Gefangen

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • London: Pocket Books, 2010, Titel: 'Captured', Seiten: 304, Originalsprache
  • Köln: DuMont, 2013, Seiten: 272, Übersetzt: Marion Herbert

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Jörg Kijanski
Kurzer Pageturner für die Bus- und Bahnfahrt ins Büro

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jun 2012

Kenny Drummond hat einen bösartigen Hirntumor und nur noch wenige Wochen zu leben. Daher möchte er sich bei den Menschen, die er in seinem Leben einst im Stich gelassen hat, für sein vermeintliches Versagen entschuldigen. Auf seiner Liste steht auch der Namen von Callie Barton, einer ehemaligen Freundin aus Grundschulzeiten. Ihr Kontakt endete vor rund dreißig Jahren und als Kenny nun beschließt, sich noch einmal mit ihr auszusprechen, stellt er fest, dass Callie seit einigen Jahren als vermisst gilt. Callie war damals mit Jonathan Reese verheiratet, der nach ihrem Verschwinden verdächtigt wurde, an diesem nicht ganz unschuldig zu sein, da er seine Frau zuvor bereits einmal geschlagen hatte. Jonathan erscheint Kenny verdächtig, und da er nichts mehr zu verlieren hat, entscheidet er sich, die Wahrheit über Callies Verschwinden herauszufinden. Egal mit welchen Mitteln …

Gefangen, der neue Roman von Neil Cross, kommt mit wenigen Figuren aus, die recht oberflächlich vorgestellt werden; kein Wunder, hat das Buch nicht einmal 240 Seiten und diese sind zudem sehr großzügig bedruckt. Wer auf sein Lesetempo drückt ist an einem Nachmittag durch, und so eignet sich das Buch vor allem vorzüglich für die Fahrt zur Arbeit mit Bus oder Bahn. Kaum Gewicht, viele kurze Kapitel und eine Handlung, der man jederzeit problemlos folgen kann. Wie der Titel schon andeutet, entscheidet sich Kenny, den Ehemann seiner früheren Schulfreundin kurzerhand zu entführen, um aus ihm die Wahrheit herauszupressen. Notfalls mit Gewalt, und so folgt ein Plot, den man von der Grundkonzeption her, schon einige Male gesehen hat. Für etliche Überraschungen sorgen im vorliegenden Fall vor allem die Nebenfiguren, wobei auch Kenny eine bemerkenswerte Mischung aus Verzweiflung und Aggression in sich birgt.

So wendet sich Kenny auf der Suche nach Callie beispielsweise an die pensionierte Kommissarin Pat Maxwell, die er noch von einem früheren Fall kennt. Pat beauftragt ihrerseits den herunter gekommenen Privatdetektiv Paul Sugar mit der Suche nach Callies neuem Aufenthaltsort, was im weiteren Verlauf der Geschichte zu etlichen Verwicklungen führt. Nachdem sich die Angehörigen von Jonathan Reese nach dessen Verschwinden an die Presse wenden, können natürlich auch Pat und Sugar eins und eins zusammen zählen. Eine fatale Entwicklung, denn der hoch verschuldete Sugar, der immer wieder ungebetenen Besuch von brutalen Schuldeneintreibern bekommt, ist mittlerweile zum Äußersten bereit, um aus seiner heiklen Situation herauszukommen. Nahezu alle Figuren scheinen ein wenig - sagen wir - einfältig zu sein und verhalten sich daher nicht unbedingt so, wie man es von erwachsenen Menschen, selbst in besonderen Situationen, erwartet. Kaum ist Jonathan verschwunden, ziehen beispielsweise dessen Eltern in sein Haus ein (warum auch immer).

 

"Hat jemand die Polizei verständigt?", fragte Dennis. Ollie und Becks, beide Mitte dreißig, waren erleichtert, dass ein verantwortungsvoller Erwachsener da war, um solche Fragen zu stellen. "Noch nicht", antworteten sie wie aus einem Mund.Dennis holte sein Handy heraus, wählte 999 und sagte: "Die Polizei bitte"

 

Es ergeben sich einige Überraschungen im Handlungsablauf bis hin zu einem Finale, bei dem der Autor den Bogen deutlich überspannt. Oder handeln Menschen, die in Notsituationen zum Äußersten bereit sind, womöglich doch so irrational? Wohl eher nicht und dennoch darf man auf den nächsten Roman von Neil Cross mit Spannung warten.

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