Dark House

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • München: Droemer, 2015, Seiten: 352, Originalsprache

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Andreas Kurth
Wenn der Psycho-Doktor zum Revival bittet

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mär 2015

Eine Gruppe von Studenten verschiedener Fachrichtungen hat sich um einen Psychologieprofessor geschart. Von ihm lassen sich die jungen Leute zu einem verrückten Experiment überreden. In einem verlassenen Haus richten sie ein Dark House ein - in völliger Dunkelheit soll für zwei Tage alles erlaubt sein. Es geht um totale Kontrolle, Sex, Gewalt, Demütigungen.

Zehn Jahre danach soll es jetzt ein Wiedersehen geben – einige der Teilnehmer wollen das Treffen offenbar auch nutzen, um die damaligen, unglaublichen Vorgänge aufzuarbeiten. Dazu gehörte auch, dass eine junge Frau kurz nach dem unglaublichen Experiment im Dark House offenbar Suizid begangen hat. Und nun versammeln sich die Beteiligten von damals auf einer schwer zugänglichen Halbinsel im Süden Englands. Das Wetter an der Küste spielt verrückt, schon bald ist der Damm zum Festland überschwemmt und unpassierbar – und der erste Tote wird gefunden. Einige geraten in Panik, andere analysieren kühl ihre Lage – bis es den zweiten Todesfall gibt, und die Ereignisse sich überschlagen und völlig außer Kontrolle geraten.

Ein Thriller - und kein konventioneller Kriminalroman

Thomas Kastura ist bislang noch nicht als Thriller-Autor in Erscheinung getreten. Seine Kriminalromane waren solide, gute Arbeit. Lesbar, spannend, aber selten herausragend. Kastura hat so einige Romane zu Papier gebracht, die Raupach-Serie hat ihm dann durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit und wohl auch mehr Leser beschert.

Dark House ist vom Droemer-Verlag nicht als Thriller deklariert worden, aber nach meiner Auffassung ist das Buch auf jeden Fall ein Thriller, und keineswegs ein konventioneller Kriminalroman. Thomas Kastura verlässt hier sein gewohntes Kölner Terrain, und begibt sich mit der Handlung auf die britischen Inseln. Schon die Wahl des Schauplatzes ist clever – und prädestiniert für einen Thriller. Eine Halbinsel, die dann durch Sturm und Wasser von der Außenwelt abgeschnitten wird. Wie geschaffen also für das in der Kriminalliteratur ebenso bekannte wie beliebte "Ausscheidungsmorden".

Thomas Kastura baut enorme Spannung auf

Und obwohl schnell klar ist, dass einer nach dem anderen dran glauben soll, baut Thomas Kastura hier enorme Spannung auf. Der Leser fragt sich einerseits, wen es wohl als nächsten erwischen wird. Andererseits wird das Rätsel, wer von den ehemaligen Freunden denn der Mörder sein könnte, bis kurz vor Schluss nicht gelöst. Zwischen den Morden blicken die Männer und Frauen einzeln oder in Gruppen auf die Zeit im Dark House, die Jahre davor und die wenigen Wochen danach zurück. Die Protagonisten werden einzeln oder als Paar ausführlich vorgestellt und charakterisiert. Das hilft beim Spekulieren, wer denn der Mörder seien könnte. Das Revival in dieser abgelegenen und isolierten Lage bringt von Beginn an viele Spannungen zwischen den völlig unterschiedlichen Personen mit sich – und das heizt die Lage nach den ersten Todesfällen zusätzlich an.

Die Fantasie des Lesers wird weiter angeheizt

Der Autor zieht dramaturgisch einige Register. Das Wiedersehen in isolierter Lage, Sturm und Unwetter, die eingesammelten Handys sind verschwunden, Autoreifen werden zerstochen. Und dann eben die Morde – einer nach dem anderen. Routinierte Leser von Spannungsliteratur mögen einiges erahnen, aber Kastura hat genügend überraschende Wendungen eingebaut. Die Handlung ist enorm rasant, der Autor zeigt sich hier als guter Geschichtenerzähler. Und er lässt die Rückblicke auf das Dark House nicht zu umfangreich ausfallen, was nach meiner Auffassung nur von den aktuellen Geschehnissen abgelenkt hätte. Es gibt einige Rückblicke, weiß auf schwarzem Untergrund gedruckt, aber die sind weniger erhellend als vielmehr rätselhaft. Die Fantasie des Lesers wird weiter angeheizt, aber erfreulicherweise konzentriert sich Thomas Kastura auf die Gegenwart. Dadurch wird eben nicht zu viel an Hintergrund und möglichen Motiven enthüllt, und das ist gut so. Denn so kommt das Ende völlig überraschend – mehr sei hier nicht verraten. Ein lesenswertes und spannendes Buch, das man schon bald nicht mehr aus der Hand legen mag. Thomas Kastura kann Thriller - das sollte er öfter zeigen.

Dark House

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Letzte Kommentare:
09.08.2015 16:21:02
dani.p

Den Anfang empfand ich sehr langatmig, es wurde viel über die Personen erzählt/erklärt und es dauerte mir einfach zu lange bis endlich etwas geschah. Ich war drauf und dran das Buch weg zu legen. Aber, als die Freunde sich endlich trafen, ging es dann so richtig los. Super spannend und ich habe das Buch verschlungen. Den Schluss allerdings empfand ich ein wenig unglaubwürdig, aber das ist ja auch geschmacksache. Alles im allem, fand ich es auch ein gutes Buch.