Manhattan 212

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • New York: Harper, 2010, Titel: '212', Seiten: 353, Originalsprache
  • München: dtv, 2012, Seiten: 320, Übersetzt: Susanne Wallbaum

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Wolfgang Weninger
Blutiges Spektakel zu langatmig aufgelöst

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jun 2012

Manhattan 212 ist eine noble Adresse und klingt alle Mal besser als 212, wie das Original von Alafair Burke heißt, das der Deutsche Taschenbuch Verlag als Deutsche Erstausgabe verlegt hat. 440 Seiten lang darf sich die unkonventionelle Ermittlerin Ellie Hatcher darin versuchen, einen Mörder zu fangen, der an der oben genannten Adresse für ein blutiges Spektakel gesorgt hat.

Detective Ellie Hatcher vom New York Police Department kümmert sich nicht um den prominenten Besitzer des Penthouses, in dem dessen Bodyguard das Zeitliche gesegnet hat. Allerdings war er nicht alleine, als er nackt und tot im Bett seines Herren gefunden wurde, aber wer ihm die Nacht und den Tod versüßt hat, muss Ellie erst herausfinden und das gegen den Willen von Samuel Sparks, einem der einflussreichsten Immobilientycoons der Stadt. Und der lässt sich Ellies aufdringliche Art auch nicht gefallen. Gemeinsam mit dem Richter verpasst er ihr vor Gericht eine Dienstaufsichtsbeschwerde, die sie fast ihren Job kostet.

Während das alles nervenaufreibend an unserer armen Polizistin nagt, passieren auf dem Uni-Campus ein Mord und ein Mordversuch an zwei jungen Studentinnen, die allerdings nicht nur das Studium im Kopf zu haben scheinen, sondern auch ein wenig Extrageld als Escort-Damen verdienen könnten. Ellie macht das betreffende Institut ausfindig und ist gar nicht verwundert, dass sie dort auf ein paar klingende Namen trifft, die durchaus daran interessiert sein könnten, dass die Mädchen von der Bildfläche verschwinden ...

Ellie Hatcher hat es im vorliegenden Buch nicht leicht, sich als Ermittlerin gegen alles und jeden durchzusetzen und verrennt sich nicht nur ein Mal in ihre eigene Ansicht der Dinge, der allerdings außer ihrem Partner kaum jemand Beachtung schenkt. Diese Miss Hatcher hat ihre Eigenheiten und ihren Sturschädel, aber leider nicht sonderlich viel Charisma, um richtig sympathisch zu werden. Sie könnte wirklich ein extremes Zugpferd für die Autorin werden, aber ihr Verhalten ist doch gelegentlich von einer Unverständlichkeit, wie man sie von einer Polizistin nicht erwartet und da sie dann auch von ihrer Schöpferin nicht gerade mit logischem Denkvermögen überschüttet wird, dauert Manhattan 212 deutlich zu lange. Dabei schwankt die Spannung leider auch beträchtlich und der Erzählstil der Autorin springt zwischen den einzelnen Handlungs- und Ermittlungssträngen so abrupt, dass es dauert, bis man den Faden wieder korrekt aufnehmen kann.

Stilistisch ist das ein typisch amerikanischer Schmöker, mit einer Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charakter, bei der man sofort weiß, wie viel es geschlagen hat. Große Überraschungen im Handlungsablauf kommen daher bis zum Ende kaum auf und der als "Krimi des Monats" titulierte Schmöker plätschert eher lustlos dahin, sieht man von den wenigen Passagen ab, in denen es zur Sache geht. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Manhattan 212 nur eine weitere Übersetzung (von Susanne Wallbaum) ist, die offensichtlich weniger Risiko beim Verkauf ist, als es ein hiesiger Autor wäre. Wobei man aber nicht vergessen darf, dass diese Machart eines Romans in unseren Breiten ohnehin kaum möglich ist, weil der "American Way of Life" sich schriftstellerisch nicht durchzusetzen vermag. Und darüber kann man angesichts der mehr als durchschnittlichen Überschwemmung mit Material aus Übersee nur froh sein.

Alafair Burke und ihr Manhattan 212 hätte der deutschsprachige Buchmarkt nicht unbedingt gebraucht, aber Liebhaber solcher Ami-Schinken werden wohl daran Gefallen finden.

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