So dunkel der Wald

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Köln: Emons, 2018, Seiten: 304, Originalsprache

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Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Nach einem missglückten Fluchtversuch gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint plötzlich fremd und beängstigend: Wie soll man sich in einer Welt zurechtfinden, die man nie kennengelernt hat? Gleichzeitig nimmt die ehrgeizige Kommissarin Sarah Wiesinger ihre Spur auf und gelangt immer näher an Ronjas und Janniks Versteck heran bis sich ihre Wege kreuzen.

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Letzte Kommentare:
25.07.2019 18:13:34
K.-G. Beck-Ewerhardy

Seit zehn Jahren lebt Ronja bei Paps - zusammen mit Jannik, der schon vor ihr dort gewesen ist. Sie wurde eines Tages einfach aus ihrem eigentlichen Leben entführt von einem seltsam eindringlichen Mann. Die beiden Jugendlichen leben in einer Hütte im Wald, fern ab von allem und ihr Leben ist ziemlich konstant. Konstant schrecklich. Denn Paps hat eine Vorliebe für sehr junge Kinder und zu diesem Zweck entführt er immer wieder neue, bricht ihren Widerstand und wenn er ihrer überdrüssig wird lässt er sie "durchs Sonnentor" gehen. Ein etwas entfern gelegener Abhang ist voller Kinderleichen. Und mit den Jahren sind Ronja und Jannik von ursprünglichen Opfern zu Haushalts- und Jagdgehilfen Paps' geworden, was ihnen einen gewissen Schutz bietet - besonders, da Ronja nun nicht mehr in anderer Weise für Paps "interessant" ist. Und beide haben schon einmal Zeit in dem „Loch“ verbracht, einer Höhle im Wald, aus der es kein Entkommen gibt und in der es ständig dunkel ist – eine Dunkelheit, die die Seele zerstört. Genau wie die Dunkelheit des Waldes selbst.
Mit Theo und Henna sind im Moment zwei neue Kinder im Haus und belasten damit insbesondere Ronjas Gewissen, die in diesem Roman als Ich-Erzählerin auftritt. Außerdem ist da noch die schwerkranke Nika in einem der anderen Zimmer. Diese ist gleichfalls etwas älter und müsste ganz dringend in ein Krankenhaus, aber das würde natürlich alles auffliegen lassen, weswegen Paps dies nicht zulässt. Auch das belastet Ronja ziemlich – abgesehen davon, dass ihr Nikas ständigen Aufforderungen zum Widerstand Angst machen.
Ronja verdanken wir sehr genaue Einblicke in die Geschehnisse - vor allen Dingen auch nach einem missglückten Fluchtversuch mit den beiden Kindern und der darauf folgenden Bestrafung durch Paps, die schließlich zur Tötung Paps' durch Jannik führt. Und wir bekommen eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie sehr ein Geist unter der Gefangenschaft leiden kann – und von dieser geformt wird. Und so wird die plötzlich gewonnene Freiheit nicht von allen Fünfen gleich positiv gesehen. Besonders die "Großen" machen sich Gedanken über ihre Mitschuld an Paps' Taten über die Jahre, so dass Jannik den Aufbruch in die Freiheit immer wieder verzögert. Was insbesondere die zunehmend kränker werdende Nika immer mehr belastet – bis schließlich Ronja für sie eine abenteuerliche Aktion anregt.
Parallel dazu erfahren wir, dass die Polizei durchaus nicht aufgegeben hat und die Kinder, die alle in einem zusammenhängenden Gebiete über viele Jahre hinweg verschwunden sind, immer noch sucht. Und Ronjas Fluchtversuch hat erste brauchbare Spuren hinterlassen, der die Kommissarin Sarah Wiesinger mit äußerster Verbissenheit – und teilweise gegen allgemeine Verfahrensvorschriften – folgt, was einige Gefahren mit sich bringt.
Ein dritte Perspektive – und eine eher biographisch-historische – geben immer wieder eingefügte Tagebucheinträge, die zwischen die anderen Textpassagen gefügt sind und eine sich immer wieder wandelnde Origin-Geschichte demonstrieren. Und gerade die hat mit allerlei Überraschungen aufzuwarten.
Ein vielschichtiger Psychothriller über Schuld, erlerntes Verhalten, Traumatisierung und Angst. Sehr eindringlich.

25.07.2019 16:44:00
Kerstin

Wow eine Fesselnde und durchaus wahre Geschichte sehr toll geschrieben einfach zum Empfehlen

28.01.2019 15:18:22
Chrissi

Sehr spannendes Buch...habe die Empfehlung vom Schriftsteller Fitzek...da ich ein grosser Fan seiner Bücher bin,habe ich erst nicht vermutet das ich nochmal eine gleichwertige Schriftstellerin finde.Es war ein Irtum .Ihr Buch "so dunkel der Wald" hat mich von der ersten bis letzten Seite mitgerissen und faziniert...danke dafür.. und das war bestimmt nicht das erste und letzte Buch von ihrer Hand...

30.05.2018 23:36:12
Jeanne

Einfach nur Wow! Eines der besten Bücher seit Langem. Sehr spannend, interessant und vielschichtig, mit vielen unerwarteten Wendubgen. Desweiteren gefällt mir gut, dass die Charakteren sehr vielschichtig sind, eben nicht klassisch „weiss oder schwarz“.

Das Ende fällt zwar im Vergleich zum restlichen Buch eher kurz aus, was mich persönlich jedoch keinenfalls gestört hat, ganz im Gegenteil: er erlaubt Raum für eigene Interpretationen.

24.04.2018 18:14:35
Claudia Stadtmüller

Wow !!
Seit Jahren einer der besten Thriller den ich gelesen habe !!
Die erzählerische Spannung , die überzeugenden Charaktere lassen sich nur , wenn überhaupt , durch die erstklassige Handlung toppen !! Einfach rundum perfekt gelungen !!
In einem so rasanten Tempo geschrieben , das man es nicht aus der Hand legen möchte und auf den nächsten Adrenalinkick von Michaela Kastel gespannt ist !!

Dankeschön !!

11.04.2018 17:04:58
Lidia Duarte da Silva

Ein psychologischer Thriller für starke Nerven!ACHTUNG: SPOILER!Klappentext:Eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst.Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen.Eindringlich und schonungslos führt Michaela Kastel in eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst. Ein Ausnahme-Thriller.Wie bringt man einem Kind Gehorsam bei? Totalen, blinden Gehorsam? Paps würde sagen: Indem man es bricht.
(Seite 268)Bewertung:Die Welt dort draußen ist voller Licht, und im Nu wäre jeder dunkle Fleck unserer Vergangenheit offenbart. Nicht nur die Gräber, auch unsere eigenen Tode, die wir so oft gestorben sind. Sie würden uns nicht in Ruhe lassen.
(Seite 130)Einfach nur Wow!!! ich habe es in zwei zügen ganz durchgelesen. Das Cover und der Titel passen hervorragend zur Geschichte!!! Allein diese Aufmachung erzeugt drückende Spannung und macht neugierig! Der Klappentext verrät fast nichts, was weiterhin ein Jucken in den Händen auslöst.Worte ... es sind nur Worte, die ihr entkommen, weil die Angst vor dem Tod ihren Verstand vernebelt. Dennoch tun sie weh. Sie treffen eine Stelle ganz tief in mir, die trtz der Jahre der Abhärtung, der Routine und der Gefühllosigkeit einen letzten Rest meiner Seele bewahrt hat. Dieser Rest geht nun in mir zu Bruch, entgültig verloren in der Leere meines Herzens.
(Seite 148)Einige der fassungslosen Szenen sind so geschrieben, als ob sie ganz gewöhnlich wären; z.B. Zu einem Loch fahren, indem ein Kind eingesperrt ist, die Leiche hochholen... Ronja und Jannik machen sich an diese Sachen sehr abgestumpft ran... die Gefühle der beiden wird nicht näher beschrieben. Das zeigt die Gewöhnung an der ganzen Sache über Jahre hinweg. Dies hat die Autorin sehr gut transportiert. Diese erschreckenden Szenen bringen gänsehaut und lassen das Herz wild klopfen.Ich habe total gerätselt, wer die Tagebucheinträge verfasst hat. Erst dachte ich, sie wären von Ronja, dann von Jannik. Ab einem gewissen Tagebucheintrag dachte ich nur: "HÄ??? Von wem ist es denn nun?" Doch kurz vor Ende wird das Gehiemnis darum gelüftet. Ich war so irritiert, weil ich dachte, sie seien von Jannek und als er dann vom Tod von Paps erzählt hat, war ich total verwirrt. Aber im Nachhinein ergab es alles einen Sinn. Auch hier hat die Autorin die Spannung neben der Gegenward extrem gut aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. Toll geschrieben, unvorhersehbar und doch hat es mich total gestört, weil ich die Verwirrung nicht losgeworden bin, bis ich endlich wusste, was es mit den Einträgen auf sich hat. 😄Zwischen der Gegenward konnte die Autorin auch sehr gut die Vergangenheit der Kinder vermitteln. Meine Gedanken flogen wie bei einem Wechselspiel hin und her, was aber weder verwirrend noch anstrengend war. Es hat wunderbar gepasst und sich miteinander ergänzt.Ein Kind, das sich für tot hielt, erkennt unter Tränen, dass es erwachsen werden darf.
(Seite 74)Die Polizistin Sarah hat einen guten Spürsinn und ein gutes Bauchgefühl. Sie ist etwas starrsinnig und unvorsichtig. Auch scheint ihr Wille bei einigem nicht so groß zu sein. Aber trotzdem hat sie mir sehr gefallen, weil sie verbissen an ihrem Gefühl dranblieb.Besonders die Entwicklung von Jannek hat die Autorin nach und nach hervorgehoben. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr und intensiver konnte ich mich mit Janneks rolle auseinandersetzen. Die Geschichte um seine Person hat die Autorin für mich psychologisch glaubhaft und erschreckend realistisch aufgebaut.Als Leser begleitete ich Figuren, die anfangs Opfer waren und immer mehr zum Täter wurden. Ich war so berührt von verschiedenen Charakteren, weil die Autorin mich sie intensiv spüren ließ.Leider ist das Ende viel zu schnell gegangen. Alles war so in Entwicklung aufgebaut und plötzlich war das Ende so rasant. Als ob keine Zeit mehr dafür blieb. Sehr schade!!! Das hat mich sehr gestört! Und ich bin echt traurig darüber, dass die Leserunde keine richtige Leserunde war. Jeder hat anders angefangen wegen der verspäteten Ankunft der Bücher. Austausch war für mich leider nicht möglich, die allermeisten sind ja schon lange fertig gewesen."Glück zerstört man nicht, egal wie falsch es sich anfühlt."
(Seite 231)Fazit:Ein sehr ergreifendes Buch, dass die psychologische Entwicklungen und die dazugehörigen Auswirkungen realistisch und erschreckend wiedergibt und deutlich macht, dass nichts schwarz oder weiß ist. Es müssen alle Seiten begutachtet werden, bevor ein Urteil fair gefällt werden kann. Die Autorin bringt die Leser in genau diese Zwickmühle zwischen Mitgefühl, Verständnis und Wut. Das Buch spiegelt die Realität unserer Gesellschaft- deshalb ist es für mich ein unglaublich besonderes Buch, dass ich nur Menschen mit starken Nerven empfehlen kann. Das Grauen lässt dich nicht mehr los!Wir sind frei. Wir wissen nicht, was das bedeutet, aber wir sind frei.
(Seite 72)

30.03.2018 21:03:18
StephanieP

Ronja, Jannik, Theo, Nika und Henna wurden als Kinder entführt und gefangen gehalten. Ihr Leben ist sehr trostlos, geprägt von Gewalt und sie scheinen keine Zukunft zu haben. Doch aufgrund einer Ausnahmesituation scheint die lange ersehnte Freiheit plötzlich unglaublich nah und greifbar. Plötzlich erscheint ihnen die Freiheit allerdings beängstigend und fremd. Zeitgleich findet eine Polizistin, welche schon lange nach den Kindern sucht, den entscheidenden Hinweis. Während sie den Kindern immer näher kommt geraten alle Beteiligten allerdings in immer größere Lebensgefahr.



Michaela Kastels Schreibstil ist einfach, flüssig und gut verständlich. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Das Buch konnte mich von der ersten Seite an mitreißen und bis zum Schluss fesselnd. Dies lag nicht zuletzt an den unerwarteten Wendungen und der sehr logischen und gut durchdachten Handlung. Die Autorin kann mit der ersten Seite Spannung aufbauen und diese die gesamte Handlung durch halten. Sie schafft es sogar immer wieder die Handlung zu steigern.



Besonders gelungen finde ich die Tagebucheinträge des Entführers, welche sich immer wieder zwischen den einzelnen Kapiteln befinden. Diese ermöglichen es dem Leser seine Vergangenheit und Beweggründe kennen zu lernen und sogar ein bisschen Verständnis für den Täter zu entwickeln.



Die einzelnen Protagonisten sind sehr vielschichtig und authentisch beschrieben. Man kann sich schnell ein Bild machen und Sympathie beziehungsweise Antipathie entwickeln. Vor allem mit Theo und Ronja musste ich von Anfang an mitfiebern und mitleiden. Besonders gelungen finde ich die Darstellung der Auswirkungen der traumatischen Kindheitserlebnisse. Die Autorin schafft es wirklich gelungen und glaubwürdig die unterschiedlichen Resilienzen und Bewältigungsstrategien der Kinder aufzuführen.



„So dunkel der Wald“ war mein bisher zweites Buch von Michaela Kastel. Die Autorin konnte mich erneut von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen und begeistern. Besonders gelungen finde ich die vielschichtigen Protagonisten und die langfristigen Auswirkungen traumatischer Erlebnisse. Daher werde ich auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern der Autorin greifen.



FAZIT:
„So dunkel der Wald“ ist ein rundum gelungener Thriller, der sowohl durch vielschichtige Protagonisten als auch einer fesselnden Handlung überzeugen kann. Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

20.03.2018 12:54:25
Bärbel

Ein sehr spannendes Buch. Es fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite.Ein Dank an die Autorin, das sie das Schreckliche dieses Buches unserer Fantasie überlässt und nicht näher beschreibt.Das Buch wirkt noch nach lange nach dem Lesen nach.Ich habe es an zwei Tagen durchgelesen, da es so spannend war.