Schweig für immer

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Toronto: Doubleday, 2014, Titel: 'No safe house', Seiten: 453, Originalsprache
  • München: Knaur, 2016, Seiten: 501, Übersetzt: Silvia Visintini

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:77.5
V:1
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":1,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":1,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}

Familie Archer, vor sieben Jahren knapp mit dem Leben davongekommen, trägt schwer an ihrer Vergangenheit. Cynthia, die Mutter, hat das Trauma einfach nicht überwunden und beschließt, eine Weile getrennt von ihrer Familie zu leben, um wieder ins Lot zu kommen. Der Grund ist nicht zuletzt die vierzehnjährige Grace, die gegen die überbeschützende Haltung ihrer Eltern rebelliert. Terry, der Vater, versucht, seine Familie gegen diese Fliehkräfte zusammenzuhalten. Doch die Zeichen stehen auf Sturm: Die ganze Stadt ist in Aufruhr, weil sich in der Nachbarschaft der Archers ein brutaler Mord ereignet hat. Und Grace ist nicht ganz unschuldig an den Ereignissen.

Schweig für immer

Schweig für immer

Deine Meinung zu »Schweig für immer«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
08.05.2016 20:13:18
Crimehands.com

Linwood Barclay bedient sein eigenes Genre raffiniert. Zumindest kenne ich keinen anderen Autor, der das Feld der menschlichen Ängste so herausragend bespielt wie er. Aber man erkennt eine klare Entwicklung bei Barclay – hat er in seinen ersten Romanen die menschlichen Alltagsängste thematisiert, verbreiterte er in seinen letzten Büchern seine Palette um ein paar Nuancen, so wie bei „Schweig für immer“ und geht in die Richtung, in die man als Mensch eher selten denkt, weil man als Normalo eher selten in solche Situationen kommt, in der ein solches Unglück wie in dem vorliegenden Buch kommt.

Das aktuellste Buch von Barclay auf dem deutschen Markt ist eine Fortsetzung von seinem Debüt als Thrillerautor „Ohne ein Wort, in der die 14-jährige Cynthia von heute auf morgen ihre gesamte Familie verliert, weshalb sie ihre nun 14-jährige Tochter Grace vermutlich am liebsten mit einem GPS-Sender ausstatten würde, damit sie sie nicht verliert. Die Geschichte der verschwunden Familie wabert in „Schweig für immer“ quasi permanent unter der Oberfläche – doch der Plot entwickelt sich dann doch in eine Richtung, die man zunächst nicht erwartet und vielleicht nicht jeder gutheißen wird, der das Buch liest. Bereits „Weil ich euch liebte“ ging in diese Richtung, auch dort kehrte Barclay seinem Hauptthema – die der Alltagsängste – bereits den Rücken und führte uns in den Bereich des organisierten Verbrechens. Das setzt sich hier fort, auch wenn die Verbrechen etwas provinzieller sind.

Auch wenn man in die Rolle von Cynthias Mann Terry schlüpft, ist die eigentliche Hauptperson des Romans der Ganove Vince Fleming, der stadtbekannt ist, dem man allerdings nichts nachweisen kann und deshalb immer noch sein Unwesen in Milford spielt. Milford war zuvor in mehreren Barclays Schauplatz – und auch die Familien Archer mit ihrer Tochter Grace, sowie die Polizistin Rona Wedmore kennt man bereits aus Büchern, die dort spielen. Jedenfalls ist Fleming in diesem Roman Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, auch wenn er selbst erst später auftritt.

Auch wenn der Roman nie langweilig wird, gibt es bei „Schweig für immer“ fast zu viele Erzählstränge, was die Herumhopserei zwischen vier bis fünf Schauplätze für die Geschichte und den Aufbau zwar einerseits wichtig ist, andererseits kann es gerade in dieser Hinsicht doch auch langatmig und kompliziert für den Leser werden – tatsächlich aber nur in dieser Hinsicht, denn der Schreibstil ist, wie man es bei Barclay gewohnt ist, ziemlich rasant und kurzweilig.

„Schweig für immer“ ist ein typischer Barclay, der aber leider aufgrund der Erzählweise nicht heraussticht, aber dennoch durch die Tatsache, dass man in die Rolle des anfangs peripher agierenden Terry schlüpft, der nach und nach immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird, durchaus interessant ist. Man muss die anderen Bücher, die in Milford spielen , nicht unbedingt gelesen haben, allerdings wäre vor allem „Ohne ein Wort“ davor zu empfehlen.

15.03.2016 15:11:21
Edith Sprunck

Ein spannender Thriller mit action von der ersten bis zur letzten Seite. Für das Verständnis ist es allerdings hilfreich, wenn man den ersten Band "Ohne ein Wort" gelesen und den Inhalt auch noch, was bei mir nach so vielen Jahren leider nicht mehr der Fall war, präsent hat. Mord und Totschlag, Geiselnahme, einfallsreiche kriminelle Methoden, an andrer Leute Geld zun kommen, Brutalität gemischt mit Sentimentalität, verquere Lebensphilosophien aus dem Gangstermilieu: das sind die Hauptthemen. Es gibt interessante Verknüpfungen zwischen nicht nur scheinbar ehrbaren Leuten mit Kriminellen, die der Handlung Würze verleihen. Gut und Böse mit verschiedener Gewichtung in verschiedenen Menschen spielen ebenso eine Rolle. Also nichts Tiefschürfendes, aber trotzdem spannend und sehr flüssig zu lesen.