Bloodman

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2012, Seiten: 5, Übersetzt: Martin Keßler

Couch-Wertung:

85°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:74
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":1,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Blutiges Stückwerk

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Nov 2012

Ullstein Taschenbuch bringt einen neuen Amerikaner in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Peter Friedrich auf den Markt. Am Titel Bloodman wurde bei dem 475 Seiten langen Thriller nichts geändert und dieser impliziert bereits eine blutrünstige Geschichte, die dem Leser von Anfang an unter die Haut gehen soll.

Der etwas eigenartige FBI-Tatortanalytiker Jake Cole ist in seinem Heimatort Montauk in Long Island zu Besuch, weil sein Vater an Alzheimer erkrankt ist. Vor dreißig Jahren hat er Montauk im Streit verlassen und hat sich nach einer Reise durch die Hölle irgendwann aus dem Drogensumpf gerettet und wurde einer der Besten in seinem Job. Frau und Kind folgten nach, aber angepasst war Jake nie.

Sein Vater, ein anerkannter bildnerischer Künstler, lebte bis zur Einweisung in die Klinik in einem Haus am Strand, vollgestopft mit wirren, düsteren Malereien. Aber Jake hat auch hier keine Ruhe, denn in unmittelbarer Nachbarschaft ist ein Doppelmord geschehen und man zitiert Jake dort hin. Ein kleiner Junge wurde bei lebendigem Leib gehäutet und seine Mutter musste dabei zusehen, bis auch sie das selbe Schicksal erleiden musste. Und in Jake kommen Erinnerungen hoch, denn seine Mutter wurde auf die selbe Art mit einem Kampfmesser malträtiert. Nach über dreißig Jahren treibt der Killer wieder sein Unwesen …

Jakes Frau und sein kleiner Sohn kommen ebenfalls nach Montauk und es wird schnell klar, dass auch sie als Zielobjekt dienen, solange bis auch Jake dran glauben muss … und in der Zwischenzeit bewegt sich der größte Hurrikan auf die Küste vor Montauk zu, der jemals in den Staaten getobt hat.

Harter Stoff kommt hier auf den Leser zu. Blutig und inkonsequent, teilweise unverständlich und chaotisch geschrieben, bietet der Autor Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Als literarischen Hochgenuss kann man die Schreibweise von Robert Pobi nicht bezeichnen, aber die einfache Sprache passt gut zum rasanten Tempo, die sich aus der Zweiteilung der Handlung ergibt. Einerseits die Mörderjagd und andrerseits die Vorbereitung auf das Inferno, das der Höllensturm entfacht.

Jake Cole ist darüber hinaus auch nicht der typische Krimiheld, sondern eher ein angepasster Außenseiter, den man in seinen Gedanken und bei seinen Handlungen verfolgt. Ein verzweifelter Mensch, der zwischen Ruhe und Frieden im privaten Bereich und mörderischem Dauerkampf umschalten muss, aber den Spagat nicht vollständig beherrscht. Dass er durch dieses Wechselbad der Gefühle und Aktionen auch bei den Mitstreitern aus dem Ermittlerbereich nicht gerade gut ankommt, ist nur eine Seite der Medaille und das Misstrauen gegen ihn wird immer größer, denn überall wo er hinkommt, gibt es neue Leichen, denen die Haut abgezogen wurde.

Nichts für schwache Nerven also. Und trotzdem hat man manchmal das Gefühl, dass der Autor übertreibt. Die ständige, düstere Auseinandersetzung mit den abstrusen Gemälden des Vaters sind zwar wichtig für die Lösung des Puzzles, sind aber für meinen Geschmack ein wenig zu viel des Guten und wirken als lieblos gezeichnete Seitenfüller.

Dass mir im Endeffekt auch der Schluss der Story vom Bloodman als sehr stark konstruiert und wenig plausibel erschienen ist, tut der Spannung und dem erschreckenden Lesevergnügen keinen Abbruch. Auch wenn man manches schon in ähnlicher Form gelesen hat, so bleibt zu guter Letzt eine gut lesbare Lektüre übrig, die aber ganz sicher nicht für jüngere Leser geeignet ist.

Bloodman

Bloodman

Deine Meinung zu »Bloodman«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
06.10.2013 17:57:40
Anja S.

Gewollt, aber nicht gekonnt kommt mir als Überschrift in den Sinn.
Ausgesprochen blutrünstig, teilweise auch durchaus spannend geschrieben, aber eine unglaubwürdige, an den Haaren herbei gezogene Auflösung. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto blöder kam mir das Buch vor.
Zusätzlich nicht aufgelöste Fäden (ohne zu viel von der Handlung erzählen zu wollen, daher nur zB was ist auf dem Boot passiert, wo das Kind gefunden wurde? wer hat die Tätowierungen gestichelt bzw,. was ist in diesen 4 Monaten passiert?)
genauso wie Krimitante werde ich dieses Buch zu Oxfam geben!!!

30.01.2013 23:07:20
krimitante

ziemlich harter tobak. aber zugegebenermassen spannender harter tobak. eine altbekannte serienmördergeschichte, die taten sehr blutig geschildert, aufgepeppt mit einem aussergewöhnlichen fbi-ermittler und wettermässig unterlegt mit einem wirbelsturm. einige zu unglaubwürdige zufälle führen zur auflösung, die etwas arg ausgedacht ist. das alles atemlos erzählt, was die spannung ausmacht. sprachlich kann das ganze mit den literaturzitaten wahrlich nicht mithalten. trotz spannung: ab damit zu oxfam...