Die im Dunkeln sieht man doch

Erschienen: Januar 1989

Bibliographische Angaben

  • London: Viking, 1986, Titel: 'A Dark-Adapted Eye', Seiten: 320, Originalsprache
  • Zürich: Diogenes, 1989, Seiten: 367
  • Zürich: Diogenes, 1991, Seiten: 367
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006, Seiten: 307
  • Zürich: Diogenes, 2018, Seiten: 368, Übersetzt: Renate Orth-Guttmann, Originalsprache

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Der Fall der Vera Hillyard, die kurz nach dem Krieg wegen Mordes zum Tod durch den Strang verurteilt und hingerichtet wurde, wird wieder aufgerollt. Briefe, Interviews, Erinnerungen, alte Photographien fügen sich zu einem Psychogramm, einer Familiensage des Wahnsinns. Schicht um Schicht entblättert Barbara Vine die Scheinidylle eines englischen Dorfes, löst zähe Knoten familiärer Verflechtungen und entblöst schließlich ein Moralkorsett, dessen psychischer Druck nur noch mit Mord gesprengt werden konnte.

Die im Dunkeln sieht man doch

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Letzte Kommentare:
04.04.2020 19:31:00
Henriette H.

Auch wenn dieses Buch als Psycho-Thriller daherkommt, ist es doch ein Krimi, denn es handelt von einem Mord. Von einem Krimi erwartet man aber kein offenes Ende wie hier. Das ist unredlich der Leserschaft gegenüber.
Davon abgesehen erscheinen viele Sachverhalte sehr unglaubwürdig: warum gibt eine so kinderliebe Frau wie Vera ihren kleinen Sohn Francis ins Internat? Sie hätte doch ihre jüngere Schwester Eden zusammen mit Francis groß ziehen können. Merkwürdig ist auch die Heldenverehrung von Faiths Vater für seine Schwestern, besonders im Hinblick darauf, dass seine Ehefrau Vranni das genaue Gegenteil dieser Damen darstellt. Am sonderbarsten fand ich die lange anhaltende Bewunderung der jungen Faith für diese extrem gehässigen und spießigen Tanten, die keine Gelegenheit auslassen, ihrem „Gast“ dessen angebliche Minderwertigkeit unter die Nase zu reiben. In dieses Haus hätte man die meisten anderen jungen Mädchen schon nach dem kurzen ersten Besuch nur mit vorgehaltener Pistole noch einmal hineingekriegt.
Die Nebenhandlung mit den ermordeten kleinen Mädchen fand ich total überflüssig, sie störte den Erzählfluss der eigentlichen Geschichte. Alles in allem kein Vergleich mit Barbara Vines Meisterwerken „Schwefelhochzeit“ und „ Der schwarze Falter“. Es ist mir schleierhaft, warum Frau Vine ausgerechnet für dieses Buch den in der Krimi-Branche heiß begehrten Edgar-Allan-Poe-Preis erhalten hat.

26.01.2017 00:18:00
Sabine

Gut, dass ich - bevor ich diesen Roman voller gespannter Erwartung zur Hand genommen habe - noch andere Werke von B. V. gelesen hatte - ich würde sonst keinen mehr anrühren, wenn ich mir einen anspruchsvollen Krimi zu Gemüte führen möchte.
Zu verworren dargestellt die ganzen zwischenmenschlichen Beziehungen. Bei dieser Unzahl von Namen wäre eine Personenauflistung vor dem Text hilfreich gewesen, wie man es von Dostojewski-Romanen kennt. Ich habe das Gefühl, dass B.V. ihr riesengroßes umfassendes Wissen um jeden Preis an den Leser bringen wollte - und ihn dadurch und eine künstlich gestrickte viel zu ausufernde Geschichte um Lebenszeit beraubt. Weniger wäre mehr gewesen. Ich hätte meinem Eindruck und meinem Gefühl folgen sollen und das Buch spätestens nach Seite 50 weglegen sollen, um mich anziehender, fesselnder und weniger ausschweifender Lektüre widmen zu können. Für Liebhaber historischer Romane und verwickelter Beziehungen von mindestens 40 Personen unter- oder miteinander über Jahrhunderte hinweg ist dieses Werk sicher ein Leckerbissen.
Für andere...
Ich war froh, als ich die letzte Seite erreicht hatte und verärgert, dass ich nach der zeitraubenden Lektüre noch nicht einmal durch einen befriedigenden Schluss belohnt wurde.

12.05.2014 09:32:42
OmaInge

Ich frage mich ernsthaft,ob ich gerade das Buch lese, das hier so gut beurteilt wird !!??

Ich habe mich daran gemacht, und habe nach 30 chaotischen ersten Seiten des Romans ( Seite 5 bis 35 ) mal die Anzahl und Namen der aufgeführten Personen zu ordnen und zu zählen versucht:

Ich bin auf über 35 unterschiedliche Personen gekommen, die teilweise mit mehreren Namen, dann auch mal Kurzformen und dann wieder Geburtsnamen genannt werden.
Ein einziges unüberschauhbares Durcheinander.

Ob ich das Buch noch weiterlesen werde, ist mir momentan noch unklar.Eine Wertung halte noch zurück.

11.09.2010 23:00:28
SukRam

Ein wunderschöner Roman, der den Leser am Ende mit einigen Fragen zurücklässt. Aber genau das macht die Authentizität aus: nichts ist völlig sicher, nicht alles (darunter auch der Fall der getöteten Mädchen) wird hunderprozentig geklärt und niemand lässt sich in die gute oder böse Schublade stecken.
Die Erzählweise im Rückblick ist gelungen und der Leser bekommt nie das Gefühl, dass die Autorin den Faden im Personenrepertoire verliert. Und ganz nebenbei darf sich der Leser zu tiefsinnigen Themen selbst sein Köpfchen anstrengen, weil die Autorin genug Platz dafür lässt (Todesstrafe, Geisteskrankheiten, Familienbeziehungen, Konservativismus und Vergangenheitsverfälschung).

Meine Wertung: 92°

11.09.2010 23:00:04
SukRam

Ein wunderschöner Roman, der den Leser am Ende mit einigen Fragen zurücklässt. Aber genau das macht die Authentizität aus: nichts ist völlig sicher, nicht alles (darunter auch der Fall der getöteten Mädchen) wird hunderprozentig geklärt und niemand lässt sich in die gute oder böse Schublade stecken.
Die Erzählweise im Rückblick ist gelungen und der Leser bekommt nie das Gefühl, dass die Autorin den Faden im Personenrepertoire verliert. Und ganz nebenbei darf sich der Leser zu tiefsinnigen Themen selbst sein Köpfchen anstrengen, weil die Autorin genug Platz dafür lässt (Todesstrafe, Geisteskrankheiten, Familienbeziehungen, Konservativismus und Vergangenheitsverfälschung).

Meine Wertung: 92°

03.10.2009 11:57:58
Dr.Dieter Rohnfelder

1986 begann Ruth Rendell, unter dem Pseudonym Barbara Vine zu schreiben. Sie hat unter diesem Namen bisher 13 Romane veröffentlicht, vorwiegend Familien- und Entwicklungs-Geschichten. Um ein Familiendrama aus der Kriegs- und Nachkriegszeit handelt es sich auch hier. Diese Zeit (die die Autorin als Kind und Jugendliche erlebt hat) wird sehr anschaulich beschrieben. Auch ich finde die "Kreidekreis"-Geschichte zwischen Vera und Eden etwas zu sehr konstruiert und kann deshalb nur 72 Grad vergeben.

30.03.2009 07:00:54
Li

Absolut faszinierend! Mein erster Barbara Vine-Krimi, ein Grund, auch die anderen zu lesen. Der gnadenlose Blick unter die oberflächliche äußere Erscheinung von Menschen und sozialen Strukturen, gepaart mit Krimi-Spannung der etwas anderen Art machen hieraus einen absolut empfehlenswerten Psycho-Krimi.

14.04.2005 11:01:34
Sonja

Dieses Buch ist das beste, das die Autorin sowohl unter ihrem Namen als auch unter ihrem Pseudonym veröffentlich hat. Die Spannung ist bis zum Ende gleichbleibend hoch, die familiären Zusammenhänge haarsträubend und die Geschichte weiß an keiner Stelle Fragen in der Konstruktion auf. Unbedingt lesen!

14.12.2003 18:12:35
Rolf

Wohl der einzige Ausreisser unter den Büchern die RR als Barbara Vine veröffentlicht hat. Ziemlich langatmig und überkonstruiert.

12.08.2003 17:26:43
Anja S.

etwas zu konstruierter Psychokrimi.

20.03.2003 20:40:44
mark

ein wirklich spannendes buch, allerdings erscheinen die auflösung am ende etwas zu konstruiert in detailfragen, insgesamt ist das ende sehr offen und der leser wird gezwungen, sich seien eigene meinung zu bilden.