Das Feuer bringt den Tod

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • München: dtv, 2014, Seiten: 352, Originalsprache

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Maria Kusnierz
Erfrischend frei und unkompliziert

Buch-Rezension von Maria Kusnierz Jun 2013

Katja Jakobs, ihres Zeichens Journalistin, fährt mit ihrem Patenonkel Bernd nach Güstrin, einem verschlafenen Nest in Norddeutschland, um dort, mit Hilfe ihres Onkels Frieder, der dort wohnt und arbeitet, eine Reportage über den Einfluss des vor Ort befindlichen AKWs zu schreiben.

Bei ihrer Ankunft in Güstrin wird ihr Onkel gerade tot, Opfer eines Hausbrandes, aus seinem Haus getragen.

Dies war und bleibt nicht der einzige Brand mit Todesfolge in der Umgebung und schnell werden Gerüchte über einen Feuerteufel laut. Die Opfer stehen alle in Verbindung zum AKW und wurden vor ihrem Tod gefoltert. Es handelt sich also um Mord.

Katja Jakobs folgt ihrem Gespür für Merkwürdiges und geht, zusammen mit Bernd auf eigene Faust auf Spurensuche.

Sie findet schnell heraus, dass alle Opfer ein grausiges Geheimnis verbindet, und dass dieses Geheimnis der Grund für ihren scheußlichen Tod darstellt. Dieses Wissen bringt Katja (natürlich...) in große Gefahr.

Mit dem zweiten Krimi von Ole Kristiansen liegt, wie schon beim Erstling, ein stark konstruierter und mit Klischees behafteter Roman vor.

Dass dies einem Plot auch zum Vorteil gereichen kann, erfährt man hier deutlich. Erfrischend frei und unkompliziert liest sich die Geschichte "in einem Rutsch" durch. Trotz der glatten Oberfläche sind die Figuren hinreichend tiefgründig gestaltet und werden so leicht zu Sympathieträgern oder Unsympathen. Einzig die merkwürdige Beziehung, die Katja und ihr Patenonkel Bernd zueinander haben, lässt den Leser zwischendurch leicht stutzen.

Es gelingt hervorragend, die beschauliche Spießigkeit eines deutschen Dorfes aufleben zu lassen, mit all ihren verschrobenen, eigenen und unvermeidlichen Charakteren, wie die Mitglieder des Skatstammtisches, dem gesellschaftlichen Aussteiger und Eigenbrötler, den Zugezogenen und Alteingesessenen.

Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und erreicht seinen Höhepunkt kurz vor Ende der 461 Seiten. Der Lesefluss und -genuss wird nicht durch Durststrecken oder verwirrende, überflüssige Informationen getrübt.

Die Spuren, die Kristiansen dem Leser legt, führen stets ein kleines Stückchen an der Wahrheit vorbei, weit genug, um die Auflösung überraschend kommen zu lassen, aber nah genug, um bei der Geschichte zu bleiben.

Der Krimi wirkt handwerklich nach Schablone gearbeitet. Man erwartet stets zur rechten Zeit einen Hinweis oder einen Twist im Plot. Das schadet aber nicht, denn die Geschichte ist so dicht, dass es dadurch nicht zu einem Spannungsabfall kommt. Es lauern überall Überraschungen auf den Leser. Nicht zuletzt, als zum Schluss ein entscheidender Hinweis auf für die Merkwürdigkeit des Verhältnissen von Katja und Bernd zueinander gegeben wird...

Alles in allem handelt es sich um einen Thriller, in dem ALLE Klischees bedient werden: Hass, Liebe, Rache, Angst, politische Interessen, düstere Geheimnisse, menschliche Abgründe, Eifersucht und Geltungsdrang. Geschickt miteinander verwoben sind sie wie ein guter Schokoriegel: Wenn man Lust auf einen verspürt, genau richtig.

Uneingeschränkt empfehlenswert!

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