Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Paris: J. C. Lattès, 2000, Titel: 'L'homme au ventre de plomb ', Seiten: 351, Originalsprache
  • München: Blessing, 2018, Seiten: 415, Übersetzt: Michael von Killisch-Horn

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Commissaire Nicolas Le Floch soll im Auftrag des Polizeipräfekten einen heiklen Fall aufklären: Der jüngste Sohn des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Neben ihm liegen eine Pistole und ein Abschiedsbrief. Die Leiche des Selbstmörders sieht seltsam aufgebläht und entstellt aus. Dennoch geht der Vater von einem Selbstmord aus. Sein Sohn, ein Lieutenant, war mit einer leichtlebigen Theaterdame liiert und hatte Spielschulden. Die Mutter des Verstorbenen ist jedoch anderer Meinung als ihr Mann und will unbedingt den Commissaire sprechen, und zwar heimlich in einem Kloster. Unmittelbar vor dem Treffen findet sie in einem geheimnisvollen Brunnen ihr Ende. Die gefährlichen Recherchen führen den jungen und sympathischen Nicolas Le Floch diesmal in die Welt des Theaters, der Klöster und des Hofes von Versailles.

Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

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Letzte Kommentare:
20.05.2018 18:07:24
leseratte1310

Während Commissaire Le Floch in der Pariser Oper ein Auge auf Adelaide, die Tochter des Königs hat, kommt er eine Nachricht, die für Unruhe sorgt. Der älteste Sohn des Comte de Ruissec wurde tot aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, denn die Pistole liegt neben dem Toten und ein Abschiedsbrief. Le Floch entdeckt am Tatort einige Merkwürdigkeiten. Der Vater will nicht, dass der Selbstmord bekannt wird. Aber die Mutter hat Zweifel und bittet um ein heimliches Treffen mit Le Floch in einem Kloster. Dort kommt auch sie zu Tode.
Ich kannte Le Floch noch nicht, aber nun ist der Vorgängerband „Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ gleich mal auf meine Wunschliste gewandert, denn dieses Buch war sehr interessant und spannend.
Le Floch möchte die Sache aufklären, aber das wird ihm nicht leicht gemacht. Selbstmord ist in jener Zeit ein schreckliches Vergehen, so dass die Familie einen Selbstmord vertuschen will. Aber ist es wirklich Selbstmord? Auch wenn einiges darauf hindeutet, hat Le Floch Zweifel. Von seinem Vorgesetzten erhält er keine Unterstützung. Einmischungen und Intrigen behindern die Ermittlungen auch noch. Das hinter Le Floch aber nicht, sondern bestärkt ihn noch in seinen Bemühungen. Unterstützt wird er von Wachtmeister Bourdeau.
Der Autor Jean-François Parot führt uns in ein Paris der Kontraste, Prunk und Reichtum auf der einen Seite, auf der anderen Seite grauenhafte Armut. Alles ist sehr atmosphärisch dargestellt, so dass man sich in die andere Zeit versetzt fühlt. Auch in der Sprache spielt sich das wieder.
Ich lese sehr gerne historische Krimis und bin immer wieder überrascht, wie die Ermittler mit einfachen Mitteln, aber viel Verstand trotzdem Täter überführen.
Die Geschichte verläuft ziemlich ruhig, aber der Fall ist undurchsichtig und dadurch packend. Mir hat dieser historische Krimi sehr gut gefallen und ich kann ihn nur empfehlen.

06.05.2018 14:40:04
lausberg

Der Schriftsteller Jean-Francois Parot ist von dem Paris des 18. Jahrhunderts schon zu Studienzeiten fasziniert. 1969 verfasste er eine Arbeit über die Strukturen dreier typischer Pariser Stadtviertel der Aufklärungsepoche. Nach dem Militärdienst schlug er die diplomatische Laufbahn ein. Seine historischen Paris-Krimis und sein Held Nicolas Le Floch haben von Buch zu Buch ein Publikum von Enthusiasten von Morden, Intrigen und historischer Alltagsgeschichte aufgebaut. Seine Romanreihe um Commissaire Le Floch wurde nicht nur in Frankreich, sondern auch in vielen anderen Ländern ein großer Bestseller-Erfolg.

Der Roman spielt im Paris des 18. Jahrhunderts. Im Stadtpalais des Comte de Ruissec, einen hochrangigen Adeligen im Umfeld der königlichen Familie findet man die Leiche des älteren Sohnes, der sich mit einer Pistole erschossen haben soll. Neben ihm liegt noch ein Abschiedsbrief, alles soll nach einem Selbstmord aussehen. Diese Version glaubt auch der Vater, der sich schämt, weil im Frankreich des 18. Jahrhunderts ein Selbstmord als „Ehrlosigkeit“ betrachtet wurde. Dagegen hat die Mutter Zweifel am Selbstmord und bittet Le Floch, sich in aller Abgeschiedenheit mit ihr in einem Kloster zu treffen. Dort taucht sie jedoch nicht auf, man findet ihre Leiche in einem Brunnen. Le Floch geht nicht zum zweiten Mal von einer Verzweiflungstat, sondern von Mord aus und ermittelt neben dem Umfeld des Comte de Ruissec auch im Theater und in verschiedenen Klöstern, um den oder die Verantwortlichen zu fassen.
Nach Le Flochs Nachforschungen im Pariser Karneval des Jahres 1761 in seinem ersten auf Deutsch erschienenen Roman, wo sich der Fall immer mehr zu einem Drama zur Rettung des Königs und Aufdeckung einer Verschwörung entwickelt, spielt dieser Roman zwar im Umfeld des Königs, aber auch an verschiedenen anderen Orten, wo man die Stadtgesellschaft von Paris ein wenig näher kennenlernt. Zwei Morde, die miteinander zusammenhängen, und noch andere Verbrechen werden präsentiert, der Spannungsbogen ist von Anfang an da und so entwickelt sich der Roman zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.