Blackout

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Köln: Random House Audio, 2012, Seiten: 8, Übersetzt: Steffen Groth

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Jürgen Priester
Der Strom kommt doch aus der Steckdose

Buch-Rezension von Jürgen Priester Mai 2012

Eigentlich ist es eine katastrophale Entwicklung. Schon vor vierzig Jahren haben die sogenannten "Alternativ"-Wissenschaftler (u.a. vom Öko-Institut Freiburg) festgestellt und wurden deshalb belächelt, dass die fossilen Energieressourcen endlich sind, dass sich zukünftige Energieversorgung auf regenerative Träger und Energieeinsparung stützen muss, dass die Gewinnung von Atomstrom unkalkulierbare Risiken in sich birgt, dass Erzeugung, Verteilung und Verbrauch von Energie in möglichst dezentralen Einheiten stattfinden muss. Ein Themenkreis, der jahrzehntelang in der Politik nur stiefmütterlich, wenn überhaupt ernsthaft diskutiert wurde. Was seit den 1970er Jahren bekannt war, wird heute teilweise umgesetzt. Erst der Super-GAU von Fukushima im Frühjahr 2011 erhöhte den öffentlichen Druck so stark, dass es zu einem Umlenken, (Umdenken darf bezweifelt werden) der politischen Entscheidungsträger kam. Energiewende heißt jetzt das Zauberwort, doch wird der Wechsel leider in die Hände derer gegeben, die hauptsächlich für die jahrzehntelange Fehlentwicklung verantwortlich waren – den Energie-Großkonzernen, die ausschließlich dem Götzen der Gewinnmaximierung huldigen und schon geifernd ihre Finger nach staatlichen Subventionen für fragwürdige Großprojekte (Wind- und Solar-Parks) und Infrastrukturmaßnahmen ausstrecken.

Genug der Vorrede. In Marc Elsbergs Debütroman Blackout geht es um Stromerzeugung und Verteilung, genauer um die Verletzbarkeit des europaweiten Verbundnetzes und der verschiedenen Kraftwerke durch terroristische Anschläge. Der Autor zeigt, wie durch eigentlich simple Manipulationen Europa mit einem fast flächendeckenden Stromausfall lahmgelegt werden kann. Was nun wirklich bei einem länger andauernden Blackout passiert, kann keiner vorhersehen. Elsbergs Szenario macht einen realistischen Eindruck, was sich beim Leser mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend äußern könnte. Unser Leben lang sind wir daran gewöhnt, dass der Strom immer aus der Steckdose kommt oder andere wichtige Funktionen erfüllt. Man stelle sich bloß für den Privathaushalt vor: nicht kühlende Kühlschränke, auftauende Gefriertruhen, kein Frischwasser, nicht funktionierende Toiletten – abertausende von Städtern, die ihre Notdurft in den Parkanlagen verrichten müssten. Eine Horrorvorstellung im Kleinen, die im Konzert mit kollabierenden Netzen und marodierenden Atommeilern das Chaos perfekt machen. Die Katastrophe beginnt in Italien.

Piero Manzani, ein ehemaliger gefürchteter Hacker, lebt nun als IT-Berater in Mailand. Auf seinem Heimweg durch die allabendliche Mailänder Rushhour wird er an einer ausgefallenen Ampel in einen Crash verwickelt. Nicht nur das Ampelsystem ist von einem plötzlichen Stromausfall betroffen, sondern ganz Mailand sitzt im Dunkeln. Nach einem kurzen Abstecher zu einem Krankenhaus, das auch nur notdürftig durch eigene Generatoren mit Energie versorgt wird, checkt Manzani die Stromversorgung in seiner Wohnung. Das im Sicherungskasten eingebaute "Smart Meter" (moderner Mikroprozessor gesteuerter Stromzähler) war ihm als Computerfachmann schon immer suspekt. Jetzt zeigt das Display seltsame Zahlenkombinationen an, die in Manzani den Verdacht aufkommen lassen, dass das Gerät von außen manipuliert wird und es zu willkürlichem An- und Ausschalten des Zählers kommt. Träfe das auf ganz Italien zu, erkläre das den Zusammenbruch des Stromnetzes. Seine Hypothese will er am nächsten Morgen an offiziellen Stellen los werden, bei der Polizei stößt er auf Unverständnis, beim örtlichen Energieversorger wird seine Theorie skeptisch betrachtet. Obwohl Kommunikations- und Informationssysteme nur zeitweise funktionieren und nur bruchstückhaft Nachrichten versenden können, wird Manzani das ganze Ausmaß des Breakdowns bewusst. Nicht nur Italien ist betroffen, sondern mittlerweile hat sich die Störung auf alle europäischen Staaten ausgeweitet. Während einer Unterhaltung mit seinem Nachbarn Bondoni, dessen Tochter bei einer europäischen Behörde in Brüssel arbeitet, kommt Manzani die Idee, übergeordnete europäische Institutionen zu kontaktieren. Bondonis Tochter verbringt zwar gerade ihren Urlaub in den österreichischen Bergen, doch Manzani hofft durch ihre Vermittlung direkt die richtige Anlaufstelle für sein Anliegen zu finden. Gemeinsam mit seinem Nachbarn begibt er sich auf die erste Etappe einer beschwerlichen Reise.

Während Manzano und Bondoni gen Brüssel streben, ist in den Macht- und Schaltzentralen Europas die Hölle los. Krisenstäbe tagen, Katastrophenschutzmaßnahmen sind eingeleitet. In den Kraftwerken versuchen Techniker den unerklärlichen Fehlermeldungen auf die Spur zu kommen. Die Europäische Anti- Terrorzentrale und Interpol suchen fieberhaft nach potenziellen Drahtziehern. Als in Nordamerika ebenfalls die Lichter ausgehen, schielen die Fahnder verstärkt in Richtung Moskau und Peking.

Piero Manzano, zwischenzeitlich in Brüssel angekommen, gerät, wie es Überbringern schlechter Nachrichten des öfteren so geht, selber unter Verdacht. Doch er ist nicht untätig gewesen. Wann immer er Zugang zum Internet hatte, hat er dort nach verdächtigen Webseiten und kryptischen Chats Ausschau gehalten. Nicht ohne Erfolg. Trotz aller Bemühungen, der Lage Herr zu werden, verrinnt die Zeit zu schnell. Die Westliche Welt droht in einen finalen Abgrund zu stürzen.

Man kann Marc Elsbergs Debütroman nur als rundum gelungen bezeichnen. Mit schnellen Schnitten wechseln die Schauplätze innerhalb Europas, zeigen sowohl das physische und psychische Leiden der Bevölkerung, die kurzfristig bessere Stellung der Privilegierten, aber auch die krampfhaften Versuche, die komplexe Maschinerie wieder in den Griff zu bekommen. Der Leser wird daran erinnert, dass er in einer komplizierten Kunstwelt lebt und dass die Wand zum absoluten Chaos nur hauchdünn ist.

Elsberg hat die Handlung hochspannend mit realitätsnahen Charakteren inszeniert, ohne dabei auf Superhelden oder Superbösewichte zurückgreifen zu müssen. Als Laie kann man nicht immer die (computer-)technischen oder logistischen Abläufe nachprüfen, aber sie machen einen plausiblen Eindruck. Wer hinter den Anschlägen steckt, wird natürlich nicht verraten. Entgegen der Erwartung des Rezensenten sind die Motive der Hintermänner durchaus nachvollziehbar, wenngleich die Wahl der Mittel indiskutabel ist. Unrecht lässt sich nicht mit Unrecht ausgleichen.

Blackout ist ein Werk, das nachhaltig in Erinnerung bleiben wird und das uns mahnen kann, dass der Wohlstand des einen immer auf Kosten eines anderen beruht.

Blackout

Blackout

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Letzte Kommentare:
06.11.2019 20:13:33
#s

Super Buch!!! .

04.10.2018 17:50:26
Sting

Szenario sicherlich bald realistisch. Wie dieses Buch allerdings zum Bestseller geworden ist...na ja.
800 Seiten ohne jegliche Spannung. Als Leser warten man alle 100 Seiten darauf, dass endlich etwas passiert. 200 Seiten hätten es auch getan.
Ständiges hin und her springen zwischen Städte und Personen trägt zur Spannung auch nicht gerade bei.
Kurz gesagt, eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe.

14.03.2018 16:09:24
Wolf K. Martin

Zusammenfassend gesagt, ist dieser Roman eine beängstigend realitätsnahe Utopie, die dieser Tage wieder Nahrung über das Nachgehen von Radioweckern durch Stromschwankungen innerhalb osteuropäischer Länder erhalten hat.
Der Stoff eines europaweiten Stromausfalls aufgrund von IT-Manipulationen ist sehr intensiv recherchiert, gut beschrieben und drehbuchartig in Romanform rübergebracht. Ich habe das Buch relativ schnell gelesen und der Inhalt hat mich in seinen Bann gezogen.
Leider blieb bei mir am Ende ein leicht unbefriedigender Eindruck zurück:
JA: Es ist ein teilweise rasanter, real anmutender Techno-Thriller. Leicht und flüssig lesbar, gut inszeniert und man wird in die beängstigende Situation eingetaucht.
ABER: Ich konnte zu keiner der handelnden Personen eine wirkliche Beziehung aufbauen. Alle Hauptfiguren bleiben irgendwie flach. Auch die Leidens- und Aktionsfähigkeit der Hauptperson Manzano muten ein wenig gekünstelt an.
UND: Mit knapp 800 Seiten ist der Roman für mich deutlich zu lang und mit Szenen überfrachtet, deren Eindrücke sich wiederholen und nicht deutlich genug zum Fortgang beitragen.
TROTZDEM: Wer sich für eine realistisch ausgebreite Utopie im digitalen Zeitalter interessiert, der sollte diesen Roman lesen.

19.11.2017 17:56:23
DAN.MASTER

Da ich genau aus dem Bereich Programmierung und Entwicklung von SCADA Systemen komme fand ich das Buch von Anfang extrem spannend und fesselnd. Und je mehr man darüber nachdenkt desto beängstigender und realer wirkt das Szenario. Es gibt ein paar Szenen die wirken ein bisschen langatmig.
Mich überzeugt die extrem gute Rechere und richtige Darstellung und Verwendung der Fachbegriffe.

13.11.2017 11:57:32
Achim

Ein Buch, das solange braucht um in Fahrt zu kommen hat bei mir keine Überlebenschance.
Schade das Thema wäre aktuell. Aber leider unglaublich schleppend. Wann kapieren die Schreiberlinge (auch Drehbuchautoren) mal, dass uns nicht interessiert, was der It'ler sich abends zu Essen kauft. Vollkommen belangloses Zeugs wird da eingeführt nur um das Buch in die Länge zu ziehen. Liegt in der Papiertonne.

10.03.2017 06:59:22
Roberto Sibonetti

Erst auf Seite 100, bin ich noch nicht so richtig angekommen, obwohl das Thema sehr real und nicht wirklich wünschenswert ist. Stören tut mich höchstens logische Aussetzer wie die Szene in der Schweiz, Bellinzona, wo die beiden Herren so blöd waren vor allen ihren Bezinkanister zu leeren. Ziemlich naiv, dann zu glaube, dass nichts passiert. Da wäre ein Ausfahrt zu benützen und das an einem abgelegen Ort zu tun definitiv glaubwürdiger. Auch ist schlicht seltsam, dass anschliessend ohne Probleme nach Ischgl gelangen. Zuerst durch Schweiz und dann Österreich ohne eine Beschreibung wie sich die Situation an den Grenzübergängen präsentiert. Das macht es mir sehr schwer dran zu bleiben, aber ich lese bestimmt zu Ende.

02.02.2017 22:42:58
Dirty_Harry1976

Kurz und einfach gesagt: Sehr spannend geschrieben. Der Autor hat sich eines sehr aktuellen Themas angenommen, welches immer mehr auf die europäischen Stromverbraucher zukommt. Über den sogenannten Smart-Meter ist schon viel gesprochen worden. Der Autor hat hier aber eine sehr spannende Gechichte um einen gigantischen und erschreckenden Stromausfall gebaut. Natürlich ist hier Fiktion dabei, aber gerade die Beschreibung des menschlichen Verhaltens in einer solchen Situation erscheint sehr realistisch. Die schnellen Wechsel bei den Handlungsorten sorgen für einen schnellen, wenn auch manchmal komplexen Ablauf durch die Geshichte.
Der Held der Geschichte ist kein Übermensch, sondern eher sehr normal.

Das Buch kann ich Nürnberg weiterempfehlen.

19.05.2016 14:35:12
Heiner Berstermann

Ich lese gerne und viel, manche Bücher verschlinge ich in kurzer Zeit. Und es kommt selten vor, dass ich mich zwingen muss, ein Buch zu Ende zu lesen. So ging es mir aber bei Blackout. Die letzten 100 Seiten habe ich nur noch überflogen, weil das Buch mich überhaupt nicht fesselte. Eine Unzahl von Schauplätzen mit ständig wechselnden Akteuren führte dazu, dass man kaum einen durchgängigen Faden fand oder halten konnte. Es machte einfach keinen Spaß, das Buch zu lesen, da half auch das interessante Thema nicht.

06.01.2015 13:37:02
Ulrich Schwendke

"Blackout - Morgen ist es zu spät" sollte man gelesen haben - ein herausragendes Werk! Übrigens auch optimal redigiert. Manchmal jedoch wird der Realitätssinn des Lesers arg strapaziert, Beispiel: Am Bahnhof von Aachen findet der Held der Geschichte, Manzano, zusammen mit seiner Gefährtin Shannon ein Schienenfahrzeug, das bestiegen und zum Laufen gebracht wird. Während der Reise nach Brüssel droht der Diesel zur Neige zu gehen, aber ein Zug in die gleiche Richtung kommt daher. Nach Weichenmanöver auf Seite 579 der Satz: "Dort hatten Shannon und Manzano das Schienengefährt kurzerhand an den Zug angedockt." Kurzerhand - sagenhaft!

28.07.2014 13:34:29
James_Blond

zum Thema "Fahrstuhl" (s.u.): Marc Elsberg ist Österreicher. In Österreich ist die Bezeichnung Fahrstuhl für Aufzug bzw. Lift üblich.

Es ist für mich als "gelernten Österreicher" schön wenn ich in Büchern von österr. Schriftstellern noch das eine oder andere typisch österr. Wort finde. Ansonsten wird eh alles durch bundesdeutsche Ausdrücke niedergebügelt (Jungs statt Burschen, Tomaten statt Paradeiser, Kartoffel statt Erdäpfel, hoch gehen statt hinauf gehen, Quatsch statt Blödsinn, Quark statt Topfen, Januar statt Jänner, Möhren statt Karotten, Knipser statt Torjäger, eine Zwei statt einen Zweier .).

28.07.2014 13:21:22
Nikolas Ritscher

Vom fachlichen Wissen her ist es ein tolles Buch. Auch wenn Marc Elsberg im Nachwort geschrieben hat, dass er aus verschiedenen Gründen nicht alle Informationen mitnehmen konnte, wirkte es auf mich, als Laie, sehr authentisch. Also vom informativen Aspekt her sehr schön zu lesen. Was mir nicht unbedingt gefällt, sind die vielen Wiederholungen wie zum Beispiel "Stiernacken" oder "binnen"! Das Buch ist aber sehr spannend, von daher kann man darüber hinweg sehen. Das Buch bietet auch viel Fläche für gute Diskussionen. Für mich ist es ein rundum gelungener Thriller, der gut zu lesen ist.

20.06.2014 10:11:13
K.Singer

Ich bin selbst Techniker, habe das erste Viertel des Buches mit großem Interesse gelesen, hab aber nach einer Lesepause den Faden verloren und nur noch den Schluss gelesen, was natürlich nicht funktioniert hat.
Hatte vorher den Krimi "Tod einer Guten Freundin" von Klaus Struck gelesen. Hier wird das Thema zwar nicht so komplex und nur auf Marokko bezogen behandelt, ist aber für "normale" Krimifans besser nachzuvollziehen und nur ein Schwerpunkt der Handlung.

09.06.2014 13:24:44
enderle

Der Denkanstoß über die Abhängigkeit unserer Bevölkerung ist, meiner Meinung nach, sehr gelungen. Wer sich über Kleinigkeiten wie einen "Fahrstuhl" aufregt, hat den Sinn des Buches nicht verstanden. Wobei anzumerken wäre, daß die Bezeichnung Fahrstuhl aber durchaus eine übliche Bezeichung für einen Aufzug ist und auch selbst im Duden so aufgeführt ist.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen

06.06.2014 10:09:45
ja

dass den Leser absolut anspricht. Wie würde es uns gehen, wenn von einem Tag auf den anderen die Stromversorgung unterbrochen wäre? Das Buch istAbend über die Diwie FAHRSTÜHLE moniert oder den ständigen Ortswechsel als belastend findet, der/die sollte besser den Fernseher anschalten und das nge nachdenken. Was würde ich bei einem Stromausfall tun, wie schütze ich meine Familie... Dieses Buch ist natürlich kein literarisches Schwergewicht - aber darum eine spannende Darstellung eines Cyber-Terrorismus Angriffs auf ganz Europa. Über weite Strecken wird aus der Sicht derjenigen erzählt, die diese Katastrophe zu bewältigen haben. Das Buch ist definitiv lesenswert

25.05.2014 23:09:13
Dirk Schmitz

Aufgrund von Rezensionen habe ich mir Marc Elsbergs Buch geholt. Ich interessiere mich für das Thema, nicht unbedingt für Endzeitthriller. Ich habe mich bei einem Buch noch nie mehr gegruselt. Die Katastrophe wird recht konsequent zu Ende erzählt und im Unterschied zu Horrorthrillern fand ich Elsbergs Schilderungen nicht fiktional. Jedes Kapitel gab mir eher das Gefühl, dass die Wirklichkeit schlimmer werden würde. Tatsächlich schreibt Elsberg im Nachwort, dass er, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, Kompromisse machen musste. In Wirklichkeit bräche die Infrastruktur wohl schneller zusammen. Schockierend.

14.05.2014 12:17:01
rolandreis

Marc Elsberg erschafft in seinem beachtlichen Debüt ein Szenario, dass den Leser absolut anspricht. Wie würde es uns gehen, wenn von einem Tag auf den anderen die Stromversorgung unterbrochen wäre? Das Buch ist eine spannende Darstellung eines Cyber-Terrorismus Angriffs auf ganz Europa. Über weite Strecken wird aus der Sicht derjenigen erzählt, die diese Katastrophe zu bewältigen haben. Das Buch ist definitiv lesenswert. Es ist aber auch kein leichtes Buch. Ich würde das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die mal was ganz anderes lesen wollen als einen typischen Thriller.

29.04.2014 15:16:48
Nico

Dieses Buch ist einfach zu lesen. Spannung kommt auf und ich muss selbst am Abend über die Dinge nachdenken. Was würde ich bei einem Stromausfall tun, wie schütze ich meine Familie... Dieses Buch ist natürlich kein literarisches Schwergewicht - aber darum geht es gar nicht - es ist eine Fiktion die wahr werden könnte und es soll zum nachdenken über unsere Welt anregen - Denkanstöße, weil wir doch so sorglos mit allen Dingen umgehen bzw. vernetzen.
Wer aber schon nach 140 Seiten aufgibt und sich ärgern muss, wer Worte wie FAHRSTÜHLE moniert oder den ständigen Ortswechsel als belastend findet, der/die sollte besser den Fernseher anschalten und das Lesen entweder lassen oder es auf klassische Bahnhofsromane beschränken...

22.04.2014 09:45:11
mg11

Die Ausgangsidee der Story ist super, alles auf sehr aktuellem Stand. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Der Beginn war vielversprechend. Dann ABER: Ich habe das Buch trotz etlichem hadern mit mir selbst zu Ende gelesen. Leider gab es wenig bis gar keine Spannung, die Drahtzieher gelangen völlig in den Hintergrund, ständiges Wechseln der Schauplätze und der Personen, ewiges Politikgelänkel, alle Protagonisten sind nur oberflächlich gezeichnet und austauschbar. War das Absicht? Wurden Personen mit Absicht nur mit Nachnamen erwähnt, um keine persönliche Beziehung zu ihnen aufzubauen?
Zum guten schluss zog sich das Ganze auf 800 Seiten. Ich bin ziemlich ratlos...

30° für die Idee und die Aktualität, mehr geht nicht. Sehr, sehr schade!

08.04.2014 16:36:36
Bodo Ulrich

Das Buch muss nicht Thriller oder Dokumentation sein, es führt uns einfach vor Augen, in welcher Traumwelt wir leben - bis es dann kracht; deshalb ist das Buch gut, vieln Dank, Herr Elsberg.

Die kleinen vorher erwähnten Ausrutscher
(wie Fahrstuhl statt Aufzug - wie lächerlich ist diese Kritik denn -) sind nicht erwähnenswert.

24.03.2014 14:35:30
manni

Spannendes Thema, völlig verschenkt ! Wenn auf dem Cover anstatt" Roman" die Bezeichnung "Protokoll " gestanden hätte, wäre das ehrlicher. So bin ich mal wieder auf "Spiegel Bestseller " und Kollegenlob reingefallen. Bis Seite 141 habe ich durchgehalten, dann war ich echt sauer. Ein Kurzkapitel folgt dem anderen, zum Gähnen. Was hätte ein talentierte Autor aus dem Thema u. der guten Recherche zaubern können. Wer nicht schreiben kann solls bleiben lassen. Ärgerlich ! 0°

20.03.2014 22:22:06
Sebastian

Endlich habe ich dieses Buch geschafft nach drei Monaten Lesezeit. Selten habe ich mich mehr gelangweilt und war froh, es geschafft zu haben. Einzig der Geiz, für das Buch bezahlt zu haben, ließ mich durchlesen. Wundere mich über die vielen guten Kommentare, liegt wohl an den vielen unterschiedlich Interessen. Diese Sprünge zwischen den Orten, unsinnige Befreiungen und vieles mehr...-nervig und zeitraubend.

26.01.2014 10:35:34
Armin Jähnig

Sehr geehrter Herr Elsberg,
sas Buch und die Handlung einwandfrei spannend - doch ein paar Anmerkungen von mir kann ich nicht lassen.
Wenn Sie so viele Recherchen, Tipps, Anregungen und fachliche Anleitungen genutzt haben, muss ich leider sagen, dass Sie auch eventuell mal einen Architekten hätten einschalten können. Der hätte Ihnen bestimmt gesagt, dass die sogenannten " Fahrstühle " , mindestens 50 x im Roman vorkommend, richtigerweise " Aufzüge " heißen. Einen Stuhl zum Fahren habe ich noch nicht gesehen ! Nächster Punkt ist Ihre Bemerkung über die " sogenannte DDR ". Kennen Sie sie ? Ich wurde 1949 in Leipzig geboren und habe alle Stadien eines normalen Lebens durchgemacht - Schule, Armee, Studium zum Dipl. - Architekten und Arbeit. Alles unter dem Aspekt " sogenannt " ?
Als 1967 in Wien Geborener ist eine solche Anmaßung unverschämt - sie haben sich diese Meinung ( zu Ihrer Verteidigung ) aber bestimmt durch Äußerungen Iher Umwelt angenommen - in Zukunft sollten Sie sich da ein bißchen mehr in die Materie knieen.

19.01.2014 18:48:11
Michl77

Das Buch ist echt super spannend geschrieben und auch lehrreich. Wenn man sich mal damit befasst das was wir als selbstverständlich erachten nicht mehr da ist unsere Gesellschaft aus den Angeln hebeln kann mit ein paar klicks, ist das schon sehr erschreckend. Was nur ein wenig genervt hat was ich auch überflogen habe die Abschnitte mit Berlin . Freue mich schon riesig auf das Band was im Juni rauskommen soll Zero was ich denke genauso fesselnd sein wird!

08.01.2014 19:24:09
Ivonne

Dieser Roman ist einfach KLASSE. Sehr gut durchdacht und fachlich spitze. Die Spannung bleibt von Anfang an und bleibt bis zum Schluß.
Die Nähe an der Realität ist erschreckend und läßt einem vieles aus einem anderen Blickwinkel sehen. Dazu noch recht neue Ereignisse mit Japan und seinem AKW.
Ich bin schon auf das neue Buch "Zero" gespannt.

06.01.2014 17:56:52
Alexander

Ich finde das Buch hat eine gewisse Spannung.
Es ist realistisch geschrieben.Wie die Menschen nach dem Stromausfall reagieren.Ich kann das Buch nur EMPFEHLEN.

Das Buch kann ich auch Jugendlichen Empfehlen,da ich ja selber erst 14 bin.
Man sollte auch gute Deutschkenntnisse haben.
Das Buch war ein voller Erfolg

03.01.2014 21:20:25
RallyM

Das Buch hat mich 2 Tage gefesselt(Geschenk
zu Weihnachten) dann war es geschafft.Sehr spannend und realistisch geschrieben.
Vielleicht in Anlehnung einzelner Senarien in wissenschaftl. Zeitschriften.
Könnte natürlich auch vorkommen ,was ja keiner wünscht.
Deswegen die Überlegung, welcher Energieformen man wählt.
und die sogenannte Energiewende dauert eigentlich zu lange bzw. wird immer wieder von der bestehenden Lobby gebremst.
Gier geht eben vor Verstand !

16.12.2013 20:03:16
dani.p

Das Buch ist wirklich unglaublich realistisch. Schon beängstigend , habe meine Essensvorraete erstmal aufgestockt. Zwar fand ich die vielen Sprünge zwischen den vielen Handlungssträngen anstrengend, aber das Buch sollte man dennoch gelesen haben. Natürlich weiss man, dass ohne Strom nichts geht, dennoch ist es sehr erschreckend, wenn man es schwarz auf weiss liesst. Hoffen wir, dass so was nie wirklich passiert!

25.11.2013 12:20:49
skren

Ich habe das Buch nahezu in einem Rutsch gelesen (von Donnerstag bis Montagmittag, außer Sonntag) und fand es äußerst spannend. Natürlich auch sehr beängstigend, wenn man darüber nachdenkt, dass die Realität gar nicht so weit entfernt zu sein scheint.
Zum Glück bin ich schon etwas älter und habe alle Katastrohenszenarien der letzten Jahrzehnte erlebt und überlebt und hoffe, auch dieser so plausibel geschilderte Fall wird nicht eintreten...
Eine Bemerkung noch zum Verständnis für Computerlaien wie mich: Ein Glossar der wichtigsten Begriffe wäre hilfreich. Vieles erschloss sich zwar durch den Kontext beim 2. oder 3. Mal, aber man könnte es der (älteren) Leserschaft erleichtern.

07.10.2013 11:59:39
Barbara Schmidt

ein Großteil der Menschen lebt so wie es sich nach dem Stromausfall entwickelt - in
Dreck, Gestank, ohne Wasser und Nahrung
- und wir leben in fettem Wohlstand auf deren Kosten...Aber genug ist nie genug, mehr
mehr mehr - egal auf wessen Kosten, wie ein schwarzes Loch saugt der Kapitalismus alles in sich ein und zerstört die Voraussetzungen für ein Weiterleben auf dieser Erde.....

02.10.2013 20:05:12
Heeg Herta

Es ist mehr als nur ein Krimi irgendwie auch ein Spiegel unserer Wohlstandsgesellschaft die aber sehr anfällig sein kann, einfach sich vorzustellen die einfachsten Dinge des Alltags funktionieren plötzlich nicht mehr hat zum Teil Angst und Unbehagen verbreitet.
Das Buch ist sehr gut recherchiert mit vielentechnischen Details, auf jeden Fall sehr lesenswert und nachdenklich stimment wie wenig wir unseren Komfort schätzen.

09.09.2013 11:35:24
Attila

Habe erst jetzt, weiß nicht warum, Blackout gelesen. Bin 73 Jahre alt und Sci-Fi-Fan. Trotzdem hat mir das Buch einige graue Haare beschert. Da ich als Hobby ein wenig programmiere, weiß ich in den Grundzügen, was über das Internet möglich ist und wird. Siehe NSA !
Herr Elsberg hat aber noch ein Thema außen vor gelassen:
Wie reagieren die sogenannten Schwellenländer, wenn sie feststellen, dass 2 der "Großen" dieser Erde (Europa und USA) am Boden liegen ?
Wie reagieren Länder wie der Iran oder Syrien darauf ?
Das Buch ist ein Alptraum, zu dem ich dem Autor nur gratulieren kann

PS: Hier in Heidelberg am Neckar werden "intelligente Wasserzähler" schon eingebaut. Damit geht es auch, eine Nation platt zumachen ! :-(

19.08.2013 22:56:11
Martina

Habe die 800 Seiten in zwei Tagen gelesen - weil ich es ungemein fesselnd fand. Gute Denkanstöße über Verknüpfungen des Alltags und Abhängigkeiten von globalen Prozessen. Gerne hätte ich mehr gelesen - zum Beispiel wie die handy- und facebook- Abhängigen ohne ihre´e-drogen klarkommen - und ob die das überhaupt noch hinkriegen - ohne elektrische Hilfsmittel durchs Leben zu kommen - oder gleich kollektiven Suizid begehen.Das unsere elektronischen Daten für viele andere zugängig sind empfinde ich nicht als spektakulär - eher als "üblich" - in vielen Krimi-Serien die im TV laufen wird dies ja bereits als normale Ermittlungsmethode gehandhabt.Inwieweit die für die Datensicherheit in den Konzernen tätigen Verantwortlichen ihr Handwerk beherrschen - das wird sich dann wohl erst im "Störfall" zeigen.Ich würde es begrüßen, wenn dieses Buch verfilmt wird, damit auch die große Masse der Nicht- und Boulvard-Zeitungsleser, die mit den 800 Seiten sicher länger als 14 Tage beschäftigt wären - Gelegenheit haben das dargestellte Szenario mal in ihrem Brain zu bewegen.

30.07.2013 12:51:36
RNies

Der „Roman“ Blackout ist eine Mischung aus fiktiver Dokumentation und Krimi. Wer also „nur“ einen Krimi erwartet, wird nicht optimal bedient, auch wenn das Buch durchaus spannend geschrieben ist, zumal es nicht an Action und ein paar gelungenen, „harten“ Szenen fehlt (weshalb es gut verfilmt werden könnte). Der Autor schreibt flüssig, verständlich, sachlich, ohne Effekthascherei, aber auch ohne besonderen literarischen Anspruch. Die eingeflochtene zarte Liebesgeschichte bleibt schwach und bildet nur eines von vielen dramaturgischen Banden zwischen den Personen und wechselnden Schauplätzen. Nur manchmal, in Dialogen, wird das Buch überhaupt einem Roman gerecht. Aber dafür ist das europaweit ausladende, auf zwei Wochen ausgelegte Stromausfallfolgen-Szenario sehr gut recherchiert und so überzeugend dargestellt, dass das Buch eine Lücke füllt, die offenbar sonst im aktuellen Buchmarkt nicht bedient wird. Was das Szenario angeht, ist Ausführlichkeit der Darstellung angesagt und das erfolgreiche Bestreben, den Leser nicht mit Fachbegriffen und nicht nachvollziehbaren Schlussfolgerungen zu überrennen, sondern viele technische Zusammenhänge detailliert, aber gerade noch allgemeinverständlich zu erklären. Das ist sehr gut gemacht. Es gibt nur wenige Stellen mit Längen, wo Argumentationsstrang oder Spannungsfaden abreißen.Ein Beispiel: Ein wesentlicher Aspekt ist das Eindringen von terroristischen Hackern in die Software öffentlicher Einrichtungen oder solcher Unternehmen, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen, hier allen voran die Energieversorger und Netzbetreiber (auch: Nachrichtennetze). Vor allem in Filmen geschieht immer wieder wenig Glaubwürdiges: Da sitzt das jugendliche, angebliche Computergenie vor dem Bildschirm eines ihm bislang fremden Systems und begehrt Zugang, kennt aber das Passwort nicht. Und in Nullkommanichts und ohne erkennbare besondere kognitive Leistung wird dann der Code geknackt. Das ist so unglaubwürdig wie unrealistisch. So leicht macht es sich Elsberg nicht. Er lässt den Leser teilhaben, wie so etwas, wenn überhaupt, nur funktionieren kann: Mit wirklich sehr viel Computer- und aktiver Programmier-Erfahrung (vorzugsweise als Hacker) mit profundem Insider-Wissen, mit geschickter Recherche, mit Aufwand an Zeit und Analysen zur Eingrenzung der Möglichkeiten. Das hört sich eher langweilig an, ist aber gerade eine Stelle im Buch, die gelungen ist – man kann geradezu mitknobeln bei der Lösung.Ähnlich lobenswerte Mühe macht sich der Autor mit vielen anderen Themen, auch mit komplexer Materie - warum nämlich ein Angriff technisch denkbar und es möglich ist, große Teile Europas für Wochen ohne funktionierende Stromversorgung und Kommunikation sich selbst zu überlassen. Es wird klar, wie wenig technische Unabhängigkeit wir im täglichen Leben noch vom Strom haben: die gesamte (Tief-)Kühlkost verdirbt binnen 1-2 Tagen, ganze Viehherden verenden qualvoll, Autos sind nicht mehr betankbar, Wasser- und Abwasserversorgung kommen schnell zum Erliegen, die medizinische Versorgung wird extrem eingeschränkt, die Kühlung abgeschalteter Kernkraftwerke ist gefährlich unzuverlässig und vieles mehr. Was funktioniert sind Brunnen, Zisternen, Kamine und Kachelöfen, alte analoge Telefone, die ohne Steckernetzteil auskommen.Wo das Buch stark ist, sind es die Schilderungen, wie schnell die öffentliche Ordnung bei einem über Tage andauernden, flächendeckenden Stromausfall verfällt und wie wenig die staatlichen Institutionen und sonstigen Notfall-Organe tun können, um wenigstens einen stabilen Versorgungszustand auf niedrigem Niveau zu halten. Das führt erschreckend schnell zu Chaos und Anarchie, gleichwohl Tugenden wie Uneigennützigkeit, Aufrichtigkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen nicht plötzlich verschwinden, sondern sie befähigen, sich mit Kräften gegen den Verfall zu stemmen. Wenn auch nicht immer erfolgreich. Denn das allumfassende Versagen der gesamten Technik, von der unsere Gesellschaft extrem abhängig ist, ist einfach mächtiger und schreitet unaufhaltsam fort. Ich halte – für das vorgegebene Startszenario - die Geschwindigkeit, mit der der Verfall und die Ohnmacht zunehmen, für nicht übertrieben. In der Realität mag vielleicht der Gesamtvorrat an Lebensmittelkonserven etwas länger halten, im Gegenzug mögen aber viele konkrete Probleme noch viel krasser auftreten.Was bewirkt dieses Buch? Es macht klar, dass der 11. September und vergleichbare terroristische Angriffe der jüngeren Vergangenheit theoretisch und praktisch - unter Ausnutzung der Herrschaft über die Datenhoheit - durch Szenarien überboten werden können, die alles bisher Dagewesene an Tod, Leid und Zerstörung in den Schatten stellen. Mit Folgen und Leiden für große Teile der Weltbevölkerung in einem Ausmaß, das einem Leidenspotenzial des Zweiten Weltkriegs entspricht, wobei die schädliche Langzeitwirkung durch hochtoxische Chemieunfälle, biologische Verseuchung und massenhafte Kernkraftwerkshavarien weit über Weltkriegsniveau liegen dürfte.Das Buch kennt zwar den klassischen Helden, der die Welt retten will und dabei schwerste Prüfungen bestehen muss, aber auch dieser Held ist nur Held, weil andere Helden und Heldinnen ihn unterstützen. Solidarität, gefestigtes Demokratieverständnis, Hilfsbereitschaft, der Kampf für das Gute, der belohnt wird – auch das ist der Stoff, aus dem dieses Buch gemacht ist. Neben dem äußeren moralischen Verfall bleibt wenigstens die innere Moral stabil. "Blackout" warnt: Passt auf die politisch Verblendeten, die hemmungslos Machtgierigen, die religiös Fehlgeleiteten, die selbsternannten skrupellosen Welterneuerer auf – und nehmt zugleich zur Kenntnis, dass ihr in Zukunft noch so gut aufpassen könnt, ohne nicht doch immer wieder gefährdet zu sein. Das ist der Preis unserer Zivilisation.Fazit: absolut lesenswert, packend, anregend, ernüchternd, aufrüttelnd. Wer mehr als die im Buch beschriebene Zeitspanne von 14 Tagen für die 800 Seiten braucht, sollte nebenbei auch mal über die Gewichtung der freien Zeit im eigenen Leben nachdenken! Es soll Leute geben, die es „am Stück“ gelesen haben. Das ist durchaus als Qualitätsurteil zu verstehen.

29.07.2013 10:48:01
KitKat

Wenn nichts mehr geht
Strom kommt aus der Steckdose, eine Selbstverständlichkeit an die im normalen Leben kein Gedanke verschwendet wird. Aber was passiert, wenn er das plötzlich nicht mehr tut, wenn nichts mehr geht, da in unserer Gesellschaft ohne Strom nichts mehr funktioniert?
Marc Elsberg schildert erschreckend realistisch, da hervorragend recherchiert, von einem europaweiten Stromausfall. In einem Geflecht aus Einzelschicksalen taucht man als Leser in eine Welt, die mehr und mehr dem Chaos entgegenstrebt und in der Überleben zum täglichen Kampf geworden ist.
Ein spannender Wissensthriller, der einen den Druck auf den Lichtschalter mit ganz neuen Augen sehen lässt. Packend, fesselnd und auf jeden Fall zu empfehlen.

17.07.2013 21:41:32
Torsten

Ich bin ziemlich hin- und hergerissen zwischen gepflegt langweilig und doch wieder ganz interessant.
Ein Krimi ist es jedenfalls nicht - eher eine Art Doku-Drama mit dem der Autor die (tatsächlich) drohenden Gefahren und Folgen eines längeren Stromausfalles thematisieren wollte.
Dazu hat er sicher sehr umfangreich recherchiert. Vielleicht zu umfangreich, denn die doch 800 Seiten des Buches sind so voll von langen Beschreibungen aller vorstellbaren nationalen und europäischen Institutionen, dass man zusammen mit den vielen Orten und Personen mitunter Schwierigkeiten hat den Überblick zu behalten.
Über lange Strecken artet es auch in ein Referieren von Szenarien und deren Folgen auf jewils bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens aus - besonders der Part von Frau Michelsen scheint doch sehr an die schon erwähnte Studie oder ähnliche Katastrophenszenarien / Ratgeber angelegt. Dagegen bleiben die Schilderungen der tatsächlichen Erlebnisse seltsam distanziert finde ich. Flüssig und nicht uninteressant zu lesen, aber von "hochspannend" doch ziemlich entfernt.
Wieviel nun reine Fiktion (besonders im Hinblick auf den rapiden und schnellen Verfall der zivilen Ordnung) und wieviel dramaturgischer Zeitraffer ist, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Ich hoffe mal, dass sich unsere Gesellschaft im Ernstfall nicht so schnell auflöst, zumal einiges Geschilderte wohl so nicht zutreffen wird. Eine regelrechte Hungersnot z.B. wird es nach 14 Tagen kaum geben - soviel Konserven oder 14 Tage haltbare Lebensmittel gibt es in Europa allemal. Etwas unlogisch erscheint mir auch, dass alle Menschen unter katastrophalen Verhältnissen ohne Strom, Wasser und Lebensmittel zusammengepfercht in Notlagern bleiben würden - da würden sie sicher schlicht wieder in ihre eigenen Wohnungen zurückgehen in denen die Lage ja schliesslich nicht schlechter wäre.
Wenn die Intention vom Autor hauptsächlich die ist, die er im Nachwort zur Taschenbuchausgabe angibt, nämlich zum Nachdenken über das Selbstverständliche anzuregen, dann hat er sicher Erfolg - ein richtig fesselnder Roman ist es trotzdem irgendwie nicht geworden.

03.07.2013 00:36:27
lgf

Spannend! Vor allem, weil der Roman unangenehm nahe an der Realität ist. Man merkt, daß Eisberg gut recherchiert hat.

Da sollte man sich durchaus mal die "Technikfolgenabschätzung Stromausfall" vom deutschen Bundestag durchlesen. Dann weiß man, daß Elsberg sich sogar noch zurückgehalten hat.

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf

Das Grundproblem - die Wahrscheinlichkeit eines länger andauernden Stromausfalls - ist nämlich sehr wahrscheinlich. Es ist nicht die Frage "ob", sondern "wann" und "wie lange".

06.01.2013 15:54:59
Klausb

Mir geht es bereits auf Seite 303 so...viele Ortswechsel - ja...aber warum? Nur um Handlungsstraenge nebeneinander ablaufen zu lassen - leider bislang ohne jeden Spannungsbogen. Da gibt's deutlich bessere Buecher!!!
Immer wieder lese ich weiter, nur um endlich spannenderes zu finden ( so wie ich hier immer weiter schreibe, um die unsinnige Förderung von mindestens 300 Zeichen zu erfüllen :-(. )

12.11.2012 19:49:39
Michael Lienow

Bin jetzt auf Seite 680 und frage mich, wann endlich mal die Spannung kommt, wann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Diese häufigen Szenen- und Handlungsort- Wechsel sind oede. Auch die Beschreibung der Charaktere der handelnden Personen ist mehr als dürfig.

Ich ziehe das Buch jetzt durch - besonders gefesselt und beeindruckt hat es mich nicht.

05.08.2012 22:36:27
SigridJVS

Boah, war das ein starkes Buch!
Freitag Nachmittag in der Buchhandlung empfohlen bekommen und gekauft, Sonntag Nachmittag damit fertig gewesen - und eine Woche später immer noch heftig beeindruckt! Die 800 Seiten fesselten mich stundenlang und abends konnte ich das Buch erst weglegen, als mir wirklich die Augen zufielen.
Elsberg schreibt sehr gut lesbar, nimmt die Leserin mit leichter Hand mit zu den verschiedenen Schauplätzen, lässt die ProtagonistInnen lebendig werden und nahe kommen. Dass die Handlung in verschiedenen Orten spielt, erinnert ein klein wenig an Schätzings "Schwarm", trägt aber die Geschichte und macht sie spannend. Dass die Kapitel mit Cliffhanger enden, konnte ich nicht übel nehmen, das war ein Teil des Lesefiebers, denn an so vielen Stellen geschah Spannendes und was in einer Stadt passierte, hatte Konsequenzen für eine andere.
Der größte Teil der Spannung und des Grusels wird sicher daraus bezogen, dass das Szenario so grässlich realistisch ist. Während des Lesens musste ich immer wieder mal im Internet recherchieren, ob das WIRKLICH so ist und immer wieder war ich erschüttert, dass Elsberg sich komplett an Fakten gehalten und nichts erfunden hat.
Dass die "intelligenten Stromzähler" tatsächlich in den nächsten 10 Jahren überall eingebaut werden sollen, hat mich genauso entsetzt wie die Feststellung, dass Computerwürmer vor wenigen Jahren tatsächich von Geheimdiensten in die Systeme anderer Staaten eingeschleust werden.
Das Buch ist so realitätsnah, dass es schwache Gemüter möglicherweise sehr verunsichern kann. Daher sehe ich das "Happy End" (naja, relativ!) auch nicht als Manko, sondern als nötiges Zugeständnis an die Psyche der LeserInnen - sonst wird man ja seines Lebens nicht mehr froh!
Bedauert habe ich, dass nicht noch ein klein wenig mehr erklärt wurde. Wenn's in der Handlung störte, hätte vielleicht ein Glossar im Anhang dienlich sein können. Aber dank Wikipedia und Google konnte ich meinen Wissensdurst ja stillen und weiß jetzt auch, warum unter Umständen wirklich kein Wasser fließt, wenn doch "nur" der Strom ausfällt - soweit dies eben flächendeckend geschieht...
Ich war froh, das Buch im Sommer gelesen zu haben und denke seither nicht nur dankbar an meinen Kachelofen sondern auch besorgt über eine mögliche Energiewende im eigenen Haushalt nach...