Anklage

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • New York: Doubleday, 2014, Titel: 'Gray Mountain', Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2015, Seiten: 3, Übersetzt: Charles Brauer
  • München: Heyne, 2016, Seiten: 528

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Samantha Kofer, ambitionierte Anwältin bei einer der größten Kanzleien in New York, wird kurz nach dem Untergang der US-Investmentbank Lehman Brothers von ihrem Job freigestellt. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, die von einem auf den anderen Tag auf der Straße stehen, bietet man ihr einen Deal an: Wenn sie für ein Jahr ohne Gehalt bei einer Non-Profit-Organisation arbeitet, behält sie ihren Job. So verschlägt es Samantha nach Brady, einem kleinen Ort in den Bergen Virginias, wo sie bei einer Beratungsstelle für kostenlosen Rechtsbeistand anheuert. Anfangs noch etwas unbeholfen in der ungewohnten Umgebung, entwickelt Samantha bald ein Gespür für die Nöte der Einwohner Bradys. Menschen, die auf den umliegenden Kohlefeldern jahrelang Schwerstarbeit geleistet haben und nun, ausgebrannt oder erkrankt, von den Kohleunternehmen im Stich gelassen werden. Der tragische Fall eines Arbeiters, der von Elend und Krankheit so gezeichnet ist, dass ihm nur noch wenige Monate zu leben bleiben, lässt Samantha schließlich über sich hinauswachsen. Gemeinsam mit einem befreundeten Anwalt nimmt sie den Kampf gegen die Kohlemagnaten auf und schreckt auch dann nicht zurück, als ihr Leben akut bedroht wird.

Anklage

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Letzte Kommentare:
17.08.2018 21:34:28
Bernd Friedrich

Dieses Buch ist stinklangweilig. Alles total vorhersehbar. Mit Pseudo-Sozialengagement und Sch.. amerikanischem Pathos.
Lohnt sich auf keinen Fall. Dagegen ist ein Glas "Stilles Wasser" wie prickelnder Champagner.
Kaufen Sie von Ihrem Geld lieber die Zeitschrift "Landlust" - da sind wenigstens Bilder drin.

02.06.2017 17:56:12
Edith Sprunck

Das Buch präsentiert sich weder als Krimi noch als Thriller, sondern schlicht als Roman. Das ist realistisch, auch wenn viele Handlungen einen kriminellen Hintergrund haben, der aber meist nicht zu beweisen ist. Auch der Titel trifft für meine Begriffe den Nagel auf den Kopf. Der Roman ist eine einzige "Anklage" gegen ein gesellschaftliches System (in Amerika), das es zulässt, dass Menschen und Natur um des lieben Geldes wegen schamlos geschändet werden, was oft bei beiden zu großem Leid, Tod bzw. Aussterben führt. Die großenteils auch noch staatlich geförderten skrupellosen Machenschaften gigantischer Unternehmen werden erschütternd vor Augen geführt. Und die Macher schrecken im "Notfall" auch nicht vor einem Mord zurück. Mit krimineller Energie treiben sie Menschen in Armut und Ausweglosigkeit, was wiederum gehäuft Suicid zur Folge hat. Dagegen wirken die "Taten" einer kleinen Kanzlei mit fähigen Anwältinnen, die pro bono arbeiten, wie ein Kampf zwischen David und Goliath. Und dennoch, sie verändern manches Schicksal zum Positiven, und sei es "nur" durch das Erlebnis, nicht allein gelassen zu werden. Auch dies wird anschaulich dargestellt. Wer nicht unbedingt einen herkömmlichen Krimi oder Thriller lesen und dennoch ein großes ungesühntes "Verbrechen" gesellschaftlicher Art näher kennen lernen möchte, ist mit diesem Roman gut bedient. Er bietet auf gedämpft spannende Weise ein Thema, das bei heutiger politischer Lage zunehmend aktueller, ja brandheiß wird.

04.10.2015 18:56:57
mikes

Die Bücher von John Grisham werden ja meist als "Flughafenliteratur" verunglimpft. Aber nur deshalb, weil ein Autor viele Leser findet, muss er noch nicht schlecht sein, auch wenn manche Literaturkritiker - die ja meist für das Genre Krimi ohnehin nicht viel übrig haben - das zu glauben scheinen.
Ich persönlich finde, das Grisham in den letzten Jahren immer besser geworden ist, sieht man mal von ein paar Aussetzern ab. Ich frage mich ohnehin, ob diese Erfolgsautoren wirklich noch alles selbst schreiben oder ob dahinter eine Art "Werkstatt" mit namenlosen Talenten steckt, die im Stundenlohn die vielen Seiten zu Papier bringen?? Schließlich hat schon Rembrandt einen Teil seiner Bilder so zustande gebracht, warum also nicht auch moderne Autoren?
Wie dem auch immer sei, in seinem neuesten Buch, das ich im englischen Original gelesen habe, findet sich wieder viel typischer Grisham, und im Gegensatz zu manchen seiner frühen und (trotzdem) sehr erfolgreichen Bücher - man denke nur an das völlig absurde Ende der "Firma" - ist die Story hier stimmig und logisch und die Charaktere glaubwürdig und nicht einmal ohne eine gewisse Tiefe.
Samantha Kofer, junge Anwältin auf der Überholspur des Erfolges in einer "Big-Law" Firma, wird von der Lehman-Brothers Pleite und der darauffolgenden Finanzkrise kalt erwischt. Um Ihren Job zu behalten, muss sie ein Jahr lang pro bono für die Brady Legal Aid Clinic arbeiten. Dort bekommt sie es - anders als im schicken Wolkenkratzer in New York - mit richtigen Menschen und richtigen Problemen zu tun, und siehe da, sie wächst an dieser Aufgabe.
Auch in diesem Buch nimmt sich Grisham nicht zum ersten Mal eines real existierenden uramerikanischen Problems an, in diesem Fall es "Strip Mining" - zu deutsch Kohletagebau - in der Naturlandschaft der Appalachen. und dabei vermittelt er uns mehr über amerikanisches Big Business und die fehlende Empathie der US-Gesellschaft als so manches Sachbuch. Und mal ehrlich, wer würde schon eins Sachbuch über die Umweltzerstörungen der amerikanischen Kohleindustrie lesen wollen?
Zuweilen, und das ist neu bei Grisham, ist die Geschichte zudem zum Brüllen komisch, so etwa wenn die Grossstadtanwältin Samantha sich von einem falschen Dorfsheriff wegen vermeintlich zu schnellen Fahrens ziemlich widerstandslos und sozusagen mit voller Hose aus dem Verkehr ziehen lässt.
Das Ende dieses Buches lässt erwarten (und hoffen), dass wir von Samantha Kofer und er Brady Legal Aid Clinic noch einiges mehr hören bzw. lesen werden. Zu viele Enden der Geschichte sind noch offen, so der Tod des zweiten Protagonisten ebenso wie der Prozess, den Samantha gerade erst angefangen hat. Schau´n wir mal...
Jedenfalls kann man m.E. bei Grisham mehr über die von uns Europäern ja oft belächelten Amerikaner, ihre Gesellschaft und ihr Rechtssystem lernen als in so manchem klugen Zeitungskommentar. Zudem geht Grisham erstaunlich kritisch mit seinem Land und dem dortigen (Rechts-)system um. Ich hoffe, er bedient da nicht nur meine Vorurteile ...
Alles in allem: Gut und glaubhaft geschrieben, nicht sein spannendstes Buch, aber auch keineswegs langweilig, einzig der deutsche Titel ist gehobener Quatsch, Gray Mountain passt bedeutend besser, wie jeder aufmerksame Leser schnell merken wird. 90`

20.07.2015 22:40:16
Grisham-Leser

Leider ist bei Grisham so ziemlich die Luft raus.
"Anklage" kommt zu keinem Zeitpunkt an seine Erfolgswerke wie "Der Klient" oder "Die Akte" heran.
Die Handlung ist einfach viel zu wenig spannend und auch eher uninteressant.
Die Tatsache, dass es diesmal eine Titelheldin ist, trägt auch nicht zum Gelingen bei.

Fazit: "Anklage" ist nicht der schlechteste Grisham-Roman - das ist aus meiner Sicht "Verteidigung" - aber man kann es bei weitem auch nicht zu seinen besseren zählen.

03.05.2015 10:07:24
Oldman

Grishams Bücher sind nie wirklich schlecht, mittlerweile aber auch nicht mehr fesselnd. Der Ansatz dieser Story ist richtig gut. Aber wenn man sich erhofft, nun würde das Tempo richtig aufgenommen wird es gleich wieder gedrosselt. Auf den letzten ca. 150 Seiten hatte ich den Eindruck, dass der Autor nicht mehr weiß, wie er die Sache beenden soll. Die Handlung trudelt mehr oder weniger in die Richtung aus, die der Leser erwartet, mich hat sie mit einem nicht zufriedenen Gefühl zurückgelassen. Stelle gerade fest, dass dies recht negativ klingt, ganz so schlimm war es nicht. Man kann das Buch lesen, wenn man mittlere Maßstäbe anlegt. Da Grisham aber bereits viel bessere Bücher geschrieben hat ist die Meßlatte der Erwartung an ihn natürlich eine höhere.