Der Zug

Erschienen: Januar 1963

Bibliographische Angaben

  • Paris: Presses de la Cité, 1961, Titel: 'Le train', Seiten: 220, Originalsprache
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1963, Seiten: 173, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • München: Heyne, 1973, Seiten: 126, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • Zürich: Diogenes, 1986, Seiten: 178, Übersetzt: Trude Fein
  • Zürich: Diogenes, 2012, Seiten: 176, Übersetzt: Trude Fein, Bemerkung: Ausgewählte Romane in 50 Bänden, Bd. 44

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Als im Mai 1940 die Deutschen in Belgien einmarschieren, stürmt Marcel Feron mit den anderen Bewohnern des nordfranzösischen Ardennenstädtchens Fumay den nächsten Zug nach Süden, Richtung Sicherheit. Während seine schwangere Frau und die kleine Sophie erster Klasse reisen dürfen, wird Marcel zusammen mit anderen Gesunden in einen Viehwagen verfrachtet. Bei jedem Zwischenhalt drängen sich neue Flüchtlinge in den brechend vollen Zug, Belgier, Holländer und auch eine aus dem Gefängnis von Namur getürmte Halbjüdin, Anna. An der Loire wird Marcels Viehwagen vom restlichen Zug abgehängt. Zwischen der todesmutigen Widerstandskämpferin Anna und dem kriegsuntauglichen braven Marcel entsteht eine leidenschaftliche Liebe, die den beiden zwei Jahre später zum Verhängnis wird.

Der Zug

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Letzte Kommentare:
07.01.2015 16:10:28
Alois Becker

Ein ganz großer Roman, den man unbedingt lesen sollte, auch wenn man die Verfilmung vielleicht schon kennt.Das Thema ist zwar nicht erfreulich, aber zeitgeschichtlich bedeutsam, das Schlusskapitel vor allem einmalig gut.Es gehört für mich unbedingt zum Allerbesten, was Simenon jemals geschrieben hat.

12.11.2006 17:56:21
Tilman

Klassischer Simenon: dichte, drückende Atmosphäre; wenige handelnde Personen. Eigentlich mehr eine Lovestory in Zeiten des Krieges, als ein Krimi. Schildert die Folgen von Entwurzelung und Vertreibung, die Gleichgültigkeit und cape diem sind.
Mir gefällt an Simenon generell, daß ich mich nicht durch 600 Seiten mehr oder weniger intelligenter Handlung kramen muß, wie es bei Rankin und Konsorten der Fall ist. Die Fälle und GEschichten sind drückend realistisch, haben ein Personentableau das interessiert und nicht klamottenfilmmäßig aufgeblasen wird. Die Themen scheinen dem Leser gleich um die Ecke zu liegen.
Einfach Simenon.