Rachewinter

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2018, Seiten: 512, Originalsprache

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Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel.

Rachewinter

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Letzte Kommentare:
05.11.2018 13:00:46
Astrid

die Charaktere hat man nach dem dritten Band längst in sein Herz geschlossen, doch was – mich persönlich – am meisten stört: Evelyn sitzt in Wien, Walter in Leipzig – es ist nahezu abstrus das die Beiden immer rein zufällig ein- und denselben Täter jagen, weil wieso? Ich wünschte mir Gruber würde mal einen anderen Weg wählen, wie die beiden sich finden könnten, in dem es zwei Täter gibt oder die beiden die Hilfe des anderen anfordern. Jedoch ist, nach der dritten Geschichte, die immer mit Zufällen ohne Ende endet, die Luft für mich als Leser raus.

26.10.2018 14:50:33
JosefineS

Walter Pulaski wieder in Hochform…
Walter Pulaski, wird Routinemäßig zu dem Fundort einer Leiche gerufen, alles sieht nach einem Unfall aus, wenn da nicht ein paar Ungereimtheiten und eine verschwundene Begleiterin wären. Niemand hat sie gesehen, hat es sie überhaupt gegeben? Doch Pulaski kennt den Toten und kann die Zweifel nicht auf sich beruhen lassen. In seiner Raubein Manier geht er dem ganzen auf die Spur, doch diesmal ist jemand schneller als der Kriminalhauptkommisar. Das sorgt jedoch für mehr Schwierigkeiten als für Hilfe. Am Ende kann nur noch, Evelyn Meyers helfen, doch damit sind die Probleme noch lange nicht gelöst.
Rachewinter ist Andreas Grubers 3.Teil, seiner Walter Pulaski Reihe. Der in Wien geborene Schriftsteller, ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und anderer erfolgreicher Thriller. In Rachewinter spielt Andreas Gruber wieder ein sehr perfides Verwirrspiel mit seinen Lesern. Walter Pulaski, Hauptkomissar beim Kriminaldauerdienst in Leipzig und Strafverteidigerin Evelyn Meyers aus Wien ermittelt auch in dieser Geschichte wieder. Doch zunächst jeder in seiner Heimat, an seinem eigenen Fall. Für beide sehen ihre neuen Aufgaben am Anfang nach Routine aus. Doch Pulaski wäre nicht Kriminalhauptkomissar wenn ihn nicht die leisesten Zweifel zum Grübeln bringen würden. Eher unfreiwillig bleibt er bei dem, als Unfall zu den Akten gelegten Fall dran. Denn Unterstützung gibt es diesmal von zwei ganz ausgebufften Mädels die zwar eine gute Spürnase haben, dafür jedoch noch sehr grün hinter den Ohren sind. Ob ihnen das zum Verhängnis wird? Auch Evelyns Fall eines Mannes der des Mordes verdächtigt wird, ist zunächst noch ein gewöhnlicher Fall. Doch nach dem ersten Gespräch mit ihrem Mandanten hat Evelyn mehr Fragen als Antworten. Gemeinsam mit ihrem angehenden Anwaltsgehilfen Flo, der mehr Detektiv-, Spionage- und Polizeitricks auf Lager hat als man ihm im ersten Augenblick zutrauen würde, versucht sie diese Ungereimtheiten zu lösen. Dabei kommt sie fiesen Machenschaften viel zu nahe. Ist sie dem ganzen überhaupt gewachsen oder ist ihre Karriere schneller zu Ende als sie gedacht hatte? Es war wirklich wahnsinnig unterhaltsam den beiden bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen zu dürfen und Haut nah in deren Geschehnisse verwickelt gewesen zu sein. Andreas Gruber hat hier sehr aufwendig eine Story konstruiert. Am Anfang ist es unmöglich den Zusammenhang des Ganzen zu überblicken, doch Stück für Stück laufen die Fäden der Geschichte zusammen und ergeben ein Bild. Einige Sachen ließen sich zwar erahnen, waren jedoch in ihrer Auflösung immer noch spannend und interessant gestaltet. Zu dem geizt Gruber weder mit Todesopfern noch mit Skurrilität. Sowohl sein Antagonist als auch die Todesarten waren wirklich nicht 0815. Wenngleich ich gestehen muss mir die Mordszenen etwas too much waren, nicht direkt in ihrer Brutalität, dafür mehr in ihrer Darstellung und Beschreibung. Das ist jedoch das einzige was ich an Rachewinter auszusetzen habe. Ich mag beide Charaktere sehr, Pulaski mit seiner sarkastischen Art und Evelyn die für Gerechtigkeit immer aufs Ganze geht. Sie sind meiner Meinung nach auch gut erdacht und haben trotz ihrer Stärken auch die menschlichsten Schwächen. Doch nicht nur Grubers Charaktere sind beachtlich, auch sein Schreibstil ist es. Er ist so leicht und Flüssig das der Leser förmlich über die Seiten gleitet. Das und die unterschwellig mit Spannung durchsetzte Handlung lassen die Kapitel nur so verfliegen. Dank der zunehmenden Cliffhanger und dem dramatischen Zuspitzen der Lage, fällt es vor allem gegen Ende des Buches immer schwerer, es aus der Hand zu legen.
Fazit: Für Rachewinter kann ich eine klare Lese Empfehlung geben. Ein wirklich gutes, spannendes Buch. Nur vom Essen während einiger Szenen wurde ich abraten ;)

11.10.2018 07:23:22
anyways

Wien im März

Strafverteidigerin Evelyn Meyers und ihr junger Assistent Florian Zock nehmen einen außergewöhnlichen Fall an. Michael von Kotten, jüngster Spross des von Kotten Familienclans, soll eine Woche zuvor seinen Liebhaber in dessen Penthouse umgebracht haben. Die Tat leugnen wird schwer fallen, denn es gibt ein Video und darauf ist Michael zu sehen. Das Opfer ist ein Mitarbeiter von Richard von Kotten, Michaels Vater. Richard von Kotten hingegen ist ein Multimillionär, der seinen immensen Reichtum seinem Schwiegervater und dem Aufbau von unzähligen Spielkasinos zu verdanken hat. Bevor Evelyn Michaels Fall übernimmt, pocht sie auf uneingeschränkte Ehrlichkeit von Michael ihr gegenüber und doch spürt sieinstinktiv, dass ihr ihr neuer Mandat einiges an Lügen auftischt.


Leipzig zur selben Zeit

Unterdessen kommt Walter Pulaski, Kommissar beim Kriminaldauerdienst, an einem Tatort in dem etwas schäbigen und zwielichtigen Motel in einem Leipziger Vorort an. Ein Mann hat sich mit einer Schere im Innenohr verletzt und ist an diesen Verletzungen gestorben. Auffällig sind die Leichenblässe des Mannes und das fast vollständige Fehlen von Totenflecken. An einen Unfall mag Pulaski gar nicht so recht glauben. Schon gar nicht als er den Toten erkennt. Es ist der Vater, der Freundin seiner Tochter Jasmin. Beide Mädchen drängen ihn den Fall weiter zu verfolgen, doch dieser wird schon ans LKA abgegeben. Da versuchen sich die beiden Mädchen, sehr zu Walters Entsetzen, als Detektivinnen.
Dies ist mein erstes Buch um das Duo Evelyn/ Pulaski, obwohl es in diesem Teil wohl eher ein Trio zu sein scheint. Trotzdem ich die anderen beiden Bücher nicht gelesen habe, bin ich von Anfang an gut in die Story reingekommen. Ich hatte nie das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben, wie es ja manchmal sein kann, wenn man mit einer Reihe mittendrin anfängt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Gruber ziemlich lange die beiden Schauplätze Wien und Leipzig getrennt laufen lässt. So können sich beide Stränge komplett entfalten. Lange Zeit wird man als Leser auch im Dunkeln gehalten, wie Pulaski/Meyers und Zock zusammen ermitteln sollten, weisen die Verbrechen doch keinerlei Gemeinsamkeiten auf.


Die Charaktere die der Autor kreiert, heben sich aus der Masse der unzähligen Ermittler auch im positiven Sinne ein wenig heraus. Da gibt es zum einen die junge und ehrgeizige Anwältin die aber nicht zu verbissen ihrem Beruf nachgeht, sympathisch ist und einen tollen Musikgeschmack hat. Zum anderen den zwar etwas verknitterten, sturköpfigen und vor Zynismus triefenden alten Hasen Walter, der aber durch seine Vaterrolle und den Problemen die ein solcher mit einer pubertierenden Tochter mitunter hat, ebenfalls sympathisch ist. Es ist auch mal ganz angenehm einem Nicht-Trinker zu folgen.


Auf fast sechshundert Seiten gibt es von Anfang an Spannung pur, die sich im letzten Drittel sogar noch um einiges steigert. Der Schreibstil ist zwar kompakt jedoch flüssig, die Spannungsbögen sind so gut gesetzt, dass man nicht aufhören möchte zu lesen. Das verstehe ich wirklich nicht, warum ich, die dieses Genre ja bevorzugt liest, noch nie ein Buch von Herrn Grube gelesen habe. Dies wird sich nun ändern.
Fazit: Ein komplexer, atmosphärisch dicht geschriebener Thriller mit sympathischen Protagonisten.

07.10.2018 14:38:00
niggeldi

Sehr spannender Thriller!


Auch beim dritten Fall des "unfreiwilligen" Teams um Walter Pulaski und Evelyn Meyers geht es turbulent zu. Verschiedene wohlhabende Männer sterben unter mysteriösen Umständen. Die Polizei geht zunächst von unglücklichen Unfällen aus, doch Pulaski kommen Zweifel. Denn alle Toten wurden an ihrem Todestag mit einer Frau in rotem Abendkleid gesehen, die jedoch unauffindbar zu sein scheint...

Das Buch ist ein regelrechter Blickfang. Die abgebildete Distel sticht einem sofort ins Auge und die Blüten/Blätter lassen sich mit den Fingern ertasten. Je nach Winkel sieht das Cover entweder silber glänzend und unversehrt aus, oder matt grau und zerkratzt. Alles in Allem sehr gelungen!

Auch der Inhalt vermag wie immer zu überzeugen! Die Fälle in Deutschland und Österreich sind auf nachvollziehbare Weise miteinander verknüpft. Mit Evelyns Assisstent ist in diesem Band ein neuer Charakter aufgetaucht, der auch eine größere Rolle im Geschehen spielt. Dieser ist sympathisch beschrieben und äußerst gewieft. Pulaskis Tochter und ihre beste Freundin bekommen in diesem Teil auch größere Auftritte, was mir sehr gut gefallen hat. Der Fall ist sehr spannend, zuerst wird man ein bisschen auf die falsche Fährte geführt, doch nach ein paar Hinweisen wird einem die wahre Identität des Mörders klar, was ich jedoch nicht als negativ empfinde. Im Gegenteil finde ich es auch mal toll, wenn meine Schlussfolgerungen stimmen. :D

Ich kann dieses Buch sowie die ganze Reihe nur wärmstens empfehlen und gebe 5 Sterne.

04.10.2018 15:08:27
Isabel (engi)

Dieser dritte Teil der Reihe um Anwältin Evelyn Meyers in Wien – neuerdings mit Assistent Florian Zock – und dem etwas schrulligen aber sehr liebenswerten Kommissar Walter Pulaski in Leipzig hat es mal wieder in sich und macht gleich von Anfang an Spaß. Wie im Klappentext beschrieben, bekommen wir als Leser eine Mordserie präsentiert, die es in sich hat. Aber fielen diese Herren wirklich immer einem Mord zum Opfer? Können die paar Bluttröpfchen wirklich tödlich sein? Die Wahrheit lässt einem das Blut in den Adern gefrieren …
Der sympathische Autor Andreas Gruber zieht auch diesmal wieder alle Register. Mit rasantem Schreibstil und gekonnten Szenenwechseln in jedem Kapitel hält er seine Leser im Bann. Diesmal wird es persönlich, besonders für Pulaski, denn seine eigene Tochter wird mit in den Fall gezogen und befindet sich schließlich in Lebensgefahr. Doch auch Pulaski selbst muss sich im wahrsten Sinne des Wortes „warm anziehen“ um hier heil rauszukommen. Während Evelyn und Flo verzweifelt der Frau im roten Kleid hinterher jagen, wird es für alle Betroffenen immer enger … wer wird das nächste Opfer in diesem „Rachewinter“? Von mir, wie immer bei Herrn Gruber, eine klare Leseempfehlung und bitte mehr davon - ich freue mich jetzt schon auf den Rachefrühling!

01.10.2018 14:54:26
leseratte1310

In Wien beobachten zwei Arbeiter vom Dach eines Hauses aus ein Paar beim Sex. Doch bald weicht ihre Belustigung dem Entsetzen, denn der Mann wird getötet und sie haben den vermeintlichen Täter mit ihrem Handy gefilmt. Der Verdächtige will von Evelyn Meyers anwaltlich vertreten werden. Als Evelyn Akteneinsicht bekommt, erkennt sie, dass die Ermittlungen sehr schlampig durchgeführt wurden und sie beginnt, unterstützt von ihrem Assistenten Florian Zock, eigene Nachforschungen anzustellen.
In Leipzig wird Kommissar Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst zu einem Todesfall in einem Motel gerufen. Alles deutet auf einen Unfall hin, auch wenn der Hotelbesitzer eine Frau gehört haben will. Pulaski aber glaubt nicht an einen Unfall, doch er ist nicht mehr zuständig. Außerdem kannte er den Toten.
Der Krimi lässt sich sehr flüssig lesen. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Tempo und Spannung.
Leider habe ich „Rachesommer“ und „Racheherbst“, die Vorgängerbänder dieser Reihe, noch nicht gelesen, was ich unbedingt ändern muss.
Evelyn ist eine sympathische Frau und eine engagierte Anwältin. Auch in diesem Fall nimmt sie ihren Job sehr ernst. Kaum hat sie das Mandat angenommen, gesteht ihr Mandant Michael von Kotten die Tat. Warum aber wird sie dann von seinem Vater bedroht? Wenn ihr Gegenwind ins Gesicht bläst, motiviert sie das umso mehr, sich reinzuhängen und schon bald stößt sie auf einige Ungereimtheiten. Ihr Mentor Oberstaatsanwalt Ostrovsky scheint eigene Interessen in dem Fall zu haben und ist bereit das Gesetz zu dehnen.
Aber auch Pulaski lässt sein Fall nicht los. Der tote Klaus Hinze hat eine Tochter, die mit seiner Tochter Jasmin befreundet ist. Obwohl er nicht ermitteln darf, hat er den Mädchen ein Versprechen gegeben und das muss er halten, wenn er verhindern will, dass Nina und Jasmin auf eigene Faust recherchieren. Die aber lassen sich auch nicht so leicht ausbremsen und man spürt, dass die kriminalistischen Gene in Jasmin auch durchschlagen.
Mir hat auch Flo gut gefallen, der Evelyn toll unterstützt und auch ziemlich gewieft ist.
Aber auch die vielen Nebencharaktere sind alle interessant und sehr facettenreich herausgearbeitet, auch wenn mir die meisten davon ziemlich unsympathisch waren.
Es gibt weitere Tote, die anscheinend alle mit einer Frau im roten Kleid zu tun hatten, und Evelyn und Pulasky müssen wieder einmal zusammenarbeiten, um den Fall zu lösen.
Obwohl dieser Thriller rasant und hochspannend ist, gibt es aber auch immer mal wieder humorvolle Einlagen. Obwohl schon recht früh, einiges offensichtlich wurde, gibt es am Ende doch noch eine handfeste Überraschung und es geht in einen dramatischen Showdown.
Ich kann diesen superspannenden Thriller nur empfehlen.

01.10.2018 11:15:20
isa21

Ich hatte mich sehr auf den neuen Krimi von Andreas Gruber gefreut.Wie üblich bei der Pulaski-Meyers Reihe gab es auch bei diesem zu Beginn erst einmal zwei Handlungsstränge – der eine spielte in Wien (dieser ist wesentlich präsenter), der andere in Leipzig bis es zum Showdown in Bad Dürrenberg kam.
Das Buch beginnt damit, dass zwei Handwerker einen Mord beobachten und filmen. Aufgrund dieses Mitschnittes kann der Mörder ermittelt werden, es ist der Sohn des Besitzers einer Casinogesellschaft. Evelyn Meyers übernimmt die Verteidigung von Michael Kotten, da sie und ihr Assistent Flo Zock an dessen Unschuld glauben.
In Leipzig wird der Klaus Hinze, Vater von Jasmin’s Freundin Nina tot aufgefunden. Jasmins Vater, Walter Pulaski, übernimmt die Ermittlungen; da allerdings davon ausgegangen wird, dass es ein Unfall war, werden die Ermittlungen eingestellt. Im Laufe der nächsten Tage geschehen weitere Morde in Deutschland, alles Mitarbeiter der Casinogesellschaft Kottens und jedes Mal spielt eine „Frau in rotem Kleid und Pelzmantel“ eine Rolle. Pulaski glaubt nicht an einen Unfall von Ninas Vater und ermittelt inoffiziell weiter; auch weil er es seiner Tochter versprochen hat.
Zum Schluss kommt es zum Showdown in der Villa Kottens – wo plötzlich die Ermittler alle Gefahren naiv auf sich zukommen lassen; wo sie doch im Vorfeld so clever waren. Auch wurde meiner Ansicht das Ende sehr in die Länge gezogen.Rachewinter ist ein Thriller der sich mit dem Thema Transgender befasst; sich aber auch um eine kaputte Familie eines großen Wirtschaftsunternehmens dreht. Andreas Gruber hat sich dieses Mal eines Themas gewidmet, das nicht unbedingt mein Favorit für einen Krimi ist. Er hat die Charaktere seines Buches, nicht nur Pulaski und Meyers (auch Flo, Jasmin, Nina …) gut herausgearbeitet und zum Ende des Buches auch geschafft, einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen.Ich war von diesem Gruber enttäuscht. Zu Beginn las er sich langatmig, wurde ab der zweiten Hälfte etwas spannender, aber mir gab es zuviele Detail-Beschreibungnen von Gewalt- und Sexszenen. Auch gab es für mich einige Ungereimtheiten, z.B. wie schafft es Pulaski sich aus dem See zu retten, wo er sonst bei geringsten Anstrengungen sein Asthma-Spray benötigt …

28.09.2018 19:30:47
HexeLilli

Von hexelilli
Der dritte Fall für Evelyn Meyers und Walter Pulaski.
Das Buch spielt in einem Zeitraum von 10 Tagen, abwechselnd in Wien und Leipzig. Kurze, knappe und schnell zu lesende Kapitel.
Die Rechtsanwältin Evelyn soll in Wien die Verteidigung für einen Mörder übernehmen. Gemeinsam mit ihrem Assistenten Florian deckt sie eine ungeheuerliche Familiengeschichte auf. In Leipzig und Umgebung sterben einige Männer auf mysteriöse Weise. Alle haben sich vor ihrem Tod mit der gleichen geheimnisvollen Frau getroffen. Die Spur führt nach Wien.
Das Buch hat mich gleich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Von Anfang bis Ende spannend. Eine Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. Auch die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, auf keinen Fall aufgeben.
Hier ist Andreas Gruber ein super spannender Thriller gelungen, denn ich nur wärmstens empfehlen kann.

27.09.2018 14:13:37
Darts

Rachewinter ist der dritte Teil der Reihe mit der Anwältin Evelyn Meyers(Österreich) und Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski (Deutschland) und spielt im März, aber der Winter ist noch einmal richtig zurückgekommen.
Man muss die beiden Vorgänger Bände nicht gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.
Zwei Dachdecker beobachten und filmen bei ihrer Arbeit auf einem Wiener Dach eine heiße Sexszene und einen anschließenden Mord. Aufgrund dieser Aufnahme kann der Täter schnell ermittelt werden. Es handelt sich um Michael Kotten. Evelyn Meyers übernimmt die Verteidigung und stolpert, zusammen mit ihrem Praktikanten Flo, über einige Ungereimtheiten.
Kurze Zeit später wird in Leipzig, in einem Motel ein Toter aufgefunden. Pulaski vom Kriminaldauerdienst erkennt den Toten. Es handelt sich um den Vater von Nina, der besten Freundin seiner Tochter Jasmin. Er will nicht an einen Unfall glauben und ermittelt auf eigene Faust weiter. Es stellt sich heraus, dass innerhalb von vier Tagen vier Tote aufgefunden wurden und alle hatten Kontakt zu einer sehr hübschen dunkelhaarigen Frau in einem auffällig roten Kleid. Wer ist die unbekannte Frau? Nicht nur Pulaski sucht nach ihr, auch die beiden Mädchen entwickeln sich zu kleinen Detektivinnen.
Eine Spur führt nach Österreich und Pulaski kennt nur eine vertrauensvolle Person dort. Evelyn Meyers. Als sich herausstellt, dass sich ihre Fälle mal wieder überschneiden, fliegen Evelyn Meyers und Flo kurzerhand nach Leipzig.
Hier kommt es zum großen Showdown.
Andreas Gruber hat wieder einen spannenden Thriller auf den Markt gebracht. Mit seinem tollen Schreibstil hat er es wieder geschafft, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte, bis man endlich weiß, wer der wahre Täter ist. Die Hauptpersonen sind sympathisch und sehr menschlich beschrieben.
Ja, Herr Gruber, Sie dürfen mir weiterhin die Freude und Ehre erweisen und für mich, in Ihren Büchern, morden.

24.09.2018 11:10:49
subechto

Lady in Red

Um es gleich vorweg zu sagen, das neue Werk von Andreas Gruber ist der Hammer!
Seit Rachesommer (2011) bin ich ein Fan des Österreichers. Endlich ein neuer Fall für den Leipziger Kommissar Walter Pulaski und die Wiener Anwältin Evelyn Meyers. Rachewinter ist der dritte Band nach Racheherbst (2015). Die Vorgänger hatten mich begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Was für ein krasser Prolog: Zwei Bauarbeiter beobachten in Wien den Mord an Johann Wulf. Offenbar ist der Täter eine brünette Frau in einem roten Kleid. In einem Leipziger Motel stirbt Klaus Hinze. Auch er war wohl nicht alleine dort. Wo ist die Verbindung?
Rachewinter ist ein Thriller, der Transgender thematisiert. Aber er geht auch um falsche Identitäten - und Rache. Und um die kranke und kaputte Familie eines Wirtschafts-Tycoons.
Andreas Gruber hat erneut eine sehr komplexe und wirklich spannende Geschichte über die dunkle, abgründige Seite der Menschen geschrieben. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz:
Zitat: „Poison von Alice Cooper. Mein Gott, was hatten die bloß mit diesem Lied gemacht? Es klang nach DJ Hab-keine-Stimme featuring DJ Kann-nicht-singen beim Wettschnüffeln an einem Heliumballon.“
Gekonnt springt der Autor durch Zeit und Raum. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Eine Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll - bis zum furiosen Showdown.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Pulaski und Evelyn sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Neu dabei, Evelyns Assistent Florian Zock. Auch Pulaskis Tochter Jasmin sowie deren Freundin Nina, die Tochter des zweiten Toten, sind mit von der Partie.
Rachewinter ist ein Thriller, der diese Bezeichnung wirklich verdient. Teilweise atemlos, zuweilen richtig heftig, sehr gut lesbar und mit einer Thematik, die nicht schon x-fach kriminalliterarisch abgearbeitet wurde.

Fazit: Wiener Schmäh mit Tiefgang. Starker Stoff. So muss Thriller!