Der Keller

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • London: Arrow Books, 2015, Titel: 'The Cellar', Originalsprache
  • München: Goldmann, 2016, Seiten: 224, Übersetzt: Charlotte Breuer, Norbert Möllemann

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Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne ind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

Der Keller

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Letzte Kommentare:
28.07.2016 05:39:19
Lupine

Der Keller von Minette Walters handelt von Muna, einem 14jährigen Mädchen, das von der Familie Solunde aus einem Waisenhaus unter Vorspiegelung falscher Tatsache herausgeholt wurde und nun der Familie als Sklavin dienen muss. Sie wird misshandelt, nicht nur sexuell sondern auch verbal und körperlich, und muss nachts in einem dunklen Keller schlafen. Erst als der jüngste Sohn der Familie unter unerklärlichen Umständen verschwindet und plötzlich die Polizei im Hause ist, darf sie sich im Haus frei bewegen und wird als Tochter der Solundes ausgegeben. Und Muna sieht ihre Chance, sich zu rächen.
Minette Walters ist eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen und ich war sehr gespannt auf ihr neuestes Buch, besonders da sie schon längere Zeit nichts mehr veröffentlicht hatte. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Das Buch ist so ganz anders als ihre vorigen Bücher. Zeitweise hatte ich schon fast den Eindruck, ein anderer Autor wäre hier am Werk gewesen. Dazu kommt, dass das Buch sehr kurz ist, fast schon eine verlängerte Kurzgeschichte. Das ist bei dem Preis, der einem normalen e-book entspricht, etwas ärgerlich.
Am Anfang wird man direkt in das Buch hinein geschleudert ohne einen langsamen Aufbau der Geschichte, etwas was mir nicht so gut gefällt. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Man wußte auch lange Zeit nicht, was ist das für eine Familie, wo leben sie und aus welchem Land kommen sie? Gestört hat mich auch, dass die Textpassagen, in denen Muna mit den einzelnen Familienmitglieder sprach, nicht mit den entsprechenden Anführungszeichen gekennzeichnet waren. Wenn sie oder die Familie aber z. B. mit der Polizei sprachen, waren die Anführungszeichen vorhanden. Das hat mich ziemlich irritiert, da ich mir nie so ganz sicher war, ob diese Gespräche wirklich stattfanden oder nur in den Gedanken von Muna waren. Irgendeinen Sinn muss das Ganze ja wohl gehabt haben, ich weiß nur leider nicht welchen.
Die Geschichte an sich ist ziemlich bedrückend und ich musste manches Mal schlucken bei all den Grausamkeiten, den Misshandlungen und der Bösartigkeit der Familie.
Der Schreibstil war -wie schon oben erwähnt- anders als sonst bei Minette Walters und ich hatte etwas Schwierigkeiten, mich darin zurecht zu finden.
Fazit: Eine traurige und teilweise grausame Geschichte, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnte.

21.04.2016 21:41:21
DaniP

Ein sehr kompaktes und sehr kurzweilig geschriebenes Buch. Normalerweise schrecke ich vor "dünnen Büchern" eher zurück. Dieses ist sehr erschreckend, beängstigend, schockierend, unvorhersehbar, düster, menschlich tragisch... ich kann es so schwer beschreiben, mir fehlen einfach die Worte. Ich gebe 95 Grad!