Charakterisierung seiner Protagonisten, die Beschreibungen des jeweiligen Lokalkolorits, sowie die jeweiligen Konversationen sind Schätzing-like lebendig gehalten. Es ist aber auch nichts neues, dass Schätzings' Personal immer recht umfangreich gestaltet ist; von daher wäre eine tiefergehende, differenziertere Charakterzeichnung natürlich sinnstiftend gewesen.

Der Erzählung von Herrn Schätzing kann man, aufgrund ihrer teils surrealen Überlegungen nicht immer gleich auf Anhieb folgen. Dem ein oder anderen mögen diese Überlegungen vielleicht etwas zu verworren vorkommen, dem wissenschaftlich und vor allem an künstlicher Intelligenz, neuronale Netze, Quantenmechanik, Quantenphysik, Genetik, Epigenetik, Astrophysik, Computertechnik, Robotik Zeitmaschinen, Parallelwelten, Zeitinterferenzen etc. interessierten Leser kann es aber interessante, vielleicht gar neue Denkanstöße versetzen. Es ist schon faszinierend, was der Mensch und seine Computertechnik alles zu erschaffen im Stande ist, aber diese Technologien bergen immer ein gewisses Risiko und können in den falschen Händen natürlich auch missbräuchlich eingesetzt werden. Wird uns unsere Technologie in Zukunft nun also das Leben erleichtern oder den wahren Horror auf Erden bescheren?

„Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist ein intelligentes, aber zum Teil auch nicht immer ganz leicht zu verstehendes Buch. Ich für meinen Teil mag ja diese Sparten der Wissenschaft. Von daher kann ich die vielen negativen Meinungen zu "Die Tyrannei des Schmetterlings" nicht so ganz nachvollziehen. Mit Sicherheit geht vielen Lesern aber auch die Empathie ab, mit denen Schätzing auf einmalige Weise seine Protagonisten in "Der Schwarm" gezeichnet hat. Das ist ihm seit diesem großen Wurf leider weder mit "Limit", noch mit "Breaking News" und leider auch nicht mit „Die Tyrannei des Schmetterlings“ gelungen. Aber ich muss schon zugeben, dass das gesamte Thema im letzten Drittel des SciFi Thrillers leider zu sehr ins Theoretische abrutscht und dadurch schon etwas langatmig und trocken wird. Für die potentielle Leserschaft wird es schwerer und schwerer, sich in Schätzings Gedankenwelt zurechtzufinden. Von Seite zu Seite wird es immer schwieriger in die wirren Beschreibungen des Lokalkolorits, der Begebenheiten, sowie der Handelnden abzutauchen, was den Lesefluss an mancher Stelle doch arg ins Stocken bringt. Es fällt einem unheimlich schwer, das Geschriebene in geistige Bilder zu fassen. Schätzing verlangt seinen Lesern in der zweiten Hälfte des Romans schon eine ganze Menge ab. Das hat die brillante erste Hälfte der Story in der Form eigentlich nicht verdient. Aber die Idee ist und bleibt schier genial und eröffnet dem Erzähler eine ganze Menge Möglichkeiten. Schade nur, dass die Umsetzung so manches Mal an ihren eigenen erzählerischen Kunstgriffen scheitert.

www.frank-schaetzing.com

Meine Wertung: 83/100

Link zur Buchseite des Verlags:
https://www.kiwi-verlag.de/buch/die-tyrannei-des-schmetterlings/978-3-462-05084-4/

Kiepenheuer&Witsch
ISBN: 978-3-462-05084-4
736 Seiten, gebunden mit SU
Erscheinungsdatum: 24.04.2018

Preis
Deutschland: 26,00 €
Österreich: 26,80 €

More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

09.09.2018 20:43:16
Toddie

Ich habe nach etwa einem Viertel aufgegeben, obwohl Schätzing Themen aufgreift, die ich maßlos spannend finde.

Aber die verwendete, völlig überfrachtete Sprache hat mich ohne Ende genervt. Beispiel:

"Luther könnte schwören, im Seufzen des Windes und vielstimmigen Flüstern des Laubs, in all den verschwörerischen kleinen Lauten, die zusammen Stille ergeben, Echos aus einer Zeit zu vernehmen, als Urgewalten den riesigen Granitblock namens Sierra Nevada auftürmten ..."

Und mit andauerndem Füllmaterial wie diesem wird der Handlung ständig jeder Drive genommen. Erzählkunst geht anders, auch wenn man nicht ausschließlich auf Pageturner aus ist.

Kurzum: mich hat das Buch genervt, schade um das Geld.

08.07.2018 21:02:44
Andreas Molau

Der Roman ist leider, wie schon von einigen geschrieben, ein wenig zäh. Schätzing gefällt sich zu sehr als Sprachkünstler und reiht Metapher an Metapher. Manche Bilder sind gewollt und schief („der Schweiß drängt ans Licht...“). Die eigentliche Handlung hätte rasant sein können, wenn ein Lektor brutal gestrichen hätte.

23.06.2018 09:22:30
Klaus

Erst gefreut, dann begeistert, dann enttäuscht. Absolut langatmig und totale Zeitverschwendung. Die Figuren sind nicht stimmig, der Autor verliert sich in der Beschreibung von kleinsten Kleinigkeiten. Ich habe mich geärgert, daß ich mich durch dieses Buch gequält habe. Und ganz ehrlich und ohne bösen Willen: Schätzing ist von sich selbst und seiner Erzählkunst so sehr begeistert, dass er jeglichen Sinn für die Realität verloren hat.

21.05.2018 18:09:19
Monika

Das war nun der letzte Schätzing den ich gekauft habe. Nach dem Schwarm - 5 Sterne - ging es mit Breaking News schon abwärts. Langatmige Landschafts- und Wetterbeschreibungen, Figuren bleiben schwach. Durch die Tyrannei der Schmetterlinge habe ich mich nur gequält - das Werk ist weit weg von gelungener Unterhaltungslektüre. Schade!

16.05.2018 15:40:00
Rieseerla

Ich habe das Buch als Geschenk erhalten. anders als alle Schätzing-Romane, die ich alle gelesen habe, komme ich damit nicht zurecht. Weder ist es für mich spannend, noch kann ich mit dieser Sprache, ein ins Deutsche "übersetztes" schnoddriges Amerikanisch mit mindestens 10 Adjektiven pro Satz etwas anfangen. Es fesselt mich nicht und ich frage mich, ob das ein Buch ist, das sein muß? Meiner Meinung nach nichts für Leser, die flüssig zu Lesen gewohnt sind. Daumen zwar nicht nach unten, aber auch nicht nach oben.

04.05.2018 00:02:42
HahNullMuehr

Gerade klappe ich den hinteren Deckel zu - und muss gleich noch mal vorne anfangen. Spannend, verwirrend und vollkommen überraschend führt uns Schätzing in der Tyrannei auf Wege, die uns von selbst nie eingefallen wären.

Als Viel-Leser bin ich einiges gewohnt, aber letzte Nacht, also nach dem vorletzten Kapitel, habe ich ziemlich schlecht geschlafen. Das soll bitte als Lob aufgefasst werden, das Szenario ist so packend und lebendig geschrieben, dass es einen dann auch im Schlaf nicht loslässt.

An die 100 °, wenn ich von zwei kleinen Patzern absehe ("DIE Koppel = eingezäunte Weide, aber DAS Koppel = trägt der Uniformierte um den Leib; ein 53-Zoll-Container? Arg niedlich (1,35 m), es ist wohl ein 53-Fuß-Container gemeint (16,15 m)).
Aber alles in allem: Atemberaubend!