fremd

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Berlibn: Argon, 2015, Übersetzt: Sascha Rotermund und Christiane Marx

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Vertrau oder stirb Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden? Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?
Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...

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Letzte Kommentare:
22.01.2020 12:50:33
Matt

Ich stimme vielen der Kommentare zu. Aber entweder habe ich es überlesen oder ich verstehe es nicht. Warum soll Erik sterben?

14.01.2020 20:54:47
ViertelVorVier

Hallo!
An sich gefiel mir fremd ziemlich gut. Ich bin ein großer Fan von Ursula Poznanski und mag auch Arno Ströbele Bücher. "Anonym" hat mir bereits sehr gut gefallen. Bei fremd habe ich mich zwar von Anfang an gefragt, wie die Situation zustande kommen könnte, fand aber, dass keine wirkliche Spannung aufgebaut wurde. Die Auflösung kam allerdings sehr spät. Wer denn wirklich hinter allem steckte, war nicht schwer zu erraten, aber gut durchdacht. Zu erfahren, was dahinter steckte war wiederum überraschend. Die Protagonisten waren (wie bei Poznanski und Strobel immer) sehr gut ausgearbeitet und außergewöhnlich. An "Blinde Vögel", "Elanus" und "Aquila" kommt fremd zwar nicht Ran, trotzdem ist das Buch auf jeden Fall gut gemacht.

08.01.2019 20:34:40
alena

Ich habe nicht verstanden. Wo waren alle seine Sachen?

26.10.2018 14:43:21
Petra

Der Klappentext versprach Spannung. Was für eine gute Idee! Die Umsetzung hingegen finde ich weniger gut gelungen. Ich benötige als Leserin keine langen Wiederholungen von Dialogen, um zu verstehen,dass aus zwei Perspektiven erzählt wird. Zum Glück reduziert sich dies später. Das Verhalten der Protagonisten ist in vielen Passagen sehr unrealistisch und lässt eine alptraumhafte Situation eher theatralisch wirken. Löcher im Plot (was bitte ist das genaue Motiv, Joanna zur Mörderin werden zu lassen?) sind ärgerlich. Für zwei Tage Regeneration im Krankenbett eine leidliche Kost.

12.01.2018 23:18:48
BELSL

Ich finde , die Bücher von Podnanski werden immer schlechter.
Sie und Strobel versuchten, einen Psycho-Thriller zu schreiben, obwohl ich von Fitzek in der letzten Zeit enttäuscht war, muss ich sagen, dass er dieses Metier besser beherscht.

Die Idee zu dem Buch ist gut, aber sie hätte viel sorgfältiger ausgefeilt werden müssen. Nach meiner Information kann man keinen Menschen in Hypnose dazu bringen etwas zu tun das ihm absolut widerstrebt, realistisch wäre es gewesen wenn die Protagonistin unerklärliche Wünsche etwas zu tun verspürt hätte, aber ihnen nicht nachgab. Das hätte sehr schön dargestellt werden können. Es ist alles zu flüchtig, zu wenig durchdacht.
In dem Sinn überzeugt auch die Auflösung nicht.
Das Buch ist zu grob, zu holzschnittartig und mir ging es wie meiner Vorschreiberin, ich las es teilweise diagnonal.
Unrealistisch ist auch, dass ein oder zwei Tage auf das rettende Flugzeug aus Australien gewartet werden musste, ein Milliardär hat doch andere Möglichkeiten, kennt andere Piloten, so hätten sie erst einmal nach Spanien fliegen können, in ein anderes Privatflugzeug umsteigen bis sie das Flugzeug aus Australien getroffen hätten.
Das Buch ist ein Schündchen, geeignet die Wartezeit beim Zahnarzt zu überbrücken, leichte, sehr leichte Kost.
Für meine Begriffe erreichte Podnanski nie wieder die Qualität ihres Erstlings
" Erebos."

16.04.2016 10:22:05
Gerlinde Eißler

Der Roman "fremd" gefiel mir im allgemeinen recht gut. Es fiel mir leicht mich in die Situation der beiden Hauptpersonen zu versetzen. Gedächtnisverlust ist mit Sicherheit ein Horrorszenario. Allerdings habe ich von dem Ende des Romans etwas mehr erwartet; das hätte spannender und aufschlussreicher geschildert werden können.
Von Arno Strobel habe ich bereits einige Bücher gelesen und war von allen durchweg begeistert; auch weiterhin werde ich Bücher von ihm erwerben.
Von der Autorin Ursula Poznanski besteht für mich allerdings kein weiterer Bedarf ein Buch zu lesen.

29.11.2015 14:57:07
PMelittaM

Joanna Berrigan will sich zuhause einen gemütlichen Abend machen, als plötzlich ein Fremder vor ihr steht, der behauptet, ihr Verlobter Erik zu sein. Doch Joanna kann sich nicht nur nicht an ihn erinnern, auch lässt sich in ihrem Haus, das sie angeblich mit Erik bewohnt, nichts finden, das Erik gehören könnte. Dann jedoch geschehen Dinge, die nicht nur Joanna an ihrem Verstand zweifeln lassen.

Erzählt wird abwechselnd aus Joannas und Eriks Perspektive, jeweils in Ich-Form, wobei sich die Autoren die Perspektiven geteilt haben, Joannas wird von Ursula Poznanski, Erik von Arno Strobel erzählt, wobei ich jedoch hin und wieder überlegen musste, welche Perspektive gerade erzählt wird.

Durch diese Erzählweise erfährt man das Geschehen aus erster Hand, ein Geschehen, das man sich selbst gar nicht vorstellen kann, wie schrecklich und belastend muss es für die Beteiligten sein. Leider kommt genau das nicht wirklich zum Ausdruck, erzählt wird sehr nüchtern, emotional kann der Roman mich von Beginn an nicht packen und es gelingt mir auch fast durchgehend nicht, mit den Protagonisten mitzuleiden. Insgesamt sind alle Charaktere eher oberflächlich gezeichnet, keiner interessiert mich wirklich, keiner berührt mich, erst im späteren Verlauf kommt mir Erik etwas näher.

Wahrscheinlich liegt es auch am sehr nüchternen Erzählstil, dass ich Spannung vermisste. Zwar wollte ich natürlich wissen, was hinter all dem steckt, jedoch war ich bald versucht, den Roman nur quer zu lesen. Wirklich Spannung kam für mich erst nach ca. 200 Seiten auf. Was da passiert, hinterlässt allerdings auch einen komischen Geschmack bei mir, hier, und auch bei der Auflösung, wollten die Autoren wohl auf aktuelles Geschehen aufspringen, da aber die Auflösung in meinen Augen recht platt und ausgelutscht wirkt, bleibt ein Geschmäckle. Auf den Epilog hätte ich komplett verzichten können. Apropos Auflösung: Hier hätte ich mir etwas Subtileres gewünscht. Leider gibt es auch mehrere Logiklöcher, u. a. ist für mich am Ende nicht nachvollziehbar, warum solch ein Aufwand getrieben wurde, es wäre auch einfacher gegangen.

Gut gefallen hat mir, dass die beiden Erzählstränge wirklich gut ineinander greifen. In der Regel geben sich die Erzähler die Klinke in die Hand, manchmal wird auch eine schon aus einer Perspektive bekannte Szene noch einmal aus der anderen Perspektive berichtet. Das zieht die Geschichte allerdings auch etwas in die Länge und trägt nicht immer zur Spannung bei. Weniger gut gefallen hat mir, dass sehr kleinteilig erzählt wird, was der Geschichte zusätzliche Längen beschert.

Als Leser hat man durchaus die Möglichkeit mitzurätseln, wenn auch für mich schon ziemlich am Anfang eine wahrscheinliche Erklärung feststand, die dann, zumindest in Teilen, auch zutraf. Auf den tatsächlichen Hintergrund bin ich allerdings nicht gekommen, der erschien mir aber auch etwas an den Haaren herbeigezogen und nicht sehr gelungen (wie weiter oben schon festgestellt).

Das war bereits das zweite Buch der Autorin in Folge, das mich nicht überzeugen konnte, schade, denn mein erstes von ihr hat mir sehr gut gefallen. Von Arno Strobel habe ich noch nichts gelesen und nun leider auch nicht unbedingt Lust dazu, das zu ändern. Die Idee des Romans ist großartig, von jetzt auf gleich einen vertrauten Menschen nicht mehr zu erkennen, muss für beide schrecklich sein. Leider hat die Umsetzung meine Erwartungen so gar nicht erfüllt. Ich hätte mir gewünscht, emotional gepackt zu werden, atemlos gespannt zu lesen und eine überzeugende und umwerfende Auflösung zu erhalten. Leider trifft nichts davon zu. Ich bin ziemlich enttäuscht und möchte den Roman auch nicht weiterempfehlen.

Für die Idee, das gute Ineinandergreifen der Perspektiven, die Möglichkeit zu grübeln, was dahinterstecken könnte und die – leider wenigen – Szenen, die ich doch spannend fand, vergebe ich 2,5 Sterne, die ich – sehr wohlwollend – aufrunde.