Todesschlaf

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Helsinki: Like Kustannus Oy, 2013, Titel: 'Synkkä niin kuin sydämeni', Originalsprache
  • Berlin: List, 2014, Seiten: 336, Übersetzt: Anke Michler-Janhunen

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Andreas Kurth
Mördersuche wie ein Terrier – zäh und verbissen

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mai 2015

Eine Frau wird entführt, schwer verletzt und vermutlich getötet. 20 Jahre nach diesem Vorfall im Prolog sucht der junge Aleksi die Spur des mutmaßlichen Mörders seiner Mutter. Bereits seit zehn Jahren folgt er Hinweisen, auf die er eher unverhofft gestoßen ist. Seine Vermutungen bleiben für den Leser zunächst nur vage, die von ihm hergestellten Zusammenhänge ziemlich unklar. Aleksi beobachtet seit dieser Zeit die Entwicklung des reichen Henri Saarinen. Der Wirtschaftsboss ist ihm aufgefallen, und er hat alles recherchiert, was ihm zu dessen Leben und Wirken in die Hände fiel. Als jetzt auf Saarinens Anwesen ein neuer Hausmeister gesucht wird, bewirbt sich Aleksi und bekommt die Stelle. Er führt ein riskantes und kompliziertes Versteckspiel auf – und schon gerät bald in den Sog von Saarinens Tochter Amanda. Sie nutzt ihn offensichtlich aus, und hat ihn für eine ziemlich grausame Aufgabe ausersehen. Aleksi gerät dadurch in einen Strudel von Ereignissen, an denen auch Saarinen einen merkwürdigen Anteil hat.

Kriminalistische Feinarbeit

Um es gleich vorweg zu sagen: An die Qualität seines Romans Der Heiler, der von mir auf der Krimi-Couch mit 85 Grad bewertet wurde, reicht dieses Buch von Antti Tuomainen bei weitem nicht heran. Todesschlaf bietet solide Unterhaltung, aber mehr eben auch nicht. Geradezu ärgerlich – aber dafür kann mal wieder der Autor überhaupt nichts – ist die reißerische Schlagzeile auf der Rückseite des Buches: "Ein Thriller so düster wie der finnische Winter". Ich habe wirklich keine Ahnung, wie düster der finnische Winter ist, aber auf dieses Buch passt die Charakterisierung nun wahrlich nicht. Immerhin leistet Aleksi so etwas wie kriminalistische Feinarbeit, sein Instinkt lässt ihn bemerkenswerte Erkenntnisse über Henri Saarinen sammeln und zusammen fügen. Der Coup, sich auf dem Anwesen des Großindustriellen als Hausmeister anstellen zu lassen, verschafft ihm einen Logenplatz, um seine Nachforschungen weiter voran zu treiben.

Spezielle Spannung im Hintergrund

Die Ereignisse in Saarinens Haus verlangen dem Leser etwas Geduld ab, denn vieles wirkt eher harmlos, aber im Hintergrund baut sich eine ganz spezielle Spannung auf. Eine ganze Reihe von Protagonisten wird präsentiert, und ihre Rolle ist teilweise kam durchschaubar. Da gibt es die Köchin, Saarinens Tochter Amanda, ihren Liebhaber, der Chauffeur des Hausherrn ist, und schließlich einen früheren Polizisten, ein guter Bekannter von Aleksi. Es wird lange Zeit nicht klar, ob er mit seiner Spur und seinen Vermutungen richtig liegt. Saarinens Rolle bei der damaligen Entführung ist nämlich nur schwer aufzuklären. Vieles wirkt in diesem Abschnitt eher zufällig, und anders als in „Der Heiler" demonstriert der Autor hier nur durchschnittliches erzählerisches Potenzial. Zuweilen wird nicht wirklich deutlich, ob Tuomainen zu einem schriftstellerischen Kniff gegriffen hat, oder ob er die Geschichte einfach hat laufen lassen.

Viele Wendungen und Nebengleise

In seiner Unbedarftheit, gemischt mit dem unbändigen Willen, den Mörder seiner Mutter zu finden, wirkt Aleksi auf den Leser durchaus sympathisch, aber als richtigen Ermittler vermochte ich ihn nicht zu akzeptieren. Viele Wendungen und Nebengleise machen die ganze Geschichte zwar lesbar und interessant, aber der Vorgänger-Roman war eben ein deutlich anderes Kaliber. Wer Der Heiler nicht gelesen hat, wird vermutlich Todesschlaf positiver bewerten, als es mir möglich war. Immerhin punktete der Roman im Finale nochmals kräftig, denn das Ende bringt so einige Überraschungen, mit denen nicht ohne weiteres zu rechnen war. Hier und da musste man bei der Lektüre gedanklich flexibel sein, aber durch die Spannung, die der Plot insgesamt doch zu bieten hatte, war das Buch durchaus unterhaltsam. Der rote Faden hätte etwas deutlicher sein können, aber unter dem Strich ist auch dieses Buch von Antti Tuomainen lesenswert. Bei seinem nächsten Roman darf er dann gerne wieder zu alter Form auflaufen.

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Letzte Kommentare:
17.02.2019 16:30:22
lobo

Das erste Drittel ist spannend und gut erzählt. Aber dann wird es zunehmend weniger glaubwürdig. Zu viele unglaubwürdige Geschehnisse. Auch die verschiedenen Motive und Verhaltensweisen sind kaum nachvollziehbar.