Saubär

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Augsburg: Weltbild, 2013, Seiten: 303, Originalsprache
  • München: Knaur, 2016, Seiten: 302, Originalsprache

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Andreas Kurth
Schauergestalt verbreitet Angst und Schrecken

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mär 2013

In der bayrischen Provinz hat Polizistin Gisela Wegmeyer mit ihrem Team einen neuen Fall zu lösen der zunächst gar nicht nach einem Mord aussieht. Ein Landwirt ist nach einem Verkehrsunfall samt einigen Schweinen in seinem Fahrzeug verbrannt. Die Umstände am Unfallort geben der Polizei jedoch Rätsel auf - und so nimmt Gisela mit ihren drei Mitarbeitern Schorsch, Erwin und Richie die Ermittlungen auf. Kriminalhauptkommissar Lederer von der Mordkommission Straubing schaltet sich ein und es kommt abermals zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Provinzpolizisten und den scheinbaren Profis. Schnell finden die Ermittler im Umfeld des Toten einige Ungereimtheiten. Es geht offenbar um Drogenherstellung und vertrieb und das im beschaulichen Niedernussdorf. Wegmeyer und ihr Team gehen mit großem Ehrgeiz an die Aufklärung des Falles, aber auch die Bürger des kleinen Örtchens wollen ihr Teil dazu beitragen. Und so haben Lederer und Wegmeyer einiges zu tun, um den Überblick zu behalten.

Gruselige Schauergestalt

Christian Limmer hat mit Saubär seine zweite Kriminalkomödie aus der bajuwarischen Provinz vorgelegt, und bleibt damit etwas gegenüber dem Auftaktband der Reihe zurück. Die Geschichte ist durchaus spannend erzählt, aber der Plot gleitet doch ziemlich stark ins folkloristische ab. Die volkstümliche Mär vom Saubären wird hier schon sehr strapaziert. Die  sagenumwobene Schauergestalt, von der man sich in der Gegend offenbar seit Menschengedenken erzählt, spielt eine zentrale Rolle. Man kann sich auf die Geschichte einlassen, und wird dann passabel unterhalten. Wem das jedoch zu viel Klamauk ist, der sollte das Buch gleich im Regal stehen lassen. Was jedoch schade wäre, denn durch die Figur des Saubären kommen nicht nur etwas Folklore, sondern auch einige gruselige Momente in die Geschichte.

Verbrechen in einer vermeintlich heilen Welt

Im Unterschied zum ersten Roman um Gisela Wegmeyer und ihre illustre Truppe geht es bei diesem Kriminalfall ausschließlich um die bayrische Provinz, völlig ohne internationale Verwicklungen. Die Geschichte wirkt dadurch authentischer, und durch den Saubären lassen sich wieder alle Register ziehen, von der dörflichen Bürgerwehr bis zum Aberglauben der intellektuell recht  limitierten Provinzpolizisten. Die Aha-Erlebnisse der Ermittler, die sich zunächst überhaupt nicht vorstellen können, dass in ihrer vermeintlich heilen Welt derartige Verbrechen verübt werden, wirken dabei überaus glaubhaft. Das Quartett der Niedernussdorfer Polizei punktet wieder mit seinen ganz speziellen Charaktereigenschaften. Chefin Gisela Wegmeyer gibt sich zuweilen recht burschikos, hat aber durch ihre persönlichen Befindlichkeiten auch viele nachdenkliche Momente. Und ihre drei Mitstreiter ergänzen das Team hervorragend durch ihre ganz persönlichen, zuweilen kauzigen Eigenheiten.

Die im ersten Band noch ziemlich dominante Rolle des Straubinger Polizisten Lederer fällt in Saubär etwas knapper aus. Er hat wieder große Probleme mit seinen Provinzkollegen, aber mit Gisela Wegmeyer arrangiert er sich schließlich doch noch. Der Roman ist mit leichter Hand geschrieben und lässt sich recht flüssig lesen. Christian Limmer sorgt mit einigen Dialekt-Einschüben für Lokalkolorit, ohne es zu übertreiben. Dennoch bleibt der Saubär etwas hinter seinem Vorgänger zurück, obwohl das Buch wieder spannend und unterhaltsam ist. Der Leser wird gut unterhalten nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger.

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