Wenn du mich tötest

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • München: audio media, 2016, Seiten: 5, Übersetzt: Pascal Breuer

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Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren.

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Letzte Kommentare:
27.03.2018 23:35:49
Sagota

Der Psychothriller "Wenn du mich tötest" von Karen Winter (Pseudonym einer bekannten deutschen Spannungsautorin) ist beim Droemer-Verlag (TB, 2016) erschienen und hat mir persönlich sehr gut gefallen; hierzu beigetragen hat die Handlung, deren Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite gegeben war und auf unterhaltsam hohem Niveau gehalten wurde sowie auch die atmosphärisch dichte Beschreibung des NW von Schottland, wo die Geschichte um das Ehepaar Tahn aus Deutschland verortet ist.

Meine Meinung:

Auch wenn 'Psychothriller' m.E. nicht ganz zutreffend ist, da es sich hier eher um einen Kriminalroman mit psychologischer Spannung handelt, ist die Geschichte um die spurlos verschwundene Ehefrau des Julian Tahn doch überaus lesenswert: Wir lernen einen sympathischen Ermittler kennen, John Gills, seines Zeichens Detective Sergeant bei der Scottish Police, der mit feinen Antennen und gesundem Misstrauen sowie kriminalistischem Spürsinn den Fall des Ehepaars Tahn im Norden Schottlands aufklären will und die zahlreichen offenen Fragen um den Fall der entschwundenen Ehefrau Julia und den Verhören des angeklagten Ehemanns Julian beantwortet wissen will. Hilfe hat er hierbei von Ian Mackay, einem älteren und erfahrenen Kollegen. DC Brown, ein eher unfähiger Dezernatsleiter, der wie die meisten seiner Kollegen in Krimis eher schlecht wegkommen und zu Fehlentscheidungen (aus Budgetgründen z.B.) neigen.
Peter Dunn ist als Skipper, der die Tahn's auf seinem Boot mitnahm, der letzte Augenzeuge, der das Ehepaar und deren Streit auf dem Boot zur Insel erlebte, bevor Julia Tahn spurlos verschwand. Dieser Skipper, ein Hafenarbeiter, dessen Gedanken ich unter Anbetracht seiner eigenen Geschichte mehr als sympathisch fand, könnte als Figur und Nebenprotagonist für die spröde und (nach außen hin) distanziert wirkende Art und Mentalität der Schotten stehen. Ebenso auch Emma, die Frau von McCullen, die eine eigene kleine Pension führt, und Menschen tatkräftig, empathisch und ohne viele Worte Menschen in Notsituationen unterstützt.
So ermittelt John Gills und verhört den verdächtigen Ehemann, dem eine Pflichtverteidigerin in persona von Miss Merrywheather zur Seite gestellt wird, die ihm ihrerseits zu helfen versucht und die Vergangenheit von Julian schließlich zutage fördert. Der Leser erhält einen Einblick in die Psyche des Julian Tahns, der, traumatisiert, zuweilen Probleme hat, keinen Kontrollverlust zu erleiden und gewalttätig zu werden - er wirkt etwas unberechenbar. Seine Ehefrau Laura hingegen, seit Tagen vermisst, wird als impulsiv und sehr wissbegierig wie auch 'gut vernetzt' beschrieben, so dass sie nicht davon lassen kann, in Julian's Vergangenheit herumzustochern - damit wird der Stein (dieser Geschichte) ins Rollen gebracht und es ereignen sich Rätsel in der Sandwood Bay, die John Gills nicht lockerlässt, sie aufzuklären (selbst wenn er den letzten Kieselstein am Strand umdrehen muss).

Dieser sehr flüssig und gut geschriebene Krimi mit psychologischem Tiefgang und vielen sehr schönen Landschaftsbeschreibungen des schottischen Nordwestens ist absolut lesenswert. Die Charaktere sind sehr gut ausgeleuchtet und die Spannung ist gleichbleibend hoch, was mir sehr gefallen hat. Auch die Handlungsverläufe im Vermisstenfall sowie die Verhöre und Dialoge der Hauptprotagonisten waren überzeugend und nachvollziehbar; etwas zu vorhersehbar (nach vielen ungeahnten Wendungen) war der Schluss. Ein kleines "Manko" hatte für mich das letzte Drittel des Krimis, in dem ein wichtiges Indiz des Falles lange Zeit unbeachtet bleibt, was einem versierten Krimileser natürlich nicht entgehen kann (Stichwort Zelt/DNA)... Für mich einen Punkt Abzug zu einem ansonsten von psychologischer Spannung gut durchtränkten Kriminalroman, der mir auf aufgrund des Falles, der Personen und der Örtlichkeit des Geschehens, die atmosphärisch dicht dargestellt wird, sehr gut gefallen und mich überzeugt hat.

Fazit:

Erster Roman einer bekannten Spannungsautorin, deren Pseudonym Karen Winter lautet, der spannend und flüssig zu lesen ist und mit einem sympathischen Ermittler aufwartet sowie interessanten Verdächtigen, die durch John Gills unter das Seziermesser eines Psychogramms geraten, dessen Folgen unabsehbar sind...
Von John Gills, der die schottische Sturheit seines Vaters erbte, aber trotz menschlicher Schwächen ein durchaus sympathischer Ermittler mit dem richtigen Gespür ist, möchte ich sehr gerne noch weitere Fälle (wiederum sehr gerne in Schottland verortet) lesen!! Ich vergebe 4 Sterne und 90° auf der Krimi-Couch.