Trügerische Nähe

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • München: audio media, 2015, Seiten: 6, Übersetzt: Elisabeth Günther

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In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann …

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Letzte Kommentare:
18.10.2015 09:17:18
Lienz

Subtiles Drama bis zum großen Knall – und dann ist noch nichts vorbei. Elisabeth Herrmann hat absolut Recht!

Trau dem Frieden nicht!

Sie ist so verführerisch, diese scheinbare Harmonie…
Doch was geschieht, wenn es gärt unter der geschönten Oberfläche?
Wenn alte Rivalitäten erwachen und schlecht verheilte Wunden aufgerissen werden?
Wenn Provokation keine Grenze mehr kennt?
Wenn aufgestauter Druck sich gnadenlos entlädt?

„Ein liebevoll restaurierter Hof im Grünen. Zwei Paare, die von einem Neuanfang träumen. Ein Gast, der ein gefährliches Spiel beginnt – bis zum tödlichen Ende …“, so der Klappentext.

Das Lob, das Elisabeth Herrmann diesem Krimi ausspricht, ist absolut gerechtfertigt.
Es ist einige Zeit her, dass mich ein Buch derart begeistert hat.
Ich will nicht lange reden, sondern auf den Punkt bringen, warum „Trügerische Nähe“ in meinen Augen so hervorragend ist:
Die Charaktere haben mich tatsächlich in meinen Gedanken begleitet – und sie haben mich bis jetzt nicht losgelassen. Neun authentische Personen sind das – und wenn auch nicht alle gleichmäßig im Vordergrund stehen, so bewegt jeder der Neun die Handlung und treibt sie an.
Mich beeindrucken dabei zwei Dinge: wie sauber und zielgerichtet die Handlungsfäden gesponnen und wie echt Nora, Alex, Marlis, Johannes, Lukas, Livia, Diana, Boris und Hanna sind.
Susanne Kliem schreibt kein Wort zu viel – und auch keines zu wenig. Jedes ihrer Worte ist bewusst gewählt und trifft ins Schwarze.
Die Handlung überzeugt bis ins kleinste Detail, denn ich und du – wir könnten einer der Charaktere sein. Jedes der Gefühle hat jeder von uns schon erlebt. Und daraus entsteht die einem Sog gleiche Spannung (wie bereits eine Kollegin hier gesagt hat) um den Plot, der ein klassisches Rätsel um die Identität des Mörders ist.

Trügerische Nähe ist zudem ein sprachlicher Hochgenuss, weil Susanne Kliem die deutsche Sprache meisterhaft beherrscht und einsetzt, beispielsweise eine Passivform an unerwarteter Stelle, was im Film einem Spezialeffekt gleich käme (S. 225). Dazu schöne Bilder aus Worten gemalt (z.B. S. 74 oder S. 274).

Ganz persönlich gesprochen, finde ich auch klasse, dass die rechtlichen Details vollkommen korrekt sind, insbesondere die Sache mit dem „Mord“ nach deutschem Recht.
Zudem mag ich die zart am Rande anklingende Romanze, die dem Krimi das Tüpfelchen aufs i gibt.

Wenn ich als „Krimikonsument“ ein Mitspracherecht bei der Shortlist für den Deutsche Krimipreis hätte, würde ich „Trügerische Nähe“ auf die Liste setzen.

„Trügerische Nähe“ würde ich jedem empfehlen, der intelligente Spannung mag, egal ob Fan von Klassikern wie Agatha Christie oder eher von blutigen Thrillern. Intelligente Spannung zieht immer.