Die Schattenhand

Erschienen: Januar 1944

Bibliographische Angaben

  • New York: Dodd, Mead & Company, 1942, Titel: 'The moving finger', Seiten: 229, Originalsprache
  • Bern: Scherz, 1944, Seiten: 235, Übersetzt: Anna Katherina Rehmann
  • Bern: Scherz, 1948, Seiten: 223, Übersetzt: Anna Katherina Rehmann
  • München: Goldmann, 1959, Übersetzt: Anna Katherina Rehmann
  • Berlin: Das Neue Berlin, 1964, Seiten: 190, Übersetzt: Anna Katherina Rehmann
  • München: Goldmann, 1971, Seiten: 183, Übersetzt: Anna Katherina Rehmann
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1979, Seiten: 188
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1985, Seiten: 214
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1999, Seiten: 222, Übersetzt: Sabine Roth
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2004, Seiten: 222, Übersetzt: Sabine Roth
  • Marburg: Verl. und Studio für Hörbuchproduktionen, 2005, Seiten: 5, Übersetzt: Ursula Illert, Bemerkung: ungekürzt
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2009, Seiten: 324, Übersetzt: Sabine Roth
  • München: Der Hörverlag, 2010, Seiten: 3, Übersetzt: Edmund Telgenkämper, Bemerkung: gekürzte Fassung von Ursula Honisch; aus dem Englischen von Sabine Roth

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Michael Drewniok
Briefe schreibende Schlange im Dorf-Paradies

Buch-Rezension von Michael Drewniok Mai 2003

Pilot Jerry Burton wird bei einem Absturz schwer verletzt. Seine Genesung wird Monate in Anspruch nehmen und erfordert viel Ruhe. Deshalb bezieht Jerry mit seiner jüngeren Schwester Joanna, die eine unglückliche Liebesaffäre überwinden will, ein kleines Haus unweit der Kleinstadt Lymstock. Die Aufnahme ist freundlich, doch das Dorfleben ist für die aus London stammenden Geschwister schwer durchschaubar. Erst allmählich erkennen sie, dass sich unter einer glänzenden Oberfläche auch Hässliches abspielt.

Für besondere Aufregung sorgen derzeit anonyme Briefe, die scheinbar wahllos ihre schockierten Empfänger finden. Sie werden in Lymstock aufgegeben, der Sudelbock (oder die Sudelgeiß) muss also aus dem Ort stammen! Auch die Geschwister Burton finden bald anonyme Post in ihrem Briefkasten. Die Anschuldigungen sind bösartig aber wenig präzise, doch nicht nur Dorfarzt Griffith fürchtet, das irgendwann einer der Giftpfeile zufällig ins Schwarze treffen wird.

Als es tatsächlich soweit ist, wird die Gattin des Anwalts Symmington das Opfer. Sie nimmt sich das Leben, was die „Schattenhand" - wie der oder die anonyme Briefeschreiber/in inzwischen genannt wird - noch anzustacheln scheint. Oberinspektor Nash und Inspektor Graves werden nach Lymstock entsandt, um dem bösen Spuk ein Ende zu bereiten. Doch die Runde der Verdächtigen ist kopfstark. Viele Dorfbewohner sind mit ihrem Leben unzufrieden oder haben alte Rechnungen zu begleichen. Nun beginnt man einander zusätzlich zu verdächtigen und zu beobachten.

Nach einem zweiten Mord ruft die resolute Pfarrersfrau eine alte Freundin zur Hilfe: Jane Marple hat schon mehrfach dort Kriminalfälle gelöst, wo die Polizei ratlos blieb. Ein scharfer Verstand mischt sich mit großer Lebenserfahrung, weshalb es Miss Marple gelingt, die vielen Informationsfragmente in eine Reihenfolge zu bringen, die zum Täter führt ...

Unter der Kruste

Das typische Dorf gleicht nach Ansicht prominenter Krimi-Autoren einem Kessel, der ständig unter Dampf steht. Die heimliche aber lückenlose Sicht über den Gartenzaun hinüber zum Nachbarn sorgt für den nötigen Druck, der durch Klatsch und Nachrede problemlos erhöht werden kann. Als Ventil funktioniert der Streit, bei dem endlich offengelegt wird, was bisher im eigenen Saft schmorte. Bestenfalls wird daraus eine Aussprache, nach der zumindest dieser Konflikt beigelegt ist.

Eine rigorose sowie weniger öffentliche Methode besteht darin, den störenden Zeitgenossen aus dem Weg zu räumen. Wo der dazu erforderliche Mut fehlt, kann kriminelle Energie sich eine Alternative bahnen: Aus der Sicherheit des eigenen Heims heraus setzt er oder sie Gerüchte in die kleine Dorfwelt - absenderlos natürlich, denn ärgern und in Verruf geraten sollen sich nur die Angeschwärzten. Der anonyme Brief empfiehlt sich deshalb als simple aber effiziente Methode, eigenen Hass auf Mitmenschen zu projizieren. Wenn diese sich winden, kann sich der Denunziant am verursachten Unglück weiden und endlich einmal mächtig fühlen.

Dieses Ergebnis ist quasi vorprogrammiert, denn nichts verunsichert den Menschen stärker als ein Angriff aus dem Hinterhalt. Gegenwehr ist unmöglich. Stattdessen wird das Opfer zusätzlich in die Defensive gezwungen: „Wo Rauch ist, muss auch Feuer sein". Nicht grundlos zitiert auch Agatha Christie dieses alte Sprichwort immer wieder. Der rührige Finger des Originaltitels - eine Anspielung auf jene warnenden Worte, die Gott durch einen Geisterfinger an die Wand des frevelnden Königs Balsazar schreiben ließ (Buch Daniel, Kap. 5, Vers 1-25) - spießt quasi wehrlose Mitbürger auf; darüber hinaus werden die anonymen Briefe mit einem einzigen Finger getippt.

Verdacht als Flächenbrand

1942 war Agatha Christie als Autorin auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Sie beherrschte das Krimi-Handwerk, war aber noch flexibel genug, Neues aufzugreifen und einfließen zu lassen. In „Die Schattenhand" machen sich viele Protagonisten Gedanken über das Motiv des anonymen Briefeschreibers. Zwar muss sich Christie vorsichtig ausdrücken, aber sie lässt keinen Zweifel daran, dass sexuelle Frustration in den Motivkanon aufgenommen werden muss. Das bezieht den außergewöhnlich „weiblich" wirkenden Mr. Pye ein, der zwischen den Zeilen problemlos als homosexuell zu erkennen ist.

In Lymstock gibt es viele frustrierte Menschen. Dass auch oder sogar besonders Frauen zu ihnen zählen, möchte Christie unmissverständlich machen. Dabei geht es nicht um Ehebruch, der im klassischen Krimi sexuelle Verfehlungen symbolisiert: Wer dieses Wort las, wusste um die breite Palette der Möglichkeiten, ohne dass der Autor präziser werden musste. Doch die Zeiten änderten sich. Der Zweite Weltkrieg sorgte dafür, dass die Frauen zunehmend aus dem Schatten der lange abwesenden Männer traten. (Der Krieg wird zwar von Christie mit keinem Wort erwähnt, doch Jerry Burton wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit als Kampfpilot abgeschossen.)

Diese erstaunlich moderne Sicht bettet Christie trügerisch in eine Dorfidylle ein, die sie ungemein kunstvoll konstruiert, um sie anschließend Stück für Stück so zu demontieren, wie man einer Fliege die Flügel ausreißt. Lymstocks Bewohner sind nur vorgeblich liebenswert altmodisch, umständlich oder exzentrisch. Dahinter kommen echte Menschen mit Schattenseiten zum Vorschein. Bewundernswert dosiert Christie diese dunklen Züge so sorgfältig, dass sie als alltägliche, üblicherweise versteckte Bosheit, aber auch als Indiz für die Aktivität als Schattenhand gewertet werden können. Auf diese Weise bezieht Christie ihre Leser in den Kreis der Hauptfiguren ein, die zunehmend hektischer wieder und wieder die Schar der Verdächtigen durchgehen und doch zu keiner Entscheidung kommen. Die Unsicherheit grassiert in Lymstock!

Die Sicht von außen

Die Miss-Marple-Fans werden verwundert oder enttäuscht sein, denn die berühmte Detektivin glänzt bis ins letzte Romanviertel durch Abwesenheit. Nachträglich erweist sich das als kluge Entscheidung. Tatsächlich ist das Rätsel um die „Schattenhand" so simpel gestrickt, dass Miss Marple es binnen kurzer Zeit gelöst hat. Wäre sie früher als „dea ex machina" auf der Bildfläche erschienen, hätte es keinen Doppelmord und damit diese Kriminalgeschichte nicht gegeben.

Gleichzeitig setzt Christie das späte Erscheinen geschickt zur Vorbereitung einer Auflösung ein, die ansonsten deutlich weniger Aufsehen erregt hätte. Wie üblich kann die Bosheit der Schattenhand der Realität nicht standhalten. Dahinter kommt ein überaus profanes Verbrechen zum Vorschein. Miss Marple lässt sich nicht be- oder durch das Lymstocker Durcheinander verwirren.

Damit nutzt sie ihren Außenseiterstatus wesentlich klüger als Jerry Burton, der sich in den Strudel des Dorflebens ziehen lässt und darin untergeht. Ihm geht die als Detektiv erforderliche Objektivität schnell verloren. Er schließt Freundschaften und verliebt sich sogar in eine junge Dorffrau. Ohne es zu merken, ist Burton selbst Teil der Gemeinschaft geworden.

Dabei kennt er des Rätsels Lösung viel früher als die Polizei und selbst Miss Marple. Doch Burton begreift nicht, was er gesehen hat und wie es zu bewerten ist. Als Detektiv ist er unfähig; er taugt nur als Beobachter, der uns beschreibt, was sich in Lymstock ereignet, bevor Miss Marple auftaucht. Über Burton werden auch uns, den Lesern, die Hinweise präsentiert, die der „Schattenhand" schließlich zum Verhängnis werden. Da Christie eine ungemein routinierte Krimi-Autorin ist, dürften diejenigen, die in diesem Punkt ins Schwarze treffen, in der Minderheit sein. Die Autorin äußerte sich noch viele Jahre später zufrieden über Die Schattenhand. Wir stimmen ihr ebenso zufrieden zu.

Die Schattenhand im Fernsehen

Dass Die Schattenhand nicht zu den "großen" Christie-Romanen zählt, lässt sich auch daran erkennen, dass er bisher nur zweimal verfilmt wurde. Zwischen 1984 und 1992 verkörperte Joan Hickson (1906-1998), die (anders als die beim Publikum wesentlich beliebtere Margaret Rutherford) Agatha Christie selbst in dieser Rolle sehen wollte, Miss Marple in zwölf sehr erfolgreichen TV-Filmen. 2004 nahm Geraldine McEwan die Rolle in der ebenfalls beliebten Serie „Agatha Christie's Marple" auf. Hickson trat 1985 in Die Schattenhand auf, McEwan folgte 2006. (Den weltfremd vergeistigten Reverend Caleb Dane Calthrop spielte hier Ken Russell, sonst ein Regisseur, der für seine skandalträchtigen Filme bekannt und berüchtigt war - ein hübscher Gag!)

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Letzte Kommentare:
02.01.2017 18:03:40
Sunaki

Hm, ja ich würde gerne etwas zur Handlung schreiben aber so wie ich das sehe wäre das ein Spoiler, also muss ich es wohl, oder übel lassen. Nichts desto trotz, versuche ich mal vorsichtig Stellung zur Handlung zu beziehen. Wie aus Wikipedia zu entnehmen ist, ist es einer der Romane von Agatha Christie, die sie als sehr gut befindet. Das tue ich auch. Kurz davor hatte ich das Geheimnis der Goldmiene gelesen welches scheinbar viel erfolgreicher ist als die Schattenhand, aber ich fand die Schattenhand um Welten besser. Megan gefällt mir charakterlich wirklich sehr, ich bin auch ein bisschen so ein Typ. Übrigens hatte ich sie das ganze Buch über in Verdacht. Es gab so viel was auf sie hinwies und sie war so sympathisch aufgebaut und als aufmerksamer Leser wird man nach einiger Zeit gemerkt haben, das Agathas Mörder immer die selben Eigenschaften haben. Sie sind nicht, oder kaum verdächtig aber immer in der Handlung involviert, sie sind sympathisch und sie haben meistens ein Alibi das sie komplett entlastet. Megan passt also perfekt ins Profil. Ob sies war, verrate ich aber nicht. Was ich aber einfach mal keck verrate ist, das der Mörder höchstwahrscheinlich mit ihrer Familie zu tun hat. Immerhin geschah der Selbstmord und der Mord in ihrem Haus und bei Krimis ist es immer fraglich, ob Selbstmorde wirklich Selbstmorde waren. Also konnte man alle anderen eigentlich schon ausschließen. Was mich stört ist der Titel, er ist etwas reißerisch und ich mag es nicht wenn ein Titel so protzig ist. Einfache mysteriöse Titel wie "Der ballspielende Hund", oder "Das Eulenhaus", wecken bei mir deutlich mehr Interesse.

02.03.2011 13:37:06
Michael G.

Ich muss meinem "Vorschreiber" Eric ganz Recht geben; wer SOO ein schlechtes E-Mail absendet wie Harry, sollte sich lieber an einfacheren Krimis halten. Die Schattenhand ist ein sehr gutes Buch, auch wenn Miss Marple erst im letzten Drittel erscheint. Die Charaktere sowie die ganze "Umgebung" des Handlungsortes sind einfach absolut klasse beschrieben!!

05.01.2011 11:18:12
lmx

Nicht schlechrt.Wie bei Christie üblich viel banales Alltagsgeplapper (was damals in besseren Kreisen mit Sicherheit üblich war - trotdem auf die Dauer ziemlich nervig). Der Plot der Geschichte ist witzig und relativ einfach gestrickt.Allerdings ist das Ende dann schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.
In der vorliegenden Version gehts noch, es gibt wohl noch eine umfangreichere, bei der das Ende mit viel heisser Luft endlos rausgezögert wird.Sehr naive Liebesgeschichte im Stile der frühen Christie.
Imgrossen und ganzen OK, aber mit Sicherheit deutlich unter dem Niveau der grossen Christie - Klassiker!

01.01.2011 14:05:02
Eric

Lieber Harry, ich finde, genau wie Agatha Christie selbst, dass "Die Schattenhand" eines der besten Werke der Autorin ist. Das einzigste, was "grottenschlecht" ist, ist dein Schreibstil und deine Ausdrucksweise (von Rechtschreibung und Grammatik ganz zu schweigen)! Mich wundert nicht, dass so jemand mit Büchern, die ein etwas höheres Niveau erfordern, nichts anfangen kann. Vielleicht solltest du lieber eines dieser Psycho-Thriller von heute lesen, in denen irgendwelche Geisteskranken herumlaufen und eine Person nach der anderen "abmetzeln" oder "tot machen", wie du das vielleicht ausdrücken würdest.
Und zu Dochtergus: Was schreibst du da!?
Aber jetzt wieder zum Buch: Agatha Christie hat sich hier selbst übertroffen und bewiesen, dass sie den Titel "Queen of Crime" verdient. Nahezu das gesamte Dorf scheint verdächtig und alle haben irgendwelche dunklen Geheimnisse. Wunderbar!

01.11.2010 15:13:57
Harry

(Der letzte meiner früheren Bewertungen)
Ich finde dieses Buch eher grottenschlecht. Miss marple kommt relativ erst spät bei diesem Buch und löst so bei diesem Mordfall.
Das Buch ist von der Ich-Perspektive erzählt worden von Jerry Burton. Und Agatha Christie irrt sich. Das ist der schwächste Werk von ihr. Sie hatte noch die Chance, wenn Miss Marple wieder besser wird(bevor ich Bertrams Hotel gelesen habe).
Alles in allem:
Grottenschlecht. Nicht zu empfehlen!

15.03.2010 10:47:47
Dochtergus

Dieses Buch ist sehr spannend und man hatt das Gefühl, von ihren Flügeln getragen zu werden. Ach, dieses Buch ist wunderfull!
jonas Dochtergus
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24.02.2010 11:53:04
SukRam

Ein guter Christie-Krimi, handwerklich wie immer excellent ausgearbeitet. Die Personen sind vielschichtig, die Makel der klatschenden Dorfbewohner treten zu Tage und es fehlt auch nicht an Spannung.
Dass die Geschichte von einem verunglückten Piloten erzählt wird, gibt neue Impulse.
Auch die Auflösung ist typisch für Christie, da alles vorangegangene umgekrempelt wird.
Einziger Wehmutstropfen: Miss Marple tritt kaum in Erscheinung und ihre Schlussfolgerungen wirken ein wenig wie ,,aus dem Hut gezaubert".

Meine Wertung: 85°

04.02.2010 18:45:03
Tobias

Es war das erste der Bücher, die ich von Agatha Christie je gelesen hatte. Ich kannte die Autorin, wenn überhaupt, nur vom Namen und war ab der ersten Seite begeistert. Ich überlegte, bevor ich die letzten Seiten las lange, wer der Mörder sein könnte und trotz allen Nachdenkens und Überlegens, kam ich nicht auf die Identität des Mörders. Ich kann mir nicht erklären, dass man ein so einfältiger Leser sein kann, denn ich las das Buch zu Ende und stellte fest, dass ich diese Person nie vermutet hätte, obwohl ich jeden Beweis der genialen Detektivin für durchaus schlüssig fand und mich erinnern konnte, ihn auch im Buch gelesen zu haben. Die Indizien sind so perfekt in die Handlung eingeschlungen, dass man sie nicht bemerkt, aber trotzdem bemerkt.(Ihr wisst, was ich meine)
Heute habe ich alle Agatha Christie Romane gelesen und ich setzees auf Platz 3 meiner liebsten Agatha-Krimis.

Insgesamt kein Makel und 100° von mir.

07.10.2008 17:59:35
s.

dieses Buch ist schlichtweg der Hammer. Alein der Titel macht mächtig Eindruck, finde ich. Wenn ich so ein BUch lese und eine Freundin fragt mich"Was liest du da?" Und ich kann antworten "Die Schattenhand" dann kriegen sie alle große Augen und sagen, klingt ja abgefahren. Die ganze Handlung sprüht geradezu vor Spannung, und soviel ich auch Vermute und Mitrate ich komme selten auf den Mörder, schon garnicht bei die Schattenhand!!! Wenn man einmal angefangen hat, diese Bücher zu lesen, wird man eregelrecht süchtig danach, mir geht es jedenfalls so. Aber das hält mich nicht davon ab sie zu lesen, wenns sein muss auch 2 mal oder noch öfter, es lohnt sich immer.

04.12.2007 21:33:52
Imanuel

Ich finde "Die Schattenhand" von Agatha Christie ein hervorragendes Buch! Die Hauptperson, Jerry Burton, ist wirklich hervorragend gezeichnet und eingesetzt.Dadurch vermisst man Miss Marple auch eigentlich zunechst nicht.Jedoch das Buch als Miss Marple Roman auszugeben, finde ich grenzwärtig.Miss Marple taucht das erste mal auf seite 167 auf, und tritt auch dann nicht groß in Aktion. Der Schluss ist, wie fast immer bei Christie, ausgezeichnet. Sehr gute Charaktär und Situations Beschreibungen!
ein hervorragendes Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

30.11.2007 18:27:01
Daniello

Ich kann Chiara nich verstehen. Wäre Miss Marple am Ende nicht erschienen, so wären die Zusammenhänge zwischen dem Täter und seinen Opfern nicht so durchsichtig gewesen.
Persönlich bin ich ein großer Freund aller Krimis von A. Christie. Hab schon mal an die 20 gelesen, alle Male wie gebannt, aber ich kann immer noch nicht den richtigen Faden aufgreifen, um den Täter im Voraus zu wissen. Diesmal hat mich die Queen wieder in die Irre geführt. Jedesmal lesenswert sind ihre Krimis, obwohl nicht alle von vornherein so spannend sind.

23.07.2007 23:40:25
Karl-Heinz Meurer

Mein dritter Agatha-Christie-Krimi in Folge, und auch diesmal keine Enttäuschung, auch wenn das Buch ganz anders war als etwa "Das Haus an der Düne" oder "Das fehlende Glied in der Kette", die ich zuvor gelesen hatte. Mir hat hier gut gefallen, dass der Ich-Erzähler eine gehörige Portion Humor in die Story hineinbringt und sich dabei auch selbst nicht allzu ernst nimmt. Die Atmosphäre und die handelnden Personen im Kleinstädtchen nehmen einen schnell gefangen, so dass man sich fast selbst dort wähnt. Auch in diesem Roman wird einem am Schluss bewusst, wie geschickt die Puzzelsteinchen versteckt waren, die zur Lösung führten: Aber sie waren alle da, man musste sie nur finden. Dass Miss Marple keine allzu große Rolle spielt, ist nicht wirklich schlimm, das Buch ist auch so fesselnd genug. Für mich ein weiteres Highlight und Anlass genug, die Agatha-Christie-Sammlung schnell zu vergrößern.

08.04.2007 12:56:39
Maurizio

Verglichen mit Meisterwerken von Christie wie oder gibt dieser Krimi auf den ersten Blick nicht allzu viel her, was ihn aber dennoch lesenswert macht, ist die beklemmende Atmosphäre der Kleinstadt, die Christie aufbaut. Miss Marples Auftritt ganz am Schluss wäre nicht unbedingt nötig gewesen, war aber sehr sympathisch!

26.02.2007 14:26:19
Nanni2805

Ich habe fast alle Bücher von A.C. gelesen und finde die Schattenhand mit am besten. Mittlerweile habe ich mir einige A.C. als Hörbücher zugelegt und die Schattenhand kann man sich immer wieder anhören, da die Charaktere sehr gut herauskommen und die Lösung wie immer sehr überraschent ist.

30.01.2007 18:31:53
Sarah

Ich finde das Buch einfach klasse!!ich bin erst ganz am ende auf den täter gekommen und fand das buch wirklich durchgehend spannend!es ist auf jeden fall lesenswert und für alle fans ein absolutes muss!!=) liebe grüße

30.01.2007 12:14:01
Jasmin

Die Schattenhand war mein erster Krimi von Agatha Christie den ich gelesen hab. Natürlich habe ich zuvor schon zahlreiche Miss Marpel-Filme gesehen. Ich war ganz und gar nicht enttäuscht, eher im Gegenteil. Ich besitze dieses Buch schon seit einigen Jahren und habe oft angefangen das Buch zu lesen und es nach 2 oder 3 Seiten zur Seite gelegt. Ich dachte Krimis wären nicht "mein Ding". Doch die Schattenhand habe ich praktisch verschlungen. Am liebsten hätte ich es nochmal gelesen. Ich finde diesen Krimi großartig und ich habe die Charaktere schnell liebgewonnen.

13.05.2006 00:35:11
Anna

Super Buch, wenn man Agatha Christie mag- als Einstieg zu Christie ist es vielleicht nicht so gut geeignet, aber ich liebe es! Es hat seine ganz eigenen Stärken, vor allem hat es mehr Atmosphäre (Ort und Protagonisten) als andere Christie-Krimis. Die kriminalistische Handlung scheint manchmal fast in Vergessenheit geraten zu sein, aber am Ende merkt man: jede Handlung, jeder Satz hatte seinen Sinn. Genau wie es sein muß!

09.02.2006 16:46:49
dominuki

also das ist jetz mein 2. agatha christie buch. ich fand es recht enttäuschend. schonmal der ich erzähler nervt gewaltig, mit seiner kindischen art von humor (mit seiner schwester), seinen oft idiotischen kommentaren (vor allem bezüglich dem jungen verwilderten mädchen) und nicht zuletzt wegen seinen unlogischen aktionen (spontanheirat). ausserdem ist das buch sehr verwirrend, da ca. 7 frauen autauchen, die alle gleich beschrieben werden, und auch von ihrer art her im großen und ganzen identisch sind. großartige wendungen gibt es nicht, bis auf die sache mit den briefen und deren eigentlichen sinn. der ultimative abschuss aber, finde ich, ist miss marple, die grade mal auf 4 seiten vorkommt und erst am schluss auftaucht. ohne jeden anhaltspunkt, und ohne jedes beweisstück tritt sie als hellseherin in die geschichte, und löst den fall bis ins kleinste detail aus dem ff. ok, auf den mörder wäre man wirklich nicht gekommen... aber nur weil man nicht im geringsten vermuten konnte dass dieser täter ein motiv haben könnte. das motiv, dass man dann letzendlich vorgesetzt bekommt, ist mehr als lächerlich und steht in keinem bezug zum rest des buches. außerdem passt es ganz und gar nicht zu den charaktereigenschaften des mörders. der kitschige schluss hat mir dann noch den rest gegeben. der abschliessende, spiessige witz mit der hundeleine war echt zum kotzen, aber mit ein bisschen fantasie war er ganz schön schweinisch, und so hab ich doch noch nen kurzen moment freunde an dem buch gehabt ;D

24.01.2006 16:34:23
Kristin

Ein ganz toller Krimi!!! Bin überhaupt kein Miss Marple-Fan und war sehr froh darüber, dass sie nur auf den letzten 20 Seiten erschien. Ansonsten ein absolut gelungener und sehr humorvoller Krimi der klassischen Art. Sehr sympathische Charaktere. Unbedingt lesen.

10.12.2005 17:49:46
Chiara

Ich hatte wirklich Mühe das Buch fertig zu lesen und ich war ziemlich enttäuscht. Überhaupt werde ich keine Bücher mit Ms. Marple lesen (bis jetzt habe ich 3 von ihr gelesen). Sie macht gar nichts, sitzt da und strickt oder redet mit den Leuten. Wenn man sie aus der Geschichte streichen würde, würde nichts fehlen.
Es gibt viel bessere Christies!

29.10.2005 11:20:33
Ham

Ein langweiliger und blasser Roman, den man nicht lesen muss. Miss Marples kurzauftritt als "Super-Psychologin" wirkt reichlich überspitzt, denn eigentlich kennt sie die Akteure gar nicht...laue 65°.

14.09.2005 10:01:47
Michael

Angesichts der vielen Krimis von Agatha Christie, die ich bislang gelesen habe - natürlich nicht annähernd alle - halte ich dieses Buch für das beste, da es eine in sich völlig geschlossene und logische Geschichte beinhaltet, die nicht nur überraschende Wendungen bereit hält, sondern zudem eine echte Atmosphäre schafft. Die Story ist spannend und witzig. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert!!!

18.07.2005 22:53:52
Higgins

Hab\' das Buch auf Englisch in den Ferien gelesen.
Einfach Spitze! war am anfang zwar wirklich etwas langwierig aber hat sich gelohnt nicht aufzuhören. Wunderbare Charaktere denen man auch im wirklichen Leben gerne begegnen würde sind Joanna, Jerry und besonders Megan.
Genial ist wie sich am Schluss alles überstürzt und sich entscheidend wendet.
Keine Unklarheiten, ich hätte nicht erraten wer\'s war obwohl ich mir schon gedacht habe, dass viele falsche Fährten von der Queen of Crime gelegt werden.
Unbedingt lesen!!!

06.07.2005 16:23:50
jasmina

also das buch fand ich am anfang sehr langweilig und wollte es nicht mehr weiter lesen aber dann war ich doch neugierig und lies es weiter und plötlich war der höhepunkt da , ich kann nur sagen ich bin froh das ich das buch weiter und fertig gelesen hab und ich würde es auf jeden fall weiter empfehlen!!!!

24.06.2005 14:46:15
Erdwesen

Wow, was für ein spannendes Buch! Ich hab´s mir per Hörbuch (ungekürzt) vorlesen lassen und kann das jedem nur empfehlen, auch wenn das im Vergleich zum Taschenbuch ein recht kostspieliges Vergnügen ist.
Das Buch entführt den Leser in eine längst vergangene Zeit, die weit entfernt ist von der Hektik, in der wir alltäglich leben (müssen). Man darf noch von großen Ereignissen seelisch und körperlich mitgenommen sein und eine Fahrt in das nicht gerade weit entfernte London ist noch ein tagesfüllendes Programm. Besonders interessant ist die Tatsache, dass kein einziger Bewohner des Städtchen tatsächlich zu arbeiten scheint, d.h. natürlich arbeiten sie alle, sie sind alle geschäftig und doch verfügen alle über ausreichend Zeit und Muße sich den Geschehnissen voll und ganz hin zu geben. Ich glaube das ist es, was die Krimis dieser Zeit wirklich ausmacht - fast ganz so, als ginge man für ein paar Stunden Lese- oder Hörvergnügen in einen erholsamen Urlaub.
Es ist eines dieser typischen englischen Städtchen, in denen plötzlich schlimme Dinge geschehen, während zwei Geschwister aus dem großen London hier kurze Zwischenstation machen um etwas "Ruhe" zu tanken.
Verblüfft hat mich die Stelle, an der dann plötzlich (doch noch) Miss Marple auftritt. Irgendwie hatte ich schon befürchtet, man könnte mir eine "falsche" - wenngleich sehr gute - andere CD verkauft haben als das Cover eigentlich angab... Aus meiner Sicht hätte diese nervenaufreibende und doch zugleich recht beschauliche Geschichte nicht wirklich der Figur der Miss Marple bedurft, aber Jerry und Joan waren wohl tatsächlich mit ihrem Latein am Ende und so kam die Rettung in Form der strickenden und häkelnden alten Dame im Hintergrund gerade noch rechtzeitig. - Zunächst hatte ich sogar angenommen, dass dies eventuell der erste Miss Marple-Krimi gewesen sein könnte. Die Einführung der Figur in die Geschichte ist ganz brilliant gelungen.

Der deutschsprachige Leser sollte sich auf keinen Fall vom mislungen übersetzten Titel "Die Schattenhand" abschrecken lassen. Den Originaltitel "The moving finger" hätte man lieber mit "Der tippende Finger" übersetzen sollen, da es im wesentlichen um die obszönen Briefe einer anonymen Schreiberin geht, die das feste gesellschaftliche Gefüge des Städtchens zu erschüttern sucht.

Der Schluss dieses Krimis ist übrigens absolut perfekt gelungen und entbehrt auch nicht dem typischen Witz mit dem Agatha Christie stets den Männern dieser Welt zu begegnen scheint und mit dem man auch im echten Leben jeden Mann auf die oft zitierte Palme treiben kann *g*.

Grüße vom Erdwesen!

26.05.2005 10:37:01
Joline

Also, das ist auch mein erstes Buch von Agatha Cristie und als ich endlich damit fertig war dachte ich:BRILLIANT!!Das muss ich meiner Klasse zur Buchvorstellung vorstellen!Es ist total klasse und man kann es aufjedenfall weiter empfehlen.

01.02.2005 16:21:34
Annika

Also, es ist das ertse Buch, dass ich von Agatha Christie gelesen habe und muss sagen: brilliant! Kann man echt nur weiter empfehlen. Das Miss Marpel erst am Schluss auftaucht stört mich nicht im geringsten. Die Geschwister Burton kommen mit ihrem Spürsinn auch ohne sie recht gut aus, wenn sie auch durch diese nette alte Frau einen entscheidenen Hinweis kriegn. Toll! Die Charaktäre sind übrigens sehr angenem zu lesen.Man kann sich gut hinein fühlen.
Super, das Buch!!!

30.11.2004 19:58:53
Jasmina

Ich finde das Buch ist sehr spannend geschrieben. Ich habe echt nachgedacht, wer der Täter gewesen sein könnte, bin aber nicht drauf gekommen! Es ist wirklich eine unerwartete Person. Ich finde es auch gut, dass das Buch Humor hat! Meine Lieblingspersonen sind Jerry, Joanna und Megan!

Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

18.10.2004 20:21:07
Christine

Dieser Roman ist absolut großartig! Nicht nur spannend sondern auch äußerst amüsant. Ich habe ihn vor kurzem erst gelesen, aber es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein. Und die Geschwister Burton sind genau die richtigen Charaktere für so einen Roman. Da reicht es auch vollkommen aus, dass Miss Marple erst so spät auftaucht.

12.10.2004 15:41:21
Daniela

Einer meiner absoluten Lieblinge. Die Geschwister Burton (nicht zu verwechseln mit Miss Barton), ein Rechtsanwalt, ein Arzt mit Schwester und eine echt coole Pfarresgattin. Da hamma dann alle beinand. Und abgesehen davon hätte ich auch gerne mal einen Mann getroffen, der mich zur Mirotin schleift und dieser carte blanche gescheinigt. Seufz!

Und bei mir in der Firma arbeitet eine Dame, die Miss Holland täuschend ähnlich sieht. Ich muß jedesmal aufpassen, dass ich sie nicht versehentlich mit dem falschen Namen anrede...

03.10.2004 14:12:43
André Polis

Ein Buch zum immer wieder lesen(ich selbst habe es inzwischen mehr als zehnmal getan und tue dies auch weiterhin)!!Auch wenn einige Menschen meinen,dass Miss Marple "reingequetscht" wird,halte ich es dennoch für eine gute Idee sie sozusagen am Schluß auftreten zu lassen:So erhält sie den Status einer Beraterin und bleibt uns als solche,ohne Gefahren,erhlaten.

07.03.2004 17:41:49
norita

das buch ist ein knüller! super spannend, interessant, man denkt mit.....! das einzige was mich schtört, wie miss marple am schluss noch so reingequetscht wird, müsste nicht unbedingt sein! sonst: TOP!

28.02.2004 12:30:15
Rene´

Wer ist dieser anonyme Briefeschreiber? Wer hat das kleine Zimmermädchen umgebracht und hat sich die lebensfrohe Mrs Symmington wirklich das Leben genommen? War es Elsie Holland oder Miss Barton oder vieleicht doch Partridge? Jerry Burton kann in letzter Sekunde einen weiteren Mord verhindert, indem er durch Miss Marples Hilfe spät abends bei den Symmigtons am Fenster wartet...
Fazit: Spannender Krimi mit Miss Marple in Topform!