Teutotod

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Bielefeld: Pendragon, 2013, Seiten: 432, Originalsprache

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Jochen König
Wehe dem, der in die Biele fällt!

Buch-Rezension von Jochen König Jan 2014

Teuto Tod ist nach Mordwestfalen I & II und Schöner morden in Ostwestfalen-Lippe eine weitere Sammlung "kriminelle Geschichten" aus dem Pendragon-Verlag. Wobei die Geschichten selbst natürlich nicht kriminell sind, ihr Inhalt hingegen schon.

Im Gegensatz zu den vorigen Büchern steht diesmal Bielefeld und die ganz nahe Umgebung im geographischen Zentrum der Stories. Lediglich die beste Geschichte der Sammlung, Mechtild Borrmanns eindrückliche Erzählung "Seltene Seerosen" (Erstdruck bereits in Mord-Westfalen II) weist weit darüber hinaus. Im Gegensatz zu den schwächeren Beiträgen läuft Borrmanns Story nicht allein auf eine Schlusspointe hinaus, sondern hat etwas zu erzählen vom Leben und Sterben in der Provinz. Wo immer die sich befindet.

Wo wir bei den Highlights sind: Anne Kuhlmeyers klaustrophobisches "Schwarzweiß" gehört dazu, ebenso wie Gerald Hagemanns finstere Rachefantasie "Racheengel", die ein etwas leichteres Pendant mit Robin-Hood-Touch in Thorsten Knapes "Der Wunschzettel" besitzt. Fein auch Frank Göhres perfide Verkettung mit tödlichem Ausgang (wie so oft)   "Tod im Park" sowie die bitter geknüpften "Familienbande" des Duos Glauche/Löwe. Ein Sonderpreis der Jury geht an Hans-Jörg Kühne für die beiden Ausflüge in die, von Medien-Exkursionen geprägte, Welt des leicht amoralischen Hauptkommissars Thomas Russ. Etwas plakativ, aber hoch unterhaltsam flirtet Kühne mit medialen Hypes (Torture-Porn - "Hostel" am Rande von Bielefeld, jau, warum nicht) und literarischen Ikonen ("Frankenstein" und sein Mythos). Ruhig mehr davon.

Solide und spannend sind Norbert Sarhages und Eike Birks kurze Geschichtslektionen, die Verbrechen, und in Sarhages Fall deren nicht gewünschte Aufklärung, im Dritten Reich schildern.

Totalausfälle gibt es keine, manche Gags samt Entwicklung sind etwas flach, die ein oder andere Geschichte ist arg provinziell und schlicht erzählt. Dieter Fleiters "Verkorkst" ist leider genau das. Eine inhaltlich gar nicht uninteressante Quasi-Sozialreportage beginnt kurz vorm Ende, wird ziel- und höhepunktlos rückblickend erzählt und schließt mit einer Frage ins Nichts. Wirkt eher wie ein unvollendetes Kapitel aus einem (gar nicht mal unlesbaren) Roman.

Mitunter wiegt das Kriminelle kaum mehr als ein Strafzettel wegen Falschparkens; es gibt einen Hauch von stimmungsvoller Mystery und ein bisschen Quatsch mit Soße, locker verbunden zu finden in "Freddys Pasta Pinte". Den Abschluss bildet passend "Der Anhalter", dessen Pointe man zwar früh erahnt, der aber dennoch launig und spannend Fahrt aufnimmt und mit einem kurzen Ausbruch von Gewalt endet.

Teuto Tod ist ein idealer kleiner literarischer Happen für Zwischendurch. Die jeweiligen Präferenzen können sich  je nach Leser verlagern, aber für jedes kleine Ärgernis gibt es auch einen lesenswerten Ausgleich. Überwiegend sogar.

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