Böse Träume

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • London: Sphere, 2011, Titel: 'The People Next Door', Originalsprache
  • Berlin: Ullstein, 2013, Seiten: 491, Übersetzt: Peter Friedrich

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Andreas Kurth
Denn die im Dunkeln, die sieht man nicht

Buch-Rezension von Andreas Kurth Dez 2013

Die Nashs sind scheinbar ein amerikanische Durchschnittsfamilie. Mick, Amy, Kyle und Briela leben in einer typischen Vorstadt, haben eine Pool, eine Babysitterin – und plötzlich ganz merkwürdige Nachbarn. In Micks Restaurant läuft es allerdings seit einiger Zeit nicht mehr wirklich gut, und Amy hat als Lehrerin auch enorme Probleme. Da kommt es eher unpassend, dass mit den Renders plötzlich äußerst merkwürdig erscheinende Nachbarn in die neu gebaute, mondän wirkende Villa neben der Familie Nash einziehen. Einerseits bemühen sie sich irgendwie um den Kontakt zu Mick und Amy, andererseits kommt es zu etliche mysteriösen Vorfällen. Im Umfeld der Nashs verschwinden plötzlich Menschen unter ungeklärten Umständen. Zeitweise schaltet sich die Polizei ein, doch alle Ermittlungen verlaufen im Sand. Irgendwann wird es sowohl Mick als auch Amy zu bunt mit den komischen Käuzen im Nachbarhaus, und sie versuchen unabhängig voneinander der Sache auf den Grund zu gehen – mit ungeahnten Folgen.

Eine faszinierende Geschichte

Christopher Ransoms Roman "Böse Träume" irgendwo einzuordnen, ist nicht ganz leicht. Im Grunde ist es kein Kriminalroman, eher ein Thriller, aber über den Unterschied streiten sich ja auch einige Gelehrte mit großer Inbrunst. Auf jeden Fall gehört das Buch in die Kategorie Spannungsliteratur, denn spannend ist dieser Roman auf jeden Fall. Der Autor hat reichlich Elemente aus der Mystery-Schublade dabei, wer so etwas als Leser nicht wirklich schätzt, liegt beim Griff nach  diesem Buch dann doch eher daneben. Dabei ist der Schreibstil von Ransom angenehm, man hat keine Probleme in das Buch und seine faszinierende Geschichte hinein zu kommen. Hier und da hätte der Autor die Handlung etwas straffen und auf überflüssige Ausschweifungen verzichten können, aber in der Gesamtschau gibt das nur geringe Punktabzüge.

Ransom versteht es, aus scheinbar kleinen Episoden und Randereignissen eine ganz besondere Spannung zu generieren. Nach den vielen Unfällen und anderen Zwischenfällen wird man als Leser schnell neugierig, wie diese rätselhafte Geschichte weitergeht. Die komischen Nachbarn reizen ebenfalls zum Nachdenken und Rätseln, man stellt schnell die unmöglichsten Vermutungen an – jedenfalls ist es mir so gegangen.

Bei einem Bootsunfall ist beispielsweise Mick klinisch tot, aber die Umstände der merkwürdigen Episode werden vorerst nicht geklärt – und in diesem Stil geht es weiter. Die Neugierde des Lesers wird durch  kleine Zwischenkapitel gesteigert, wo es um ein "Leben auf der Insel" geht. Man ahnt sehr früh, dass diese Insel etwas mit der Lösung der verschiedenen Rätsel zu tun hat, und dieser dramaturgische Kunstgriff treibt den Spannungsbogen weiter in die Höhe. Das Geheimnis dieser merkwürdigen Insel wird erst viel später enthüllt, wenn es bereits in das überaus dramatische  Finale des Romans geht.

Ein heftiges Finale

Das Personaltableau des Romans ist ziemlich abwechslungsreich bestückt. Die Familie wirkt zunächst ganz normal, aber schon bald gibt es diesen kleinen Zwischenfälle, Träume und verschiedenen Episoden. Daneben versuchen die Nashs irgendwie ihr Leben in den Griff zu bekommen, aber man merkt schnell, dass ihnen das offenbar nicht gelingt. Dazu ragen die Nachbarn einiges bei, aber die Nash-Familie ist auch sonst irgendwie speziell – das wird dem Leser immer mehr enthüllt. Das Finale ist dann ziemlich heftig, und alle Rätsel werden aufgedröselt. Eine faszinierende, spannende und lesenswerte Geschichte.

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Letzte Kommentare:
02.04.2014 20:34:52
Torsten

Irgendwie scheint das ein Missverständnis zu sein und ich frage mich, wie sich dieser Roman auf die Krimi-Couch verirren konnte.
Das ist nicht nur "im Grunde", sondern ganz und gar kein Krimi. Auch kein Thriller, sondern vielleicht so etwas wie ein Phantastik-Horror-Mix oder so was. Und von Spannung - fand ich - keine Spur.
Dabei klingt das so vielversprechend: Nette, böse Nachbarn. Da denke ich gleich an die Familie Klopek aus "Meine teuflischen Nachbarn" und welche Möglichkeiten so etwas bietet.
Aber völlig umsonst gefreut - mir scheint, noch nichtmal beim Verlag hat man das Buch überhaupt gelesen: Wie sonst erklärt sich ein Klappentext der quasi gar nichts mit dem Buch zu tun hat?
Dass Mick und seine Familie Freundschaft mit den Nachbarn schliessen ist schlicht falsch.
Nahezu die ersten Worte die Nick (auf Seite 250 von 500 etwa) an seinen neuen Nachbarn richtet, lauten "Halten Sie sich von meiner Famile fern". Da spielt es auch keine Rolle, dass im ganzen Roman niemand Viola heisst und Nicks Frau tatsächlich Amy.
Ansonsten ist an der Geschichte absolut nichts faszinierend, spannend oder lesenswert. Noch nichtmal die eingestreuten Insel-Episoden haben meine Neugier geweckt.
Etwa 350 oder mehr Seiten bestehen aus merkwürdigen Träumen, Vorahnungen, noch merkwürdigeren Vorwürfen gegeneinander und seltsam diffusem Gefühls- und Handlungswirrwarr. Wirklich genervt haben mich übrigens die andauernden Vorwürfe Amys, Nick arbeite zuviel - ja, was soll er denn sonst tun wenn sein Restaurant gerade dabei ist den Bach 'runterzugehen?
Die "Auflösung" die sich dann auf den letzten 150 Seiten so langsam entfaltet, ist dann dermassen hanebüchener Blödsinn, dass man dass noch nichtmal mit Mystery-, Phantastik- oder Horrorelementen entschuldigen kann.
Dass die Familie Nash der Vorrezensentin "unnormal" vorkam und unsympathisch war, ist als kleiner Pluspunkt dem Autor zuzuschreiben - denn genau das ist sie letztlich ja auch.
Zu detailgenau Gemetzel habe ich allerdings nicht gefunden - da gibt es deutlich detaillierteres.
Trotzdem: Insgesamt ein totaler Reinfall.

05.01.2014 12:13:44
Schneeglöckchen

Noch ein Nachtrag: In diesem Buch werden fürchterliche Gemetzel sehr detailgenau beschrieben, was völlig unnötig ist. Das macht doch keinen Thriller aus. Vielleicht sollte man es eher in das Genre "Zombie-Roman" einordnen. Im übrigen heißt die Mutter der Familie Nash nicht Viola, wie auf dem Klappentext angegeben, sondern Amy.

05.01.2014 11:51:10
Schneeglöckchen

Ich habe auf Seite 120 aufgehört, dieses Buch Seite für Seite weiterzulesen und habe dann nur noch mal hier mal da eine oder auch mehrere Seiten angesehen. Auch das Ende habe ich dann gelesen.
Dieses Buch ist nichts für mich, es hat mich überhaupt nicht gefesselt.
Der Anfang, der von Keelie Kennerly handelt, hat mich zwar neugierig gemacht, dann jedoch kam die auf mich unsympathisch wirkende Fam. Nash ins Spiel, die ich als nicht so ganz normal empfand. Der Autor ergeht sich auch in haarkleinen Schilderungen über Bootfahren und Wasserskilaufen, wobei mir manche Ausdrücke und Namen nichts sagten.
Auch ist die Sprache an sich nicht so ganz mein Fall. Häufig kommen die Wörte fi.. und Schei... vor.
Ich hatte mich von der Rezension hier auf der Krimi-Couch und vom Aufkleber "The New York Times Bestseller" verleiten lassen.
Vielleicht werde ich das Buch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals beginnen.
Gespannt bin ich auf weitere Beurteilungen hier auf der Krimi-Couch.

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