Endstation Siegfriedplatz

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Bielefeld: Pendragon, 2014, Seiten: 360, Originalsprache

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Jörg Kijanski
Unterhaltsame, aber leichte Krimikost

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Feb 2015

Ein Sieg der Arminia im Pokal gegen einen Bundesligisten will in Bielefeld gefeiert werden und so strömen die Fans in Heerscharen zu den Biergärten am Siegfriedplatz. Bröker hat gerade sein erstes Weizenbier angesetzt als ihn eine junge Frau namens Judith um einen Gefallen bittet. Sie habe dringend etwas zu erledigen, ob er wohl kurz auf ihr Baby aufpassen könnte? Bröker, von jeher hilfsbereit, nimmt den kleinen Julian mit zu sich nach Hause, wo er auf Judith wartet. Diese erklärt ihm später, dass ihr Mann Max kürzlich ermordet wurde und sie nun von zwei Männern bedroht würde, denen Max offenbar Geld schuldet. Max arbeitete bei der örtlichen Sparbank und seit einigen Tagen fehlt auf dem Konto einer erfolgreichen Unternehmerin, bekannt als Bombi, ein größerer Geldbetrag. Bröker nimmt Judith und Julian kurzerhand bei sich zuhause auf und bietet ihr seine Unterstützung. Wenig später taucht jedoch ein verlassener Liebhaber Judiths auf und schlägt Bröker zu Boden, den er fälschlicherweise für seinen "Nachfolger" hält. Bröker beginnt mit Hilfe seines Freundes Gregor zu ermitteln, was es mit Bombi auf sich hat. Dabei fragen sich beide zunehmend, inwieweit sie Judith überhaupt trauen können, denn von einem Liebhaber war zuvor nie die Rede.

 

"Aber als Motiv haben wir doch schon die Unregelmäßigkeiten auf Bombis Konten ausgemacht!"
"Ja, aber gleichzeitig hatten wir auch Zweifel daran, ob es eine gute Idee ist, jemanden umzubringen, von dem man sein Geld zurückhaben will."

 

Der Protagonist ohne Vornamen heißt Bröker oder kurz "B". Bereits zwei Mal konnte er der Bielefelder Polizei bei der Ermittlungsarbeit behilflich sein; besser gesagt, deren Arbeit erledigen (Tod an der Sparrenburg und Campusmord in Bielefeld). So wird Bröker auch gerne der "Mister Marple von der Sparrenburg" genannt, wo er eine Stadtvilla bewohnt. Da ihm zudem seine Eltern ein ausreichendes Vermögen hinterließen, kann der Mittvierziger als Privatier sein Dasein fristen. Damit es nicht zu langweilig wird, hat er vor einiger Zeit den inzwischen 19-jährigen Gregor bei sich aufgenommen, der damals Probleme mit seinen Eltern und der Polizei hatte. Neben den "ermittelnden" Polizisten gibt es somit ein Wiedersehen mit Gregor, der sich gerne mit Bröker verbal duelliert, und mit Charly, Brökers Freundin, die als Journalistin arbeitet.

Sympathische Figuren und humorvoller Erzählstil.

Der Roman lebt von den Figuren! Bröker ist nicht immer der Hellste, stolpert oft durch den neuen Fall und hat mitunter seine Schwierigkeiten mit der Gegenwart. Technischer Fortschritt ist nicht seine Welt, wodurch er immer wieder auf die Hilfe des Computergenies Gregor angewiesen ist, und auch sonst lebt Bröker eher auf konservative Weise. Hauptsache, der besorgniserregende Magenumfang wird durchgehend gepflegt. Gutes Essen und Trinken sind ständige Begleiter Brökers, der sich fatalerweise zu einem Kochkurs über gesundes Essen angemeldet hat. Nachdem er am ersten Tag jedoch feststellen muss, dass in die Grünkernbratlinge gar kein Hackfleisch reingehört, ist seine Begeisterung schnell verflogen. Dann doch lieber ungefragt der Polizei helfen. Wer auf bissige Dialoge und liebenswerte Figuren zählt, der sollte hier mal versuchsweise zugreifen, wenngleich die Geschichte alles andere als bierernst zu nehmen ist und man absolut keine Chance hat, den Fall als Leser zuerst zu lösen. Ein Hauch von "Kluftinger" weht durch die Geschichte, wenngleich Bröker nicht so übertrieben slapstickhaft daher kommt.

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