Der Angstmann

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Der Audio Verlag, 2016, Seiten: 1, Übersetzt: Heikko Deutschmann, Bemerkung: Ungekürzte Lesung

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Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...

Der Angstmann

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Letzte Kommentare:
22.07.2020 19:22:48
Stefan Roth

Da ich ein Fan historischer Kriminalromane bin war ich auf Frank Goldammers Buch „Der Angstmann“ äußerst gespannt. Der Autor lässt Kommissar Heller im Dresden der Jahre 1944/45 in einer Mordserie ermitteln. Man merkt das der Autor gebürtiger Dresdner ist, da er immer wieder mit profunden Ortskenntnissen glänzt.

Der geschilderte Fall wird durch das damalige Zeitgeschehen „getragen“, die Schilderung der Nazi Diktatur und der späteren russischen Besatzung ist fast schon so etwas wie der Klebstoff für das gesamte Buch. Überaus deutlich wird dies in der Schilderung des alliierten Fliegerangriffs im Februar 1945 auf Dresden. Die Feuerwalze, die sich damals durch Dresden bewegte und tausende Tote forderte, wird dermaßen dramatisch geschildert, dass man als Leser die „Hitze körperlich spüren kann“, wohl der Höhepunkt des gesamten Buches.

Der bis dahin sehr gute Gesamteindruck des Buches wird meines Erachtens nach zum Ende hin etwas geschmälert. Das Buch erinnert mich dann leider an irgendeinen beliebigen „Blutschocker“, wie sie heutzutage öfter geschrieben werden. Hier ist mir dann eindeutig, ohne spoilern zu wollen, ein Irrer zu viel am Werk. Leider wollte der Autor hier wohl zu viel und es wäre sicher besser gewesen, wenn der Fall ganz „normal“ aufgeklärt worden wäre.
Trotzdem ist „Der Angstmann“ ein guter historischer Kriminalroman der Lust auf Teil 2 der Reihe macht und mir

85 von 100 °

wert.

09.02.2020 11:49:44
Lotse

Ein hervorragender Roman! Die historischen Ereignisse - die Bombardierung Dresdens, das Ende des 2. Weltkriegs und der Nazizeit sowie die ersten Tage nach Kriegsende mit der Besatzung durch die Russen - werden eindrucksvoll beschrieben.
Im zweiten Teil nimmt der Roman an Spannung Fahrt auf.
Das Buch macht Lust auf mehr. Ich werde die weiteren historischen Romane um Kriminalinspektor Max Heller auf jeden Fall lesen.

21.07.2018 16:58:05
Georgia K.

Als Dresdner Kind, Jahrgang 1954, habe ich noch viele Trümmer in Dresden in Erinnerung. Deshalb hat mich der Roman auch so gefesselt. Von Anfang an spannend und geschichtlich informativ. Ich wohne in Gruna und konnte mich deshalb auch gedanklich sehr gut orientieren.Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle von Max Heller.

26.11.2017 17:09:50
benfi

Als das Buch bei vorablesen.de präsentiert wurde, musste ich mich einfach bewerben; das Setting eines Kriminalfalles inmitten des zweiten Weltkrieges war schon ein sehr ungewohntes. So kam ich dazu, den Roman im Vorfeld lesen zu dürfen und mein Gespür hatte mich nicht enttäuscht! Von Beginn an ist der Roman mit seiner beklemmenden und bedrohlichen Atmosphäre sehr einnehmend und fesselt den Leser regelrecht an die Seiten - man duckt sich regelrecht bei den Bombeneinschlägen. Denn wie auf den Seiten niedergeschrieben berichteten es auch unsere Großeltern, als zum Beispiel die Sirenen losgingen und man in der Ferne schon das Dröhnen der britischen Flieger hörte. Ich denke, der Autor Frank Goldammer hatte zur Roman-Idee vieles bei Opa/Oma oder sogar noch bei den Eltern erfragen können. In diesem sehr aufdrängenden Schauplatz eine Mordserie hineinzupacken ist dann schon ein Kunstgriff, der dem Schriftsteller aber gut gelungen ist. Da er jedoch augenscheinlich von Beidem berichten wollte, war das Kriegsgeschehen und dessen Umstände für alle Beteiligten anfangs im Vordergrund. Doch knapp nach dem halben Roman rutscht die Jagd nach dem Frauenmörder in den Vordergrund, welcher nicht minder bedrohlich umherwandelt und den Tod bringt. Mit Max Heller hat sich Goldammer einen ziemlich sympathischen Helden geschaffen, der jedoch bestimmt keiner sein mag, aber durch seine Charakterstärken in solch einer Zeit einer ist. Vernünftigerweise auch mit den natürlichen Schwächen, schließlich ist der Kriminalinspektor nicht mehr der Jüngste. 'Der Angstmann' ist ein Krimi mit Thriller-Elementen in einer trostlosen und unsicheren Zeit, die den damaligen Wahnsinn authentisch aufzeigt und den Leser spielend in die Mitte des letzten Jahrhunderts zieht. Geschaffen durch einen guten neuen deutschen Schriftsteller - den Namen Frank Goldammer sollte man sich unbedingt merken!
85 Grad

31.10.2017 12:45:54
Andreas Beys

Habe das Buch in einem kleinen Buchladen in Bad Münstereifel empfohlen bekommen. Ich wollte endlich noch einmal einen „richtig guten Kriminalroman lesen“. Ohne Erwartungen fing ich an zu lesen und stellte schnell fest, dass ich ein Meisterwerk in der Hand hielt. Jetzt, wo ich vor gut 30 Minuten zu Ende gelesen habe, wollte ich unbedingt mehr über Herrn Goldammer erfahren. Ich dachte eben noch, wie toll es wäre, wenn „Der Angstmann“ mit Max Heller der Start einer Krimireihe wäre. Schön, dass ich eben feststellen durfte, dass Herr Goldammer der gleichen Meinung zu sein scheint und bereits eine Fortsetzung veröffentlicht hau und ich mir gleich direkt kaufen werde. Vielen Dank, Herr Goldammer. Vielen Dank auch für die Zeitreise in eine Zeit, die für uns heute unvorstellbar ist. Sie haben so gut geschrieben, als wäre man dabei. Insbesondere die Bombennacht im Februar ist unglaublich gut gelungen, es war sehr bedrückend mitzuerleben, was damals in dieser Nacht in Dresden passiert ist. 5 Sterne mit Ausrufezeichen. Danke

29.12.2016 17:40:29
wampy

Buchmeinung zu Frank Goldammer – Der Angstmann

„Der Angstmann“ ist ein Kriminalroman von Frank Goldammer, der 2016 bei dtv Premium als broschiertes Taschenbuch erschienen ist.

Zum Autor:
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, machte aus Faulheit kein Abitur und bereute es sofort, als er sich stattdessen zum Maler und Lackierer ausbilden ließ. Mit Anfang 20 begann er zu schreiben, heiratete zwischendurch, ließ sich scheiden und wurde ein Meister in seinem Beruf. Außerdem hat er drei Kinder mit zwei verschiedenen Frauen.
Kümmert er sich nicht gerade um seine Sippe, dann schreibt er.

Meine Meinung:
Die Stimmung ist so düster wie man sich die Zeit zum Ende des zweiten Weltkriegs vorstellt. Max Heller ermittelt in einer Serie brutaler Frauenmörder. Der Kommissar ist voll auf den Fall fixiert und lässt sich weder von Vorgesetzten noch von seiner Frau und den existenziellen Problemen dieser Zeit aufhalten. Vielleicht ist es dieser Wahn, der es ihm ermöglicht, sowohl unter den Nazis als auch später unter der Roten Armee zu ermitteln. Dabei versucht Heller trotz aller Widrigkeiten fair und gerecht zu handeln. Aber nicht nur sein Charakter ist tief ausgeprägt, auch die Charakterzeichnung der übrigen Figuren überzeugt. Ein weiterer Pluspunkt dieses Romans ist die Beschreibung der Situation der Einwohner Dresdens zu dieser Zeit. Man spürt das Misstrauen gegenüber den Gewinnern der Naziherrschaft, die Furcht vor Denunzierung, die Vorbehalte den Flüchtlingen gegenüber, aber auch die Hilfsbereitschaft anderen gegenüber. Tief beeindruckt hat mich die Schilderung, als Heller nach dem Bombenangriff durch sein Dresden irrt, das nur noch ein großer Trümmerhaufen ist und Heller die Orientierung raubt. Auch das Verhalten der Besatzer wird nicht geschönt. Aber trotz aller Gegensätze finden Heller und sein „Betreuer“ von der Roten Armee einen Weg miteinander zu arbeiten, ja sogar eine Form des Vertrauens.
Gelungen fand ich auch die Schilderung der brutal ermordeten Frauen. Vieles bleibt der Fantasie des Lesers überlassen und wird nicht detailliert geschildert. Gestört hat mich die Schilderung des Umfelds von Klepp, Hellers Vorgesetzten. Da kam einfach zu viel zusammen. Trotzdem fand ich den Roman sehr glaubwürdig.

Fazit:
Ein sehr düsterer Krimi mit gelungener Atmosphäre und historischem Hintergrund – spannend mit einer faszinierenden Hauptperson. Von mir gibt es vier von fünf Sternen oder 85 von 100 Punkten und eine klare Leseempfehlung.

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Bestsellerautor Harlan Thrombey feiert mit seiner Großfamilie, der Haushälterin und seiner jungen, hochgeschätzten Pflegerin Marta Cabrera, seinen fünfundachtzigsten Geburtstag im eigenen luxuriösen Herrschaftshaus. Jeder der anwesenden Verwandten bekommt an diesem Abend eine gut gemeinte, aber existentiell bedrohliche Abfuhr mit auf den Weg. Der Beginn einer unruhigen Nacht, an deren Ende der Hausherr tot aufgefunden wird. Titel-Motiv: © MRC II Distribution Company L.P.

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