Schuld bist du

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • München: Knaur, 2016, Seiten: 352, Originalsprache

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Jörg Kijanski
Interessant verschachtelter Psychothriller

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jul 2016

Nach einer Dienstreise in Vietnam kehrt der Journalist Jakob Auerbach nach Berlin zurück. Am nächsten Tag will er mit seiner Lebensgefährtin Anna und der gemeinsamen Tochter Mia der Hauptstadt den Rücken kehren und ins ländliche Umland ziehen. Doch in seiner Wohnung trifft er niemanden an. Schlimmer noch, die Wohnung ist leer geräumt, an einer Fensterscheibe steht Schuld bist Du. Er glaubt an einen Scherz von Anne, da diese den Umzug nahezu alleine vorbereiten musste und macht sich auf zu dem neu gekauften Bauerngehöft in Brandenburg. Dort angekommen fährt er fast eine Radfahrerin um, bei der es sich um Tamara, seine Freundin aus der Zeit vor Anna handelt. Fast zeitgleich erhält er einen Anruf von Mia, die sich verlaufen hat. Das Gespräch bricht ab und so lässt Jakob das Handy orten. Zurück in Berlin führt ihn die Spur zu Mia in einen Rohbau, wo er die Leiche eines jungen Mädchens findet. Erschreckt und erleichtert zugleich stellt er fest, dass es sich nicht um Mia handelt. Eine neue SMS teilt ihm derweil mit, dass die Koordinaten nicht ermittelt werden können. Ein Anruf bei seinem bestem Freund Lukas scheint die Lösung zu bringen, denn im Hintergrund sind Annas und Mias Stimmen zu hören. Da er noch einen Wohnungsschlüssel besitzt, kann er sich Zutritt verschaffen, doch von den Dreien fehlt jede Spur. Dafür findet er im Schlafzimmer zwei weitere Kinderleichen und erneut den bereits bekannten Spruch an der Wand.

Wilde Odyssee kombiniert mit einem bösen Foul

Die Wohnung leer geräumt, Partnerin und Tochter verschwunden, drei Kinderleichen und dennoch dauert es bis zur Seite 157 bevor sich Jakob dazu entschließt die Polizei anzurufen. Diese erscheint jedoch (wie auch im weiteren Verlauf des Romans) nicht, stattdessen geht Jakobs Odyssee munter weiter. Personen tauchen auf und verschwinden, das Handy hat Empfang oder auch nicht und so fort. Es ist der reine Wahnsinn und genau diesem scheint Jakob anheim gefallen zu sein, denn ansonsten macht die ganze Geschichte keinen Sinn. Allein die Zeiten die Jakob benötigen würde, um all jene Orte zu denen er alleine oder mit Tamara fährt erreichen zu können, bräuchte er deutlich mehr Zeit wie ihm die Romanhandlung zubilligt; diese spielt in nur wenigen Stunden.

Die Handlung wird in zwei Erzählsträngen vorgetragen. Da ist zunächst die Suche Jakobs nach seiner Familie und den sagen wir höchst mysteriösen Vorkommnissen, die einem Horrorfilm zu Ehre gereichen, die den Hauptplot bilden. Daneben folgt ein zweiter Erzählstrang, in dem eine unbekannte Ich-Erzählerin an einem Krankenhausbett verweilt. Der Patient ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen, sein Überleben ungewiss. Um die Zeit zu überbrücken, erzählt ihm die Frau ihre Geschichte, die zugleich auch seine ist.

Für Freunde ausgefallener und actionreicher Plots

Nicht wenig überraschend hängen die beiden Handlungen eng miteinander zusammen. Die Art und Weise wie die Autorin Jutta Maria Herrmann diese jedoch zusammen führt und dabei scheibchenweise durchblicken lässt, was passierte beziehungsweise zum Verschwinden von Anna und Mia führte, ist beeindruckend. Hervorragend verschachtelt sind die Ebenen, sowohl inhaltlich wie auch in der Zeitschiene. Nach und nach klärt sich (fast) alles auf, wobei es die Autorin nicht vermeiden kann hierbei ein böses Foul zu spielen, denn nicht alles ist real, sondern dient vor allem dazu, die Spannung zu steigern und gleichermaßen die Seiten des Buches zu füllen. Woher beispielsweise die eingangs erwähnten Kinderleichen kommen, muss man sich am Ende selber zusammen reimen, dürfte dies allerdings problemlos hinbekommen. Wer außergewöhnliche Plots liebt greift hier zu!

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