Der Gerechte

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • New York: Doubleday, 2015, Titel: 'Rogue Lawyer', Originalsprache
  • München: Random House Audio, 2016, Seiten: 2, Übersetzt: Charles Brauer
  • München: Heyne, 2017, Seiten: 416

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Sebastian Rudd ist kein typischer Anwalt. Seine Kanzlei ist ein Lieferwagen, einge-richtet mit Bar, Kühlschrank und Waffenschrank. Er arbeitet allein, sein einziger Vertrauter ist sein Fahrer, der zudem als Leibwächter und Golfcaddie fungiert. Sebas- tian Rudd verteidigt jene Menschen, die andere als den Bodensatz der Gesellschaft be- zeichnen. Warum? Weil er Ungerechtigkeit verabscheut und überzeugt ist, dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient. Mit Sebastian Rudd hat John Grisham seinen brillantesten, eigenwilligsten und leben- digsten Helden geschaffen. Der Gerechte ist hart, clever und packend und zeigt den Meister des Justizthrillers in Höchstform.

Der Gerechte

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Letzte Kommentare:
06.10.2018 23:05:13
Martina

Ich bin ein riesiger Grisham Fan aber leider habe ich nicht die Begabung so detailliert das Buch zu dokumentieren.
Mein Fazit, es ist eine spannende Urlaubslektüre, man möchte auf Jedenfall wissen wie es weitergeht. Zwischendurch will man fast aufgeben und dann merkt man, das jede Geschichte und das Dasein vom Anwalt weiter erzählt wird. Letztendlich, sehr spannend. Ich wünschte mir einen 2. Teil :)

08.10.2017 21:44:17
Peter Kieper

Dieses Buch hat mir nicht besonders gut gefallen. Zwar weicht es ein bisschen von den üblichen "Grishams" ab, von denen man eigentlich sagen kann: "Kennt man einen - kennt man alle" - aber trotzdem ist es "Dutzend - Ware", also recht oberflächlich und auf bloße Spannung gestrickt. Das literarische Pendant zu Currywurst mit Pommes - was ja manchmal nicht zu verachten ist. Irgendwie wirkt das Buch auf mich auch "zusammengestückelt" - also mehr wie eine Sammlung einzelner Kurzgeschichten und nicht wie ein ganzheitlicher Roman. Bitte, lieber Herr Grisham, machen Sie daraus keinen "Serienhelden" !

29.01.2017 18:57:28
mikes

Ein Buch, wie es besser in die Zeit eines Donald Trump als amerikanischen Präsidenten-Darsteller nicht passen könnte. Wer noch die Illusion hatte, die US of A seien ein Rechtsstaat, wird in diesem Buch eines besseren belehrt - vorausgesetzt, man nimmt Grishams Darstellung ernst, und nach dem, was man in den europäischen Medien über das amerikanische Rechtssystem so erfährt, kann man das wohl.
Da wollen die Bewohner einer hinterwäldlerische Kleinstadt lieber mit Ihrem miesen Leben "weiterkommen" und einen "Dropout" wegen eines Doppelmordes, den er nicht begangen hat, in die Todeszelle bringen, als zu erfahren, was tatsächlich hinter dem Verbrechen steckt. Der gewählte Staatsanwalt hat bei diesem Spiel allein seine Karriere im Blick, die Fakten stören da nur. Und dem ebenfalls gewählten Richter ist das alles scheißegal, solange er nur Ruhe in seiner ach so christlich-fundamentalen Gemeinde hat. Welcome, alternative facts. Wer verstehen will, was für Leute es sind, die Trump wählen, der kann in diesem Buch einige - wenn auch fiktive - kennenlernen.
Die Hauptfigur ist die vielleicht beste, die Grisham bisher erfunden hat. Ein Außenseiter, schwer gewöhnungsbedürftig, ein moderner Phillip Marlowe in Anwaltsrobe, (fast) ohne Freunde, ohne Familie und mit einigen mehr als fragwürdigen Hobbies. Ein Außenseiter mit einem unbeirrbaren Hang zur Gerechtigkeit, aber ohne alle Illusionen und ziemlich ohne Skrupel. Wenn das "System" - gemeint ist das amerikanische Justizsystem - bis ins Mark unfair ist, dann muss man es eben mit seinen eigenen Waffen schlagen und mindestens genauso unfair sein.
Grisham sprudelt auch in diesem Buch über vor Ideen, und das hat - wie in vielen seiner Bücher - den nicht immer überzeugenden Effekt, dass viele Erzählstränge nicht konsequent zu Ende geführt werden. Das hinterlässt einen einerseits unzufrieden, andererseits möchte man mehr erfahren von diesem Sebastian Rudd und seinem einsamen Kampf gegen die Justiz, aber auch gegen die Naivität seiner eigenen Mandanten, die - wie der von ihm zunächst protegierte und später verteidigte kubanische "Martial Arts Fighter" - der meint, das System mit kruden Mitteln zu seinen Gunsten manipulieren zu können.
Beeindruckt hat mich aber vor allem die Schonungslosigkeit, mit der Grisham sein eigenes Land und dessen Art, Recht zu sprechen, kritisiert. Vielleicht ist es ja nur die die überhebliche Sicht des Europäers, aber wenn die Dinge dort auch nur ansatzweise so laufen, wie sie hier beschrieben werden, dann wundert einen nicht mehr viel, und man fragt sich, was aus dem Land geworden ist, das uns einst die Demokratie (zurück-)brachte.
Und so kann ich meine bereits zu seinem letzten Buch geäußerte Meinung hier nur wiederholen: Grisham ist keineswegs die auf 900 Vokabeln begrenzte Hohlbirne, als die ihn die etablierte Kritik so gern darstellt. Er ist vielmehr - soweit ich das als einer, der Amerika zuletzt vor 30 Jahren besucht hat, beurteilen kann - ein kritischer Kopf, der uns auch diesmal wieder auf sehr unterhaltsame und spannende Weise mehr über sein Land wissen lässt, als es so manch kluger Zeitungsartikel vermag. Allerdings frage ich mich auch diesmal wieder, wie jemand in so kurzer Zeit so viele Ideen entwickeln und niederschreiben kann. Ich vermute einmal mehr eine Werkstatt mit namenlosen "Hilfsschreibern". Sei´s drum, die Lektüre lohnt sich trotzdem allemal. Isgesamt 92°.

22.11.2016 21:21:05
walli007

Street fighting years

Sebastian Rudd, Anwalt, arbeitet alleine. Vater ist er aus Versehen, dennoch versucht er eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen, der bei Rudds Ex-Frau lebt. Ein richtiges Büro hat er nicht, nur einen umgebauten Van. Nur einen Mitarbeiter hat er, der fast so etwas wie ein Freund ist und Bodyguard und Chauffeur. So ziemlich jeden Fall nimmt Rudd an, den des unter Mordverdacht stehenden Gard, den des braven Hausbesitzers, dessen Haus von einem Swat Team unter Beschuss genommen wurde. Und immer der Streit mit seiner Ex um das Umgangsrecht mit seinem Sohn.

Was treibt ihn an, möchte man sich fragen. Etwas haltlos wirkt er, einzig auf die Tätigkeit als Anwalt konzentriert. Ohne Illusionen, was das amerikanische Rechtssystem angeht. Da wird eher gelogen als ermittelt, was wirklich gesehen ist. Selbst die Polizei oder die Staatsanwaltschaft schreckt nicht davor zurück, das Recht zu biegen oder gar zu brechen, wenn es darum geht einen Fall vor Gericht zu bringen. Ein Urteil, irgendein Urteil, das scheint das einzige Ziel zu sein. Kein Wunder, dass Rudd sich befleißigt fühlt, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und meist macht er seine Sache gut, selbst wenn er persönlich in Gefahr gerät oder bedroht wird. Doch besteht nicht die Gefahr, das ein Fall im das Genick bricht.

An einen Charakter wie Sebastian Rudd muss man sich erstmal gewöhnen. Er wirkt recht kühl und von seinen Fällen erzählt er recht distanziert. Nach und nach aber gewinnt man mehr Verständnis für die Art des Anwalts. Wenn kein anderer bereit steht, versucht er das beste für seine Klienten heraus zu holen. Verschiedene Verhandlungen werden nacheinander abgehandelt und erst nach einer Weile kristallisiert sich die eigentliche Handlung heraus, um dann gegen Ende wieder ein wenig zu zerfasern. Und so bleibt ein ungewöhnlicher Anwalt und nicht ganz einfacher Charakter mit teils ausgesprochen spannenden und interessanten Fällen, und ein Verlust jeglicher Illusion, die man über das amerikanische Rechtssystem in seiner praktischen Ausführung gehabt haben könnte.

28.06.2016 14:15:06
oldman

Da ist dem Vielschreiber doch tatsächlich wieder ein sehr gutes Buch gelungen. Der Protagonist arbeitet mit allen juristischen Tricks, folgt aber seinem Kodex, der besagt, dass jeder einen Anspruch auf Verteidigung hat. Im wesentlichen ist der Plot eine Abrechnung mit der Justiz und den darin agierenden Personen im allgemeinen und der amerikanischen im besonderen. Hier geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern nur um Gewinnen und Verlieren. Dabei ist den involvierten Parteien wirklich jedes Mittel recht. Wer sich nach dem Lesen dieses Romans noch der Illusion hingibt, Jurisprudenz sei eine auf Fakten basierende Wissenschaft, dem ist wirklich nicht zu helfen. Im übrigen ist die Handlung absolut spannend, das Buch m.E. unbedingt empfehlenswert.