Abgeschnitten

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Köln: Lübbe Audio, 2012, Seiten: 4, Übersetzt: Simon Jäger

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Andreas Kurth
Blutige Rache trifft auch Unschuldige

Buch-Rezension von Andreas Kurth Jun 2012

Die Comic-Zeichnerin Linda hat sich auf der Nordsee-insel Helgoland vor einem Stalker – der zugleich ihr Ex-Freund ist – verkrochen. Ihr Bruder hat ihr das Haus eines Freundes vermittelt, aber plötzlich ist sie sich sicher, dort nicht mehr allein zu sein. Voller Panik läuft sie hinaus in den heraufziehenden Sturm, der die Insel vom Festland abgeschnitten hat - und findet an der Brandungsmauer eine Leiche. Der Tote hat eine Herrentasche bei sich, die sie mitnimmt. Als das darin befindliche Handy klingelt und sie den Anruf annimmt, ist Paul Herzfeld am anderen Ende. Er ist Rechtsmediziner beim BKA, ein Spezialist für schwierige Fälle. Bei der Obduktion einer brutal verstümmelten Frauenleiche findet er im Schädel der Toten den Namen seiner Tochter Hannah - und die Handy-Nummer des Toten von Helgoland. Hannah wurde entführt, Herzfeld ruft die Handy-Nummer an. Nach einigem Zögern nimmt Linda den Anruf an. Der verzweifelte Rechtsmediziner überredet die junge Frau, die Leiche zu obduzieren, um weitere Hinweise zu finden, denn für ihn ist die Insel angesichts der Wetterlage unerreichbar. Es beginnt ein atemloser Wettlauf mit der Zeit, um Hannahs Leben zu retten.

Bestseller-Autor Sebastian Fitzek hat erstmals gemeinsam mit Rechtsmediziner Michael Tsokos einen Psycho-Thriller geschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen bei solchen Projekten in der Vergangenheit kann man bei solchen Gemeinschaftsproduktionen nie sicher sein, was dabei herauskommt. Um es vorweg zu nehmen: ich halte das Ergebnis der Zusammenarbeit für ein wirklich lesenswertes Buch. Der Roman ist von Beginn an immens spannend, bietet viele Überraschungen und unglaubliche Dynamik. Der Prolog zeigt gleich, dass es hier richtig zur Sache geht, auch wenn man ihn als Leser erst viel später einordnen kann.

Die Geschichte wird von zwei unterschiedlichen Persönlichkeiten geprägt. Da ist zunächst Linda, die überaus "durchgeknallt" wirkende Comic-Zeichnerin in dem einsamen Haus auf der Felseninsel in der Nordsee. Sie ist außerordentlich kreativ, leidet jedoch unter der Verfolgung durch ihren Ex-Freund. Das geht so weit, dass sie aus dem Haus stürmt, weil ihr Handtuch plötzlich nass ist und sie einen fremden Geruch im Bett wahrnimmt. Linda zeigt sich im weiteren Verlauf der Geschichte als starke, einfallsreiche und kluge Person, die ihre flatterige Psyche immer wieder in den Griff bekommt.

Paul Herzfeld wird dem Leser sofort als Mann der Tat präsentiert, der nicht nur wegen seines schlechten Gewissens nach der Trennung von Frau und Kind alles unternehmen will, um seine Tochter aus der Hand des Entführers zu retten. Er ist sich seiner eigenen Fehler mehr als bewusst, und diese Überzeugung wirkt als weitere Triebfeder für sein Handeln. Im Finale zeigt sich sogar, dass er eigene Befindlichkeiten zurückstellen kann, um seiner Überzeugung zu folgen. In meinen Augen ein ungewöhnlicher und bemerkenswerter Protagonist für einen Thriller.

Aber auch die weiteren Figuren sind überaus passend in die Geschichte eingefügt worden, so etwa der Hausmeister des Inselkrankenhauses auf Helgoland, oder der ungewöhnliche Praktikant in der Rechtsmedizin des BKA. Diese Nebenfiguren füllen unterschiedliche Rollen aus – und wirken allesamt glaubwürdig und authentisch, auch wenn manche Handlung allzu zufällig und damit passend für den Fortgang der Geschichte erscheint.

Abgeschnitten ist wahrhaft keine Gute-Nacht-Lektüre. Die einzelnen brutalen Morde werden gewohnt detailliert beschrieben, und auch die psychologischen Spielchen zwischendurch haben es wirklich in sich. Sebastian Fitzek hat dem Buch fühlbar seinen Stempel aufgedrückt, sein knapper und von schnellen Szenenwechseln lebender Stil ist unverkennbar. Dabei gibt es die unvermeidlichen Cliffhanger, die dafür sorgen, dass die Spannung in Spiralen nach oben getrieben wird. Michael Tsokos hat offenbar vor allem sein spezielles Wissen um die Praxis der Rechtsmedizin eingebracht, was dem Buch eine besonders hohe Authentizität verleiht – jedenfalls in meinen Augen. Die beiden Autoren ergänzen sich mit ihren individuellen Stärken.

Es wird ja gerne am Realitätsgehalt von Romanen herumgemosert, bei Abgeschnitten scheint das besonders ausgeprägt zu sein. Dazu habe ich eine klare Position. Es ist mir ziemlich egal, wie wahrscheinlich bestimmte Ereignisse, Wendungen oder einzelne Überlegungen der Protagonisten in einem Roman sind. Das Gesamtbild muss stimmen, es darf keine, oder jedenfalls nicht allzu viele Widersprüche geben, und die Handlung muss einen roten Faden haben. Da ist es nicht wirklich wichtig, ob den Protagonisten zuweilen auch unwahrscheinliche Zufälle zu Hilfe kommen. Der Bogen darf allerdings nicht überspannt werden, und das haben Fitzek und Tsokos nach meiner Auffassung nicht getan. Und ob das nun zu viel Mainstream ist oder ähnliche elaborierte Betrachtungen, halte ich für angemessenen Diskussionsstoff in literaturwissenschaftlichen Ober-Seminaren. Als Leser eines Psycho-Thrillers interessiert mich das eher weniger – und ich denke, die Mehrheit der Leser sieht das genauso. Deshalb noch einmal: Abgeschnitten ist immens spannend, bietet viele Überraschungen und unglaubliche Dynamik. Ein in meinen Augen absolut unterhaltsames und lesenswertes Buch.

Abgeschnitten

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Letzte Kommentare:
22.01.2019 18:25:58
Wore

Ich kann dem Kommentar von Ono Mastik nur zustimmen. Eine solche Ansammlung von Zufällen, Unwahrscheinlichkeiten und übertriebenen Handlungen habe ich in einem Krimi noch nie gefunden. Die handelnden Personen überstehen am laufenden Band Situationen, die jeden normalen Menschen zusammenbrechen ließen und bestehen gleich anschließend halbtot die nächste Herausforderung. Dass zum Schluss dann wieder eine Leiche lebendig wird, passt ins Bild. Nachdem ich die Sachbücher von Tsokos gelesen habe und toll fand, staune ich, dass er seinen Namen für so einen Unsinn hergibt.

11.01.2019 11:20:53
Maarit

Gibt es den Begriff Splatter-Literatur schon? Das ist es für mich. Möglichst viel Gewalt und Ekel. Hat wohl auch seine Berechtigung, aber mit Psychothriller hat das für mich wenig zu tun. Und dass die Leute, die am Kapitelende sterben, im nächsten immer wieder auferstehen...... Alles ziemlich vorhersehbar, platte Charaktere, wenig Überraschendes, dafür viel Unglaubwürdiges.
Da war die Sache mit dem an den Baum gefahrenen Porsche noch eine der originelleren Ideen.

22.06.2018 16:37:25
Ronny 47

Nach "AchtNacht" und "Das Paket" mein 3. Versuch. Viel besser als diese beiden, aber doch nicht ohne Mängel. Auf jeden Fall äußerst spannend, allerdings zu viele Cliffhanger (das erinnert mich an die Fortsetzungsromane in den Tageszeitungen in den 70er Jahren).Positiv, dass wegen der Mitarbeit von Prof. Tsokos alle rechts- und allgemeinmedizinischen Fakten stimmen. Dafür ist die Grundidee mit der Rache für ein zu mildes Urteil für einen Sexualmord an einem Kind juristisch völlig falsch. Das - zudem noch von einer voreingenommenen Richterin gefällte - lasche Urteil wäre nach einer Revision der Staatsanwaltschaft und des Vaters als Nebenkläger sofort aufgehoben worden, Jan Sadler hätte entweder wegen Mordes (mittelbare Täterschaft) oder Vergewaltigung mit Todesfolge lebenslänglich bekommen. Durch eine solche Übertreibung entwertet der Autor seine ja ansonsten völlig berechtigte Kritik an zu laschen Strafen für Kinderschänder in anderen Fällen. Wegen der großen Spannung trotzdem 75°.

03.05.2017 12:47:18
Euglena

Ach je, Sebastian, muss dass denn sein?
Ja, auf der Welt geht es schlimm und ungerecht zu, aber der Aufhänger der angeblichen Aufklärung über die Ungerechtigkeiten eines nicht immer zu einhundert Prozent zuverlässig arbeitenden Rechtssystems ist einfach kein ausreichendes Feigenblatt für überspitzte und exzessive Gewaltdarstellung.
Die Figuren sind so holzschnittartig angelegt, dass sie einem Machwerk der Protagonistin entsprungen sein könnten - denn mehr als ein PsychoComic ist des Buch eigentlich nicht. In manchen überflüssig bluttriefenden Passagen erinnert es fast an Szenen aus "Sin City" oder "Pulp Fiction" - leider ohne deren Klasse oder den hintergründigen Humor.
Lieber Herr Fitzek, ich weiß: wenn ich deine Bücher lese, begebe ich mich auf das literarische Pendant zu Pommes und Burger - um mal bei deinem großen Vorbild Stephen King zu bleiben. Großen Tiefgang erwarte ich nicht - aber gute Unterhaltung, und die bitte auch mit einem gewissen Grundgehalt an Logik. Aber leider ist beides für mich ebenso so tief und unnötig verborgen wie die unfreiwillig komisch in diversen Leichen versteckten Schnitzeljagd-Hinweise.
Irgendwann ist es dann einfach zuviel Splatter und ich bin nur noch genervt.
Mein Fazit: Das geht auch besser!!

26.05.2016 13:44:14
Karin Schauer

Spannend, so dass man es nicht aus der Hand legen will.Auch die verschiedenen Personen, die durch einen Zufall, miteinander verbunden sind, lassem einen nicht los.
Der Leser wird von einem źum anderen Schauplatz geführt ohne sich dabei zu verirren.
Selbst für die Mittäter, findet man Verständnis.

Für mich, ein Buch, das man gelesen haben muss.

26.02.2016 20:50:20
P. heisinger

Ohne groß auszuholen, aber die ersten 30 Min (Hörbuch) sind derartig langatmig und flach, da habe ich ausgemacht. Geht doch alles kürzer und prägnanter. Muss wohl an Fitzek liegen. Hatte gleiche Schwierigkeiten mit Noah. Auch dort mitten drin ausgemacht. Kein drive, wenig Logik, kaum Spaß. Zeitverschwendung.

21.02.2015 14:43:52
PMelittaM

Der Gerichtsmediziner Paul Herzfeld findet in einer zu obduzierenden Leiche einen Zettel mit einer Telefonnummer versteckt. Als er dort anruft, hört er die Stimme seiner Tochter Hannah, die offensichtlich entführt wurde, sie bittet ihn, niemandem etwas zu sagen. Paul Herzfeld setzt alles aufs Spiel und macht sich auf die Suche nach Hannah. Derweil findet die Comiczeichnerin Linda an Helgolands Küste eine Leiche, die das nächste Puzzleteil zu Hannahs Versteck bieten könnte, denn durch das neben der Leiche gefundene Handy hat sie Paul Herzfeld in der Leitung. Helgoland ist durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten und so macht Linda sich daran, Paul bei der Suche zu unterstützen.

Dies ist tatsächlich mein erster Roman von Sebastian Fitzek. Diesen hat er zusammen mit dem bekannten Rechtsmediziner Michael Tsokos geschrieben – und so nimmt das Thema Obduktion auch eine breiten Raum im Roman ein – man kann sich schon denken, dass er dadurch nicht jedermanns Sache sein wird, einiges wird sehr explizit beschrieben.

Der Roman ist vor allem eines: Ungeheuer spannend. Dass dabei die Logik bzw. die Wahrscheinlichkeit manchmal etwas auf der Strecke bleibt, nehme ich bei solchen Romanen in Kauf, hier wird es aber etwas übertrieben, weswegen ich auch einen Stern gestrichen habe. Da ist zum Einen die mehr als unwahrscheinliche Rettung eines der Charaktere und zum Anderen, und für mich am ausschlaggebendsten, die in meinen Augen ziemlich unnötige Hintergrundgeschichte um Linda, die sich gegen Ende unschön und absolut unglaubwürdig entwickelt. Das war der Punkt, an dem der Roman in meinen Augen an „Wohlwollen“ verloren hat. Linda hätte man sicher auch anders einführen können, vor allem hätte man diese horrorfilmmäßige Wendung sein lassen sollen.

Wie im Genre üblich gibt es nicht nur diese sondern eine ganze Reihe „überraschender“ Wendungen, wobei nicht alle bei mir funktioniert haben, recht viele konnte ich vorher schon ahnen. Die übelste betrifft Hannah selbst – und das habe ich nicht kommen sehen, ich finde sie aber gelungen und glaubhaft.

Sehr tiefgehend gezeichnet sind die Charaktere nicht, aber man kann durchaus ihr Handeln und Denken nachvollziehen. Sehr bedrückend sind die Szenen, die aus Sicht eines Opfers beschrieben werden. Der Spannung sehr zuträglich sind die kurzen Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger enden, sie sorgen auch dafür, dass man den Roman zügig lesen kann und will. Für mich ist er ein echter Pageturner, am liebsten hätte ich ihn in einem Zug ausgelesen.

Gut fand ich, dass sich hinter dem Geschehen auch ein gesellschaftskritischer Ansatz befindet: Warum werden z. B. Steuersünder härter bestraft als Kinderschänder, ein durchaus aktuelles Thema, über das man nachdenken sollte, vor allem die Verantwortlichen.

Der Roman konnte mich durchaus überzeugen, wenn er auch nicht perfekt ist, auf jeden Fall möchte ich mindestens einen weiteren Fitzek-Roman lesen. Leseempfehlung für Thriller-Fans, die explizite „Ekel“szenen nicht abschreckt.

31.01.2015 02:12:37
David

An "Esad" : Kritik sollte immer konstruktiv sein und nicht so hanebüchen wie die deine...Du hast in deinem Leben schon tausende (also mehrere tausend!!!) Thriller (wieviele Bücher aus anderen Genres wohl noch dabei waren?;D) gelesen? Ich würde behaupten 100 Bücher im Jahr sind schon fast nicht zu schaffen (außer Du machst es beruflich bzw. Du machst gar nichts beruflich), für 3000 Bücher würdest Du dann trotzdem noch 30!!! Jahre brauchen.wie alt bist Du? Desweiteren behauptest du eine unlogische Sache folge der nächsten, aufzählen tust du eine einzige!!! Und zwar das es Schmarn ist, dass Helgoland sturmbedingt ziemlich menschenleer ist.nun ja, bei starken Stürmen und Unwettern ist es durchaus so, dass niemand eine Insel betreten bzw. verlassen kann, bis das Unwetter vorüber ist.und vor allem ist eines doch klar.du liest einen Thriller! Und wie bei einem Blockbuster geht es doch nicht um einige Logikfehler.anlässlich der meisten Rezensionen zu diesem Buch hat einem Gro der Leser und Kritiker das Buch trotz kleinerer Schwächen(die es auch in jedem Larsson, King oder Brown gibt) gefallen, da frage ich mich doch bei zuvor "tausenden" Thrillern ob wirklich noch nie etwas schlechteres dabei war?fraglich.aber vielleicht schreibst Du ja eines schönen Tages ja mal einen in sich stimmigen und durch und durch logischen Thriller.ich würde ihn lesen.musst halt mal ein Jahr "nur" 50 Thriller lesen!! ;-D. Ach ja, welche Bücher sind deine Top 5?

25.01.2015 23:10:19
Tarum

Ich find die bücher von Fitzek einfach nur super. Ist mein absoluter Lieblingsschriftsteller. Alle die ich kenne lesen auch Bücher, aber sie lesen nicht Sebastian Fitzek,genau da spring ich drauf an. In sachen Horro will ich Filme, Hörbücher oder Bücher die nicht jeder sehen, lesen oder hören würde. wenn ich mich Fitzek´s Werken zuwende mach ich das weil ich mich Gruseln will und das schafft er jedesmal wieder. Ich bitte Fitzek hirmit, nicht aufzuhören und immer weiter zu machen. Sie sind einfach Klasse.

19.01.2015 21:56:08
meier13

Bisher habe ich um Fitzek einen Bogen gemacht, weil mir Bestsellerautoren immer eher suspekt sind und ich der Masse der Leser in Sachen Qualität eher nicht traue (Ausnahmen bestätigen die Regel). Für meinen idealen Einstiegsthriller habe ich zunächst mal die Handlungen und Kritiken durchforstet und bin dann bei ABGESCHNITTEN gelandet. Ich habe es nicht bereut. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, die Handlung in sich stimmig und einfach sehr gut geschrieben. Für mich ganz nahe am perfekten Thriller, 99° - und sicher werden weitere Fitzek's folgen.

15.06.2014 23:07:08
JaneM.

Bei mir hat "Abgeschnitten" ein sehr ambivalentes Gefühl zurückgelassen. Zum einen war ich Fitzek eigentlich leid, weil seine letzten Werke für meinen Geschmack zu atemlose Action und zu wenig Handlung boten. Trotz vielfacher Kritik hier, fand die Handlung und die parallelen Stränge zwischen Herzfelds verzweifelter Suche nach der Tochter und der unfreiwilligen Helferin Linda auf dem abgeschnittenen Helgoland gut. Auch der schräge Praktikant Ingulf (wenn auch etwas an Börne vom Münster-Tatort geklaut) und der deutsch-türkische Hausmeister haben mir gut gefallen.
Spannend ist es allemal, auch wenn es wirklich nicht notwendig war, fast jedes Kapitel mit einem cliffhanger enden zu lassen. Auch die Erwartungshaltung die mit der Beschreibung des eingesperrten Mädchens aufgebaut werden sollte, war für jeden, der "Schweigen der Lämmer" gesehen hat (also alle), vorhersehbar.
Kritisch sehe ich die detaillierte Beschreibung der Vergewaltigung. Auch wenn die Wahrheit sicher so brutal ist, wie beschrieben, besteht bei der Schilderung von Sexualdelikten immer die Gefahr, dass es möglicherweise auch Leser gibt, die das Gelesene eben nicht abstoßend finden. Diese Personengruppe sollte nicht- wenn auch unbeabsichtigt- bedient werden. Wie viele andere hier, ist der Grundtenor, der sich weniger aus der Handlung an sich, sondern aus den zitierten Urteilen ergibt, für mich zu populistisch.

28.04.2014 16:26:50
reader312

ich lese dieses Buch gerade zum zweiten mal und bin immer noch gefesselt von der handlung. das ist das erste buch von sebastian fitzek, das ich gelesen habe und seitdem bin ich ein richtiger fan geworden, habe es aber leider noch nicht die zeit gefunden, ein zweites seiner bücher zu lesen. trotzdem mag ich den scheibstil doch sehr und habe mir auch schon ein weiteres seiner bücher geholt. empfehlenswert.

..tut mir leid für großschreibfehler, die tastatur ist kaputt..

01.02.2014 17:51:40
Ono Mastik

Habe in meinem Leben sicher Tausende von Krimis gelesen, - aber einen derartigen Unfug (um nicht zu sagen, "gequirlte Sch...) habe ich noch nie gelesen. Der Handlung fehlt nicht nur die Logik, es fehlt vor allem an Glaubwürdigkeit: Helgoland wegen eines Sturmes (die Helgoländer habe schon ganz andere Stürme, Orkane problemlos erlebt) fast ohne Bewohner, ohne Ordnungshüter etc., wer mag das wohl glauben. Und so reiht sich eine Unglaubwürdigkeit an die andere bis zum infernalen Ende. Schade um die vertane Lesezeit: Fitzek nie wieder!

28.01.2014 09:06:43
Esad

ACHTUNG! Eingefleischte Thrillerfans sollten von diesem Buch lieber die Finger lassen. Es ist nämlich kein Thriller. In Wirklichkeit handelt es sich bei „Abgeschnitten“ um eine mittelmäßige Krimikomödie. Das Buch beginnt sehr spannend, doch wird der Erzählstrang immer wieder von pseudolustigen Passagen unterbrochen, was die Spannung der Story komplett kaputt macht und den Lesefluss erheblich behindert. Ein Thrillerfan hat eine bestimmte Erwartungshaltung an ein Buch. Das ist die in eine gute Story eingebettete Spannung. Diese geht jedoch in „Abgeschnitten“ zur Gänze flöten. Es gibt spannende Passagen, die gut geschrieben sind, dann kommt wieder der Spannungseinbruch mit ein paar lustigen Seiten aus der Sicht der Charaktere, die sich plötzlich an etwas aus der Vergangenheit erinnern, was weder in die Situation, noch in die ganze Story passt. Somit entstehen ständig Brüche im Erzähl- und Spannungsbogen; sofern das Letztere danach überhaupt noch existent ist. Wenn man auf ein Mischmach von Komödie und Krimi steht, könnte dieses Buch eventuell gefallen. Einem Thrillerfan rate ich von „Abgeschnitten“ ab. Die Gefahr, sich über Genreverfehlung zu ärgern, ist extrem hoch. Fitzek kann spannend schreiben (was er in „Therapie“, „Splitter“ und „Das Kind“ bewiesen hat) und Fitzek hat auch Humor (was in seinen Dankessagungen sehr gut zum Ausdruck kommt), aber wenn man die beiden Genres, Komödie und ein wenig Krimi, dermaßen mischt, dann sollte auf dem Cover nicht Thriller stehen.

13.01.2014 12:45:42
meni77

Abgeschnitten hat mir eindeutig wieder besser gefallen als der Seelenbrecher oder Splitter zum Beispiel, ich finde Fitzek hat ein bisschen nachgelassen und die Zusammenarbeit mit Tsokos gibt ihm vielleicht wieder mehr Inspiration. Ich fand das Buch durchaus spannend und auch nicht zu derb, wie von den vorherigen Kommentaren geschildert. Man kann es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen und muss die Story zu Ende lesen. Herr Fitzek so können sie wieder weiter machen und legen sie endlich das Thema Schizophrenie wieder bei Seite. Gute 87 Grad

11.12.2013 18:12:24
Bucherwurm

Ein echter Fitzek, Zunächst dachte ich die Handlung durchschaut zu haben, aber Fitzek ist immer wieder für eine Überraschung gut. Es gehört auf jeden Fall zu den Büchern, die man nicht mehr aus der Hand legt. Immer Vorrausgesetzt man verkraftet diese Art von Literatur. Es kribbelt auf jeden Fall unter der haut.

02.11.2013 13:09:35
Annette Traks

Rechtsmediziner Paul Herzfeld entdeckt bei der Obduktion einer verstümmelten Frauenleiche in deren Kopf eine Metallkapsel – sie enthält einen Zettel mit der Handy-Nummer seiner Tochter Hannah. Sofort ruft er die 17-Jährige an, hört aber nur ihre Mailbox-Ansage mit folgenden Informationen: Sie wurde entführt, habe Angst zu sterben, ein Mann namens Erik werde sich zwecks weiterer Anweisungen mit ihm in Verbindung setzen. Er kontrolliere jeden Schritt des Vaters, der auf keinen Fall die Polizei informieren dürfe – das wäre das sichere Todesurteil für sie.
Parallel dazu flieht die Comic-Zeichnerin Linda vor ihrem sie terrorisierenden Ex-Freund nach Helgoland. Unmittelbar nach ihrer Ankunft ist die Insel auf Grund eines Orkantiefs vom Festland abgeschnitten (!), fast alle Bewohner evakuiert. Bei einem Kurzspaziergang findet die junge Frau eine Männerleiche, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „Erik“ trägt. Linda nimmt sein Handy an sich – es ist, wie sich bald herausstellt, Hannahs - und so kommt die Comic-Zeichnerin in Kontakt mit Paul Herzfeld.

Dieser ist fest davon überzeugt, dass sich in der Leiche ein weiterer Hinweis zur Befreiung seiner Tochter befindet, hat aber wegen der Wetterlage nicht die geringste Chance, zwecks Obduktion auf die Insel zu gelangen; zumal auch die Klinik starke Orkanschäden aufweist und bis auf den Hausmeister evakuiert wurde. Er kontaktiert diesen und kann Linda von der Lebensnotwendigkeit überzeugen, nach seinen telefonischen Anweisungen die Obduktion an Erik durchzuführen. Und tatsächlich: In dessen Kehlkopf befindet sich eine Überraschungsei-Kapsel mit einem Hinweis.

Die Schnitzeljagd, bei der das Leben Hannah's auf dem Spiel steht, geht also weiter: Es gibt noch mehr Tote, viele versteckte, zum Teil rätselhafte Hinweise und sowohl auf dem Festland als auch auf Helgoland schauerliche Vorkommnisse. Dabei scheinen Zeit und Wetterbedingungen immer mehr gegen Herzfeld und seinen Begleiter Ingolf, den Sohn des Innensenators, zu spielen. Nach und nach glaubt der Vater zu wissen, wer hinter dem ganzen Szenario steckt – doch es kommt ganz anders …

Resümee:
Sebastian Fitzek und der Rechtsmediziner Michael Tsokos – oder wie der Trailer zum Buch es ausdrückt: „Der Meister des Wahnsinns und die Nummer 1 der Rechtsmedizin" – haben mit diesem Werk einen Psychothriller par excellence geschrieben, dem es zudem nicht an Humor fehlt. Es ist ein wahrer Pageturner, auch durch die Cliffhanger am Ende der relativ kurzen Kapitel – man kann das Buch einfach nicht zur Seite legen. Das Geschehen läuft sehr actionreich und rasant ab, steigert sich zum Schluss hin derart, dass ich manchmal Mühe hatte zu folgen und gelegentlich sortieren musste, wer nun wer ist – der reine Wahnsinn!
Die Obduktionen mit allem Drumherum laufen wie ein Film vor dem inneren Auge ab, denn sie werden sehr präzise en détail beschrieben – nichts für Sensibelchen.
Hervorragend auch die Idee mit dem Prolog, der bis kurz vor Schluss gar nichts mit der Haupthandlung zu tun zu haben scheint; aber dann ...
Das Vorab-Video „Ewig Mein“, in dem die Vorgeschichte von Lindas Be-ziehung gezeigt wird, ist ebenso eine brillante Idee wie das nachgestellte Video mit dem Titel „Facetten der Rechtsmedizin“ (auch wenn man es zur Zeit nur über einen anderen als den angegebenen Link ansehen kann, nämlich diesen: http://www.youtube.com/watch?v=hV7baiCOZM0 ).
Und auch der Anhang, in dem Instrumente der Rechtsmedizin abgebildet und erläutert werden, ist hochinteressant.

08.10.2013 07:45:06
Torsten

Fitzek ist bislang völlig an mir vorbeigegangen, aber wenn Herr Tsokos einen Roman (mit)schreibt, dann wollte ich den auch lesen.
Ich war ja skeptisch ob das klappen könnte, denn der Versuch eines Rechtsmediziners Krimis (mit) zu schreiben ist mit William Bass ja schon einmal meiner Meinung nach grandios gescheitert.
Während ich also vor dem Lesen skeptisch war, wurde ich während des Lesens schnell enttäuscht und ebenso schnell schlug das in Verärgerung um.
Schon die Art wie der "Held" Herzfeld eingeführt wird - als tapferer, selbstloser, edelmütiger Mann, der sich mit einem körperlich klar überlegenen Tierquäler anlegt - ist peinlich überzeichnet.
Weiter geht's mit slapstickartigen Einlagen in der Pathologie (Ingolfs Brille z.B.), die dann in krassem Ggensatz stehen zu den Schilderungen der Gewalt die dem Opfer angetan wird - etwas was man so auch nicht oft liest.
Die ganz reisserhaft angekündigte "Obduktion nach telefonischen Anweisungen" findet dagegen überhaupt nicht statt - was passiert kann man kaum Obduktion nennen.
Viel zu rasch werden dann früh im Buch die Hintergründe offenbart und obwohl es noch den einen oder anderen Twist gibt, bleibt eigentlich nur eine recht vorhersehbare Schnitzeljagd übrig die zu der entführten Tochter führt.
Richtig richtig ärgerlich ist der offenkundige Tenor des Buches, den man schon beim Lesen der voran und hintenan gestellten kurzen Gerichtsurteile mehr als erahnen kann.
Letzlich ist das Buch nichts als eine Anklage gegen ein zu mildes Rechtssystem und eine Forderung nach viel härteren Strafen für Sexualdelikte, insbesondere im Vergleich zu Kapitaldelikten. Alleine der letzte Satz von Herzfeld ist unterirdisch platt populistisch.
Im Grunde gehen diese Forderungen noch weiter wenn man bedenkt was für Handlungen hier mehr oder weniger gutgeheissen werden - die kann man aber hier nicht weiter beschreiben ohne zu viel zu spoilern.
Das ist für mich letztlich rechtspopulistische Stammtischlektüre - bei allen anderen Autoren als diesem sehr prominenten Duo hätte die Kritik dies sicher als das verrisen was es meiner Meinung nach ist: Schund.
Die einzigen 10% Lob bekommt der Knaur-Verlag für die schöne Gestaltung der TB-Ausgabe, z.B. mit dem Klappumschlag - Haptik schlägt eBook wieder einmal!

17.09.2013 03:25:26
Katinka

Sonst lese ich Fitzek eigentlich recht gerne, leider hat er sich jetzt immer mehr in eine Richtung entwickelt, die mir absolut nicht gefällt. So auch Abgeschnitten. Mich stört es wenn ein "genialer" Plan vom Wetter und von spontanen Aktionen von Menschen abhängig ist. Dann frage ich mich immer, ja und wenn sie jetzt nicht raus gegangen wäre? Auch haben mich die Vergewaltigungsszenen immer mehr raus gerissen und spätestens bei dem Satz: Zwei gebrochene Rippen und einen Dammriss später... war es für mich vorbei. Mich interessiert das Ende auch kein Stück. Wer das gerne ließt, bitte.

10.09.2013 16:15:51
Vajados

Sebastian Fitzek der Gott des deutschen Thrillers :) einfach nur klasse zu lesen spannung bis zum schluss und immer wieder überraschungsmomente und handlungswandlungen... konnte ich einfach nicht aus der hand legen.. warte ganz gespannt auf einen neuen... am besten die ist der Spruch "JE BLUTIGER DESTO FRAU" sehr sehr passend :D

05.08.2013 11:42:42
Christine Braun

Ich bin auch hin und her gerissen. Einerseits fand ich die ein oder andere Szene wirklich schrecklich und frage mich, ob das sein muss, andererseits war es sehr spannend und hat mich gefesselt.Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich das Buch nicht einfach zur Seite gelegt habe. (Wem bringt es was, detaillierte Beschreibungen über schreckliche Vergewaltigungen zu lesen?), aber wie gesagt, es war trotzdem fesselnd und ja, ich musste tatsächlich an der ein oder anderen Stelle lachen.Eigentlich ist diese Palette von Reaktionen schon bemerkenswert.

16.05.2013 14:00:37
Andrea

Wieder mal ein sehr gelungenes, kurzweiliges Buch von Sebastian Fitzek, meinem persönlichen Spannungs-Garanten! Irre spannende Handlung, jeder Handlungsstrang für sich nervenaufreibend, und ein guter Magen ist hier auf jeden Fall empfehlenswert. Die Hauptprotagonisten sehr gut getroffen und überaus sympathisch! Ich freue mich auf Fitzek's nächsten Roman!

24.04.2013 06:56:58
gitta

ich sag nur wow. seit langen wieder Mal ein Buch, das ich nicht aus der Hand gelegt habe. nur ein Wochenende und ich war leider schon durch. bitte mehr davon!!! Spannende und dichte Handlung von der ersten Seite an. Die Figuren brilliant dargestellt. Super!
Ich will mehr - das war ein Knaller für uns "Hobbypathologen"

17.03.2013 10:10:17
Uschi

Was ich besonders gruselig fand, war das nasse Handtuch.Das war echter Gänsehauteffekt!Das mit dem noch warmen Bett war dann schon sehr abgeschwächt.Zum Teil waren Sachen sehr un realistisch.Was mir zudem sehr gut gefallen hat war dass es auf Helgoland spielte,meine Lieblingsinsel nach Borkum.Den Bunker habe ich mir noch nie angesehen,das ist zu viel Erinnerung an Krieg.

03.03.2013 16:27:14
Steffi

Sebastian Fitzek hat mit diesem Buch seine Fans wahrlich nicht enttäuscht!
Es muss sich in Sachen Spannung und Thrill echt nicht hinter seinen Vorgängern verstecken!
Ein Buch, ganz so, wie wir es von Fitzek gewohnt sind.
Es ist nicht möglich es aus der Hand zu legen, einfach nur klasse!
Auch, wenn man an mancher Stelle vielleicht schon ahnt was kommt, ist man dennoch erschrocken, einfach super wie Fitzek das macht!
Ich kann es kaum erwarten, dass sein neues Buch "Nachtwandler" erscheint!

29.01.2013 08:02:34
rolandreis

Ein Buch von Fitzek wie ich es liebe. Auch im Team mit Tsokos wieder ein absolut spannender Roman. Das Buch beginnt mit drei Handlungssträngen, die dann ineinander verweben. Und das Ganze ist so spannend, dass ich mich schwer tat das Buch zwischendrin wegzulegen. Von einem Thriller erwarte ich Spannung, und genau diese Erwartung erfüllt das Buch hervorragend. Natürlich ist die Geschichte konstruiert und auch teilweise sehr brutal, aber als Leser fesselte sie mich von der ersten bis zur letzten Seite.

Ansonsten ist noch zu sagen, dass das Buch Kritik am Rechtssystem thematisiert. Genauer, warum es sein kann, dass sexueller Missbrauch weniger hart bestraft wird, als z.B. Steuerhinterziehung? (wobei ich persönlich da den beiden Autoren nur Recht geben kann)

17.01.2013 22:59:00
Draven

Bin ja begeisterter Fitzek Leser, und möchte fast behaupten einer meiner Lieblings Krimiautoren.
Auch dieses Buch finde ich nicht schlecht.
Es ist durchgehend mitreissend und spannend.
Aber! Die Story ist wie soll ich sagen? Einfach ein bisschen drüber. Über Elemente die nicht ganz so realistisch sind, sehe ich schon gerne mal hinweg (komme ja hauptsächlich aus der Fantasy-Ecke) aber in diesem Buch musste ich schon ein paar mal tief Durchatmen um das ein oder andere noch zu akzeptieren.
Es gibt schon viele Szenen die besser in einen Billigsplatter Horrorfilm passen würden.
Schade um die ansonsten eigentlich doch recht interessante Story aus der man viel mehr hätte machen können.
Habe schon schlechteres gelesen, aber nicht von Fitzek!

03.01.2013 13:51:02
Beverley Tiemer

Ich lese gerade das Buch und ich liebe es es ist spannend und auch witzig. Der Autor beschreibt die Vorgänge sehr gut und ich lese es gern. Es ist schwierig mich für ein Buch zu begeistern !Also ich empfehle das Buch mit guten gewissen weiter! Ich kann es nicht oft genug sagen das Buch ist Hammer gut es ist gut strukturiert

02.01.2013 12:48:41
Dagmar Kielau

da haben sich zwei (Fitzek und Tsokos) zusammengetan um mal was richtig trashiges zu produzieren. Herzlichen Glückwunsch: hat geklappt!

Eine unrealistische Handlung mit holzschnittartigen Figuren, die mir fremd blieben und unbegreiflich agierten. Lächerlich trendige Dialoge. Unnötig detaillierte Schilderungen von Gewaltverbrechen bzw. Obduktion.

Ich hab den Eindruck, hier wollte man dem Leser mal richtig was "bieten", herausgekommen ist Schundliteratur, das Geld nicht wert und schade um die vergeudete Zeit!

13.12.2012 10:55:13
Klassestattmasse

Wenn es nicht eine übertrieben brutale Vergewaltigungsszene gäbe, würde ich diesen Thriller eher unter unfreiwillig komischer Trashhorror einordnen wegen all der vermeintlich Toter die mit abgeschossenen Gesichtshälften, Messern im Hals und abgeschnittener Zunge durch die Handlung taumeln.

Warum Sebastian Fitzek für die paar Seiten Obduktionsszenen gleich einen Co-Autor anheuern musste, erschließt sich mir ebensowenig wie die Tatsache, dass dieses Werk noch mit einer Moralsoße überzogen werden musste, die der Autor scheinbar am Stammtisch recherchiert hat.

Sorry, aber Spannung rechtfertigt nicht alles, auch Mainstreamliteratur kann besser gemacht sein.

12.12.2012 20:58:52
Sabrina

1 + mit Sternchen
Hat mich wirklich sehr gefesslt. Hätte es mir die Zeit erlaubt hätte ich es an einem Tag ausgelesen. Fesselnt bis zum Schluss mit gut kombinerten Charakteren. Immer wieder ein Überraschungsmoment zwischendurch.
Die Zusammenhänge zwischen den Personen finde ich gut und überraschend aufgebaut.

Auf jeden Fall Daumen hoch und wieter so

14.11.2012 16:50:56
Susanne

Ich kann mich dem Kommentar von Anja voll und ganz anschließen. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und ich konnte es kaum erwarten, weiterzulesen. Allerdings ist dieser Thriller nicht für Zartbesaitete geeignet, manche Szenen sind so realistisch dargestellt, dass man sich genau in die einzelnen Rollen hineinversetzen kann. Jemand mit schwachen Nerven kann bestimmt Alpträume dabei entwickeln. Das Thema Rechtsprechung, das sicher ein schwieriges ist, wird hier immer wieder aufgenommen und regt zum Nachdenken an. Also, ich kann dieses Buch unbedingt weiterempfehlen. Es ist voller Hochspannung und Action, alles in allem eines der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

05.11.2012 07:36:48
Anja

Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Ich persönlich war gefangen in dem Buch von der ersten bis zur letzten Seite.

Zunächst einmal Respekt vor dem heiklen Thema Recht und Gerechtigkeit. Ein fader Beigeschmack bleibt, ob nicht irgendwo ein (potenzieller) Kinderschänder hockt und dieses Buch liest.

Was manche als abstruse Zusammenhänge von Personen oder Handlung empfunden haben mögen definiere ich als spannend und rasant.

Mein Fazit: Früh morgens mit dem Buch anfangen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen!

14.10.2012 23:23:30
Petra

Gespannt habe ich auf den neuen Fitzek gewartet, habe den relativ hohen Preis gezahlt - und wurde maßlos enttäuscht.

Eine völlig abstruse Story, die sich zäh dahinzieht.
Figuren tauchen auf und gehören plötzlich, aus nicht nachzuvollziehenden Gründen, irgendwie zusammen.
Die weibliche Hauptfigur agiert so kindisch, als sei sie ihren eigenen Comikzeichnungen entstiegen.

Der groß angekündigte Clou des Romans, die ferngesteuerte Zerlegung der Leiche, ist so interessant wie die Tageszeitung von vor einer Woche.
Die brutalen Szenen verstärken den schlechten Eindruck des Buches nur und lösen alles andere als Gänsehaut aus, höchstens lange Weile.

Ich musste mich zwingen diesen Krimi zuende zu lesen.

Ich werde so schnell keinen Roman von Sebastian Fitzek mehr kaufen, denn ich habe selten solch einen Blödsinn gelesen.

06.10.2012 22:55:18
Renate Richard

Also ich bin maßlos enttäuscht. Bis dato war ich ein absoluter Fan der Bücher von Fitzek. Aber in diesem ist die Story so künstlich konstruiert, dass einem wirklich die Lust aufs lesen vergeht. Ich habe das Gefühl als wolle man hier durch detaillierte brutale oder ekelerregende Szenen von der schlechten story ablenken...was das Buch nicht besser macht. Kommissar Zufall sorgt in diesem Buch dafür, dass Zusammenhänge zwischen Personen entstehen, die einfach abstrus sind.Ich erkenne Fitzek in diesem Buch nicht wieder...einfach nur grottenschlecht.

06.10.2012 09:58:18
maggiemops

hm... ich weiss nicht... eigentlich ärgere ich mich, dass ich mich durch diese positiven Kritiken zum Kauf hab überrumpeln lassen!! Nur kurz: Ich bekomme einfach nicht das Gefühl los, das Buch hätte auch ein ganz simpler Groschenroman sein können. Effekthascherei mit Hilfe eines Rechtsmediziners... wobei man merkt, dass der Schreiber selbst natürlich nicht aus eigener Erfahrung spricht... Ich erwähne hier nur Tess Gerrittsen... hier zeigt der Schreibstil, dass die Autorin selbst weiss, von was sie erzählt. Also auch wenn jetzt viele entsetzt aufschreien, wie man dieses tolle Buch nur so schlecht bewerten kann, aber das ist keine Literatur, die fesselt. Dies kann man auch ohne blutrünstige Passagen einzubauen! Also mehr als 30% kann ich nicht geben, wenns ein Groschenfortsetzungsroman wäre, na dann hätte ich andere Masstäbe angesetzt.

04.10.2012 15:47:03
Kerstin Thieme

Der Tag des Rechtsmediziners Prof. Dr. Paul Herzfeld beginnt mit der Obduktion einer furchtbar zugerichteten Leiche eigentlich ganz normal, ist er doch der Spezialist für Gewaltverbrechen beim BKA. Als er jedoch im Kopf der Toten einen Zettel mit einer Telefonnummer und dem Namen seiner Tochter findet, ist dies der Beginn einer perversen Schnitzeljagd. Hannah wurde entführt und der Täter hat auf der Insel Helgoland eine weitere Leiche entsprechend mit Hinweisen präpariert, die zu ihrem Auffinden nötig sind.

Schleunigst macht sich Paul Herzfeld auf den Weg, doch ein Orkan schließt die Insel vom Festland ab und der Rechtsmediziner ist auf die Hilfe der jungen Comic-Zeichnerin Linda Kaminski angewiesen, die sich auf Helgoland vor ihrem stalkenden Ex-Freund Danny versteckt und am Strand über die Leiche stolpert. Sie soll per Telefonanleitung eine Obduktion vornehmen, was sie erst einmal rundweg ablehnt. Doch die Gefahr, in der Hannah schwebt, lässt ihr keine Ruhe, und so wird sie zum verlängerten Arm von Herzfeld, nicht ahnend, dass ihr Leben ebenso auf dem Spiel steht.

Meine Meinung:

Noch habe ich nicht alle Thriller von Sebastian Fitzek gelesen, aber auf sein neuestes Werk, das in Zusammenarbeit mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos entstand, war ich schon seit Monaten besonders gespannt.

Der Einfluss von Michael Tsokos wird dann auch in der äußerst detaillierten Beschreibung der Obduktionen besonders deutlich. Die hier angewandten Gleichnisse können wohl nur jemandem einfallen, der tagtäglich damit zu tun hat. Leser mit empfindlichen Mägen sollten lieber die Finger vom Buch lassen bzw. diese Stellen schnellstmöglich überlesen.

Die Hauptfiguren waren mir obwohl recht individuell doch sehr sympathisch, vor allem auch im Falle von Herzfeld in Bezug auf seine letzte Handlungsweise. Sehr überraschend auch die charakterliche Entwicklung des reichen Senatssöhnchens Ingolf von Appen, ohne den unser Rechtsmediziner sehr alt ausgesehen hätte.

Das Tempo im Buch steigert sich kontinuierlich und es fällt zunehmend schwer, kurz durchzuatmen oder das Buch zu unterbrechen. Immer öfter enden Kapitel mit Cliffhangern, die den Leser nicht loslassen. Die Geschichte ist gut durchdacht und bietet die ein oder andere überraschende Wendung, allerdings nicht in dem Maße, wie ich es eigentlich von Fitzek gewohnt bin. Bisher habe ich ein Fitzek-Buch immer mit leicht offen stehendem Mund und vielen Fragezeichen in den Augen zugeklappt, um bei längerem Nachdenken, die Genialität des Autors zu bewundern. Dieser „Wow“-Effekt hat mir dieses Mal ein wenig gefehlt.

Nichtsdestotrotz ist dem Autoren-Team hier ein großartiger Pageturner gelungen, der es weder an augenzwinkernden Betrachtungen z. B. in Bezug auf Casting-Shows noch an ernstzunehmender Kritik am deutschen Rechtssystem mangeln lässt. Auch die kleinen von Fitzek schon gewohnten Extras sollten nicht unerwähnt bleiben, wie die auf dem Umschlag abgedruckte Telefonnummer, die man sich nicht entgehen lassen sollte anzurufen, oder auch der tolle mehrteilige Motion-Comic im Internet, der Lindas Stalker-Geschichte erzählt.

Absolut zufrieden mit „Abgeschnitten“ freue ich mich ebenso auf weitere gemeinsame Werke von Fitzek und Tsokos wie auf Einzeltaten des Stars des deutschen Psychothrillers.

01.10.2012 09:53:04
Sacomo

Endlich der neue FITZEK :o)

Supi. Wirklich.
Die kombination Fitzek/Tsokos ist wirklich gut. Ich interessiere mich für die Medizin/Pathologie und fands daher echt gut gemacht.
Mich hat das Buch Stückweise an "Der Seelenbrecher" erinnert. Was MIR aber gefallen hat.
3/4 des Buches ist sehr nervenaufreibend... Jedes Kapitel war so spennend... und dann das "warten".
Herlich...
Ich würde nicht sagen das dieses Buch sein bestes ist, aber es hält mit allen anderen mit ! Sehr gut !
95 % gebe ich.
Die - 5 % gebe ich weil ich mit ein paar "Einzelheiten" nicht ganz zufrieden bin... Möchte ich hier aber nicht vertiefen weil´s die "Spannung" nehmen würde.

27.09.2012 17:03:10
sAms3miLLa

Meine Güte !

Was für ein Thriller !!!

Ich brauchte maximal 2 Seiten um gefesselt zu sein. Das schöne daran ist, dass die Spannung eigentlich bis zum Ende aufrechterhalten wird. WOW.

Ich würde einfach mal behaupten, dass das Fitzek's bester Thriller ist.

Die Kapitel sind wie immer kurz und knackig, meist mit einem Cliffhanger.

Das Thema, was er behandelt und wie er es beschreibt hat mich hier einfach direkt angesprochen und mich innerlich aufwühlen lassen. Das macht die Leseerfahrung wahrscheinlich so intensiv.


FAZIT: Unbedingt lesen, quasi verschlingen und als einzigen Wehmutstropfen haben, dass es wieder so lange dauert, bis ein neuer Fitzek erscheint.
100 % !