Blutiger Handel

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • München: Piper, 2011, Seiten: 270, Originalsprache

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Andreas Kurth
Mord und Totschlag im Land der Skipetaren

Buch-Rezension von Andreas Kurth Feb 2013

Die frühere Journalistin Evelin Baumann hat sich hervorragende Kontakte aufgebaut, insbesondere auf dem Balkan. Mittlerweile arbeitet die Berlinerin als Privatdetektivin, und übernimmt auch schon mal knifflige Aufträge für Polizei und Geheimdienste. Die clevere junge Frau braucht aber eine Auszeit – und wird auf dem Weg in ihren Malediven-Urlaub von zwei BND-Mitarbeitern aus dem Flieger geholt. Im nach wie vor chaotischen Kosovo soll sie einen verschollenen V-Mann des Dienstes aufspüren. Zunächst widerwillig, doch dann mit wachsendem Interesse fliegt sie auf den Balkan und reaktiviert ihr Kontaktnetz. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Ein Mann wurde getötet, doch es stellt sich heraus, dass es nicht der Gesuchte ist. Evelin, von ihren Freunden nur Lin genannt, wird schließlich selbst entführt, und ihre Freunde müssen Kopf und Kragen riskieren, um sie wieder zu befreien. Es gibt weitere Tote, und Lin steckt kopfüber in einem kriminellen Netz, und versucht verzweifelt zu sortieren, wer wirklich noch Freund, und wer schon Feind ist.

Edith Kohn hat in ihrem ersten Roman ein brisantes Thema aufgegriffen, mit dem sie näher an der Realität sein dürfte, als es sich manch Leser vorstellen mag. Illegaler Organhandel als neuer Zweig der organisierten Kriminalität ist schon lange ein Problem, und es sind nicht immer osteuropäische Menschen, die dafür missbraucht oder gar getötet werden. Was auf dem Balkan möglich ist und vielleicht auch passiert, wird erst langsam enthüllt, Vorwürfe in die entsprechende Richtung gibt es schon länger. Blutiger Handel ist angesichts der Biografie der Autorin ganz offensichtlich hervorragend recherchiert und in einen guten Plot umgesetzt worden. Kohn ist selbst Journalistin aus Berlin, und hat ein halbes Jahr Recherche in das Buch gesteckt. Sie war in Serbien, Mazedonien und Albanien, und daher ist es kein Wunder, wenn ihre Charaktere und auch deren Dialoge überaus authentisch wirken.

Und wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage, wieviel Edith Kohn wurde auf Lin Baumann projiziert? Ich kann nur hoffen, nicht alle Eigenschaften der Protagonistin sind von der Autorin entliehen, denn zuweilen nervt es etwas, wie sich Baumann als coole und harte Heldin geriert. Sie kann Kampfsport, hat eine Schießausbildung und vieles mehr. Etwas starker Tobak für eine Journalistin, auch wenn sie jetzt als Privatdetektivin arbeitet. Auf der anderen Seite ist gegen ihr gutes Kontaktnetz und ihre cleveren Recherche-Methoden nichts einzuwenden, das wirkt alles überaus glaubwürdig. Vielleicht muss man den bereits geplanten zweiten Band mit Lin Baumann abwarten, um sich ein besseres Urteil über diese Protagonistin bilden zu können.

Aber auch am erzählerischen Handwerkszeug sollte Edith Kohn noch etwas feilen. Kürzere Szenen, schnelle Umschnitte, verschiedene Sichtweisen – all das täte ihrer Geschichte und vor allem der Spannung gut. Zuweilen ist es zu vorhersehbar, wie die Akteure sich verhalten werden. Damit will ich nicht sagen, dass dieses Buch langweilig ist, aber mehr Spannung wäre wünschenswert. Denn die Autorin hat offenbar das Wissen, um gute und lesenswerte Polit-Thriller zu schreiben.

Gelungen sind ihr auf jeden Fall schon jetzt die Nebenfiguren, also die Unterstützer von Lin Baumann. Da hat sie auch einige Überraschungen eingebaut, was wiederum zu Pluspunkten in der Bewertung führt. Die kosovarischen und albanischen Begleiter von Baumann sind authentisch und glaubhaft, und in ihrer Handlungsweise nicht so überhöht wie die Haupt-Protagonistin. Was wirklich überzeugt an diesem Roman ist die Geschichte an sich – aus der man etwas mehr hätte machen können. Aber für einen Erstlingsroman ist das Buch recht ordentlich.

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