Mordsommer

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2015, Seiten: 464, Originalsprache

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Brigitte Grahl
Ene mene mu und tot bist du – Mörderspiel in der Eifel

Buch-Rezension von Brigitte Grahl Nov 2015

Staatsanwältin Nina Lehmann erhält einen anonymen Brief, in dem jemand behauptet, ihr Geheimnis zu kennen und sie auffordert, an einen abgelegenen Ort in die Eifel zu kommen. Dort treffen auch die anderen Mitglieder ihrer ehemaligen Clique ein. Sie alle verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Schulzeit. Abgeschnitten von der Zivilisation wird ein Mitglied nach dem anderen umgebracht. Ist der Mörder jemand aus ihrer Mitte? Wem kann man noch trauen?

Der Krimi besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich abwechseln: In der Gegenwart geht es um das "Whodunnit", in den Rückblenden in die Schulzeit enthüllt sich langsam, was damals geschehen ist, was das Geheimnis ist.

Erzählt wird Mordsommer überwiegend in der dritten Person, bis auf kursiv gesetzte Kapitel eines mysteriösen unbekannten Ich-Erzählers, dessen Hasstiraden dem Leser suggerieren, dass es sich um den Mörder handelt.

Das Figurenensemble ist recht groß, zu den sechs Cliquenmitgliedern gesellen sich noch Nebenfiguren. Da fällt es gerade am Anfang nicht leicht, den Überblick zu behalten. Nina steht im Mittelpunkt, der Verlauf der Geschichte wird überwiegend aus ihrer Sicht geschildert. Alle Figuren werden kurz eingeführt, sie bleiben aber oberflächlich und stereotyp. Keine Figur berührt den Leser emotional, auch nicht die Hauptfigur. Identifikation und Mitleid mit den Figuren kommt nicht auf. Dazu trägt auch das Geschehen in der Vergangenheit bei: Jeder aus der Clique ist unsympathisch.

Der Krimi ist daraufhin konzipiert, dem Leser möglichst viele Verdächtige zu präsentieren und dadurch die Spannung zu halten. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der eine "schreckliche" Überraschung andeutet, aber erst in einem späteren Kapitel auflöst, weil dazwischen eine Rückblende erfolgt. Jede Figur baut der Autor zu einem Verdächtigen auf, selbst die Hauptperson Nina könnte infrage kommen. Ständig werden (falsche) Spuren gelegt und Wendungen eingeführt, um die Enttarnung des Mörders in der Schwebe zu halten. Zwischendurch kommt immer mal wieder der anonyme Ich-Erzähler zu Wort. Um die Spannung zu steigern, wird sogar eine Schauergeschichte vorgelesen. Als gegen Ende des Krimis nach dem "Zehn-kleine-Negerlein"-Prinzip die Verdächtigen immer weniger werden, zaubert der Autor noch neue Verdächtige aus dem Hut hervor.

Statt so viele Verdächtige wie möglich zu konstruieren – ein Bemühen, das man dem Buch leider auch anmerkt – hätte dem Stoff Beschränkung auf einen der Handlungsstränge und/oder auf weniger "Personal" sowie Konzentration auf eine Figur, die plastisch und tiefgründig gestaltet wird, besser getan. Auch der Schauplatz der Handlung hätte Potential gehabt, das nicht wirklich genutzt wurde. Die besondere Atmosphäre der Kulisse wird zwar im Nachwort vom Autor als wichtiges dramaturgisches Element des Krimis hervorgehoben, es gelingt Jagusch aber nicht, das erzählerisch spürbar zu machen.

Wer gerne bis zum Schluss rätseln mag, wer der Mörder ist und mehr Wert auf überraschende Plotwendungen statt auf Charaktere und Logik legt, dürfte mit Mordsommer zufrieden sein. Sieht man sich die vielen positiven Bewertungen auf Amazon zu dem Buch an, scheint es davon recht viele zu geben.

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