Sieben letzte Worte

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • München: Droemer Knaur, 2014, Seiten: 288, Originalsprache

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Andreas Kurth
Mimen und Mörder als spannende Mischung

Buch-Rezension von Andreas Kurth Nov 2013

In Salzburg ist Festspiel-Zeit. Während sich Touristen und Einheimische auf die große Premiere der angekündigten umstrittenen Inszenierung einstimmen, fließt plötzlich blutrotes Wasser durch den Festungskanal und über das Rad der malerischen Petersmühle. Davon lassen sich Franco Moll und seine Kollegen Oberhollenzer und Pellegrini aber nicht aufscheuchen, genießen lieber zum wiederholten Male die Köstlichkeiten in einem bevorzugten Sushi-Restaurant. Als jedoch kurz darauf eine seltsam präparierte Leiche auf dem Mühlrad hängen bleibt, ist es mit der trügerischen Ruhe vorbei. Für Boll und seine Kollegen besteht das Hauptproblem zunächst darin, die Leiche zu identifizieren. Bei der Toten handelt es sich um eine junge Schauspielerin, die wenige Tage vor dem Auftakt der Festspiele verschwunden war. Die Polizisten finden nur überaus schwer einen brauchbaren Ermittlungsansatz – vor allem ist kein Motiv erkennbar. Boll und Kollegen müssen sich mit dem Umfeld der Toten befassen, sensiblen Schauspielern, Bühnenarbeitern und einem exzentrischen Regisseur. Der Weg zur Lösung des Falles ist lang – und voller Überraschungen für Leser und Ermittler.

Das Team vermag zu überzeugen

Franz Zellers Roman ist durchaus gelungen, der auf der Rückseite geäußerten Einschätzung eines Wiener Radiosenders, das Buch sprühe vor Witz und Salzburger Charme, kann ich jedoch nicht wirklich folgen. Die viertgrößte Stadt Österreichs mag für Einheimische und Touristen wundervoll sein, aber sie wird hier als ein Schauplatz wie alle anderen präsentiert. Ein paar topographische Eigenheiten, und die eben typische Ansammlung von Schauspielern und anderen Theaterleuten – das ist es dann schon. Nicht besonders schlimm, aber Salzburger Charme habe ich da nicht entdecken können. Die Kripo heißt hier „Abteilung Leib und Leben", und die Ermittler machen gute, alte Polizeiarbeit, und das gründlich und mit viel Überlegung. Chefinspektor Moll ist ein geplagter, alleinerziehender Vater, frisch verlassen – und wird durch sein kompliziertes Privatleben abgelenkt. Er muss sich auf seine Kollegen verlassen – und kann das auch. Das Team vermag zu überzeugen, Moll spielt keine einsame Hauptrolle als allwissender Star-Polizist. Spannung wird vor allem dadurch erzeugt, dass sich die Ermittler wirklich in den undurchsichtigen Mordfall festbeißen. Der Leser macht jede Wendung der schwierigen Ermittlungen mit, und ein weiterer Todesfall sorgen für ordentlich Dynamik.

Mehr Schwung und Spannung in der zweiten Hälfte

Dennoch hat der Roman auch so seine Längen, hier und da ist nicht ganz nachvollziehbar, welche Relevanz bestimmte Fakten für den Fall haben. Die Theaterwelt und die Medien, in beiden Bereichen müssen sich die Ermittler tummeln, bleiben weitgehend undurchschaubar. Hier hätte der Autor etwas mehr in die Tiefe gehen sollen, das hätte dem Roman enorm gut getan. Immerhin sorgt der Autor in der zweiten Romanhälfte für gehörige Spannung, die falschen Fährten und merkwürdigen Zwischenepisoden bringen ordentlich Schwung in die Geschichte. Die kruden Überlegungen eines exzentrischen Theater-Regisseurs, die gute alte Eifersucht sowie ein Polizist auf amourösen Abwegen sorgen für gute Unterhaltung.

Insgesamt eine durchaus lesenswerte Geschichte, die etwas Anlauf braucht, um richtig spannend zu werden, dann aber den Leser durchaus fesselt. Das Ermittlerteam vermag durchaus zu überzeugen, ist aber auch noch entwicklungsfähig. Der Autor sollte bei seinen Milieubeschreibungen ruhig etwas weiter ausholen und gründlicher werden, da wurde viel Potenzial für die Geschichte verschenkt. Insgesamt ein unterhaltsames Buch – mit Luft nach oben.

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