Das Washington Dekret

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Kopenhagen: Aschehoug, 2006, Titel: 'Washington dekretet', Seiten: 634, Originalsprache
  • Berlin: Der Audioverlag, 2013, Seiten: 6, Übersetzt: Wolfram Koch

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Jürgen Priester
Es gibt viele Kröten zu schlucken

Buch-Rezension von Jürgen Priester Jun 2012

"Atemraubend spannend! - Faszinierend! - Realistisch!"
"Konstruiert! - Unglaubwürdig! - An den Haaren herbeigezogen!"

Jussi Adler-Olsens Roman Washington dekretet aus dem Jahre 2006, jetzt im Zuge des Adler-Olson-Hypes hierzulande auch auf Deutsch veröffentlicht, spaltet die Leserschaft. Das Spektrum der Reaktionen reicht von großer Begeisterung bis hin zur totalen Ablehnung.Warum der Roman so ein widersprüchliches Echo hervorruft, liegt hauptsächlich daran, dass der Autor gemessen an der Realität ein unglaubwürdiges Szenario entwirft – ein US-amerikanischer Präsident stürzt per Dekret sein Land in ein bürgerkriegsähnliches Chaos. Damit aber nicht genug, auch später stolpert man über etliche Ungereimtheiten, Auslassungen,Verallgemeinerungen und krasse Übertreibungen.

Dekrete – im US-amerikanischen Hoheitsgebiet "Executive Orders" genannt – sind Teil des präsidialen Machtinstrumentariums und gehen in den USA bis ins 18. Jahrhundert zurück. In der Regel werden präsidiale Gesetzesinitiativen und Verordnungen durch ein Votum des amerikanischen Kongresses (Repräsentantenhaus und Senat) gestützt oder verworfen.

Nach den Ereignissen von 9/11, die die Politiker des Landes an den Rand einer Paranoia brachten, sind in der Tat einige umstrittene "Executive Orders" erlassen worden, auf die sich Adler-Olsen in seinem Roman bezieht, wie er im Nachwort schreibt. Ebendort ist aber auch, quasi als Warnhinweis für den Leser, festgehalten:

 

Der vorliegende Roman ist ein fiktionales Werk. Alle Figuren und Ereignisse sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Ereignissen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Dass Jussi Adler-Olsen mit der Realität nicht viel im Sinn hat, merkt man schon gleich in der Eingangssequenz zum Haupthandlungsstrang, denn er stellt den folgenschweren Maßnahmenkatalog (Washington-Dekrete) als reinen Willkürakt einer zutiefst verstörten Person dar.Was war passiert?

In der Wahlnacht, in der der frisch gewählte, neue amerikanische Präsident Bruce Jansen seinen erdrutschartigen Wahlsieg in einem Luxushotel in Virginia gebührend feiern will, wird dessen hochschwangere 2. Frau von einem Hotelangestellten erschossen. Das Fatale ist, dass Jansens 1.Frau ein ähnliches Schicksal erleiden musste. Vor sechzehn Jahren, als Jansen noch einfacher Gouverneur von Virginia war, begleitete er mit seiner Frau und seinen engsten Mitarbeitern die Gewinner eines TV-Ratespiels auf ihrem Trip durch China. Bei einer Besichtigung wurde Jansens Frau vor seinen Augen bei einem fehlgeschlagenen Straßenraub mit einem Messer tödlich verletzt. Wie gut oder wie schlecht Jansen dieses Trauma verarbeitet, ist nicht bekannt. Als sich nun dieses schreckliche Ereignis wiederholt, zieht er sich von allen Weggefährten und Freunden zurück und schmiedet düstere Pläne, wie die Öffentlichkeit bald erfahren wird. Den Amtseid noch auf den Lippen, verkündet er ein ganzes Bündel von Dekreten, die in ihrer Gesamtheit und Widersprüchlichkeit unsinniger nicht sein könnten. Erleichterungen beim Abhören von Wohnraum und Telekommunikation, Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit, Verbot des Verkaufs und des Besitzes von Munition, Rückruf aller im Ausland stationierten Soldaten und Freilassung aller (mit Ausnahme der zum todeverurteilten) Strafgefangenen. Starker Tobak für Politiker, welcher Couleur auch immer, und für die Führungsetagen von Handel, Banken und Industrie. Man könnte annehmen, dass sie mit allen Mitteln dagegen sturmlaufen, aber der Autor verwehrt ihnen den Widerstand. Nur das Volk versammelt sich zu gelegentlichen Demonstrationen. Allein einige militante Hinterwälder gehen kompromisslos zur Sache, weil sie fürchten, dass ihnen die Patronen ausgehen könnten.

Es ist schon ein seltsames Szenario, das Adler-Olsen hier entwirft, zumal das Attentat offiziell nur auf zwei Personen zurückgeführt werden kann. Der Täter, der etwas minderbemittelte Hotelangestellte, wird auf frischer Tat erschossen. Als Anstifter muss der millionenschwere Hotelbesitzer Bud Curtis herhalten. Dass ihm etwas untergeschoben wird, merkt der Leser sofort, leider aber nicht seine überbezahlten Anwälte. Ratzfatz sitzt Curtis in der Todeszelle. Dabei braucht später ein einfacher Sheriff gerade mal ein paar Stunden Akteneinsicht, um die Lücken in der Beweisführung zu finden.

Jussi Adler-Olsen erzählt seine Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen, die sich zum Teil schon auf der Chinareise vor 16 Jahren kennengelernt hatten. Als Erste ist da Dorothy Rogers zu nennen. Sie belegte damals als 14-Jährige den 3. Platz beim Fernsehquiz und seit der Chinareise fühlt sie sich dem ehemaligen Gouverneur und jetzigen Präsidenten freundschaftlich verbunden. Nach ihrem Jurastudium stieg sie in dessen Wahlkampfteam ein und arbeitet jetzt an untergeordneter Stelle im Weißen Haus. Dorothy – von allen, warum auch immer, Doggie genannt – ist fatalerweise die Tochter des inhaftierten Hoteliers Bud Curtis (sie trägt den Nachnamen ihrer Mutter, der zum Glück nicht Style lautet). Auch wenn das Verhältnis zu ihrem Vater wegen dessen kontroversen politischen Ansichten nicht das beste war, entwickelt sie doch noch Gefühle für ihren alten Herrn in seiner aussichtslosen Situation. Sie nimmt Kontakt zu Sheriff T. Perkins auf, auch ein Quiz-Gewinner, der im ländlichen Virginia eine ruhige Kugel schiebt. Dieser lässt seine Beziehungen spielen und kann auch schnell vielversprechende Resultate aufweisen. Ansonsten sieht es mau aus mit Dorothys Freunden. Im Weißen Haus sitzt noch Wesley Barefoot, der Pressesprecher des Präsidenten, der aber ein unsicherer Kantonist zu sein scheint, da er doch arg auf seine Karriere bedacht ist. Seine sporadischen Gefühlsanwandlungen Dorothy gegenüber wirken ziemlich aufgesetzt. Aber in Zeiten der Not muss jeder erst einmal sehen, wo er bleibt, oder auch nicht.

Die USA im Ausnahmezustand. Die USA als Kontroll- und Überwachungsstaat. Wie so etwas in der Realität aussehen könnte, kann man sich einerseits nicht vorstellen, andrerseits kann man seiner Fantasie freien Raum lassen. Das haben besonders im letzten Jahrzehnt viele Future-Fiction-Autoren getan, deren meist dystopische Gesellschaften auf einer Mischung aus Faktischem, Wahrscheinlichem und Möglichem gründen. Jussi Adler-Olsens Absicht war, sich in seinem Washington-Dekret möglichst nahe an der Realität zu orientieren. Wenn man das macht, muss sich auch firm machen, wie die Realität denn aussieht. Dazu bedarf es eines Blickes hinter die Kulissen. Wie viele überschätzt auch Adler-Olsen die Macht eines amerikanischen Präsidenten. Es ist völliger Humbug zu glauben, er könne im Alleingang weitreichende Dekrete, wie beschrieben, durchsetzen. Genauso abwegig ist die sich daran anschließende Verschwörung, die auf die Machtgier eines einzelnen Politikers zurückzuführen sei. Es wird in den USA mächtige Strippenzieher geben, aber die sind nicht in der Politik zu finden.

Der Rezensent kann sich der Buchhändlerin Uli, die den ersten Leserkommentar hier auf der Krimi-Couch geschrieben hat, nur anschließen. Das Washington-Dekret kann man nicht guten Gewissens empfehlen. Zu dick sind die Kröten der Unglaubwürdigkeit, die Adler-Olsen uns hier vorsetzt, als dass man sie alle schlucken könnte. Einige ganz passable actionreiche Szenen in der zweiten Hälfte des Romans retten den insgesamt verkorksten Plot auch nicht mehr. Zumal das Finale wieder zu schön ist, um wahr zu sein.

Das Washington Dekret

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Letzte Kommentare:
10.11.2018 22:02:44
elkij

Den Plot fand ich interessant, aber einfach nur sooo schlecht geschrieben. Die Figuren haben keinerlei Gefühle und das ganze Buch besteht nur aus hölzernem Schreibstil. Wie konnte dtv das überhaupt verlegen.
Vergeudete Lebenszeit. Leider hatte ich mich nicht vorher informiert. Und es nur zuende gelesen, weil ich krank im Bett lag.

22.01.2018 12:14:53
A M

ich finde es nicht komplett an der realität vorbei geschrieben.

seid donald trump US psäsident ist, finde ich ist jedes szenario möglich wie sich ein US präsident verhalten / entwickeln / daneben benehmen und die welt schockieren und in angst, schrecken und fremdscham versetzen kann. und egal was auch immer rauskommt ändert nichts daran das er weiterhin auf seine psychopatische narzisstische und hirnlose regieren kann.

13.02.2017 22:53:52
Tim Eisenlohr

Tja, im Jahre 2017, in welchem nun ein Präsident in den USA, tatsächlich per Dekret regiert und ebenfalls gelinde gesagt ziemlich durchgeknallt ist, wirkt das dargestellte Szenario gar nicht mehr so absurd.
Die Realität hat die Fiktion mal wieder beinahe eingeholt.
Nichts ist so verworren, erstaunlich und unvorhersehbar wie das wirkliche Leben.
Da können Schriftsteller weltweit noch so sehr Phantasie und Kreativität in die Waagschale werfen. Ihren Meister finden sie noch immer in der Realität, welche sich um Wahrscheinlichkeiten und Erwartungen wenig kümmert.

09.11.2016 21:52:42
Jossele

Jussi Adler-Olsen: Das Washington-Dekret
Adler-Olsen präsentiert in diesem Buch eine reichlich überdrehte Geschichte, in der eines komplett fehlt: Logik! Den Handlungsablauf hätte ich vielleicht akzeptiert in einem Science-Fiction Werk, in dem irgendwie alles denkbar ist, aber als politischer Thriller kommt er doch recht trivial daher. Zwei einzelne Männer stürzen eine über 300 Millionen zählende Gesellschaft in ein inneres Chaos und behalten stets die Kontrolle, bis zwei unscheinbare Helden eingreifen?? Das ist Nonsens pur. Die beschriebenen Personen sind in Karl May Manier gut oder böse. Zugute halten kann man dem Autor die spannende Erzählweise, aber das ist auch schon alles. 20°

27.07.2016 17:05:48
Siegurd

Ich wollte an den Buch vorbeigehen, nach dem ich die miese Kritik besonders hier bei KC gesehen habe. Gut dass ich mich nicht davon habe beeinflussen lassen.
Das Buch war spannend und liest sich vor allem sehr gut weil AO einen hervorragenden Schreibstil pflegt.
Die schlechten Kritiker bemängeln in erster Linie zwei Dinge:
Zum einen wird die Realität in Frage gestellt. Puh, da könnte ich aber noch hunderte von sehr gut kritisierten Werken an den Pranger stellen, wenn bei einem spannenden Thriller alles total realistisch sein soll.
Zum Anderen heißt es immer wieder ...nach Sonderdezernat Q ...
Ich habe bislang nur Alphabethaus und Washington Dekret von AO gelesen. Die anderen beschriebenen Bücher von AO stehen noch bei mir im Regal. Man müssen die gut sein. Ich habe bei vielen Kommentaren den Eindruck, dass die Bewertung deutlich besser ausgefallen wäre, wenn AO nichts von Sonderdezernat Q veröffentlicht hätte.
Fazit:
Ich fands gut und werde es weiterempfehlen. 85° von mir.

23.04.2016 13:17:38
Heinz-W. Seiler

Nach Sonderdezerenat Q einfach nur enttäuschend. Diese Story hätte man mit 150 Seiten erzählen können, unrealistisch und durch erhebliche Längen dann auch kaum noch spannend. Das Ende könnte einem Groschenroman entnommen sein. Happyend für die Hauptbeteiligten. Das war nichts. Überlege ernsthaft, ob ich AO - außer Dezernat Q - noch einmal lese.

31.03.2016 14:08:30
trafik

Ich kann mich den Vorrednern nicht zur gänze anschließen.
Natürlich ist dieses Buch äusserst unglaubwürdig. Ich glaube dies ist dem Autor eh bewust. Wenn man dieses Buch liest, weis man dies und da gehts dann nur mehr um tolle Unterhaltung und Spannung.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Das ist das wichtigste bei einem Thriller.
Deshalb von mir 90 Punkte.

19.11.2015 22:47:04
Jenny

Der Autor schreibt ja sonst super Bücher - Dezernat Q und das Alphabethaus sind echt nett - aber dieses ist wirklich unglaubwürdig, langweilig und v.a. eine richtig miese Machtanalyse. Während im Dezernat Q die politischen Machtspielchen in und um Polizei ganz nett angedeutet werden, scheint hier ein Staat und Land als etwas, was sich eine Person einfach so nehmen kann. Einfach nur Schade.

23.08.2015 22:16:53
James_Blond

Vollständigkeitsneurotiker (wie ich), die von einem Autor alle Bücher gelesen haben "müssen", kommen um dieses Buch ohnehin nicht herum. Denen und mir ist eh nicht zu helfen ;-)

Allen anderen ist das Buch nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Die Umstände, Zusammenhänge, Ereignisse und Zufälle sind derart hanebüchen, dass ich mich über weite Strecken des Buches fremdschämen habe müssen.

Blende ich aber jeglichen Realitätssinn aus, muss ich gestehen, dass das Buch für mich phasenweise sehr spannend war.

27.04.2015 06:25:47
KlausChrist

Ich hatte zwei Stunden Leerlauf, nix zu Lesen dabei, einen schlecht sortierten Büchershop in der Nähe und bin auf den Klappentext reingefallen, ohne mich vorher genauer (z.B. hier) zu informieren. Au weia! Wieder mal 10 Mäuse zum Fenster raus geworfen. Die ersten ca. 100 Seiten sind vor allem eines: Stinklangweilig! (Polit-)Thriller?!?! Dass ich nicht lache! Altpapiertonne! Vor solchem Quatsch muss gewarnt werden, was ich hiermit tue.

03.03.2015 09:28:57
Werner Spitschan

Ein Buch, zwei Meinungen.

Als bekennender AO-Leser bin ich nach den fünf Fällen des Sonderdezernats Q mit gemischten Gefühlen an das Werk gegangen. In dem etwas nach Aufzählung klingenden Schreibstil erarbeitete ich mir die Charaktere des Handlungsstranges. Als Dozent für Personalpsychlogie hatte ich nach dem Intro keinerlei Zweifel. Genau diese Menschen sind es, und zwar genau so. Die teilweise seitenfuellenden Dialog sind in der Tat gewöhnungsbedürftig. Notwendig aber, um die Leserschaft in die manchmalige Trivialitaet des menschlichen Geistes einzuführen. Titel, Orden und Ehrenzeichen sind keine Garanten fuer geistige Höhenflüge. Recht haben dann wohl alle Kommentatoren, dass nach der Hälfte des Buches alle Register des Action-Genres gezogen werden. Es grüßt die gedankliche Option der Verfilmung. Nach 3 Tagen kam ich auf mein persönliches Resümee. Ich würde dieses Buch genau so wieder lesen. Die Maximalitaet der Effekte und vorhersehbaren Wirren münden in der von AO selbst prognostizieren Erklärung: Dieser Roman ist eine Fiktion, aber seit 1933 durchaus vorstellbar.
Werner Spitschan

18.09.2014 18:16:30
msc

Olson verrennt sich in diesem Buch in fiktionale Phantastereien. In der extrem kurzen Vorgeschichte wird schnell klar, dass es Olson nur darum geht, möglichst schnell einen durchdrehenden amerikanischen Präsidenten zu erfinden. Die Ereignisketten sind durchschau- und praktisch immer vorhersehbar. Das Resultat ist ein jeder Realität entbehrendes und dadurch total belangloses Konstrukt.

Fazit: Nach allen bisheringen Büchern des Dänen ein reiner Geldesel für den Verlag. Nicht kaufen, nicht hören, nicht lesen.

05.02.2014 19:19:47
Evelyn

Hallo, ich muss nur noch meinen Schluss dazugeben, da ich das Buch ausgelesen habe. Meiner Meinung nach sollte man nicht übertreiben. Das Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich fand sogar auch den Schluss interessant. Es war spannend und ich kann es weiterempfehlen.
Das heißt, wenn man mit dieser fiktiven Story umgehen kann

17.01.2014 19:25:48
Evelyn

Habe das Buch gerade angefangen...bei Seite 180. Finde es auch wirklich nicht so gelungen. Aber wie ein Leser gut schreibt, man sollte den Klapptext lesen. Es geht ja wirklich nur um eine fiktionale Darstellung, und so lese ich es auch. Ich werde bestimmt bis zum Schluß durchhalten. Es ließt sich ganz seicht und ist trotzdem spannend. Aber mit seinen Thrillern ist mes wirklich nicht zu vergleichen.

29.12.2013 16:13:32
fridolinie

Auf den ersten 200 Seiten habe ich mich immer gefragt, warum ich denn weiterlese? Ich hatte nur dieses Buch dabei. Und es wird definitiv mein letzten AO sein! Irgendwann wollte ich dann nur noch fertig werden und fand es - so ab Seite 400 - dann einigermassen spannend. Unterhaltungslektüre, mehr nicht. James Bond ist hin und wieder ja auch ganz unterhaltsam.
Die Story ist arg übertrieben und der Schluss ist einfach ärgerlich, was soll das denn, dass Jansen plötzlich seinen Nachfolger steuert?
Das Einzige vielleicht Zeitkritische an dieser Story: Irgendwie kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass die Amis so wütend reagieren, wenn man ihnen ihre geliebten Schusswaffen nehmen will.

08.12.2013 17:43:40
Leserin

Als würde Olsen nur darauf warten, seine Rechte an Hollywood verkaufen zu können. Dafür hat er dieses "Drehbuch" wohl geschrieben, denn genau so liest es sich meines Erachtens. Das schier unfassbare Ende hat mich vollends zu der Überzeugung gebracht, dass ich einen unrealistischen Actionfilm mit Schreckensszenario"gelesen" habe. Und die vielen Druckfehler sind in der Tat eine Unverschämtheit. Und obwohl ich mir veräppelt vorkam, war es irgendwie unterhaltsam. Könnte daran liegen, dass ich Actionfilme dieser Art mag.

13.11.2013 17:39:47
Peter Hecker

Also, ich fand den Roman recht unterhaltsam, nur der Schluss hat mich gestört. Wieso eröffnet der Autor am Ende des Epilogs noch einen neuen Handlunsstrang? Und was soll die Zusammenarbeit von Jansen und seinem Nachfolger bedeuten?
Ich bin vollkommen irritiert. Mich würde interessieren, wie andere Leser dies sehen.

20.10.2013 11:05:26
U.Reisener

Völlig unrealistisch. Teilweise lächerlich-selbst für eine fictionale Story! Habe weitergelesen, um herauszufinden, wie sich die Lösung darstellt, es musste doch noch etwas passieren,oder.? Das Ende ist fade und wenig überraschend. Die "rührende" Geschichte von Doggie und Wesley soapverdächtig. Schade, hatte mit mehr gerechnet.

16.10.2013 10:56:32
Conny

Holprig geschrieben (oder übersetzt?), vollkommen vorhersehbar, logische Fehler, kitschig, humorlos.
Immerhin, die Idee und das skizzierte Szenario regen doch zum Nachdenken an.
Trotzdem hätte es dafür nicht ca. 650 Seiten gebraucht, man hätte es auch gut auf 50 Seiten erzählen können. Das meiner Meinung nach schlechteste Buch von JAO.

12.09.2013 20:09:55
Rokat

Nachdem ich die Carl Morck-Reihe gelesen, und unter "absolute Favoriten" eingeordnet habe, war ich gespannt auf "Das Washington Dekret". Und wurde völlig enttäuscht. Die Idee an sich finde ich spannend, absurd darf es sein, und vielleicht ist es ja nicht mal so absurd. Aber die Figuren und die Geschichte sind zu wenig ausgearbeitet, alles bleibt oberflächlich. Man kann die Beweggründe für die Taten der einzelnen Personen nur schwer nachvollziehen, die Beziehungen zueinander wirken unglaubwürdig und gezwungen, die Dialoge sind zu konstruiert. Schade, aus dieser Idee hätte man viel mehr machen können.

03.09.2013 23:12:24
psychologische struktur

Ganz Übel. Mehr kann man dazu nicht sagen. Und von Lehre kann hier nicht die Rede sein , vuielleicht von Leere.Da liest man dann besser Gerorge Orwell, der weiß wenigstens gesellschaftskritisch was, er sagen will.Es war definitiv mein erster und letzter Adler-Olsen. Ich habe auch nach 100 Seiten das Ding weggelegt, zum Glück war es auch ein "Onleihe-Exemplar". Das ist wirklich Volksverblödung.

29.05.2013 08:18:56
ThOmAs

Ich habe das Buch zum Glück nur per onleihe geliehen - ansonsten würde ich mich schwer über rausgeworfenes Geld ärgern. Habe es nun nach fast der Hälfte unter "nicht empfehelenswert" gespeichert.
JAO beschreibt ein völlig unmögliches Amerika, ein Amerika wie Nazi-Deutschland. Unvorstellbar, nicht nur, sondern unmöglich, zum Glück.
Seine Krimis, die hier früher erschienen, sind da weit glaubwürdiger und besser zu lesen, hier sträubt sich die Netzhaut bei all den Unglaubwürdigkeiten - und bei all den Unglaublwürdigkeiten merken die Handelnden gar nicht, wer hinter den Konstrukten steckt. Der Leser merkt dies schon nach wenigen Seiten, leider.
Arg konstruiert, unglaubwürdig - nicht lesenswert.

16.05.2013 21:24:47
krimi-leser

Also mal ehrlich merkt ihr nicht was das buch eigentlich sagen will . Für mich ist das buch wie hänsel und grettel ... voller lehren

Ja so kann es gehe wen macht und Patrioten zusammentreffen.

Hier geht es nicht literatur sondern um die fiktionale darstellug des real machbaren.

Allso lieber mal den klappentext lesen

Euer krimi-leser

13.05.2013 20:07:35
Oldman

Die bislang erschienen Krimis dieses Autoren fand ich recht gelungen,obwohl skandinavische Schreiber eigentlich nicht so mein Ding sind. Dieses Buch ist flüssig geschrieben aber was eigentlich? Kein Krimi,vielleicht doch eher Science Fiction.Der Plot ist im Prinzip interessant,jedoch völlig absurd. Aber hallo, es geht um die USA, und ist nicht dieses Land ohnehin eine völlige Absurdität?! Also kommt dieses Buch auf den Flohmarkt, und ich freue mich auf den nächsten echten Krimi von A-O.

10.05.2013 21:11:03
Thomas Lynley

Ich schliesse mich der Vorrednerin Uli an. Den Handlungsstrang kann man nicht einmal mehr fantasievoll nennen, sondern er ist absurd! Wer bis zur Seite 300 noch nicht weiss, wie es endet soll weiterlesen, den anderen sei empfohlen ihrem Bauchgefühl zu trauen und sich die letzten 400 Seiten zu schenken.
Traurig sind die Druckfehler und Anschlussfehler in der deutschen Ausgabe. So viele habe ich schon lange nicht mehr in einem Buch angetroffen. Vermutlich hat der Verlag einfach auf den Adler-Olsen-Effekt gesetzt und die Qualität nicht mehr so genau geprüft.
Wie das Buch auf der Bestsellerliste gelandet ist, kann ich mir nicht erklären!

09.04.2013 19:55:14
Urs Roth

Eines der wenigen Bücher, die ich gegen Schluss hin quer gelesen habe, um endlich zum Ende zu kommen. Es hat genügt, von jedem Abschnitt die ersten Wörter zu lesen, um den - vorhersehbaren - roten Faden nicht zu verlieren. Eine absolut unglaubwürdige Geschichte mit einem kitschigen Happyend. Ohne jeden Humor. Kein Vergleich zu den Büchern um seine Figur Cark Morck. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Autor künftig wieder auf Carl Morck besinnt.

16.03.2013 17:23:26
Sepp Schlegel

Langweilig, langfädig, einfallslos! Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!Langweilig, langfädig, einfallslos!

07.03.2013 13:41:56
silke 1969

Wie gut,dass ich nicht auf Uli gehört habe.Ich habe mir das Buch gekauft und kann die schlchten Kritiken nicht nachvollziehen.Für mich war das Buch spannend,gut geschrieben.Hatte diese 649 Seiten innerhalb von 2 Tagen ausgelesen.Gut,realistisch ist die Story nun nicht,aber das habe ich auch nicht erwartet.Für mich ein sehr gutes Buch.

04.02.2013 20:23:25
Leusi

Das Washington Dekret kam ja schon 2006 raus und seitdem sind ja die Carl Mørck Romane erschienen; und diese sind unbestreitbar die besseren Bücher von Jussi Adler-Olsen.

Der Roman ist kein Schlechter, der Inhalt brisant und auch gut beschrieben, aber einen gewissen Moment an sehr durchschaubar.

Also noch kein Stern im Sinken, obwohl das Alphabet Haus nun auch nicht der Bringer war.

03.02.2013 12:10:34
joachim

Uli hat in jedem Punkt recht!
Finger weg.Habe bis heute auch alle Olsen
Bücher gelesen.Schändung sogar an einem Stück.Großartige Bücher,aber bei dem Washington Dekret habe ich den Eindruck,hier hat jemand anderes geschrieben und es wird Kasse gemacht!
Sehr schade,den so kann man seinen guten
Ruinieren und seinen Fans unnötig 20€ aus
dem Sack ziehen.Der Stern des Schriftstellers beginnt zu Sinken(leider).

28.01.2013 15:36:32
Uli

Ich bin Buchhändlerin und u. a. für die Krimis zuständig, dennoch sage ich jetzt mal ganz unverblümt: sparen Sie sich das Geld für dieses Buch!
Ich habe bis dato jedes Buch von Adler-Olsen verschlungen, auch sein Erstlingswerk "Alphabethhaus", aber das "Washington Dekret" war eindeutig Zeitverschwendung. Man könnte das Werk locker um 200 Seiten kürzen und dann wäre es immer noch 442 Seiten zu lang! Langatmig, zu konstruiert, übertrieben, mit x Wiederholungen auf jeder 2. Seite, damit auch ja jeder versteht, worum es eigentlich geht. Und als dann endlich vor dem großen Showdown die Erklärung/Lösung folgt, sitzt man da und kriegt den Mund vor lauter lachen nicht mehr zu. Ich werde dieses Mal darauf hoffen müssen, dass die "Marke" Adler-Olsen sich mittlerweile schon etabliert hat und das Buch sich somit von alleine verkauft, weil empfehlen kann ich es ohne schlechtes Gewissen eindeutig nicht.